Soundcheck - Die Alben der Woche

Manchmal fühlt man sich als Musikblogger im Internet wie einer dieser vielkoksenden, gut bezahlten A&R-Menschen aus den 90er Jahren in London, die jeden Tag einen Haufen neuer, beschissener Demotapes serviert…
Soundcheck

Die Alben der Woche

Manchmal fühlt man sich als Musikblogger im Internet wie einer dieser vielkoksenden, gut bezahlten A&R-Menschen aus den 90er Jahren in London, die jeden Tag einen Haufen neuer, beschissener Demotapes serviert bekommen und sich durch jedes einzelne durchkämpfen müssen. Furchtbar, scheisse, richtig scheisse, oh Gott ich kann nicht mehr, Charleen, hol mir bitte einen runter und zieh Mal ‘ne Line, oh, warte, was war das? Wie heißen die? All Saints? Die sind fickbar, die bringen wir ganz groß raus.



WU LYF – Go Tell Fire To The Mountain

World Unite! Lucifer Youth Foundation, kurz WU LYF, sind jeansjackentragende Jungs aus Manchester, die schrammeligen, dreckigen Rockpop mit einer ganz fantastisch aufgeladenen Stimmung machen. Ihre Songs sind instrumentale, jugendliche Collagen, die kaum richtig zuzuordnen sind. Ihre Vocals sind nur schwer greifbar, aber deutliches Merkmal einer grandiosen Zusammensetzung. Ein ganz wunderbares Album.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_11_04/heavypop.mp3]



Mac Miller – Blue Slide Park

Wenn Mac Miller eines kann, dann ist es wohl hart kiffen. Das merkt man an seiner Stimme, an seinem Flow, an seinen Beats. Der Pittsburgher MC hat nach tausend und drei Mixtapes nun auch endlich ein offizielles Album herausgebracht und bleibt konsequent in seiner Linie. Freche Raps, gute Beats. Leider ist nicht ein einziger Track zu finden, der an sein geniales “Nikes On My Feet“ anknüpfen könnte. Aber wer 19 Jahre alt ist, hat ja auch noch ein bisschen Zeit, sich zu beweisen.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_11_04/smileback.mp3]



Kool Savas – Aura

Was is’ loooooos, Deutschland? Der King of Rap ist wieder da und rumst weiterhin so königlich, wie man ihn in Erinnerung hat. Leider hat er nicht berücksichtigt, dass seine Kunst auf schlechten Beats und mit schlechten Kollegen (XAVIER NAIDOO, ALTER) einfach nicht so gut rüberkommt. KKS könnte so ghetto gut sein, leider ist er auf “Aura” im Pop-Durchschnitt gefangen. No hard feelings tho.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_11_04/aura.mp3]



Janet Jackson – Number Ones

Es gibt Momente, die will man in den 90er Jahren verbringen. Wieder zurück zu R&B, der sich noch so titeln durfte. Janet Jackson hat schon einige Verbrechen begangen, aber einige ihrer größten Songs schmeissen mich immer in so eine tiefentspannte Stimmung. “Got Til It's Gone” ist so einer. Oder “Alright”. Oder… “Scream”? Genug davon, ihr wisst was ich meine. Janet Jackson FOR LIFE.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_11_04/gottilitsgone.mp3]



When Saints Go Machine – Konkylie

Das gute an Vorbands: Man hat meistens keine große Erwartungen. Das schlechte: Manchmal sind sie besser als der Hauptact. Als When Saints Go Machine für Azari & III letzte Woche im Gretchen eröffneten, haben sie auf jeden Fall einen starken Eindruck hinterlassen. Obwohl ich ihren Sound nicht kannte, habe ich mich direkt in die Performance und einige der Songs verliebt. Im Studio kriegen die Dänen das nicht ganz so auf die Kette, wie ich es mir erhofft hätte, aber “Konkylie” sollte man sich trotzdem anhören. Ein Märchen in Songs erzählt.

[audio:http://www.mianami.com/mp3/2011_11_04/onthemove.mp3]
Superdry

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere verrückte Neuigkeiten über Musik zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Mister Spex

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

2 Kommentare