Christian Wulff - Der allgemeine Hass

Wenn ich erst einmal die Keule aus meinem Schrank hole, dann bedeutet das gleichzeitig, dass irgendetwas Schreckliches da draußen vor sich geht. Diesmal sind es nicht etwa erbarmungslose Alien-Soldaten. Oder…
Christian Wulff

Der allgemeine Hass

Wenn ich erst einmal die Keule aus meinem Schrank hole, dann bedeutet das gleichzeitig, dass irgendetwas Schreckliches da draußen vor sich geht. Diesmal sind es nicht etwa erbarmungslose Alien-Soldaten. Oder hungrige Cheerleader-Zombies. Oder der erneute Ausbruch einer rechtsextremen Epidemie. Nein, es ist ein aufgebrachter Mob mit wildem Geschrei und Fackeln und Mistgabeln, die durch die digitalen Straßen der Nation streifen und denen vor lauter Lynchlust der Schaum aus dem Mund läuft. Ihr seid das.

Es macht mir schon fast Angst, wie schnell sich viele Menschen blind und ohne Nachfrage von einem Hasshype anstecken lassen, der von den Medien angeheizt wird. Und das Woche für Woche aufs Neue. Opfer des Moments: Bundespräsident Christian Wulff. Wegen Anrufen bei großen Verlagen, in denen er bittet, ja schon fast droht, von einer Berichterstattung über seinen Hauskredit abzusehen.

Der SPIEGEL nennt es “Mailbox-Affäre“, die BILD fordert seinen Rücktritt, die WELT betitelt den 52-Jährigen als “Stromberg” im Schloss Bellevue. Die Süddeutsche möchte endlich eine Stellungnahme der Kanzlerin, die Taz sagt dem Bundespräsidenten eine einsame Zeit voraus. Und selbst Bushido hat keine guten Worte für ihn übrig. Das will ja schon mal etwas heißen.

Während die Pressevertreter der Nation Tag für Tag weiter Öl ins Feier gießen und sich tunlichst Worte wie “Verbannung” oder “Hinrichtung” verkneifen müssen, tobt das Volk, als hätte Wulff gerade ein paar Waisenkinder im Tierpark angezündet. Daniel Bax beschimpft ihn als impotent, ein Twitterer fordert, dass ihn die USA doch bitte in ein Erdloch stecken mögen, die Presseschau sieht sein Amt sowieso als verloren an.

Versteht mich nicht falsch. Mir ist es vollkommen egal, ob der Mann nun im Amt bleibt oder nicht. Er hat sowieso ausgesorgt. Was mir viel mehr Sorgen macht, ist dieses gleichgeschaltete Einverständnis einer breiten Masse, ohne Nachdenken oder Reflexion das nicht ganz sprichwörtliche Gewehr aus der Kammer zu holen. Die BILD, die wir ja eigentlich sonst alle nicht leiden können, wird schließlich schon Recht haben, mit dem, was sie sagt. Und RTL. Und der wichtig aussehende Typ mit der Brille im Morgenmagazin.

Diese angebliche Kultiviertheit unserer Gesellschaft scheint oft nur aufgesetzt zu sein und ist ganz schnell vergessen, wenn es darum geht, mal wieder eine neue Sau durchs Dorf zu jagen. Und sich die Jagdteilnehmer in Sachen blindem Hass und lautem Gebrüll geradezu übertreffen zu wollen. Und das macht mir wirklich Angst. Und zwar für die drohende Zukunft.

Wenn man Kinder in der Schule fragt, ob sie sich vorstellen können, dass so etwas wie Nazi-Deutschland heute noch einmal funktionieren würde, dann schütteln sie den Kopf. “Nein”, lautet die Antwort. Weil sie das wirklich glauben. Aber wenn ich mir dann anschaue, wie schnell man Menschen auch heutzutage noch mit gezielter Propaganda gleichschalten kann, dann bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Bildet euch also eure Meinung, gerne. Aber denkt bei allem, was euch die Medien Tag für Tag so einbläuen, auch ein wenig nach und rennt nicht gehorsam jedem Hass-Trend hinterher, nur weil es die aktuelle Stimmung gerade so suggeriert. Denn zur falschen Zeit, am falschen Ort, könnte das eines Tages wieder einmal schlimme Konsequenzen haben. Für uns alle.

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53 Kommentare

  • Kyra

    Danke.Endlich mal was Vernünftiges zu dem Thema

  • Alexander

    wenn nicht die BILD… wer dann?

  • Ell Tillery Unger

    Dacht ich mir auch.

  • Regina Schnitzeltritzelwitzelwitz

    Wahre Worte, die ich im Blog lese!! Gut dass es noch “Anders-Denker”gibt…

  • LabaNich

    Ich verneige mich mal wieder, Marcel!
    In weiten Teilen sehe ich das so wie du – diese mediale Gleichschaltung nervt brutal und macht auch ein wenig Angst. Leider sind die Medien gezwungen mitzuziehen, weil das Auslassen einer Schlagzeile keine Gewinne bringt. Jedes Volk bekommt am Ende die Nachrichten, die es verdient – und die es will. Zudem sind wir Menschen Herdentiere und unser Alpha-Tier ist die öffentliche Meinung.

    Gegen Wulff habe ich nichts – zumindest nichts spezielles: Er gehört halt einfach zur Gattung des Politikers und da scheint jeder für sich selbst zu kämpfen. Und die, die oben stehen haben gut gekämpft, sonst stünden sie nicht dort oben.
    All die, die jetzt laut rumpoltern, schreien und ihre Fratzen in Fernsehkameras drängen, agierten sicherlich nicht anders, stünden sie in der ersten Reihe und sehten eine mediale Streitaxt auf ihr Gesicht zurasen.

  • Anna

    Nazi-Propaganda mit der Wulff-Affäre gleichsetzen! Ich weiß ja nicht.

    Mir geht der ganze Wulff-Kram im Netz und in den Medien auch auf die Nerven, besonders weil jeder Dreck am Stecken hat.
    Man muss aber auch einfach mal festhalten, dass der liebe Herr Wulff einfach zu doof war und sich hat erwischen lassen und zu Übersprungshandlungen hat hinreißen lassen. Er darf halt jetzt auf dem Scheiterhaufen stellvertretend für so viele deutsche Politiker brennen, traurig aber wahr!

    Jeder der einigermaßen Menschenverstand bestizt macht sich sein eigenes Bild und brüllt es nicht ohne Nachzudenken gleich in die Welt bzw. ins Netz hinaus. Erst denken, dann reden/schreiben!

    Aber von einer medialen Gleichschaltung sprechen, wie sie im Dritten Reich unter Göbbels der Fall war, das finde ich doch wirklich sehr übertrieben. Aber Übertreibungen entfachen ja bekanntlich eine vielleicht längst überfällige Diskussion des Falls “Wulff”!

    • Marcel

      Ich habe nicht geschrieben, dass hier eine Gleichschaltung wie im Dritten Reich herrscht, sondern dass diese unüberlegte Einstellung zu einer bestimmten Zeit genau zu solchen Szenarien führen kann.

      • chris

        …trotzdem hat anna recht. “blinder Hass” “Gebrüll” … du konstruierst eine Opferrolle und die in bezug zu “Nazi-Deutschland” zu setzen, ist fahrlässig, da keine überhöhung der aktuellen situation (wie du sagst) sondern eine verharmlosung der Nazi-Diktatur.
        ich gehe nicht davon aus, dass das dein ziel war, oder?

  • Felix Wortmann

    außer einem -typisch hysterischen- nazivergleich enthält dieser beitrag nicht ein einziges argument, das auch nur im ansatz jemanden überzeugen könnte. wer verunft einfordert, sollte das nicht mit populistischen blogbeiträgen tun. echt schwach.

  • Christopher

    Anna hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

  • Thomas Lasser

    Ich gebe Dir völlig Recht. Aber es geht hier nicht um Andreas Türck, Jörg Kachelmann oder den netten Typen von nebenan. Es geht um den ersten Mann im Staat, eine moralische Instanz, im Zweifelsfall das Gewissen der Nation. Und als solches kann man so einfach nicht an Sachen rangehen oder mit ihnen umgehen. Ganz ehrlich.

  • Mediale Gleichschaltung, Nazi-Propaganda mit Wulff-Affäre gleichsetzen? Da übertreibst du aber maßlos.

    Wulff hat bekannterweise Dreck am Stecken und muss sein Amt meinem Verständnis von Recht und Ordnung niederlegen. Das hat gar nichts mit der medialen Berichterstattung zu tun sondern damit, dass ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe und dadurch meine Meinung gebildet habe. Das man in diesem Zusammenhang Wulff vorwerfen kann, dass er total bescheuert reagiert hat, ist nun wirklich nicht kritikfähig.

    Auch finde ich sind solche intensive Berichterstattungen – wenn sie denn fair ablaufen – wichtig, um andere ranghohe Politker mal wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen. Ich will nicht wissen, wie korrupt unser Staat eigentlich noch ist.

    • LabaNich

      Ich verstehe den Artikel nicht als ernsthaften Vergleich zwischen NS-Deutschland und der jetzigen Situation – viel mehr als einen Artikel der aufzeigt, wie viel macht die Medien/das Internet/ in diesem Land noch haben um zu polarisieren. Menschen, die sich sonst nicht für Nachrichten interessieren und denen grundsätzlich alles am Arsch vorbeigeht, haben jetzt eine felsenfeste Meinung und brüllen diese auch raus.
      Wir lassen uns morgens auch vom Fernseher wecken und da gestern Abend irgendetwas auf RTL lief, ließen wir uns heute zufällig durch Punkt 6 wecken: Da waren Passanten zu sehen, die vor einer Kamera den Wulff-Anruf nachgespielt haben – eckelig. Das werden Menschen aufgehetzt, die ganze Geschichte angeheizt.
      Das SpOn schlimmer als Bild ist, finde ich sehr bedenklich…und gebe Eve unter diesem Kommentar dazu recht.

  • Eve

    Die Bild fordert keineswegs seinen Rücktritt. Ich finde die Berichterstattung von Bild Online fast schon gemäßigt, im Gegensatz zu der vom Spon, wo gefühlt alle zehn Minuten ein neuer Negativ-Bericht erscheint (ich habe das Gefühl, die Redaktion hat den Sekt schon kalt gestellt).

    Aber warum dir der Rücktritt egal ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wulffs Rücktritt wäre berechtigt und ohne öffentlichen Druck, der nunmal von der Presse ausgeht, wird er nicht passieren. Ob es einen blinden Hasshype gibt, mag ich nicht beurteilen. Würde mich aber nicht wundern.

  • Sebbuh

    “Das mit dem dritten Reich gleichzusetzen mimimimi”
    Leute, genau das hasse ich an den beschissenen Blogbeiträgen zu einem Thema! Ich hätte, als ich den Artikel das erste mal gelesen habe, hinschreiben sollen, dass ich mir sicher bin, dass die kommenden Blogbeiträge zu 90% an dem Nazi Vergleich festgemacht werden! Ich hätte mich als Prophet feiern lassen können!
    Sorry, aber genau durch Leute wie Euch schaffen es die Medien so einfach eine Einheitssuppe, kräftig gewürzt mit Hass auf das genannte Schwein, das durchs Dorf getrieben wird, zu binden.
    Niemand hat in dem Artikel die Quintessenz erkannt, es geht nicht um Wulff speziell und auch nicht um die Nazis und das dritte Reich! Auch wenn ich Euch enttäuschen muss: In diesem, meinem Blogbeitrag geht es auch nicht um Suppe, Schweine oder Dörfer, es geht um mein persönliches Kopfschütteln in Bezug auf Blogger ohne eigene Meinung.

    • Marcel schreibt doch ganz deutlich üebr mediale Gleichschaltung und setzt Nazi-Propaganda mit der Wulff-Affäre gleich. Natürlich sollte man sich nicht von Medien täuschen lassen und selbst einige Gedanken machen und “Recherchen” anstellen, aber dafür brauche ich keine Nazi-Vergleiche, die fernab jeglicher Realität sind.

      • Tanja

        Ich glaube es geht aber in erster Linie nicht um die Wulff-Affäre selbst, sondern um die, leider oft, miserable “berichtserstattung”, wenn man sie denn so nennen darf, und jeder schreit nach was die Bild in großen Lettern auf der Titelseite bringt.
        Wobei ich den Nazi Vergleich dennoch etwas weit hergeholt finde, aber teilweise hat er schon Recht.

  • Nils

    Naja, wer ein bisschen was von der Rolle des BP in Deutschland und dessen Selbstverstandnis versteht , der wird auch verstehen,das hier niemand durchs Dorf getrieben wird, sondern dass ein BP mit einer solchen Vorgeschichte nicht mehr in seiner Funktion authentisch wirken kann. Des Weiteren frage ich mich, wer denn noch so alles zu Unrecht “getrieben” wurde. Guttenberg etwa? Köhler, sein Vorgänger etwa? Die FDP etwa? Neun.
    Und dieser Nazi Vergleich ist ja wohl mal richtig trashig. In dem Sinne “ist mein Artikel nicht gut genug, ach warte ich bring noch einen Nazi-Vergleich. Empört euch.”

  • duderino

    Ich kann nur sagen, ein sehr guter Artikel! Leider haben ihn einige nicht verstanden. Marcel ergreift auch in keiner Weise Partei für Christian Wulf, vielmehr geht es um die Auswirkungen der meinungsmachenden Medien und wie leicht sich die Masse davon lenken lässt. Die gleichen Gedanken mache ich mir auch schon seit langer Zeit und ich finde es sehr erschreckend, mit was für einer politischen und wirtschaftlichen Unwissenheit die pöbelnde Masse mitzieht, wenn man wieder eine öffentliche Person oder Partei auf den Scheiterhaufen stellen kann.

  • chris

    Guter Artikel!!

  • Momo

    Du hast prinzipiell recht, wenn du kritisierst, wie sehr die Medien auf Wulff eindreschen. Sicher wäre das unter denen von dir beschriebenen Umständen bedenklich. Jedoch haben wir andere Verhältnisse. Und ein Bundespräsident, der sich erlaubt so massiv in die Pressefreiheit einzugreifen, indem er “droht”, muss sich eine solche Empörung auch gefallen lassen. Zumal es meiner Meinung nach nicht verwunderlich ist, dass gerade die Presse “ausflippt”, wenn “einer von ihnen” bedroht wurde und ihre Freiheit auf’s Spiel gesetzt wurde.
    Daher: Die Dynamik ist erschrekend, ja. In diesem Fall inhaltlich jedoch vollkommen angebracht.

  • DANKE!

    Hatte überlegt dadrüber bei mir abzugehn aber ich habs gelassen. DANKE für den Beitrag! Genau meine Meinung – würd nur noch bissle was hinzufügen. Aber das reicht erstmal. Danke.

  • Sebbuh

    Kann mir bitte jemand erklären was Authentizität des BP überhaupt bedeutet? Woran messt ihr Euren BP? Wie verwirkt man ein Amt?
    Um ganz ehrlich zu sein und ohne Herrn Wulff in Schutz%

  • Kia

    Das einzig Gute an der Sache ist doch, dass jetzt vermutlich so viele Menschen den Namen des Bundespräsidenten kennen wie vorher noch nie. Danke Bildzeitung.

  • ich finde die breite empörung die christian wulff verursacht hat, ist nur ein zeichen dafür, dass unsere gesellschaft gewisse dinge nicht toleriert und demzufolge an einigen werten eben doch noch hängt.
    die alternativen lethargie oder gar zustimmung würde ich weniger gutheißen, ganz ehrlich.

  • Igor

    Lieber Herr Winatschek,

    sie sollten vielleicht die von Ihnen genannten Artikel komplett durchlesen, anstatt sich an Überschriften und Schlagwörtern abzuarbeiten.
    Dann würde sich für sie das “gleichgeschaltete Einverständnis einer breiten Masse, ohne Nachdenken oder Reflexion” ganz schnell als ein harmonisiertes Amts-, Politik- und Demokratieverständnis einer breiten Masse, nachgedacht und reflektiert, entpuppen.

    Der größte Teil der Beiträge zur Causa Wulff sind noch immer Satire und Komödie in den sozialen Netzwerken. Blinder Hass und lautes Gebrüll sehen anders aus. Wir sollten froh sein, dass die Bürgerinnen und Bürger so aufgeweckt genug sind, einen solchen Halunken an der Staatsspitze nicht mehr tragen zu wollen. So herum wird ein Schuh draus.

    Herzliche Grüße!

    • Marcel

      Die breite Mass reflektiert aber nicht. Und denkt auch nicht nach. Sie sieht, dass es eine Sensation gibt und kippt ihren Brei voller Halbwissen darüber – meist nur, um sich selbst zu profilieren.

  • “Diese angebliche Kultiviertheit unserer Gesellschaft scheint oft nur aufgesetzt zu sein und ist ganz schnell vergessen, wenn es darum geht, mal wieder eine neue Sau durchs Dorf zu jagen.” Genau das!

  • hauptsache Anti.

    anti-anti ist das neue schwarz.

    langweilt mich.

  • FELIX Liebhaber

    WOW und wieder ist der Autor nicht in der Lage auf die Kommentare einzugehen. Warum? Weil man so einen schwachsinnigen text nicht verteidigen kann.

  • Dominik

    Guter Artikel! Man muss sich auch mal vor Augen halten, dass es letztlich ja nur darum geht, bei wem gerade nach Schmutz gegraben wird. Welcher der sauberen Herren (und natürlich auch Damen) nutzt denn seine Position und seine Beziehungen nicht zu seinem Vorteil? Da können doch einfach gleich alle zurücktreten. Dann haben wir endlich die schrankenlose Gewaltherrschaft des Pöbels! :-)

  • Daniel Sc

    was soll der müll? mal im ernst. mag ja sein dass die medien ein bisschen zu viel hypen aber mal ehrlich.. wenn er nach sowas nich den anstand hat seinen hut zu nehmen, massiv die presse- rede- meinungsfreiheit versucht einzuschränken und sich dann heute abend ARD & ZDF 20.15 ( wenn ich mich nicht irre ) zu rechtfertigen dann.. w/e

  • JK

    Gibts nicht… seit Tagen suche ich in den Onlineausgaben dxer Zeitungen, ob links, ob konservativ, nach einem selbstkritischen Satz oder nach einer – meinetwegen auch als Polemik geschriebenen – Verteidigung vom Bundespräsidenten, nur um zu zeigen: wir haben mehr als eine Meinung. Aber: Überall Fehlanzeige. Eine Meinung. Alle.

    Und jetzt hier: Gefunden.

    Danke!

  • Yihaa

    Es stimmt, dass eine breite Masse einfach unreflektiert die Meinung der Massenmedien annimmt, aber wie kannst du dass kritisieren und gleichzeitig schreiben es ist dir egal ob Wulff zurücktritt oder nicht?

    Damit gehörst du doch genauso zu denen die nicht selber nachdenken (wollen). Ich hab mich eigentlich gefreut auf A&P mal etwas zu einem politischen Thema zu lesen, leider ist der Artikel aber viel zu oberflächlich.
    Nur etwas kritisieren und “dagegen sein” ist eben auch nicht besser als unreflektiert eine Meinung anzunehmen! Die Ironie ist doch, dass die oberflächliche Kritik die du hier bringst auch schon lange zu einem Trend geworden ist..

  • Herr Wulff

    Sg Herr Winatschek,

    schon blöd, wenn man keine Ahnung hat von kreditvergaben, veternwirtschaft, unbelegten Schülermeinungen- oder?

  • Politologe

    Möchtet ihr euch nicht überlegen, ob es notwendig ist, dass ihr euch zu politischen Themen äußert? Amy&Pink ist ein großartiges Blog und in den Bereichen, wo seine Kompetenzen liegen, wirklich gut gemacht. Daneben gibt es in Deutschland wiederum sehr viele politische Blogs mit den unterschiedlichsten Ausrichtungen, die das Thema Wulff kompetent behandeln und dabei auch zu unterschiedlichen Schlüssen kommen. Muss sich Amy&Pink da wirklich daran beteiligen? Ich will hier blöd herumdissen oder so, aber selbst nach einigem Herumüberlegen ist die freundlichste Formulierung, die ich für den folgenden Satz finden kann, diese: Mit einem peinlichen Artikel wie dem vorliegenden blamiert man sich in jeder ernstzunehmenden politischen Diskussion. Ganz ernsthaft. Ich hab euren Feed abonniert und les mehrmals wöchentlich bei euch rein, ebenso wie ich sehr viele politische Blogs abonniert habe. Ich erwarte mir von denen keine keine Partyexzess-Artikel oder Titten-Fotos – und genauso wenig erwarte ich mir hier politische Kommentare. Natürlich hätte auch ein Lifestyle-Blog wie A&P jedes Recht dazu, ab und an einen politischen Artikel zu posten. Das ist aber nur ratsam, wenn man das auf einem einigermaßen akzeptabel Niveau hinbringt. Das gelingt hier nun zum wiederholten Male (Libyen- Artikel!) nicht und die Hoffnung, dass das noch einmal passieren wird, schwindet. In einer Demokratie ist es natürlich wichtig, dass sich nicht nur Experten an politischen Diskussionen beteiligen, daher ist es durchaus positiv, wenn man sich Gedanken zu solchen Sachverhalten macht und die mitunter auch mal mit Freunden oder so diskutiert. Man muss sie aber nicht einer breiten Öffentlichkeit publizieren. Da ist es eher angebracht, das Leuten zu überlassen, die sich mit den Themen beschäftigt haben, Hintergrundwissen haben und daher Problemstellungen besser einschätzen können. Ich freu mich auch, wenn sich Lukas Podolski Gedanken zu politischen Vorgängen macht. Sofern aber kein dringender Verdacht daran besteht, dass die substantiell fundierter sind als die von Joe Blow, muss er diese nicht an die Öffentlichkeit tragen. Und so ähnlich verhältes sich auch bei Amy&Pink. Der Artikel oben verursacht bei mir leider nur ganz großen Fremdscham. Ich würde euch wirklich raten, noch einmal drüber nachzudenken, es notwendig ist, dass ihr Tages- oder Weltpolitik kommentiert. Denn zur falschen Zeit, am falschen Ort, könnte das eines Tages wieder einmal schlimme Konsequenzen haben. Für uns alle.

    (Sorry, die letzten zwei Sätze mussten jetzt einfach rein… abgesehen von diesen ist mein Posting aber vollkommen ernstgemeint).

  • Politologe

    Beim Satz “Ich will hier blöd herumdissen” fehlt natürlich ein nicht.

  • Jonas

    Nein, nicht noch ein politischer Artikel auf A&P! Ihr könnt das nicht! Lasst es bitte!

    1. Bild fordert nicht den Rücktritt von Wulff – Bild hält sich in der Debatte angenehm zurück und beschränkt sich meistens auf “Presseschauen”

    2. Mediale Gleichschaltung? Dass Wulff Fehler gemacht hat ist wohl klar (hat er ja selbst eingeräumt). Dass darüber nun mal alle Medien berichten ist dabei doch nur selbstverständlich (Auflage, Klickzahlen)

    3. In meinem Bekanntenkreis erntet das Thema Wulff ein müdes Schulterzucken – von durch die Medien angeheiztem Hass kann keine Rede sein

    Falscher Artikel am falschen Ort!

  • Alex

    Bei Wulff wird manipuliert, bei Gaddaffi und dem Iran nicht…

  • RBobblu

    Schrecklich dumpfer Versuch der Analyse unserer Medien.

    Wirtschaftlichausbeutung des Themas, ja schließlich sind es die Mainstream-Medien.

    Aber Meinungs oder Stimmungsmache ?
    Den Beweis bist und wirst du mir Schuldig bleiben.

    Das verteidigen von moralischen Grundsätzen ist insbesondere für die Medien, der politisch und wirtschaftlich unwissenden Masse, sehr achtenswert.

    Aber keine Angst wie schon bei Gutenberg wird auch diese politische Berichterstattung schon bald enden und
    du bekommst bei RTL und BILD bald wieder die leckere leichte Kost der A bis Z Promi´s sowie die Suggestion von nahendem
    Unheil hinter jeder Ecke.

  • Flokati

    Amypink mal wieder fishing for comments im Antimainstream.
    Ob Berauschungserlebnisse von 1 Mai-Krawallen, das Hypen der Englandkrawalle oder Let Gutti alone…

    Das Politische ist nicht Euer Ding.

    und up: https://www.amypink.com/2011/02/a-rip-off-mommy-ive-cheated/

  • Umfrage: Zustimmung für Wulff schwindet

    […] InspirationIn Blogs gefunden: Christian Wulff » Der allgemeine Hass » Internet » AMY&PINKWährend die Pressevertreter der Nation Tag für Tag weiter Öl ins Feier gießen […]

  • Beo Bachter

    Hier eine Emailliste des Grossteils der in die “Untersuchungen” eingebundenen Journalisten. Vielleicht finden sich ja genuegend freundliche Schreiber (Leser = Kunden), die den Damen und Herren fuer Ihre “Muehen” danken und ihnen nahelegen, dass es wichtigere Themen gibt, die Deutschland und die Welt beschaeftigen und ueber die es sich wirklich zu schreiben lohnt. Ein Kredit, den jeder normale Mensch ganz genauso genommen haette – wenn man denn auch so gute und liquide Freunde haette – ist einfach nicht gross genug, um nun ueber einen Monat die Medienlandschaft fest zu beherrschen. Man muss Wulff ja nicht lieben – und ich kann mir viele Menschen vorstellen, die bessere und wuerdigere Bundespraesidenten sein koennten und wuerden – aber es scheint, die Medien wollen den Bundespraesidenten auf Teufel komm raus stuerzen (geht ohnehin nicht, so lange er nicht selbst zuruecktritt). Der so entstandene sportliche Ehrgeiz der Journalisten sollte anders kanalisiert werden und nicht durch den andauernden Versuch eine Staatsaffaere zu kreieren. Wieviele von ihnen erhalten durch ihre vermeintliche “Sonderstellung” als Journalisten staendig selbst Vorteile (s. Presseasuweis, Parkscheine, Freitickets, ueppige Hauptstadtbuffets, etc etc etc etc etc etc)? Ein wenig mehr Demut taete den Damen und Herren Journalisten in dieser Sache gut zu Gesicht. ES REICHT!!

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