Sei revolutionär! - Hitlerjugend und Hipsterjugend

Der Hipster hat sich nicht nur seinen Haarschnitt von der Hitlerjugend geklaut, sondern auch die erste Stufe einer Attitüde, die einer ganzen Bewegung des dunkelsten Kapitels der Menschheitsgeschichte zuzuschreiben ist.…
Sei revolutionär!

Hitlerjugend und Hipsterjugend

Der Hipster hat sich nicht nur seinen Haarschnitt von der Hitlerjugend geklaut, sondern auch die erste Stufe einer Attitüde, die einer ganzen Bewegung des dunkelsten Kapitels der Menschheitsgeschichte zuzuschreiben ist. Nicht umsonst steht der Begriff Hipster dem Wort Hitler doch so nahe. Dass die Inspirationsquelle einer Frisur, die weder als Kritik noch als Ironie zu verstehen ist, nicht in Frage gestellt wird, ist der Beweis von einem Mangel an Wissen und Empathiefähigkeit und der fehlenden nötigen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Aber das ist nicht alles.

Teil einer Bewegung sein, sich kollektiv für etwas einsetzen und überzeugt seine Idee verteidigen, kann großartig für das Individuum sein, das Verändern eine positive Bewirkung für die ganze Menschheit. Mindestens zwei Mal ist es schief gegangen, und dem dritten Mal stehen wir bevor, wenn wir überlegen, wie junge Menschen immer wieder mit Gehirnwäsche Ideologien eingetrichtert bekommen.

Das erste Mal war es Realität, das zweite Mal Fiktion, mit dem dritten Mal nimmt es an Heftigkeit und Dramatik ab, und somit ist auch eine Rettung in Sicht. Die Rede ist von der Hitlerjugend, dem Experiment aus dem Roman „Die Welle“ und zuletzt im Anti-Klimax: Die Hipsterbewegung. Aber ist nicht dieser Begriff auch ohne Hornbrille, Röhre und Fahrrad auf die gesamte Jugend zu übertragen? Denn im Gegensatz zum modischen Statement haben viel mehr junge Menschen diese Grundhaltung verinnerlicht: Europäische Leichtigkeit, Ignoranz und Selbstbewusstlosigkeit sind zur deutschen Tugend geworden.

Somit müsste man den Hipster eigentlich verurteilen, für seinen falschen Individualismus, aber noch schlimmer für seine Ignoranz und sein Schweigen und dafür, dass er nicht funktioniert als Mensch, sondern lediglich als Großstadt-Schmuck für die Tourismus-Wirtschaft. Aber ist es das, was wir sein möchten? Ist das die einzige Errungenschaft der globalen Jugend? Die Frisur einer Bewegung, die nichts bewegt, außer die Wirtschaft ankurbelt? Das Credo des Hipsters ist Kaufen, um dazuzugehören. Ganz ehrlich, wir sollten uns schämen. Wenn die Amerikaner nach einem “Hitler Youth” beim Friseur in New York fragen, können wir als Deutsche doch wenigstens den Trend hinterfragen. In Deutschland mag man den Haarschnitt „Undercut“ nennen, aber das ist völlig irrelevant.

Heute liegt es nicht in unserem Interessenbereich, Menschen aufgrund ihrer äußeren Erscheinung zu kritisieren, hier geht es um sehr viel mehr. Das deutsche Gesetz schenkt jedem die Freiheit, sich nach dem ganz persönlichen Geschmack anziehen zu dürfen. Doch das sogenannte „state of mind“ der sich Gleich-anziehenden, nämlich das Gleich-denken kann nicht länger erduldet werden. Annika von Taube, Chefredakteurin vom Sleek, sagt zwar ganz richtig, dass der “Undercut” wie er beispielsweise in Mitte oder Prenzlauer Berg getragen wird, nicht mit Faschismus (auch nicht irnosch) assoziiert wird und somit kein antisemitisches Statment ist, doch die apolitische Haltung ist dennoch nicht akzeptabel. Dokumentiert werden diese Stereotypen übrigens auf etlichen deutschen Styleblogs von Glamcanyon bis Stil in Berlin, auf denen sogar ich schon während Aufenthalten in der Großstadt gelandet bin.

Warum aber denn auch für irgendwas kämpfen, wenn es nichts gibt, worüber wir uns beschweren könnten? Heißt es jedoch Occupy gehen noch viel zu wenige auf die Straße. Muss man uns jungen deutschen Frauen Mal den Mund verbieten, unser Gesicht mit einer durchlöcherten Mülltüte verbergen, vergewaltigen lassen oder der gesamten Jugend das Recht auf Bildung untersagen? Muss man uns endlich das Recht auf Meinungsfreiheit entziehen? Wir Deutschen haben das schon irgendwie alles hinter uns im Gegensatz zum Osten, könnte man meinen. Aufklärung, 68-er Bewegung – haben unsere Vorfahren Vorarbeit für uns geleistet oder sind wir nicht viel mehr durch Zufall in diese Welt hinein geboren?

Wir gehen nicht mehr auf die Straße, stattdessen lacht die Bildungselite über die niedere Schicht, während diese auf diversen Fernsehkanälen über sich selbst lacht. Wir diskutieren lieber in Politik-Seminaren, die sich „Ethik und Weltarmut“ nennen mit iPad in der Hand oder pflegen und werben um unseren vegetarischen-fakefur Lebensstil, während Sklavenarbeiter halbverhungert kurz vor dem Umfallen die nächste Lieferung fertig stellen müssen, damit wir unsere heißersehnten Ich-bezogenen Produkte bekommen können. Hip sein ist eben ein 24/7-Job. Am Abend nehmen wir noch ein Bad, nachdem wir unsere Used-Jeans ausziehen, während es auf der anderen Welt an sauberem Trinkwasser mangelt und Menschen an den Folgen der Sandstrahlen bei der Jeans-Produktion sterben.

Aber kennt ihr noch Sophie Scholl? Der Name fiel mal während der Schulzeit und wurde danach auch gleich wieder von den meisten vergessen. 22 Jahre alt war sie, als sie sterben musste. Sie hatte die Hitlerjugend, nachdem sie ihr eingetreten war, kritisiert und als eine der wenigen erkannt, mit welchen Werten sie erzogen wurde. Weil die deutsche Studentin Flugblätter ihrer Widerstandsgruppe “Weiße Rose” verteilte, wurde sie mit ihrem Bruder Hans und dem Freund Christoph Probst erst vor der Münchner Universität verhaftet, dann nur vier Tage später hingerichtet. So alt wie ein Durchschnitts-Hipster und jeder andere junge Mensch. Aber ist der Hipster ein Widerstandskämpfer oder nicht viel mehr ein Mitläufer? “Der Hipster liest nicht, er ist eine Modeerscheinung”. Und was machen all die anderen Jugendlichen, die die Trends verpasst haben oder erst gar nicht verfolgen? Die meisten jedenfalls auch ohne die Must-Haves zu wenig. Selbst die einigen jungen NDP-Mitglieder sind doch politischer als der Rest. Genau das ist es doch, was sie so stark macht.

Aber selbst ich erinnere mich an eine kleine Scholl während meiner Schulzeit. Ähnlich wie Sophie kam sie mit einer unbeschwerten Jugend aus einem Elternhaus, das sie mit einer politischen Meinung erzogen hatte. Wurden anwesende Migranten oder abwesende Hauptschüler von versnobten Gymnasiasten erniedrigt, war sie stets einer der ersten, die diese Haltung zu kritisieren wussten, während die meisten anderen schwiegen oder sogar die Meinung der Verurteilenden teilten.

Ob eine Dominique Dillon de Byington oder eine Anna Fischer, wie wir sie bei Roche & Böhmermann gesehen haben, das Interesse an sozialen Themen der Gesellschaft fehlt. Selbst die jungen „Künstler“ der Nation haben nicht einmal ein politisches Statement zu machen. Auf ihren Elfenbeinturm fragt sich eine Schauspielerin namens Anna Fischer in der neuen Talkshow einer etwas einfach gestrickten ,Sexautorin“ und eines leicht gehässigen Comedians, worüber eigentlich gesprochen wird, als Henryk Broder dazu auffordert, die Touristenstätte Ausschwitz zu vergessen und stattdessen den nächsten Holocaust zu verhindern.

Folgendes Statement gibt die 25-jährige dem “Achse des Guten“-Blogger ab, dessen Eltern Überlebende eines Konzentrationslagers sind: „Na ja, dat Problem is ja einfach, ick mein, jetz ma janz ehrlich so. Is ja hier ne schöne Runde, aber so die wesentlichen Themen „vergesst Ausschwitz“, ick weiß nicht. Wat wollen sie denn? Wollen Sie, dass wir alle verjessen, und dann äääh, und dann nicht dahin fahren? Ick versteh vieles nicht. Ick habe son bisschen gerade Schwierigkeiten, dieser janzen Runde irgendwie zu folgen, so muss ick ehrlich sagen, weil es gibt so viele Sachen, wogegen man sein kann. Guck die Leute im Sudan an, guck die Leute in Ägypten an, guck dir China an, guck dir Acta an. Guck dir all diese Sachen an.“ Fischer ließt die Schlagzeilen und ist auf dem neuesten Stand, aber so wirklich etwas tun möchte sie nicht und dafür rechtfertigt sie sich auch noch.

„Dit Problem is doch einfach ditte, dass wir gar nicht voll Möglichkeiten wissen, wogegen wir sein sollen. Wo soll man denn anfangen? Die Jugend ist total…“ Ja, wie ist denn die Jugend? Respektloser Herrn Broder gegenüber und ignoranter und passiver kann man wesentlichen Themen wie „Ausschwitz und Holocaust“ nicht sein. Und selbst guter Humor wäre uns lieber als dieses Desinteresse und die theatralische Wichtigtuerei. Anna Fischer ist der Spiegel unserer Jugendgesellschaft. Und das als Schauspielerin.

Unterbrochen wurde Fischer und ihr peinliches Statement glücklicherweise von Roche mit der Einleitung über den beliebten Moderator und Comedian Klaas Heufer-Umlauf, der sich unter anderem vorbildlich für Organspende einsetzt. „Man sucht sich eben etwas aus“, so Roche. Recht hat sie. Suchen wir uns etwas aus. Und seien nicht einer von denen, die tagtäglich sagen „bringt doch eh alles nichts“. Aus Bequemlichkeit, aus Egoismus und aus Pessimismus. Aber glaubt hier auch nur einer von uns, dass an diesen Satz Che Guevera, Rosa Parks oder Aung San Suu Kyi geglaubt hat und noch glaubt? Wohl eher glaubten und glauben solche Menschen wie Martin Luther King an folgendes:
„I have a dream“!
Ein bisschen mehr Courage, ein bisschen mehr Bewegung! Den Deutschen geht es zu gut. Einer „Künstlerin“ wie Anna Fischer anscheinend auch. Es gibt verschiedene Theorien dazu, was Kunst ist. Aber nicht nur Schönheitsideale schaffen oder dokumentieren soll sie, oder vergnügen und ablenken, sondern politisch revolutionär sein. So stark, dass sie die Leinwand und die Bühne verlässt und ins Leben dringt.

Was ist denn da los mit dieser Jugend? Keine Ideale außer Schönheitsideale, keine Träume außer reich werden, kein Intellekt außer Kunst, die mit bunten Produkten gleichgesetzt wird? Ja, es liegt nicht im Wesen der Jugend, seine Jugend aufzugeben. Aber ist ein Hitler-Haarschnitt die richtige Antwort darauf? Vielen steht die Frisur, die Ästhetik ist nicht Zielscheibe der Kritik. Aber Herr Broder fragt sich zurecht, warum auch all die jungen, gutaussehenden, intelligenten, modebewussten Frauen mit Bachelor in der Tasche sich erst so spät als beispielsweise Entwicklungshelferin in der 3.Welt engagieren.

Vielleicht ist eine zusätzliche Antwort unser großes deutsches Glück von Freiheit und Wohlbefinden mit anderen zu teilen, statt den ganzen Tag in hippen Cafes abzuhängen in irgendwelchen Szene-Vierteln. Dann sollten wir uns schon eher Klaas Heufer-Umlauf als Beispiel nehmen. Fakt ist, dass “wasted youth”-Shirts mit Stolz getragen werden und es keine wichtigeren Themen als Lana Del Ray und Apple gibt. Und was ist mit Gender Studies, Arbeitslosenrate, Integrationsdebatte?

Muss man sich denn ständig für sich selbst einsetzen? Wenn es einem schlecht geht, ja. Aber wenn es uns gut geht, dann können wir auch mal für Menschen, die Stimme erheben, die man zum Schweigen foltert. Ohne etwas zu tun sind wir die Privilegierten, weil wir einfach nur verdammt viel Glück hatten.

Die Kony-Aktion war auch ein kleiner Reinfall oder? Alexandra Grove, die Sängerin, Songwriterin und Mitgründerin einer AIDS-Organisation aus Simbabwe, bezeichnet auf MTV-Voices unser Verhalten als Slacktivismus. Das Wort, das sich aus Slacker und Activismus zusammensetzt, bezeichnet laut Grove Pseudo-Aktivisten, die sich im Internet bewegen ohne etwas zu bewirken. Sie betont, dass das Retweeten und Teilen von Kony12 mit der affektiven Statusmeldung „Wenn Ihr wirklich interessiert seid an der Welt, dann seht das hier!“ zwar Bewusstsein erregt hat, aber das noch lange nicht ausreichend ist. Denn das ist nur der erste Schritt. Daher ruft sie dazu auf, aktiv zu werden.

Das Internet bloß für soziale Netzwerke zu benutzen, ist sowas von passé. Nehmen wir uns ein Beispiel an dem arabischen Frühling, bei dem Twitter einer ganzen Bewegung verholfen hat. Nehmen wir uns ein Beispiel an Wiki-Leaks oder an Raul Krauthausen, der eine Plattform für 1,5 Menschen geschaffen hat, die rollstuhlgerechte Orte einsehen können. Nehmen wir uns ein Beispiel an etlichen Organisationen, die sich für die Rechte der Menschen einsetzen. Mit dem Internet.

Mir hat ein Kenianer, der es aus ärmlichen Verhältnissen seines Heimatlandes bis nach Deutschland zum Studieren geschafft hat, erklärt, dass man der Welt etwas zurück geben muss, denn sonst ist man nutzlos wie jeder andere auch. Wir unterschätzen unsere Rechte, weil wir den Blick nicht auf das Geschehen um uns richten. Wir können viel bewirken. Ob mit einem Brief mit der Hilfe von Amnesty International an eine der etlichen Regierungen, die Journalisten gefangen halten, oder mit der Hilfe von Occupy Fashion Industry, die dir Hintergrundinformationen zu unseren Klamotten bietet, und neben uns Konsumenten auch Verantwortung von den Unternehmen fordert. Das Internet wird uns helfen als Informationsspender, aber uns selbst niemals ersetzen. Und damit dies nicht geschieht, müssen wir auf die Straße. Nicht nur zum Shoppen.

Strellson

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106 Kommentare

  • Alexander

    Und das vom Hipster-Blog Nr. 1 ^^

    • Opaschowski

      ein absoluter prätentiöser und überflüssiger beitrag von jemandem, die sich “Neben schönen Stoffen, Kunst und Literatur” sogar auch “für Kultur” interessiert. ich empfehle stattdessen auf eine x-beliebige nachrichten-seite zu gehen und 2 minuten das hirn anzuschalten.

      • Soliana

        Beeindruckend. Sooo viel Muell, in einem Artikel, zusammen tippen zu koennen – das ist eine besondere Leistung.
        5min meines Lebens fuer diesen unsinnigen Bloedsinn verschwendet! Mann o mann!

  • Day Zee

    ich frage mich auch was die american apparel werbung am rand zu suchen hat…?!

  • Heidi Haider

    lol

  • jezebella

    Interessant, dass der Artikel bei Amy&Pink erscheint, dem Nonsense-Freizügigkeits-Style-Jugendkultur-verheerlichendem Magazin (das ich gut finde) und dann genau das anprangert. Mit euerm Inhalt und eurer Aussage unterstützt ihr so etwas ja auch nur.

    Hitlerjugend – Hipsterjugend: Ernsthaft? Kritisierst du damit wirklich die apolitische Haltung junger Menschen? Was ist mit Springerstiefeln? Sophie Scholl trägt auch diesen krassen Seitenscheitel. Kritisierst du auch Joy Division für ihren Namen? Denkst du Pali-Tücher tragende Punks wissen was dahinter shtet? Politik und Mode sollte generell immer einzelnd betrachtet werden, weil Trends von der eigentlich Aussage abstrahiert werden und durch ihre schnelle Verbreitung an Wirkung verlieren, wenn sie ohne Einstellung getragen werden.

    Und es ist nicht so, dass die Jugend sich nicht engagiert, das hört man ja immer wieder und ich finde das ist quatsch, es sind nur diese modeverknackten Typies, die sich ihr Lebensgefühl in Amerika, in Großbritannien, in Serien abgucken um sich nicht ganz nutzlos zu fühlen.

  • Thorsten

    Leck mich am Arsch. Seid ihr sicher, dass ihr den Artikel nicht aus Versehen 4 Tage zu spät online gestellt habt?

  • James

    Es ist nicht nur eine Verharmlosung des NS-Regimes, sondern schlichtweg durchsichtig, dass Amy&Pink als vorzeige Hipster-Portal jetzt auf den Hipster-Bash mit aufspringt. Eine so komplexe Jugendkultur wie wir sie heute finden gab es selten und nur weil einzelne mit ihrem Modebewusst sein oder Hipstertum über die Stränge schlagen, heißt eben dies nicht, dass es auf die gesamte Jugendkultur übertragbar ist.

    Nicht tragbar ist wie besagt der Vergleich, sowie die Verharmlosung des NS-Regimes und der damit einhergehen Verharmlosung der Shoah. Man könnte der Autorin dieses Artikels eher strukturellen Antisemitismus unterstellen, als diesen Vergleich hervorzubringen.

    Ab heute habt ihr einen langjährigen Leser verloren, keine lieben Grüße und Tschüss.

  • Lauer Blümchen

    komischer humor in diesem beitrag… ziemlich hohl das ganze.

  • Als ob die unaussprechlichen Gräuel der Schattenherrschaft der Nationalsozialisten in einer simplen Frisur widerhallen könnten – diese Unterstellung, liebe Meltem, da sogar du während Berlinbesuchen auf einschlägigen Street-Style-Blogs gelandet bist, ist doch der eigentliche Affront gegen die von dir so rührend in Schutz genommene Geschichte und ihre zahllosen Opfer.

    Nachher, sobald es meine Zeit wieder zulässt, lese ich all das noch ein zweites Mal und vielleicht finde ich dann auch etwas Gutes an deinen langen Ausführungen.
    – ein durchaus reflektierender “Hitlerjungend-Frisur”-Träger

  • Hila

    Was jezebella und James sagen.

  • Ja, kann mich meinen Vorkommentatoren nur anschließen.

    Die Ironie, so einen Text auf einer Plattform wie dieser zu veröffentlichen, weht einem schon ein bisschen faulig ins Gesicht.
    Der AMY&PINK-Leser, denkt sich doch bei einem Text dieser Art, sofern er ihn überhaupt liest, doch nur: “Ja, aber echt mal, ihr scheiß Hipster, sucht euch mal eine Identität und so.” Dann legt er sein Netbook beiseite, rückt die Hornbrille zurecht, zahlt den Latte und geht erstmal shoppen. Neues Etui fürs iPad. Aber vorher schaut er nochmal schnell auf AMY&PINK, in welcher Bar in Mitte Wilson Gonzalez-Ochsenknecht letzten Freitag abgestürzt ist. Ist ja schließlich auch wichtig.

    Der oberste Fluch der Hipster ist doch neben der totalen politischen Gleichgültigkeit und kulturellen Vollnaivität doch auch seine komplette Selbstverleugnung: Früher haben die Menschen wenigstens zu ihren Subkulturen gestanden, waren mit Überzeugung Punk oder Gruft. Der Hipster ist sich selbst peinlich, möchte sich mit diesem Label nie schmücken, benutzt es gar verächtlich für Leute, die haargenau so aussehen wie er, ohne die Absurdität dabei überhaupt zu bemerken.

  • Johanna

    Mit der Einschätzung, dass es der Jugend zu gut geht und dass diese ganze Hipsterbewegung absolut oberflächlich, sinnentleert und kapitalistisch-materialistisch ist, hast du völlig recht, aber der Vergleich mit der Hitlerjugend ist total daneben. Das sind zwei historische Phänomene, die man einfach nicht derart miteinander vergleichen kann.

  • Johanna

    Und, Meltem: wenn das alles Wirklich deine Überzeugung ist, müsste das erste, was du tust, sein, dass du Amy&Pink hinschmeisst. Ihr tragt absolut zu diesem Lebensstil bei und teilweise macht ihr damit Werbung. Amy&Pink funktioniertt nur wegen dieser Bewegung so gut.

  • Lea Khamseh

    so ein scheiß

  • Olivia Olson

    so viele wichtige themen oberflächlich angerissen in diesem artikel. einfach nur peinlich geschrieben.

  • Die

    Liebe Meltem,

    Warum schmeißt DU als leuchtendes Vorbild nicht Dein Kunstgeschichte und Germanistik-Studium und suchst Dir einen ehrenwerten Posten als Altenpflegerin, Entwicklungshelferin oder gehst für einen fluffig-leichten Start ins Elend nach der Vorlesung freiwillig in der Suppenküche aushelfen?! Lass es Dir mal durch den Kopf gehen, Du scheinst die richtigen Ambitionen zu haben :D.

    Den Text allgemein finde ich allerdings leider völlig pubertär, viel zu weit hergeholt und nicht aufm Punkt.
    Die ständige kramhafte Suche nach naziähnlichen Triebhaftigkeiten und antisemitischem Verhalten unter Deutschen finde ich persönlich nur noch langweilig. Lassen wir der Jugend doch ihren Spaß und ihre Leichtigkeit – unter dem Motto “Die tun ja nix, die wolln nur shoppen!”. Und das ist gut so, oder wünscht sich hier jemand allen ernstes eine traumatisierte, von Vergewaltigung, Krieg und Elend geprägte deutsche Jugend zurück? Wir solltens ihnen gönnen!

    Ach und btw: der “Hitlerjugend Haarschnitt” war keine Erfindung der Nazis, sondern auch vor deren Aufkommen schon einfach nur ein Trend!

  • Johanna

    Wenn das Satire sein soll, ist sie nicht gelungen.
    Wenn das tatsächlich ernst gemeint ist- wer saugt sich so einen Mist aus den Fingern?! (Rhetorische Frage, ich kann scrollen..)

  • Ryan

    jutebeutel mit hakenkreuz

  • Die

    Ach fast vergessen, falls Du dich ernsthaft mit diesem Phänomen auseinander setzen willst, schau doch mal hier:

    http://hipsterhitler.com/

  • smx

    bitte verschone uns mit derartig erzwungenen vergleichen
    bitte verschone uns mit deiner unfähigkeit zur selbstreflektion
    bitte interessier dich doch weiter für schöne stoffe und kunst

    und bitte bitte lass große namen wie sophie scholl nicht in literarischen dreck wie diesen einfließen DAS ist geschmacklos

  • na und

    Schon wieder ein lahmer Artikel über Hipster. Langsam wird es wirklich langweilig sich immer darüber aufzuregen.
    Du vergleichst die Hipster Bewegung mit der Hitler Jugend , warum nicht Hipster mit den Juden vergleichen?

    Man kann viel schreiben,wenn der Tag lang ist.

  • Saba

    Der Unmut über Mitbürger, die sich für nichts außer sich selbst so richtig interessieren, finde ich nachvollziehbar. Aber so ein Alternativen-Rundumschlag à la Entwicklungshilfe oder Kony 2012 erscheint mir auch nicht sehr durchdacht, da gerade diese Themen sehr problembehaftet sind. Insofern finde ich die Kritik nicht sehr konstruktiv. Möchtest du nun, dass die Betreffenden sich informieren? Oder sich engagieren und wenn ja, was können sie wie bewirken? Occupy ist schön und gut und sicherlich respektabel, aber die realistischen (umsetzbaren) Forderungen der Bewegung sind doch irgendwie im Medienzirkus untergegangen.

  • joachim

    “Nicht umsonst steht der Begriff Hipster dem Wort Hitler doch so nahe.”

    lol.

  • Simon

    lächerlicher text..sorry, aber ist so.

    “nicht umsonst steht der Begriff Hipster dem Wort Hitler doch so nahe”?? ich wette, du, die du hier so pseudo-intelekktuelle halbweisheiten verbreitest, weißt noch nicht mal wo der begriff hipster denn eigentlich herkommt. nicht aus kreuzberg jedenfalls, als kleiner tip.

    und die modische übernahme einer frisur sagt nun wirklich nichts, aber auch gar nichts aus über den zusammenhang zwischen holocaust und hipsterbewegung (den besagten zusammenhang kann ich übrigens auch nach zweimaligem lesen nicht erkennen). denn die frisur war nicht nur patentiert für heranwachsende nazis, sondern offensichtlich verbreitet in der gesamten gesellschaft. ist max raabe etwa ein nazi weil er sich auf mode und musik dieser zeit beruft? wohl eher nein.

    und mal ganz von der ohnehin schon fragwürdigen grundthese abgesehen (die in höchster bildzeitungsqualität daherkommt) finde ich die zusammenhänge die du erstellst absolut nicht nachvollziehbar. du sprichst hundert themen in einem text an, aber hast am ende doch keine aussage.

    • Diana

      Wer schafft es schon, dass man sich in der schnellebigen Internetwelt einen Text ZWEImal durch liest… Also, Meltem hier hat´s! :D
      Respekt dafür :-P

      PS: Danke für den Max-Raabe-Tipp, wollte immer mal was von ihm anhören, hab´s aber irgendwie immer vergessen!

  • Malte

    Ein Gespenst geht um in der deutschen (Pseudo-) Avantgarde, das Gespenst des Hipstertums. Es kann nicht genau definiert werden, aber alle sind panisch bemüht, darauf hinzuweisen wie sehr sie es verachten um keinesfalls in den Verdacht zu kommen, selbst dazu zugehörig zu sein. Die angebliche Nähe einer apolitischen Szene zum nationalsozialistishcen Faschismus ist einerseits, wie Pat geschrieben hat, eine dreiste Verharmlosung des NS-Regimes und außerdem ein Zeugnis bodenloser Dummheit, unglaublicher Geschichtsvergessenheit, absoluter intellektueller Unfähigkeit und dreister Ignoranz.

  • Marc Silva

    Schwachsinn, eine damals zeitgemäße Frisur mit einer Gesinnung gleichzustellen.. Bla!

  • Julie

    Was für ein unglaublich überflüssiger und unsinniger Wortmüll.

  • Stefan

    Selten einen so wirren und undifferenzierten Artikel gelesen, peinlich peinlich…
    Hitlerjugend=Hipsterjugend, Hitlerfrisur=Hipsterfrisur und und und… Was für ein KÄSE!
    Hier hält sich eine Möchtegern-Autorin wohl für besonders wichtig! Für mich ein klarer Fall von Profilierungszwang.
    Wirklich zum Fremdschämen.

  • Johanna

    “Nehmen wir uns ein Beispiel an etlichen Organisationen, die sich für die Rechte der Menschen einsetzen.” Leere Worthülsen!

  • smx

    vllt sollte man den artikel bei einer satireshow verlinken .. die werden was nettes daraus basteln :D

  • warum nicht gleich

    hipstler ?

    was für ein unglaublich dummer Artikel

  • christian

    trotz dem etwas komischen vergleich ein guter artikel!

  • “Wir diskutieren lieber in Politik-Seminaren, die sich „Ethik und Weltarmut“ nennen mit iPad in der Hand oder pflegen und werben um unseren vegetarischen-fakefur Lebensstil, während Sklavenarbeiter halbverhungert kurz vor dem Umfallen die nächste Lieferung fertig stellen müssen, damit wir unsere heißersehnten Ich-bezogenen Produkte bekommen können”

    so fucking true!

  • Fred Erik

    Stimmt schon ihr modefascho spastis.

  • a.

    sehr ausgewogen. irre.

  • Es ist nur eine Frisur!! Sollen wir uns jetzt alles verbieten lassen, nur weil es von den Nazis missbraucht wurde? Dadurch schenkt man ihnen das, was sie nicht verdienen, nämlich Anerkennung. Und wenn man das konsequent durchziehen würde, dürfe man auch kein Nietzsche lesen oder Wagner hören.

  • Marie Valitutto

    Mit welch einer Leichtigkeit Vergleiche mit der Zeit des dritten Reiches angestellt werden (bei einer banalen Frisur), finde ich auch verstörrend. Das fördert doch nur das Gefühl, dass im Endeffekt auf alles mit dem “Du bist ein Nazi”-Finger gezeigt wird. Irgendwie ist das auch nicht angebracht. Die Bezüge auf die Sendung mit Böhmermann und Roche sind auch irgendwie verdreht. A. Fischer spricht doch gerade das eigentliche Problem an: wir haben eine Reizüberflutung an Problemen und wissen nicht anders damit umzugehen, als sie zu ignorieren,weil wir unter Umständen sonst wahnsinnig werden. Unser Problem sind keine schiefen Undercut.

  • Agi on Air

    Hipster = Hitlerjugend? Völliger Schwachsinn.
    Ist ja möglich, dass einige vergessen haben, was in den 30ern los war, aber die sollen sich bitte informieren.
    Politikverdrossenheit und fehlendes Engagement derer, die am ehesten was bewegen könnten, das ist eine Sache. Die Nazizeit eine ganz andere. Allein das zu vergleichen ist wahnsinnig bescheuert und irgendwie bestürzend.
    Als Eyecatcher eignet sich die Überschrift schon. Und der Artikel an sich ist auch top.
    Wir sollten uns wirklich alle für mehr interessieren als nur uns selbst.
    Aber was soll dieser scheiß Vergleich??

  • Sascha Pietsch

    Belangloser Wortdurchfall von AmyPink. Wie immer.

  • Patrick

    so ein beschissen beitrag hab ich echt noch nie gelesen, da les ich ja gleich die bild , da steht genau so ein scheiß drin!

  • Andre

    22 Jahre als war sie, als sie sterben musste.
    *alt

    Bitte

  • Chaosfabrik

    Und das ausgerechnet von Amy&Pink? Oh my..
    Abgesehen davon, dass der Artikel schon an unglaublicher Lächerlichkeit grenzt und das viel zu weit hergeholt ist. Alles andere wurde schon gesagt.

  • Martin

    Zuerst hab ich die Kommentare gelesen und gedacht “Nee, da willste lieber nich wissen, was in dem Text steht…”… Die Neugier war aber größer. Jetzt: Durchatmen. Ich fühle mich zutiefst beleidigt. Wenn man eine Frisur im Stile der 40er bzw 50er Jahre trägt, so wie ich, glorifiziert man also die Hitlerjugend. Hat die Autorin noch alle Latten am Zaun?????????? Diese “Undercuts”, die “Pompadours”, die “Slickbacks” und wie sie alle heißen, haben mit der HJ so viel gemeinsam wie der Papst mit Koks und Nutten. Solche Frisuren trug/trägt man nicht nur hierzulande, sondern wie Marc bereits gepostet hat, auch in Großbritannien, den USA usw. Was für ein unglaublich dummer und kurzsichtiger Gedankengang, den Haarschnitt mit einer politischen Gesinnung gleichzusetzen!!!!!! Im Umkehrschluss hieße das ja dann: Alle Langhaarigen sind kiffende Hippies, alle mit Iro sind Asi-Punks und alle mit Glatze sind Neonazis. Ich schreibe mich hier um Kopf und Kragen… Von daher höre ich jetzt lieber auf und sage: Die Deutschen haben Hitl…. nein, quatsch: Die Deutschen haben Amy&Pink nie gewollt!

  • fred

    everything’s a copy of a copy of a copy…

  • Jasmin

    Ja, irgendwie fiel mir zu dem Artikel auch nur ein: Erstmal denken, dann diese Gedankenkotze publizieren…

  • Alex

    Ich würd mal sagen Volltreffer. Warum? Weil ich selten soviel Resonanz auf nen Artikel hier gesehen hab. Klar werden hier viele Themen in einen Topf geschmissen und ordentlich rumgerührt, aber wenn Ignoranz eine Haltung des Hipstertums ist, kannst Du Dir schon mal auf die Fahne schreiben, eben die aufgebrochen zu haben. Respekt dafür. Und wo sonst als hier wär ein geeigneteres Forum hierfür?

    Hoffen wir, dass genug Betroffenheit (völlig unironisch gemeint) erzeugt wird, damit sich mal wieder was tut. Betroffenheit ist immer der erste Schritt, um sich mit den Dingen nachhaltig auseinander zu setzen. Eine unidealistische Jugend ist wirklich wasted, vom Spaß mal abgesehen…

    Der Haarschnitt hatte in den frühen 80ern übrigens auch schon mal ein Revival, nur war ‘Betroffenheit’ damals eher verbreitet. Und das darf jetzt gern mit einem gehörigen Maß an Ironie gesehen werden.

  • CaroLewski

    Ziemlich weit hergezogen einen Haarschnitt mit der Hitlerjugend in Verbindung zu bringen, konnte dem ganzen nicht so recht folgen … und dann die Ausfahrt Richtung Konsumgeilheit, … kann dem nur zustimmen, dass ich diesen Artikel auf dieser Site eher widersprüchlich finde. Leider zu konfus, um ernst genommen zu werden, daher meine Frage, sollte dies Werbung für Amy&Pink sein?

  • Manuel Korfmann

    über hipster abzulästern scheint bei hipstern grad total in zu sein, amy&pink ade

  • Rolf

    Mal was anderes Marcel: Als kommerzieller Block hast du doch sicher die Bildrechte von AP für das Foto von Sophie Scholl erworben?

  • Rolf

    Blog sollte das natürlich heißen.

  • Johanna

    ich bin als 15jährige selbst ein teil der jungendkultur, und auch wenn ich in einer fränkischen kleinstadt und nicht in berlin wohne, kann ich die extreme ignoranz und konsumgeilheit meiner genration nur bestätigen. man kann unserer jugendkultur vieles vorwerfen, vieles läuft falsch, aber deshalb sollen wir alle nazis sein? nee, da komm ich nicht mit.

  • Nina

    Lest mal den Artikel bis zum Ende, der wird noch richtig interessant. Den Frisurenteil kann man mögen oder auch nicht. ;)

  • Matthias

    So ein drecks artikel

  • Mara

    Den Holocaust mit den unsäglichen Verbrechen der Hipster gleichzusetzen ist schlicht und einfach geschmacklos!

  • ziemlich falscher Aufhänger für den Artikel…
    sollte wohl witzig sein, aber geht ziemlich nach hinten los
    und glaubt man den gängigen Definitionen von Hipstern, dann stimmt das hier auch nicht: “Das Credo des Hipsters ist Kaufen, um dazuzugehören.”

  • Christian

    TL;DR

  • H.

    Alter Schwede, da verschlägts einem glatt die Sprache. Irgendwie kann ich sogar nachvollziehen, was du mit dem Artikel zu bezwecken versucht hast – nämlich eine (vermeintlich) investigative Story abzuliefern. Leider total daneben. Aber was mich am allermeisten verblüfft, ist ja die Tatsache, dass gerade DU als Mode/Fashion-interessierte Amy&Pink “Autorin” jenen Lebensstil anprangerst, für den du selbst stehst. Sorry, aber eine Heuchlerin wie dich hab ich lange nicht erlebt. Bist einfach total unglaubwürdig und deshalb sind deine ach so kritischen Artikel einfach nur peinlich. Kauft dir keiner ab.

  • milde orange

    Schön, wenn Hipster über Hipster schimpfen. Großer Müll. Man könnte es fast dämlich nennen. Selbstdarstellungshipsterzeug. Denn der Hipster wird in seiner natürlichen Umgebung niemals erkennen, dass er zur Spezies der Hipsterius Hypus gehört. Hoffentlich geht das vorbei mit den Oma-Klamotten und den Fensterglasbrillen.

  • WAS?

    Was für eine durch und durch verwirrte Anhäufung mehr oder weniger zusammenhangsloser Thesen.

  • Desert Fox

    die Odessa Bar auf der Torstraße ist ja auch nach ODESSA (Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen) benannt…. EINDEUTIG!

  • Also nein ehrlich nicht, Amy&Pink wird heute aus meinem Feedreader gestrichen. Ihr lauft wirklich ins Leere… sucht bessere Autoren, tauscht euch am besten selbst aus…der Blog hier ist was für 15jährige Mitläufer..mal Hipster sein, dann abspringen wenns uncool wird und wieder drauf weil man ja doch zu irgendwas dazugehören will. Ätzend. Seid mal ihr selbst.
    Und Liebe Meltem, ich würd mich schämen für so einen miesen Artikel.

  • patrick

    Ich wahr gerade im aufwachen begriffen, da fing ich an den artikel zu lesen und bin prompt wieder eingepennt.

    Sowas von überflüssigem mist, und jetzt auch noch kommentieren….

  • Tafka Ad

    Hitler Hitler Hitler Hitler Hitler Hitler und Hitler. Achso, und die Beatles sowieso: http://www.novaplanet.com/novaactu/articles/complot-24-quatre-garçons-dans-le-vent-du-racisme.
    Hitler.

  • axel

    ganz ehrlich. was für ein mieser beitrag. der artikel war gelinde gesagt mist!

  • na und

    wenigstens hat der artikel aufmerksamkeit bewirkt.
    marcel ich finde deine arbeit klasse,aber wechsele bitte die Autorin aus.

  • manu

    Super geschrieben und trifft den Nagel ziemlich auf den Punkt.

    Kein Wunder, dass sich die ganzen angepissten Hipster-Egos jetzt hier echauffieren.

    Mach einfach weiter so. Gegenwind zeigt dir, dass du vorwärts fährst.

  • Mark

    Einfach nur wirr pubertär und unreif. Ich habe das Bedürfnis diesen Artikel auszudrucken und als Toilettenpapier zu benutzen, damit ich mich davon reinwaschen kann. Ich bereue zutiefst ihn zuende gelesen zu haben. Was für eine Zeitverschwendung. Warst du auf Drogen? Wen interessieren schon Hipster? Gibt’s keine wichtigeren Themen? Hirngespinste gleich dem Hexenwahn…

  • hardy

    Der Artikel war echt gut…. ne, Scherz. Ich fands kacke.

  • hardy

    “Meltem Toprak studiert Kunstgeschichte und Germanistik an der Goethe-Universität in Frankfurt. Neben schönen Stoffen, Kunst und Literatur interessiert sie sich für Kultur. Sie lädt ihre Leser gerne auf verschiedene Debatten ein, vor allem wenn es um Migration geht. Um mehr über sie zu erfahren, schaut auf ihrem eigenen Blog vorbei.”
    WILL DIE FOTZE MICH VERARSCHEN?

  • Annika

    HIPSTERCEPTION

    Brace yourselves.. the angry hipster posts are coming.

  • Ulrich

    Dogmen sind einer freien Jugend nicht würdig. Pseudohippes Spießertum in Reinform.

  • Der absolut größte Mist den ich in langer Zeit gelesen habe, nicht auf diesem Blog, allgemein, ALLGEMEIN. Du hast absolut keine Ahnung von was du da redest…

  • hipp star

    Meltem saß 100% in einem hippen Szene-Cafe als sie sich über Leute aufregte, die in hippen Szene-Cafes sitzen!

  • Joe

    Ich versteh eh nicht, warum man sich zur Zeit wieder so über die Menschen aufregt, die Modetrends aus den Zeitschriften (oder Blogs) nehmen und auf die Strasse bringen. Liegt wahrscheinlich an dem Begriff Hipster selbst. Die gab es doch schon in jeder Generation. In den 80ern waren es die Popper (die mit den dünnen Lederkrawatten – iiiih) und in den 90ern (u.a.) die Poser – die mit den Skaterklamotten rumgelaufen aber gar nicht gefahren sind.

    Ausserdem glaube ich, dass kaum eine Generation von Jugendlichen jemals so sehr politisch, sozial und ökologisch engagiert wie die unsere. Weiterhin ist doch der o.g. hippe Teil der apolitischen Jugend eher der geringere. Wenn man sich mal genau umsieht, gibt es von denen doch gar nicht so viele.

  • Fabian

    Halt, Leute! Das war doch alles eine Persiflage, reine Selbstironie! Oder Meltem?

  • gettovett

    was ein sinnloser artikel. bis gerade eben habe ich nichteinmal gewusst wer anna fischer eigentlich ist. es wäre auch wahrscheinlich besser gewesen, wäre es so geblieben. wieso haben junge künstler kein politisches statement??? was ist mit daniel richter, meese, neo rauch?? ich persönlich (so wie viele andere auch) sehe sogar sehr ein sehr deutliches politisches statement in deren kunst. aber wenn man plakative obey-ische stencils brauch auf denen FUCK BUSH, STOP WAR oder ähnliches steht ist das wohl schwierig zu erkennen.

    die hipster jugend mit der hitlerjugend zu vergleichen scheitert so oder so schon im ansatz. das eine ist eine modeerscheinung, das andere eine ideologisch fundierte bewegung bzw. ein gehirnwaschungsinstitution einer ganz dunkeln zeit der menschheit. der eizige vergleichspunkt den ich dabei sehe ist vielleicht, dass es damals hitler und co waren, die die gehirne der jugend geschwaschen haben und heute irgendwelche konzerne, blogs, ect. die einem was von individuell sein, subkulturen und prestige vorgaukeln. da wo sich beide dann treffen würden, wäre das gefühl das dabei vermittelt wird etwas “besseres” zu sein, etwas besserem anzugehören. ob das bedürfnis nach diesem gefühl vielleicht sogar in der natur des menschen vorhanden ist, wäre eine grundsätzlichere frage, die hier nicht ganz hingehört. außerdem wär das alles auch schon sehr weit hergeholt. vielleicht wäre ein vergleich zwischen goebbels propaganda techniken und apples marketingabteilung sinnvoller…oder hitler und steve jobs wenn man so will, bzw. darf.

  • Kirby

    Hi,

    es widerstrebt mir, jemanden der mich nicht und ich ihn nicht persönlich kenne, so stark zu kritisieren, aber:

    Ich bin zufällig über diese Seite gestolpert und habe diesen Artikel gelesen. Nach gut 15 Minuten war mit klar: OMFG! Eine Seite von Hipstern für Hipster. Und dann das hier! Ernsthaft: Ein Hipsterblättchen macht auf Hipster-Bash?

    “…während Sklavenarbeiter halbverhungert kurz vor dem Umfallen die nächste Lieferung fertig stellen müssen, damit wir unsere heißersehnten Ich-bezogenen Produkte bekommen können. Hip sein ist eben ein 24/7-Job. Am Abend nehmen wir noch ein Bad, nachdem wir unsere Used-Jeans ausziehen, während es auf der anderen Welt an sauberem Trinkwasser mangelt und Menschen an den Folgen der Sandstrahlen bei der Jeans-Produktion sterben…”

    “…keine wichtigeren Themen als Lana Del Ray und Apple gibt…”

    Erzähl mir nicht, dass du selbstzusammengenähte Jeans und einen ausgewaschenen, alten Pullover trägst. Lana Del Ray, Foster the People und Konsorten wird deinen Musikgeschmack zu 99 % treffen, und du wirst diesen Artikel mit einem iMac oder MacBook Pro geschrieben haben! Merkst du nicht, dass du dich selbst mit diesem Artikel niedermachst?

    Ich meine hier in Bayern laufen in jedem Dorf schon so viele Hipster rum, dass ich mit meiner kaputten Jeans und dem alten Flanellhemd der Alternative bin. Hipster sind schon seit langem zum Mainstream geworden. Mit Schlechte, langweilige Musik, deren “wegweisende Künstler” nach 3 Wochen bereits wieder in der Versenkung verschwunden sind, doofes Party-Posing und “ach schau, ich hab bei der Brille von meinem Opa die Gläser rausgemacht, wie Alternatie ich doch bin”. Und einem Kleidungsstil der irgendwie nie dem Anlass entspricht außer man ist auf Shopping-Tour oder auf einer Party.

    Gruß

    Mach dein dämliches Studium fertig, hör auf für dieses blöde “Magazin” zu schreiben, finde deinen EIGENEN Stil und melde dich dann bei der Entwicklungshilfe, um den “halbverhungerten Sklaven” die du im Artikel ansprichst beim Brunnenbau zu helfen, anstatt hier als Hipster auf “Hipster sind doof” zu machen.

  • lordtatort

    ihr seid doch alle hipster oder was auch immer für unechte verschnitte von irgendwem anders, was euch feht ist selbstbewußtwein starke familie, Weltverständnis um den mut zu haben nicht euch der welt anzupassen sondern die welt euch anzupassen, der größte feind des echten lebens ist die geisselung durch verhaltensregeln in der gesellschaft wie im nahen umfeld. dann würdet ihr wissen das euch der scheiß in eurem kosmos nicht interessiert. leben ist problemlösen oder einfach reibung aller art zwischen individuen mit guten und schlechten gefühlen.

  • Suz

    Und als Aufmacher nehmt Ihr ausgerechnet ein Foto der Last Days Party? Tsstsstss
    http://www.lastdaysberlin.com/

  • Monsieur Croche

    Finde den Artikel toll und offenbar fühlen sich viele ertappt; daher die vielen wütenden Aufschreie ;) Tatsächlich ist es etwas merkwürdig, dass der Artikel hier auf einer ziemlich hipstoresken Plattform erscheint. Aber ja; das soll nicht vom Inhalt ablenken. Hipster gehen mir so auf die Eier, weil sie mit der Rebellion, den Drogen, dem Aktivismus und dem Umweltbewusstsein bloss kokettieren – letzten Endes geht es ihm nur darum, aufzufallen und sich selbst zu promoten.

    Und zum Hitlerjugend-Vergleich: Auch damals galt es als chic, dabei zu sein. Hinterfragt wurde nicht. Genau so ist es beim Hipster. Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass jemand all diese Hipstersymbole trägt und all das typische hipsterhafte Verhalten an den Tag legt, ohne sich dabei irgendwie komisch vorzukommen?!

    • mario

      ach, monsieur croche. warum wundert es mich nicht, dass du der autorin wiedermal auffälligerweise zur seite stehst? someone seems to have a crush on meltem. dass auch dir als, wenn man deiner selbstauskunft auf deiner seite glauben schenken darf, politikwissenschaftler der vergleich passend erscheint, diskreditiert dich vollends. glückwunsch und gute nacht.

  • PerverseUndineMerde

    ATTENTION. Während wir einen Hipsterblog lesen, nicht als Hipster auf AMY&PINK gestoßen sind, oder Hipster sind, es aber nicht wissen, uns darüber aufregen, dass sich jemand über die Hipster aufregt, der selbst Hipster ist, meint aber keiner zu sein – hierzu ein Leitfaden, wie man sich zuhause aufs Bett fallen lassen kann, ohne als Hipster ins Bett zu gehen, ohne sich angesprochen zu fühlen:

    – nicht in Berlin wohnen, am besten nach Göttingen ziehen, egal aus welchem Grund man in Berlin ist oder nach Berlin GEZOGEN ist
    – Nokia 3210 haben und Windows 98 bedienen. NIEMALS INS INTERNET GEHEN!
    – Klamotten vom Basar haben oder sonst woher, aber nicht von American Apparel, Urban Outfitters. Auch nicht von H&M
    – nicht in Clubs gehen, sondern in Discos
    – folgende Musik hören: Enrico Caruso, Vicky Leandros, Billy Joel, die alten Sachen von Jennifer Lopez
    – einen Fernseher haben
    – Leibgericht: Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree, dazu Joghurt mit der Ecke als Nachspeise, Getränk Apfelschorle
    – Studium: Gebäudetechnik, Augenoptik, Bundespolizei
    – FRISUR: für Boys Kurzhaarschnitt mit viel Gel, für Girls gecurlte Hochsteckfrisur

    FÜR MENSCHEN, DIE ES ERNST MEINEN: Studiert etwas ordentliches, arbeitet im Dienstleistungsbereich oder fliegt in ein Entwicklungsland aus und helft den Armen. Lasst euch gehen und zieht das an was euch eure Patentante als ihr klein wart zum Geburtstag geschenkt hat.

    So welcher Nicht-Hipster fühlt sich hier angesprochen? Etwa du, Meltem?

  • tom

    in der kontinuität volksgemeinschschaftlichen bewusstseins steht als erstes die autorin. der jugend geht es nicht zu gut, sondern immer noch nicht gut genug. wie zu meiner oma, so auch zu dir: halts maul.

  • (p)

    Wie bezeichnend es ist, dass so viele Kritiken an dem Artikel sich an der Frisuren-Metapher aufhängen. Schon lustig.

    Wer diesen Artikel mit offenen Augen liest und sich den Schuh auch nicht anziehen muss, der sieht nämlich dass die gute Melem hier einige sehr wahre Worte geschrieben hat und dass es mal als Chance gesehen werden sollte eine neue Perspektive zu lesen. Dass sie genau hier diesen Artikel posten durfte ist doch umso besser, da es so wie es aussieht an die richtige Adresse geht. :-)

    Übrigens, die Nazis dachten auch dass Sie wirklich etwas Gutes tun und die Helden der Saga der Menschheit sind.

    Tatsache ist, dass immer so gelabert wird als ob Religion die Menschen versklavt hat, aber es zeigt sich in desen neuen Bewegungen dass es mit dem Menschen als Herdentier zu tun hat und dass man viele verschiedene Gschichten nutzen kann um Menschen in die eine oder andere Richtung zu lenken.

  • soeinerdersinfbgelesenhat

    sinnlos…da hört sich jemand selber gerne quasseln

  • soeinerdersinfbgelesenhat

    sinnlos…hauptsache mal was gequasselt

  • heidi

    Bitte liebe Meltem , hör auf zu schreiben.. habe noch keinen einzigen intelligenten, literarisch hochwertigen oder auch nur irgendwie wortwitzigen Artikel von dir gelesen … steig auf dein hohes Ross und verurteile Menschen für dich allein in deinem rosa Mädchenzimmer. BITTE!

    liebe grüße deine heidi.

  • freddy

    nur mal so… auch sophie scholl trug eine zeitlang einen solchen undercut. new yorker kiddys könnten also, wäre er ihnen und dem haareschneider bekanntbekannt, nach einem sophieschollundercut fragen… schlag mal wegen der haare keine wellen! ebenso haben “hitler” und “hipster” etymologisch wirklich gar nichts miteinander zu tun! mal abgesehen davon führ dieser vergleich zu einer verharmlosung faschistischer phänomene! … lies mal ein paar sozialwissenschaftliche fachbücher, dann kannste weiter über die ignoranz und politiklosigkeit schreiben… denn auch die ist kein spezifikum der sog. hipster.

  • Arne Nym

    Schöner Artikel! Danke!!

  • schnellie

    Selten soviel Müll gelesen, die Hipster schreiben über Hipster – das alleine sagt schon alles. Langsam gehts mit euch wirklich bergab und ihr begebt euch auf das dümmliche und hohle Niveau von DandyDiary. Respekt dafür, aber erwartet keinen Applaus.

  • Max

    American Apparel am Rand? Fein. Na gut, aber der Haarschnitt-Vergleich? Den Vergleich nenne ich mal mit Mühe und Not an den Haaren herbeigezogen. Ich war mir zunächst nicht einmal gewiss, ob der Artikel an sich ein Scherz sein sollte…. Inhalt, Struktur, Aufbau?! Germanistik-Studentin? Hilfe!

    Like Dylan said (uh, was he a hipster as well? SHAME ON HIM!):
    You just kinda waisted my precious time.

  • Uwe

    am Ende gibt s wieder eine Entschuldigung… Frau Meltem Toprak

    https://www.amypink.com/de/2012/05/sarah-kuttner-eine-entschuldigung

  • Sara

    Du hast so verdammt recht! Diese Hipster öden so verdammt an mir ihrem vorgeheuchelten Individualismus. Sie sagen sie seien freigeistler und kreative – wo bleibt die Kreativität in eurer Mode? Ich sehe nur wieder einen Trend, der in ein paar Jahren vorüber sein wird. Was vor ein paar Jahren der Emo bei den Teens war, sind nun die Hipster.

    Super Artikel!

  • Nerdbeereis

    wenn man schon H.M.Broder als Verfechter des guten Gewissens nennt, sollte man auch nicht Ken Jebsen vergessen, der auf Grund seiner politischen Einstellung gegenüber Kriegstreiberei und Apartheid in Israel dur Henrik M. Broder seinen Job in den öffentlich rechtlichen verlor. Ja einfach nur weil er das Maul aufmachte! Euer “Hipster”!

  • Nerdbeereis

    wenn man schon H.M.Broder als Verfechter des guten Gewissens nennt, sollte man auch nicht Ken Jebsen vergessen, der auf Grund seiner politischen Einstellung gegenüber Kriegstreiberei und Apartheid in Israel durch Henrik M. Broder seinen Job in den öffentlich rechtlichen verlor. Ja einfach nur weil er das Maul aufmachte! Euer “Hipster”!

  • Was für ein unglaublicher Shitstorm auf einem teils so durchdachten Artikel. Zwar, denke ich zumindest, hat sie mit dem HIpster / Hitler Vergleich ein überflüßigen und fast naiven einstieg gesucht, trotzdem trifft das letzte drittel des Textes in sehr schöner Form einige fundamentale Probleme, auf die unsere Gesellschaft oder sogar die ganze Menschheit, zurast, ohne das ihnen annähernd genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden. Allein der Satz “Wir gehen nicht mehr auf die Straße, stattdessen lacht die Bildungselite über die niedere Schicht, während diese auf diversen Fernsehkanälen über sich selbst lacht.” ist Gold wert.

  • Maßnahme Nummer 1 uns die logische Folge aus dem oben Geschriebenen wäre nur konsequenterweise: diese Seite abschalten, denn mehr als heiße Luft, ein paar Titten in Polaroid-Qualität und Musik die 70% der Bevölkerung hören gibt es doch hier auch nicht, oder? In diesem Sinne: Nieder mit der Universalfrisur…

  • Cynthia

    Ich war natfcrlich durch die Aufmachung der Folien beeindruckt. Und mustse an die Pre4sentation Web Design Super Hero denken. So lassen die Folien sehr viel erwarten, vor allem, da man bei einem solchen Thema sehr viel Witz ins Spiel bringen kann.Trotzdem freue ich mich auf die Mitschnitte.

Urban Outfitters