Soundcheck - Die Alben der Woche

Konzentriert euch. Schätzt eure Käufe (oder eure illegalen Downloads), als wären es die letzten. Saugt jede Sekunde auf – es gibt keine Füller mehr. Wartet auf Neuerscheinungen, wie auf die…
Soundcheck

Die Alben der Woche

Konzentriert euch. Schätzt eure Käufe (oder eure illegalen Downloads), als wären es die letzten. Saugt jede Sekunde auf – es gibt keine Füller mehr. Wartet auf Neuerscheinungen, wie auf die Geburt eures Kindes. Wartet in voller Sehnsucht und Vorfreude. Keine Angst – ihr werdet nicht enttäuscht. Entschleunigt euren Musikkonsum. Hört es euch genau an. Nehmt euch die Zeit. Seid wieder ganze Menschen, nicht nur fraktale Persönlichkeiten. Do it like it's 1985 in der DDR: You have no choice.



The Roots – Undun

Der melancholisch konnotierte, soulvolle Hip Hop bietet, was der Name The Roots bereits verspricht. Eine konsequente instrumentale Umsetzung von Gefühlen, welches den harten Worten der talentierten Rapper entgegengesetzt wird. Insofern ist es das perfekte Weihnachtsgeschenk für geschmackvolle, zeitgenössische Musik, auch wenn ich persönlich es von den durchschnittlichen Hip-Hop-Werken hervorheben und es als genrefremde Kompilation verschiedener Stilrichtungen titulieren würde. Es ist ein ganzheitlich gutes Werk, dieses “Undun“, und zurecht kann man jeden Titel aufsaugen, als auch einfach im Hintergrund arbeiten lassen. So oder so: Kein Weg führt daran vorbei.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_12_01/makemy.mp3]



Speak! – Inside Out Boy

Der junge Speak! hat, wenn nicht nur eine große Klappe, mindestens auch talentierte Freunde. Als Rapper ist es in den USA kein einfaches Werk, Fuß in die Tür zu bekommen. Wenn aber Left Brain, Syd Tha Kyd und Vince Staples aus dem Erfolgsraketenkollektiv Odd Future deine Nachbarn sind und dir gerne die nötigen Beats schmieden, dann kommt dabei vielleicht auch etwas Hörbares raus. “Inside Out Boy” ist das Werk mit dem OF-Stempel drauf, ohne OF zu sein.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_12_01/livefromthe5way.mp3]



King Krule – King Krule EP

Was ist Ästhetik, wenn nicht die Aura eines Menschen? Diese unantastbare Hülle, die eine Person umgibt. King Krule, der junge Junge mit der fantastischen Stimme, schrammelt nicht einfach nur darauf los, er singt mit einem erschütterndem Klang, mit jugendlicher Liebe. Mehr Aufmerksamkeit für diesen Helden, der auch auf die üblichen Indie-Pop-Rock-Stereotypen verzichtet und lieber auf elektronische Akzente setzt.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_12_01/thenooseofjahcity.mp3]



Kingdom – Dreama EP

Kingdom drängte sich einst noch mit Remixen unvorstellbarer Dimensionen im Dubstep- und UK-Elektro-House Bereich auf. So schwammig die Vorstellung davon, was er eigentlich genau für Musik macht ist, so schwammig ist auch seine neue EP. Und mit schwammig ist nicht “schlecht“ gemeint, sondern eher zukunftsweisend. Man kann diese Tracks ein bisschen wie einen Score behandeln, allen voran “Dreama selbst”, ein Spiel aus Tönen, die in synästhetische Zustände einleiten könnten…

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_12_01/dreama.mp3]



Danny Brown – XXX

“XXX” von Danny Brown ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig. Sowohl lyrisch als auch im Flow spielt der Typ in seiner ganz eigenen Liga. Was er mit den anderen gemeinsam hat? Nun, diverse Mixtape-Tracks und eine Sucht nach gutem Gras. Immerhin also eine gesunde Basis für die geballte Ladung Exzentrik.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_12_01/partyallthetime.mp3]
Tally Weijl

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