Sasha Grey & Equal Pay Day - Die Pornoindustrie als Vorbild

Man wird das leidsame Schicksal des schwächeren Geschlecht niemals ändern können. Auch in der westlichen Welt. Wir werden auf unser Aussehen reduziert und als Lustobjekt wahrgenommen, in vielen Kulturräumen noch…
Sasha Grey & Equal Pay Day

Die Pornoindustrie als Vorbild

Man wird das leidsame Schicksal des schwächeren Geschlecht niemals ändern können. Auch in der westlichen Welt. Wir werden auf unser Aussehen reduziert und als Lustobjekt wahrgenommen, in vielen Kulturräumen noch immer hinter den Herd geschick, um die Grenzen der klassichen Rollenverteilung nicht überschreiten zu können und zur Untermalung in Europa und USA zwar öffentlich nicht geschlagen, aber dafür schlechter bezahlt. Das ist sicherlich nichts im Vergleich zu dem, was im Osten passieren kann.

Doch das heißt nicht, dass wir die Situation der westlichen Frau verharmlosen sollten. Der Geschlechterkampf herrscht noch immer, der Verlierer ist die halbe Menschheit und das spüren wir selbst in den Industrienationen. Unterdrückt wird das schwache Geschlecht, der Emanzipation werden meilenweit Steine gelegt. Denn wenn eine Frau aufgrund ihres Geschlechts trotz gleicher Leistung nicht den selben Lohn bekommt, dann heißt das ganz klar, dass die Arbeit der Frau in der Gesellschaft weniger anerkannt ist und somit auch der Mensch, von dem die Arbeit getätigt wird. Dazu gehört auch, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts oftmals nicht einmal die Möglichkeit haben, eine Führungsposition zu erlangen.

Steinberger schreibt, die Frauen von heute seien zwar „reicher, gesünder, besser ausgebildet als früher und sexuell befreit“, trotz der Erfolgssteigerung paradoxerweise aber werden sie immer unglücklicher. Der neue Gender Gap, ein Begriff den die Autoren Betsey Stevenson und Justin Wolvers von der Universität von Pennsylvania im Rahmen der Studie “The Paradox of Declining Female Happiness” ermittelt haben, begründet das Unglück der neuen erfolgreichen Frauen damit, dass sie noch immer die Ungleichheit zu spüren bekommen.

Ob dieses Unglück nun damit zu begründen ist oder nicht, fest steht, die Geschichte der Emanzipation kann mit diesem Ende als Tragik empfunden werden. Angela Merkel an der Spitze reicht nämlich einfach nicht. Die Fdp ist laut der Liberalen Frauen ein Männerverein und nutzt Mitglieder wie Katja Suding, Chefin der Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, beim Medientreff der Bundesfraktion bloß aus, „um eine gute Figur zu machen“. Die Frauenquote im Journalismus liegt noch immer unter 30 Prozent und auch sonst sind viele Führungspositionen in Politik und Wirtschaft stärker mit Männern belegt.

Die sogenannte unsichtbare Glasdecke existiert überall, außer in der Pornoindustrie. Dort verdient eine Krankenschwester sogar mehr als ein Arzt. Etliche Frauen des Feminismus von Simone de Beauvoir bis Alice Schwarzer fordern Gleichheit und zu einen von diesen Persönlichkeiten darf sich nun auch Sasha Grey zählen.

Der Equal Pay Day fand Ende März statt und setzt sich mit bundesweiten Veranstaltungen für Chancengleichheit der Frauen am Arbeitsplatz ein. Für den belgischen Spot des Equal Pay Day, „der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen”, erklärt Sasha Grey, dass die Pornoindustrie die einzige Industrie ist, in der Frauen mehr verdienen als Männer. Damit Frauen aber nicht Pornostar werden müssen, macht der ehemalige Star auf die Initiative aufmerksam. Sie selbst hat ihre Arbeit mit Stolz gefüllt ausgeführt, doch sie fordert, dass der Lohn einer echten Sekräterin, Lehrerin oder Krankenschwester, der in der Pornoindustrie höher für Frauen ist als für Männer, in der realen Welt zumindest für beide Geschlechter gleich sein sollte.

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18 Kommentare

  • Alex

    Schlechter Witz! Wer ihre Filmchen kennt der weiß was Diskrimierung der Frau bedeutet. Wirklich ekelhaft die Teile und mit Kunst haben die nun wirklich nichts zutun. Das Mädchen lebt in ihrer selbst eingeredeten Scheinwelt und glaubt sie wäre eine Künstlerin usw… dabei ist es einfach nur ein schlechter Witz!

  • Fritz

    künstlerinnen aka Wichsvorlagen. Was ja eigentlich auch nichts schlechtes ist…

  • Thilo

    Da fehlt der schwarze FB-Balken…

  • Florian

    “f**k me like a whore” – wie war das gleich?!

  • Ben

    Frauen haben ganz Andere Dissonanzen.
    Aus Ihnen sind Erfolgs hungrige Drache geworden, welche ihre biologischen Uhren runter ticken hören.
    Sexuell befreit, schon da eifert man der Porno Industrie nach und ist mir ihr gleichauf, doch Glück suchen moderne Frauen darin vergebens, immerhin wissen sie jetzt wie sich die Männer schon immer fühlten.
    Einher geht dieser Schritt mit der Entmündigung und Verweichlichung des Mannes.
    Auch das Gehen über Leichen um eben diesen Erfolg zu erreichen hat oft für Frauen psychologische Nachwirkungen, besonders wenn es ehemalige Freunde trifft, leider etwas unausweichliches in der Industrie.
    Beruf und Privatleben muss stets getrennt werden.
    Abschließend kann man wohl aber auch anmerken, jede Frau die heutzutage eine führende Position einnimmt und finanziell einem Mann gleichberechtigt ist, die hat es auch verdient.
    Alles Andere wäre Bevorzugung eben der Frau und das ist sicher keine Emanzipation, Emanzipation entsteht nur durch erbrachte Leistung.

  • John

    also ich sehe das ähnlich wie der Ben über mir.
    ich würde als “gleichberechtigung” empfehlen diese beiden artikel zu lesen :)

    Die Schmerzensmänner
    http://www.zeit.de/2012/02/Maenner/seite-2

    Denn sie wissen nicht, was sie wollen
    http://www.zeit.de/2012/05/P-Maenner

  • Aylin

    Es ist tragisch zu sehen, wie Emanzipation immer wieder mit sexueller Verdinglichung gleichgesetzt wird! -.-

  • Dennis

    Schlechter Artikel.

  • ich will

    mehr bilder!

  • Natascha

    Frauen haben es nicht leicht in unserer heutigen Gesellschaft! Soviel scheint klar. Was wir alles sein sollen, in einer Person scheint unmöglich machbar! Da muss man schon die Wandelbarkeit eines Cameleons haben. Karriere, Kinder, sportliches Sexbiest, geistreiche Denkerin… Köchin, Putze….Partykanone…unendlich vieles tut sich da auf.
    Da wir bedauerlicherweise, in einer von Männern dominierten Welt leben, wird es in absehbarer Zeit, wohl keinen Ausgleich, in Sachen gerechte Gehälterverteilung geben. Ebensowenig wird in nährer Zukunft, die Hälfte der Vorstände und Chefetagen mit nem Minirock rumrennen. Ich denke man muss ganz klar sehen, wie lange die Welt bereits in Männerhand ist, das dauert nun mal bis sich derartige Strukturen auslösen… Nun und in der Pornoindustrie, da ist das was anderes, da ja, die Herren, dort oben, Wichsvorlagen und bereitswillige Bumsstücke brauchen! Das wird subventioniert, is doch klar! Ist übrigens auch schon immer so gewesen, siehe Kurtisanen und Co. Die hatten immer schon mehr Kohle als die normale Frau.

    Eine echte Sekretärin wird nie im Leben soviel verdienen, wie eine Porno Darstellerin, und warum das?
    Weil sie nun mal nicht die Beine breit macht( in der Regel!), und weil sie ihrem Chef nicht die Nüsse lutscht. Würde die das nämlich tun, wäre ihr Verdienst sicher höher!

    So ist das hier im schönen Deutschland! Du kriegst was du gibst, und gibst du normale Arbeit bekommst du normale Kohle.
    Da hilft nur eins, am Besten, belegen wir alle einen Tantra Kurs, und einen im Poledance und prostituieren uns selbst im Angesicht dessen was hier gesellschaftlich gewollt ist.

    Emazipation ist eh eine Illusion, genauso wie Meinungsfreiheit und der Glaube an persönliche Freiheit. Also was solls? Pack die Strapse aus- und der Boni ist dir sicher!

  • schlechter Artikel, und Sasha Gray ist einfach geil, ICH liebe sie! :)

  • Florence

    Wow, female emancipation and you quote a porn star? That is not only deficient of any argument, but totally defeats the purpose of upholding any kind of relation to women earning equal pay. Women who do the same work as men, should be paid equally. If they do more work then men, they should get paid, wait for it, more. Such is the case in the porn industry you quote, that exposes women to more intense work then their male counterparts.

  • Lale

    Liebe Meltem,

    danke für den Artikel. Wir haben noch einen sehr langen Weg vor uns. Man muss sich als Frau immer noch in jedem Bereich beweisen. Es wird einem ständig von Männern suggeriert das man etwas nicht kann. Habe mir bei meinem Chef diese Woche ne Rohrzange geliehen, weil das Wasser im Waschbecken nicht mehr abgeflossen ist. Er meinte nur: “Oh Gott oh Gott das kann ja was geben.” Ich werde müde da einfach immer etwas drauf zu erwidern. Ich habe ständig das Gefühl kämpfen zu müssen. Das kann auch manchmal sehr anstrengend sein und macht auf Dauer müde. Dennoch werde ich niemals aufgeben, damit meine Töchter vielleicht in einer anderen Gesellschaft aufwachsen. Wir müssen einfach geduldig weiter kämpfen, denn veraltete Rollenbilder sind noch in uns allen verankert. Das schließe ich mich mit ein. Wenn ich bei meinen Affären rein komme und es ist unordentlich oder nicht gespült, denke ich immer: “Mensch da würde ich jetzt am liebsten spülen und ein bisschen aufräumen.” Natürlich mache ich das dann nicht! Schließlich bin ich ja wegen anderen Sachen gekommen. Ich werde auch auf jeden Fall noch promovieren. Das muss ich mir noch beweisen und vor allem habe ich dann auch das Gefühl, dass ich unseren Geschlecht in meinem mir möglichen Rahmen voranbringe. Dann werde ich ein paar Jahre in die freie Wirtschaft gehen und es mit der mir geliebten soziologischen Forschung irgendwie verbinden. Zu guter letzt werde ich dann nach meiner Habil von einer Uni gerufen und habe mein Endziel erreicht nämlich meinen eigenen wissenschaftlichen Lehrstuhl als Professorin. Für solche Träume lohnt es sich doch zu kämpfen und ich werde es schaffen. Du wirst auch alles schaffen was Du dir vornimmst, denn obwohl ich Dich nicht richtig kenne, lese ich doch aus Deinen Artikel eine starke Frau heraus. You go Girl :)

    All the love

    Lale

  • hardy

    und wo sind nun die titten?

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