Istanbul City Guide - Die Metropole der Zukunft

“Wenn die Welt aus einem Staat bestehen würde, wäre Istanbul die Hauptstadt”, sagte einst Napoleon Bonaparte und wer schon einmal auf den Geschmack des nahen Orients gekommen ist, der weiß,…
Istanbul City Guide

Die Metropole der Zukunft

“Wenn die Welt aus einem Staat bestehen würde, wäre Istanbul die Hauptstadt”, sagte einst Napoleon Bonaparte und wer schon einmal auf den Geschmack des nahen Orients gekommen ist, der weiß, dass sich dieses Zitat noch heute bewährt. Warum Istanbul so einzigartig ist? Diese Stadt ist so lebendig, der Lebensmut unentbehrlich, die Wärme zwischen den Gassen und zwischen den Menschen überall zu spüren. Die Stadt ist so poetisch. Nicht umsonst wird sie mit Paris verglichen. Doch was Paris nicht hat, ist das Meer. Dazu kommt die osmanische Architektur, die ihre lange Geschichte erzählt, köstliches Essen, und ein Volk mit verschiedensten Kulturen, Sprachen und Weltanschauungen. Eine Stadt voller Kontraste hört man immer wieder sagen.

Aber eine Stadt kann nicht mit dem Urteil anderer Menschen genossen werden. Erleben muss man sie, fühlen, riechen, schmecken, hören und sehen. Mit dem Cityguide, den ich für euch erstellt habe, werdet ihr in meiner Traumstadt zum Reisenden, der tief in orientalische Klänge eintaucht, aber fühlen wird, dass er noch immer in Europa zu Hause ist. Mitbringen müsst ihr nur ein wenig Bereitschaft zur Kommunikation. Denn die Türken sind alles andere als zurückhaltend. Doch auch wer gerne den Beobachter spielt, auf den Straßen Istanbuls seht ihr Menschen, die ihre Geschichte im Schweigen erzählen.

Übernachtet habe ich mit meinen Freunden in einem schicken Apartment direkt in einer aufregenden Seitenstraße der belebtesten Straße Istanbuls. Von der Istikklal-Straße, die im hippen Viertel Taksim liegt, sind alle Hotspots übrigens am schnellsten zu erreichen. Schon mal was von 9flats gehört? Ihr könnt euch ganz einfach in dem Viertel eurer Wünsche genauso wie ich Online eine private Unterkunft zu fairem Preis mieten. Selten habe ich mich so wohl in einer fremden Stadt gefühlt. Ihr könnt rein und-rausgehen, wann immer ihr wollt, trefft auf keine besoffenen Engländern in stinkenden Fluren zu, bekommt noch dazu Insider-Tipps vom Gastgeber und müsst nicht in irgendwelchen Touristen-Cafes rumhängen, in denen man sich wie im Heimatland fühlt, weil jeder Deutsch spricht und sich auch so benimmt.

Gerade weil es in Istanbul sehr teuer wird, wenn man auf Sicherheit setzt, bietet es sich an, eine private Unterkunft zu mieten. Und für die, die gerne spontan verreisen, lässt sich bei so einem großen Angebot garantiert die passende Wohnung finden. Ob in einem stylischen Loft in Taskim, einer Künstlerwohnung in Cihangir, einer osmanischen Villa mit Blick auf das Meer in Beyoglu – weder auf WLAN, noch auf türkischen Cay am frühen Morgen, den ihr euch in eurer Küche machen könnt, müsst ihr verzichten. Oder meinetwegen auf Alkohol, denn der ist in Istanbul alles andere als billig. Dank der günstigen Preise, Sauberkeit und den Insider-Tipps der Gastgeber, für mich jedenfalls die bessere Alternative zu Hostels und Luxus-Hotels. Aber vorerst bekommt ihr von mir Insider-Tipps. Ein traumhaftes Frühstück bekommt ihr direkt am Meer im Assk Kahve in Kurucesme.

Die Türken essen wahnsinnig gerne und viel, andauernd. Beim Külünce Urfa Sofrasi in Sisli werden euch auf großem Tablett Hackfleischspieße, gegrilltes Gemüse, Bulgur-Reis und dazu noch frischer schaumiger Ayran in einem anatolischen Ambiente serviert. Wer europäisches Heimweh hat, dem empfehle ich Midpoint. In Beyoglu an der Istikklal hat man auf der Terrasse einen wahnsinnigen Blick auf das Meer. Besonders empfehlenswert sind die Salatkreationen und Hamburger. Im Sortie in Ortaköy könnt ihr vor der Umwandlung in einen Club je nach Lust und Laune Fisch, Kebap oder Pasta essen und das direkt an der Bosporus Brücke.

Thailändisches könnt ihr im CokCok im Asmali Mescit bekommen. Dort, wo auch die Fashionweek stattfindet, gibt es übrigens sehr viele Restaurants mit beeindruckendem Interieur. Fürs dining, wining & chilling empfehle ich euch das 11Leblon. Gleich gegenüber vom mediterranen Restaurant bekommt ihr türkische Hausmannskost, günstig und frisch zubereitet, was besonders beliebt bei europäischen Studenten ist. Gözleme, das leckere Teiggericht mit Füllungen wie Petersilie und Schafskäse, bekommt ihr frisch im Otantik an der Istikklal zubereitet.

Köfte bekommt ihr im Köfteci Arnavut in Balat. Köstlichen türkischen Kuchen könnt ihr im Baylan in Bebek genießen, der für die süße Speise „Kup Griye“ bekannt ist. Das seit 1949 bestehende Karaköy Gülloglu Baklavacisi in Karaköy bietet euch die zuckersüße türkische Spezialität Baklava, dass viele sicher von Freunden und Bekannten schon kennen. Sehr beliebt sind die Cafes Vogue in Besiktas oder White Mill Cafe in Cihangir.

Cocktails könnt ihr im Leb-i-Derya mit Sicht auf das Meer genießen oder im nuteras. In Istanbul geht man aber viel lieber Raki trinken und isst dazu noch Fisch. Das nennt man einen „Fasil machen“. Dazu eignet sich Nevizade an der Istikklal oder die Passage Cicek Pasaji. Berühmt berüchtigt für lange Nächte ist auch „Cumhuriyet Meyhanesi“. Feiern könnt ihr im nuteras, Angelique, Masquerade oder LUX. Die türkische Clubszene ist zur Hälfte sehr fein, die Locations sehr außergewöhnlich und immer direkt am Meer. Was die Musik betrifft, wird oft House gespielt oder bekannter RnB und Hiphop aus den Charts. Reiner Hiphop läuft übrigens im Club Ghetto in Beyoglu. Elektronische Musik hingegen bekommt ihr im gleichen Stadtteil im Kücük Otto.

Wer es lieber lockerer mag mit Live-Musik, der geht in eine der tausenden Bars in den Seitenstraßen der Istikklal. Besonders beliebt ist das weltbekannte Babylon und Jollyjokers Balance für Konzerte mit internationalen Musikern. Für ein jüngeres Publikum empfehle ich Fabrika. Dort gibt es günstige und gute Cocktails. Shoppen könnt ihr in der Galata-Area. Die Designerin Nilüfer Karaca näht und designt in ihrem Atelier und Shop „antijen design“ tolle Kleider mit außergewöhnlichen Schnitten. Auf Wunsch gibt es das auserwählte Modell in bevorzugter Farbe und Stoff.

Unzählige Vintage-Läden gibt es in Beyoglu in der Galata-Area. Auf dem Weg zur französischen Straße gibt es übrigens noch weitere tolle Dinge zu entdecken. Zum Beispiel das Büchercafe, das kagithane HOUSE OF PAPER mit selbstdesignten Papier -und Bücherkreationen. Besonders toll und einzigartig sind die Mitbringsel aus dem Porof. Zihni Sinir, der als Leitfigur und Professor Dinge herstellt, die klug und raffiniert, aber alles andere als nützlich sind. Das beeindruckende Konzept ist eine witzige Idee, die im Atelier verwirklicht und verkauft wird. Die meisten Produkte bestehen aus Holz und werden von den Kreativen selbst hergestellt.

In Eminönü gibt es außerdem noch das Misir Carsisi (Gewürzbasar) und in Beyazit das Kapali Carsi (geschlossener Bazar). Den Basar darf man natürlich nicht auslassen. Der Sali-Pazar (Dienstags-Basar) findet im Bezirk Kadiköy auf der anatolischen Seite statt. In Kadiköy übrigens ist vieles sehr viel günstiger. Wenn ihr schon dort seid, solltet ihr unbedingt Fisch essen.

Wer etwas typisch Osmanisches erleben will und sich wie ein Sultan fühlen möchte, der sollte in das Ayasofya Hürrem Sultan Hamami, um sich im türkischen Bad fern von der Hektik und der Menschenmasse entspannen zu können.
An Kultur fehlt es dieser Stadt keineswegs. Zeitgenössische Kunst gibt es im Istanbul Modern zu sehen oder aber auch in kleinen kostenfreien Ausstellungsraum der Koc-Stiftung an der Istikklal.

Die Türkei darf man nicht verlassen ohne im Dolmabahce Saray gewesen zu sein, im Topkap Palast mit dem berühmten Harem und auf den himmlischen Prinzeninseln. Für einen 360Grad Blick auf Istanbul solltet ihr unbedingt auf den Galata-Tower.
Erkundet die osmanischen Außenfassaden, die mit Streetwart die Gegenwart neu signieren und kommt mit der türkischen Kultur in Berührung. Menschen und ihre Geschichten findet ihr überall.

Forever 21

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