Schweißattacke im Flugzeug - Entschuldigung, Sie stinken!

Kennt ihr das? Sicher kennt ihr das! Ihr traut euch kaum noch zu atmen, eure Augen beginnen zu tränen, ihr überlegt, vielleicht doch mit dem Beten anzufangen, denn alles, was…
Schweißattacke im Flugzeug

Entschuldigung, Sie stinken!

Kennt ihr das? Sicher kennt ihr das! Ihr traut euch kaum noch zu atmen, eure Augen beginnen zu tränen, ihr überlegt, vielleicht doch mit dem Beten anzufangen, denn alles, was durch eure Nasenschleimhäute ins Gehirn schleicht, schreit nach Hilfe, und zersetzt euch jegliche Substanz, die noch leben und denken könnten. Es ist wie ein olfaktorischer Schlag ins Gesicht, der euch bewusstlos macht.

Normalerweise ist er geruchsneutral. Erst wenn er mit Mikroorganismen auf der Haut in Form von Bakterien in Berührung kommt, entwickeln sich durch Zersetzungsprozesse diverse Geruchsbildungen, die nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Mitmenschen die Hölle auf Erden sein können. Die Rede ist vom Schweiß. Wenn es mal richtig losgeht, dann kommt der schleichende Gastod aus zwei Millionen Zellen des Körpers. Wir kennen Stinker aus der U-Bahn, wir haben Stinker am Arbeitsplatz, manchmal auch zu Hause im Bett liegen aber es gibt nichts Schlimmeres als einen Stinker im Flugzeug. Ein Ort, an dem man einfach nicht fliehen kann und der Geruchsbombe hilflos ausgeliefert ist.

Scheiß’ auf Sicherheitskontrollen, scheiß’ auf Nacktscanner, was man wirklich am Flughafen braucht ist eine Geruchskontrolle. Die letzten Wochen bin ich für mein 40-Festivals-in-40-Wochen-Projekt 15 Mal geflogen und habe an die 80 Stunden im Flugzeug verbracht. Da erlebt man einiges, da sieht man einiges und vor allem, da riecht man das Unmöglichste. Russen mit Wodkafahne, kleine Hosenscheisser ohne Windel oder Hardcore-Knoblauchfresser. Jeder stinkt auf seine Art und keiner der Stewardessen macht etwas dagegen.

Da wird auf Teufel komm raus verhindert, dass wir irgendeine Flüssigkeit über 100 Milliliter mitführen dürfen. aber gegen eine lebensbedrohliche Stinkbombe unternimmt niemand etwas. Lieber Verband der Fluggesellschaften oder wie auch immer ihr euch nennt, man braucht nicht nur eine Kontrolle für die Sicherheit, sondern auch eine Kontrolle für das Wohlbefinden und das Überleben!

Ob das Essen geschmeckt habt, fragt ihr immer. Ob ich noch atmen kann, nicht. Deswegen plädiere ich für die Einführung der Geruchskontrolle. Einmal direkt vor dem Check-In die Achseln heben und eine nette Servicekraft mit Bleistiftrock, Bluse und Halstuch daran riechen lassen. Kompetent und bestens geschult entscheidet sie, ob die Nuance unter der Schmerzgrenze liegt und für die nächsten Stunden dem Sitznachbarn zumutbar ist. Bei Verstoß: Sicherheitsverwahrung. Bei Bedenken kommt der Passagier kurz in die Duftkammer, eine Glaskabine, in der er wie bei den modernen Selbstbräunungsanlagen von allen Seiten mit Neutralisationsspray besprüht wird.

Anschließend bekommt er ein Deo für die Reise mit. Das wäre nicht nur eine nötige Maßnahme für alle anderen Passagiere, sondern auch gleich noch eine tolle neue Geschäftsidee. Eine Revolution in der Geschichte der Luftfahrt. Die Kosmetikindustrie kooperiert mit den Fluglinien. Natürlich abhängig vom Image der unterschiedlichen Fluglinien und Kosmetikherstellern.

Beispielsweise ist für mich Germanwings ein Axe-Deo, Condor eher Dove und Lufthansa absolut Nivea. Denn auch wenn man durch die Geruchskontrolle kommt, kann man nachträglich noch eine Gefahr für die Menschheit werden. Manchmal entwickelt sich der säuerlich stechende Achselgeruch erst beim Start der Maschine.

Der sogenannte Angstschweiss ist neben dem fischigen Intimgeruch eine der schlimmsten Ausdünstungen. Selbst wenn der Stinker selbst merkt, dass er eine Zumutung für die Besatzung ist, kann er meistens nichts dagegen machen, denn entweder ist sein Deo im aufgegebenen Gepäck oder es war über 100 Milliliter und wurde ihm bei der Sicherheitskontrolle abgenommen. Ja, das ist meine Zukunftsvision für das Jahr 2030, ein Flug, an dem man nicht vier Stunden mit dem Nasenloch an der Fensterschreibe klebt, um atmen zu können oder seinen Schal als Katalysator missbraucht um einen Langstreckenflug zu überleben.

Guess

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3 Kommentare

  • janeylaney

    wir haben immer ein raumerfrischungsspray dabei zwecks toilette…das kann man sich gerne für stinkende sitznachbarn ausleihen!!

  • manu

    Mal abgesehen davon, dass dieser behinderte Artikel nur Egoscheiße ist und selbst beim zweiten Lesen keinen Mehrwert bietet, würde ich nach 15 Flügen / 80 Flugstunden gerne mal deine Klimabilanz sehen.

  • flo

    OMG, this was awsome!!!! I don`t understand a word german, but this girl is so derbe (they use it over here in montreal because of some cool berlin guy!!!) and i like the way she is putting words into sentences!!! SENTENCES! And there are so many that i think she is too clever and cute for this century. amy and pink you are geil as schmidt!