Jessica Weiß im Gespräch - LesMads ist tot, es lebe LesMads

Während sich in diesen Tagen Millionen kleiner Mädchen tagtäglich in H&M-Tops und Hosen von Vero Moda vor dem Badezimmerspiegel im 13. Stock ihres Plattenbaus fotografieren, waren Jessie, Julia und Schnati…
Jessica Weiß im Gespräch

LesMads ist tot, es lebe LesMads

Während sich in diesen Tagen Millionen kleiner Mädchen tagtäglich in H&M-Tops und Hosen von Vero Moda vor dem Badezimmerspiegel im 13. Stock ihres Plattenbaus fotografieren, waren Jessie, Julia und Schnati von LesMads die Ersten, die verstanden haben, wie ein erfolgreicher Modeblog in Deutschland auszusehen hat. Seit Mitte 2007 ging es steil bergauf, ihr Weg führte die drei jungen Frauen vorbei an Auszeichnungen, Fans, Trollen und den permanenten Versuchungen, die ein digitales Meisterwerk wie dieses gezwungen mit sich bringt.

Nun verlässt Jessica Weiß als letztes Gründungsmitglied das Projekt, das sie in Windeseile zu einem bedeutsamen Namen in der Modebranche gemacht hat und schaut mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück auf vier Jahre digitale Leidenschaft. Mit uns spricht die 25-jährige Berlinerin über Kindheitswünsche, Neider und den großen Problemen der heutigen Fashion-Blogs.

Was wollte die kleine Jessie von Beruf werden?

Als junges Mädchen habe ich immer Kurzgeschichten geschrieben, da lag es für mich auf der Hand, Schriftstellerin zu werden. Dann kam das Musikfernsehen und ich sah meine Zukunft als Moderatorin – irgendwann, als ich nicht mehr nur vor dem Fernseher stand, um Musikvideochoreographien nachzutanzen.

LesMads ist ja innerhalb von ein paar Jahren vom kleinen privaten Modeblog zur absoluten Online-Bibel für Fashion-Junkies mutiert. Was ist es für ein Gefühl, ein Projekt, in das man so viel Herz gesteckt hat, aufzugeben?

Wir haben LesMads aus ganz anderen Intentionen gegründet als damit Geld zu verdienen und das machte den schnellen Erfolg aus: Eine neue Herangehensweise an die Modewelt, ein Stück Unverblümtheit, am Anfang auf jeden Fall auch ein wenig Naivität, und ganz viel Liebe zur Mode und der Schreiberei darüber. Burda hat uns geholfen, aus unserem Hobby einen Beruf zu machen – wodurch wir uns unheimlich schnell professionalisiert und wahnsinnig viel gelernt haben.

Dementsprechend hat sich viel verändert. Besonders im letzten Jahr habe ich viele klassische Chefredaktionsaufgaben übernommen und das merkt man einem Blog ab einer entsprechenden Größe an. Ich bin daher extrem stolz auf das, was wir alles erreicht haben. Das alles aufzugeben schien vor wenigen Monaten noch undenkbar, aber wir haben mit LesMads ehrlich gesagt alles erreicht, was zu erreichen war.

Ich habe daher bewusst die Entscheidung getroffen zu gehen. Das fühlt sich merkwürdig an, hat sich jetzt, nach ein paar Wochen, aber schon wieder gelegt. Der Moment, in dem ich nicht mehr Zugang zu meinem Backend oder meiner Facebook-Gruppe haben werde, wird sicher noch mal komisch. Aber da es eben meine eigene Entscheidung war, muss ich damit auch umgehen können.

Was waren für dich die schönsten und schwersten Momente in den letzten paar Jahren?

Die schönsten Momente waren eigentlich permanent da, denn ich war immer glücklich mit meinem Projekt. Erfolgserlebnisse wie der Lead Award, positive Resonanz durch die Branche, stetig wachsende Leserzahlen oder die Nominierung beim Grimme Online Award sind natürlich großartig und in meinen jungen Jahren doch bewegend. Trotzdem konnte ich nie ganz nachvollziehen, wieviele bösartige Menschen in deinem oft virtuellen Leben auftauchen, sobald Erfolg spürbar ist.

Ich musste immer wieder mit Hatern, Trollen, Lügnern und vor allen Dingen Neidern kämpfen. Besonders in der Blogosphäre gibt es einige armselige Kreaturen, die über Jahre hinweg ihren Unmut in der Öffentlichkeit breit getreten haben. Mit dieser Schattenseite musste ich erst einmal lernen, umzugehen. Interessanterweise sind alle Hater die Personen, die in der Vergangenheit “abgewiesen” wurden – und sei es nur, weil ich die vorgeschlagenen Links nicht berücksichtigt oder es nicht geschafft habe, jede Email einzeln zu beantworten.

Ihr habt manchmal zehn Artikel am Tag veröffentlicht. Oft sogar mehr. Gab es für dich überhaupt eine Offline-Zeit?

Bloggen ist viel Arbeit, besonders in dem Tempo, das man irgendwann mal selbst vorgelegt hat. Ich bin immer sehr ehrgeizig, habe das Schreiben unter Zeitdruck regelrecht lieben gelernt. Dieses Tempo ist auf Dauer aber nicht zu schaffen und das hat sich nach viereinhalb Jahren einfach bemerkbar gemacht. Dabei geht nicht nur die Inspiration flöten, langsam verlor es für mich dadurch auch einfach den Reiz. Irgendwann habe ich dann mal eingeführt, wenigstens nicht mehr am Wochenende zu schreiben – dadurch gab es dann Offline-Zeit und es hat meine Arbeitsweise zumindest temporär entschleunigt.

Julias Abgang zu Condé Nast war ein großes Thema in der deutschen Blogosphäre. Es wurde gemunkelt, dass eure Trennung nicht nur berufliche, sondern auch private Gründe hatte. Was war da los?

Wenn Freunde so eng miteinander arbeiten, ist das natürlich nicht immer einfach. Grund für ihren Ausstieg waren aber niemals interne Streitigkeiten, sondern persönliche Entscheidungen, wie ich sie nun selbst getroffen habe. Julia und ich sind sehr gute Freundinnen und es vergeht kein Tag, an dem wir nicht kommunizieren oder uns austauschen.

Wenn ein Internet-Projekt größer und größer wird, leidet darunter ja meist eins: Die private Bindung zu den Lesern. War das bei LesMads auch so und wie hast du darauf reagiert?

Das kann ich nur bestätigen. Wir wuchsen mit unserer Seite unaufhaltsam, teilten viel Privates, stellten unsere Meinungen öffentlich in den Raum. Je mehr Leser wir gewannen, desto unbehaglicher wurde der Gedanke, Freunde und Familie, tagebuchartige Impressionen und Persönliches zu teilen. Besser gesagt: Aufgrund vieler unanständiger Kommentare war das gar nicht mehr möglich. Auf der anderen Seite steckten wir inmitten eines Professionalisierungsprozesses.

Wie einerseits Agenturen und Kunden gegenüber seriös auftreten, wenn im nächsten Post wieder der Kleinmädchenspiegelpost auftauchte? Wie Partyfotos teilen, dann aber auch ernsthaft über Mode schreiben? Je größer man wird, desto mehr prasselt schließlich auch auf dich ein. Ich erhalte etwa 150 Mails am Tag, jede Person will etwas von dir und irgendwann merkst du, dass es zeitlich gar nicht mehr möglich ist, jedem Einzelnen zu antworten. Dadurch mussten immer wieder Abstriche gemacht werden.

Welche anderen Schwierigkeiten haben sich mit der Zeit aufgetan und wie hast du sie gemeistert?

Die grösste Herausforderung war immer zu erklären: Was ist ein Blog? Wieso soll ich eingeladen werden, geschweige denn in den Presseverteiler aufgenommen zu werden? Als wir starteten, gab es deutschlandweit nur eine Handvoll Modeblogs. Die grösste Hürde war stetig, von der Printbranche, der Agenturwelt, Designern, der Presse ernst genommen zu werden. Gemeistert haben wir das mit viel harter Arbeit und Durchhaltevermögen. Einigen Seitenhieben eingeschlossen.

Stehst du gern im Rampenlicht?

Nein, unter Beobachtung stehen ist mir im Gegenteil extrem unangenehm. Über Leser, die mich angesprochen haben, habe ich mich trotzdem immer unheimlich gefreut.

Bist du irgendwann überheblich geworden?

Ich komme aus dem Ruhrpott, da hat Überheblichkeit rein gar nichts zu suchen. Ich bin ein recht unbeeindruckter Mensch. Da muss schon wahnsinnig viel passieren, dass es Anlass zu gigantischer Freude und einem damit verbundenen Höhenflug gibt.

Viele eurer Leser haben euch ständig vorgeworfen, dass LesMads niemals so groß geworden wäre, wenn es Burda nicht gegeben hätte. Stimmst du dem zu?

Natürlich hat uns die Tatsache, dass wir Burda im Rücken hatten, auch geholfen, aber warum sollte uns man das vorwerfen? Trotzdem mussten wir uns vieles hart erarbeiten und teilweise sogar erkämpfen. Von Burda-Seite aus wurde uns glücklicherweise stets freie Hand gelassen. Für den Verlag war es genau wie für uns ein spannendes Experiment, wohin es mit einem personalisierten Blog gehen kann.

Was für einen Eindruck hast du von der heutigen Fashion-Bloggerszene?

Im Gegensatz zu dem, was sich in anderen Ländern wie den USA, England oder Schweden entwickelt hat, bin ich von der deutschen Modeblogosphäre mit wenigen Ausnahmen enttäuscht und gelangweilt. Wirklich eigene Ideen, siehe The Man Repeller, gibt es kaum, es wird kopiert ohne Ende, nicht verlinkt, vielmehr wird nur hämisch nach rechts und links geschaut. Auffällig ist auch, dass sehr viele sehr junge Leute Modeblogs anfangen – und gar nicht mehr die Mittzwanziger und aufwärts. Das hätte ich spannend gefunden.

Was wirst du am meisten vermissen, wenn du deinen Schreibtisch zurück lässt?

Ich hänge nicht an materiellen Dingen und werde in meinem Büro außer alle lieben Menschen, die ich verlasse, wohl nichts vermissen.

Glaubst du, dass sich alle hauptberuflichen Blogger irgendwann von ihrem Projekt trennen müssen, um selbst im Leben voran zu kommen?

Nein, nicht unbedingt. Man sollte nur immer neue Wege einschlagen, Neues ausprobieren. Und dabei seinen Namen zur Marke machen, obwohl das die deutsche Mentalität nicht wirklich hergibt. Siehe Elin Kling. Die schwedische Bloggerin ist mittlerweile TV-Star, Stylistin, Chefredakteurin eines Magazins und Designerin.

Wird es ein LesMads ohne dich geben und glaubst du, dass die Leser sich damit anfreunden können?

LesMads wird nicht mehr das LesMads sein, das es ist. Aber das würde ich als Chance begreifen. Katja von bees and ballons ist die einzige Person in der Modeblogosphäre, der ich diese Aufgabe gern übergebe und auch zutraue.

Und wie sieht deine persönliche Zukunft aus?

Ein konkretes Jobangebot hat mich gelockt. Ich werde Executive Editor Online beim Interview Magazin, das Anfang 2012 in Deutschland startet. Es ist eine tolle Herausforderung, zumal die Webseite noch nicht existiert. Privat kann ich das Bloggen nicht ganz an den Nagel hängen und tumblre wenigstens noch ein wenig auf lajessie.tumblr.com.

Welche Ratschläge würdest du den heutigen Fashion-Bloggern mit auf den Weg geben?

Wer einzigartig und ehrgeizig ist, neue Ideen und vor allem Durchhaltevermögen hat, hat immer noch gute Chancen auf Erfolg, das zeigen Modelle wie Into the Gloss oder Travelettes. Man muss natürlich unterscheiden zwischen privaten Blogs und solchen, die professionell arbeiten möchten. Das sind ganz unterschiedliche Ansätze und Motive. Aber Modeblogs haben sich noch nie in einen Pott werfen lassen, man muss extrem differenzieren.

Würdest du noch mal alles genau so machen?

Oh ja.

Jack & Jones

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Strellson

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36 Kommentare

  • Gutes Interview! Macht Lust, sein eigenes Ding zu starten und motiviert, es auch durchzuziehen. Viel Erfolg beim Interview Magazin, ich bin gespannt :)

  • mir kam sie immer sehr kalt rüber aber mit dem interview hat die pluspunkte gesammelt

    auch mal gute fragen von euch gewählt :!

  • Lisa Lina

    ich werde jessie total vermissen… weis nicht ob ich les mads noch ohne sie lesen werde weil sie einfach les mads war. und sonst keiner!

  • ellie

    ich find sie hat vollkommen recht dass die heutige modebloggerszene nur noch kopiert und überhaupt keine eigenen ideen hat. immer das selbe überall. sie lassen sich einfach nichts neues mehr einfallen und machen ständig dasselbe. bitte lasst einfach mal wieder jemanden auftauchen der diese ganze einöde mit frischen ideen hinwegfegt! das war auch bei les mads am ende das problem übrigens!

  • Max

    jessi ist ja schon ne süße irgendwie <3

  • ille93

    die frage ist doch ob les mads jetzt besser oder schlechter wird! ich glaub ja schlechter!

  • ih reft ihr das net?

    modeszene is wie ne nerdgemeinde … kann man als aussenstehender nicht verstehen, vorallem weil ich im realen leben niemanden sehe, der sowas trägt:
    http://www.interviewmagazine.com/fashion/uptight-urban#/slideshow_29485

    liegt aber daran, dass ich den ganzen langen tag nackt aufm trecker sitze?

  • hannah lena

    ich glaube ja dass jessies weggang von les mads das ende der modeblogs einläutet. weil so ehrlich interessiert das doch niemanden mehr ob lisa 13 aus braunschweig sich jeden tag mit irgendwelchen klamotten fotografiert oder dann auf irgendwelche langweiligen veranstaltungen eingeladen wird. get a live!

  • isa

    ihr habt recht keiner traut sich mehr neues, alle die sich für große modeblogger halten haben sich nur dadurch an die spitze gebracht weil sie ständig kopieren. neue ideen sind nicht gefragt – und viele sind dazu auch gar nicht fähig!

  • Markus Degger

    Ich hab den blog eh noch nie gelesen (bin ja auch ein junge ^^)

  • christin

    les mads ist und bleibt das geilste was je ein modeblog in deutschland geschafft hat und das wird auch so bleiben auch ohne jessie!

    • Sina

      Aber nur durch Jessie und Julia und Schnati ist es so was Geiles geworden! Das sich nun jemand anders auf den Lorbeeren ausruht bzw. darauf weitermacht ist blöd!!!!

  • Danke für dieses Interview. Seit langem wieder was, dass etwas zum Lesen hergab.

  • <3 for la jessie. weg von den püppchen und den spiegeltussen voll neid. hin zu neuem – das finde ich super.

  • Sina

    Tolles Interview – von beiden Seiten!
    Ich finds sauschade, dass sie und Schnati aufhören aber kann es auch nachvollziehen. Es ist unglaublich, wieviele “Modeblogger” inzwischen meinen, Lesmads übertrumpfen zu können. Dabei haben gerade die, die jetzt immer am lautesten schreien oder sich echauffieren (teilweise ganz öffentlich auf ihren eigenen Blogs -hochnotpeinlich!!) sich noch vor garnicht so langer Zeit in Kommentaren bei Lesmads angebiedert. Schaut euch mal ältere Kommentare mit Verlinkungen an. Als der erhoffte Run auf diese Blogs ausblieb, haben sie umgepolt auf Hater!!
    Das, was Jessie und Co. geschaffen haben, ist einzigartig und bleibt in Erinnerung, denn der Name ist unweigerlich mit ihnen verknüpft, das kann keiner wiederholen geschweige denn übertrumpfen.

  • nike

    ich mache mit und ziehe meinen hut vor dir, liebe jessie. ich finds so komisch, dass les mads nicht mehr du bist, aber katja ist eine meiner liebsten bloggerinnen, deshalb freu ich mich sehr, sehr auf das, was kommt. ich hoffe nur, dass es nicht gleich so bös und voller neid anfängt, wie viele kommentare es schon jetzt vermuten lassen. es ist ein trauerspiel in der blogosphäre. mache deine sache schlecht, dann schimpfen sie pber dich, mache sie gut und es ändert auch nichts. trolle, da sagt ihr was.

  • Sina

    @nike

    Ich hoffe, du meinst nicht meinen Kommentar dazu. Ich wollte damit nicht die Nachfolgerin schlecht machen, das wäre ja völlig ungerecht, sie hat ja auch schon was vorzuweisen. Außerdem hat Jessie sie ja auch vorgeschlagen, das wird einen Grund gehabt haben. Dennoch finde ich sie eben so ganz anders als alles das, was Lesmads ausgemacht hat und es ist eine Bürde, damit klar zu kommen. Meiner Meinung nach hätte Lesmads nicht fortgeführt werden dürfen. Jetzt wird zwangsläufig immer verglichen!

  • nike

    oh liebe sina! nein, nein, keine sorge! man bekommt nur immer so viel unfug in allerlei plattformen mit, sei es facebook oder andere blogs, ach je! ich verstehe deine meinung auch vollkommen! ich mag bloß katja so gern, dass ihr trotz “mitbangerei” (also, dass ich tatsächlic mit ihr bange in gedanken) das beste wünsche.

  • Sina

    Aha, liebe Nike! Ich bange ja auch mit ihr, eben weil ich die Haterei bei Lesmads mitbekommen habe. Und ich bleibe dabei, Lesmads ist nicht mehr Lesmads ohne Jessie und Schnati!!

  • les braves

    wie geil.

  • Yasmin

    LesMads dient als Vorlage für kommende ehrgeizige Jungen und Mädchen (können auch älter sein, mit mehr Lebenserfahrung auf dem Buckel ;)) die etwas ähnliches im Sinn haben und damit hoffentlich eine vielfältige Modeblog-Landschaft aufblühen lassen. Man muss nur Mut haben und ins kalte Wasser springen!

    Ich selber lese nur noch sehr selten reine Modeblogs, der Reiz ist über die Jahre verloren gegangen. Schade eigentlich.

  • Anna

    Ich liebe und bewundere Jessie dafür was sie mit Les Mads erreicht hat. Und die anderen beiden auch. So einen Blog wird es nicht nocheinmal geben auch wenn er jetzt weitergeführt wird. Trotzdem viel Erfolg an Katja!

  • Ginger

    öhm…
    Ist die Hälfte da nicht gelogen?!
    jessie sagt, es war nicht die Absicht, mit dem Blog Geld zu verdienen?! Julia hat Jessie doch bei StudiVZ gecasted, 2 Monate wurden testweise auf blogspot gebloggt und dann ging es mit einem ansehnlichen Gehalt auf lesmads los.
    Albern.
    Und die deutsche Bloggerszene hat nur Nachmacher zu bieten???
    Sorry, Leute. Macht mal die Augen auf!!
    Und: Leider sind die deutschen Firmen noch nicht 100% bereit, mit Bloggern etwas zu starten.
    Bershka (Inditex) suchte sich eine Bloggerin aus Deutschland, die ein T-Shirt designen durfte, das ist mal ein Anfang!!
    Dass zB Chiarra Ferragni bereits die 3. Schuhkollektion “designed” und keine deutsche Bloggerin ist nicht unbedingt das Verschulden der deutschen Blogger.

    Leider herrscht in der deutschen Szene zuviel Missgunst und sich wird gegenseitig vor den Blog gekotzt, anstatt mal miteinander was zu starten. Keiner gönnt dem anderen die 3. Flasche Nagellack vom Discounter oder die 2. Goodie Bag.
    Es gibt einige deutsche Bloggerinnen, die sich einen Namen gemacht haben, mit Firmen zusammen arbeiten, die aus sich und ihrem Blog eine Marke gemacht haben, die durch ihren Blog an weitere Jobs gekommen sind. Teilweise bloggen einige hauptberuflich, verdienen einiges an Asche, sind nur mehr in den Hintergrund gegangen, was Jessie nun eben auch macht. Nur ist sie ein wenig bekannter, da sie das Glück hatte, Burda im Rücken zu haben.
    Ich bin der Meinung, ein Blog steht und fällt mit seinen Betreibern. Da Lesmads längst kein Blog mehr ist, sondern ein Magazin, ist es schon fast egal, wer dort schreibt.
    2 Monate, nachdem Katja angefangen hat, wird sich zeigen, ob die Zugriffszahlen bleiben, oder sinken.
    Ich nehme aber stark an, dass es gleich bleiben wird.

    Beiden Mädels viel Erfolg!

  • hannal lena

    echt jetzt? das mit dem casting wusste ich gar nicht!

  • Conni

    Öhm Ginger:

    ist schon lustig, wenn man solche Behauptungen liest und zum Umfeld von Jessie gehört und demnach genau weiß, wie der Anfang gelaufen ist!
    Ist auch müssig jetzt nochmal alles chronologisch aufzuzählen, da ja die Wahrheiten immer gerne verdreht werden.
    Wer das Buch gelesen hat, ist schonmal im Vorteil!
    Und welch gedanklicher Wirrwarr nach dieser unwahren Behauptung folgt?? Dann der Hinweis auf die Missgunst, den ja auch Jessie im Interview schon gebracht hat – was ist denn deine Intention für diesen Beitrag, doch wohl auch nur Stänkerei!!

  • Franny

    Wieso @Conni, ist es Stänkerei, wenn @Ginger über noch mehr Blogger spricht, die genauso ihr Ding machen und hauptberuflich Geld damit verdienen, nur nicht so sehr von der Öffentlichkeit gesehen werden.
    Es mag sein, dass die Geschichte die du aus ihrem Umfeld kennst eine andere ist, als die in der Öffentlichkeit existiert, doch ob das Buch nicht eher medienwirksam ist, bezweifel ich. Die Kennenlerngeschichte ist doch auch schon von den beiden so erzählt worden (Video Interview in Julias Berliner Wohnung – find den Link gerade nicht). Wenn sie doch nicht so war, hätte man einfach immer die selbe Geschichte erzählen müssen.

    Der Blog Les Mads ist schon lange Online Magazin und zwar ein sehr Gutes. Jessi ist eine tolle Frau und Katja auch, ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze nun weiterentwickelt. Les Mads und das Interview Magazine!

    Komisch, das immer wieder von so viel Neid geschrieben wird. Ich kenne viele gute Freundschaften, die dadurch entstanden sind.

    Nicht nur Bershka setzt auf eine Bloggerin, Ebay hat schon zwei Shootings mit Bloggerinnen gemacht. Und es gibt wahrlich noch mehr, eine Aufzählung ist müßig. So wie die Blogger wollen, dass Firmen professionell arbeiten, sollten Blogger auch professionell arbeiten. Von Firmen wird dies immer erwartet, doch auch für diese ist es alles neu. Es ist eben keine “normale” PR. Und leider gibt es eben nicht so viele Blogger, die sich auch professionell verhalten und das Ganze als einen Job sehen, der einfach RICHTIG erledigt werden muß. Timing ist alles ;-) … Jessi gehört dazu und genau deswegen ist sie auch so weit gekommen. Katja auch, deswegen wird es ihr nun zugetraut. Ist doch sehr schön!

    Was ich mich jedoch frage, was ist das besondere an dem Blog den Jessi da nennt? The Man Repeller??? Find ihn nun nicht so außergewöhnlich!

  • Verri

    ja das hab ich mich auch gefragt mit dem man repeller. ist doch wieder nurn typischer selbst-foto-mode-blog oder?

  • Ginger

    @ Conni : Wer Lesmads schon länger kennt, bzw schon länger in der Blogosphere unterwegs ist und selbst blogt, der kennt die Geschichte.
    Ist auch überall nachzulesen: Julia hat irgendwo bei Burda ein Praktikum gemacht, heiko hebig kennen gelernt und ihm die Idee von einem vermarkteten und von Burda gepushten Blog erzählt. Julia hat Jessie bei Studi VZ gesucht, die kannten sich nicht, sind Sushi essen gegangen und 3 Stunden später hatte Jessie den Zuschlag.
    Es ist kein “natürlich” gewachsener Blog. Daher ist ihre Aussage falsch im Interview. Und das finde ich dumm, da man sich für die Entstehungsgeschichte nicht schämen muss.
    Es ist super, einen Verlag im Rücken zu haben. Klar, mussten sie sich einiges erkämpfen, ich merke das selbst, wie sauschwer es ist, als Blogger irgendwo anerkannt zu werden.
    Die Sache mit dem Buch ist super, leider gibt es nicht sehr viel her…

    Timing ist alles, wie Franny schon sagt! Alle Modebloggerinnen aus der ersten Generation sind irgendwo untergekommen, weil sie zur richtigen Zeit angefangen haben , zu bloggen und die richtigen leute kennen gelernt haben. Kathrynsky arbeitet für ebay, anna frost arbeitet für viele Firmen und ist selbstständig als Autorin und Bloggerin, Maria von Stylekingdom ist selbstständig, organisiert Events und hat u.a. Vösslauer als Kunden, Fanfarella ist in einer Agentur als Social Media Expertin untergebracht, Mirjam von Chic und Schlau ist auch selbstständig und hat einige große Kunden, Nadine von Styletaxi ist selbstständig und die PR Frau von Garmz, jetzt LOOKK… Ihr seht also, nicht nur Lesmads entwickeln sich weiter. Auch die anderen Bloggerinnen :-D
    Ihr müsst nur einmal die Augen aufmachen…

  • Conni

    @Franni:

    ich empfinde den Einstieg von Gingers Kommentar als sehr negativ : “öhm“¦
    Ist die Hälfte da nicht gelogen?!
    jessie sagt, es war nicht die Absicht, mit dem Blog Geld zu verdienen?! Julia hat Jessie doch bei StudiVZ gecasted, 2 Monate wurden testweise auf blogspot gebloggt und dann ging es mit einem ansehnlichen Gehalt auf lesmads los.
    Albern.”

    Es stimmt, mit dem Suchen und Finden und dem gemeinsamen blogspot-start. Aber das mit dem ansehnlichen Gehalt nach 2 Monaten ist völliger Blödsinn. Beide haben noch studiert und Jessie sogar nebenbei gearbeitet, bis der Verlag da mal richtig investiert hat, hats lange gedauert. Die kaufen ja nicht die Katze im Sack.

    Und dann wurde gesagt, dass einige deutsche Blogger aus ihrem Ding ne Marke gemacht hätten, ja wer denn bitte?
    Das mit den Freundschaften geht leider nur bis zu einem gewissen Bekanntheitsgrad, danach ist meist nur noch Konkurrenzkampf angesagt. Das musste Jessi auch schon häufig am eigenen Leib erfahren.

    Deshalb es ist sehr schwer, ständig in der Öffentlichkeit zu stehen, von vielen gehypet aber auch von vielen ob dieser Tatsache beneidet. Ich kann den Schritt von Jessi nachvollziehen.

  • FashionLifeCoach

    Sehr gutes Interview mit reichhaltigen Aussagen, die ich gerne mit Jessie teile. An neuen Ideen fehlt es, aber man kann auch feststellen, dass die jungen Leute auch kein grosses Interesse an dem “anderen” haben. Wichtig ist, die Zielgruppe zu definieren, die man ansprechen möchte.Mit meinem Blog, der die moderne Modepsychologie im Fokus hat, erkennt man ganz klar das Publikum, welches aktiv interessiert ist und welches sich nur berisseln lassen möchte.

  • Ich habe eine kleine Korrektur, ich arbeite nicht direkt bei eBay, sondern in einer Agentur in Hamburg und bin hier für Social Media und Blogger Relations verantwortlich. ;)

    Die Aufzählung der Blogger die @Ginger gemacht hat, beantwortet dann vielleicht auch @Connis Frage.
    Ich selbst kann sagen, ich hab wirklich einige Freunde durch die ganze Bloggerei gefunden. Es ist doch im echten Leben auch so, es gibt Menschen die gönnen einem nicht alles. Doch, seht das doch nicht alles so verbissen. Es ist wahnsinnig toll, dass wir aus einer Leidenschaft einen Beruf machen konnten. Das hat gedauert, bei LesMads, bei mir. … Und es ist noch nicht vorbei ;)

    Ich freu mich sehr für Katja und auch für Jessi – tolle Chancen für die beiden!

  • blogobserve: Jessie geht, LesMads bleibt, die Meinungen kommen | styleranking – your fashion community

    […] "LesMads ist tot, es lebe LesMads" lautet der Titel des Interviews mit Jessie bei Amy&Pink. Hier beantwortet Jessie ganz nüchtern und sachlich Fragen zu ihrem Neuanfang ("Man sollte nur immer neue Wege einschlagen, Neues ausprobieren. Und dabei seinen Namen zur Marke machen, obwohl das die deutsche Mentalität nicht wirklich hergibt."), ihren Job bei LesMads ("Wir haben LesMads aus ganz anderen Intentionen gegründet als damit Geld zu verdienen und das machte den schnellen Erfolg aus"), ihre Erfahrungen ("Ich musste immer wieder mit Hatern, Trollen, Lügnern und vor allen Dingen Neidern kämpfen. Besonders in der Blogosphäre gibt es einige armselige Kreaturen, die über Jahre hinweg ihren Unmut in der Öffentlichkeit breit getreten haben.") und der Zukunft ("Katja von bees and ballons ist die einzige Person in der Modeblogosphäre, der ich diese Aufgabe gern übergebe und auch zutraue."). Das Interview gibt einen guten Überblick über DIE Neugkeiten dieser Woche und einen viel diskutierten Job. […]

  • rob

    was für ein schönes interview.
    bin aber trotzdem noch immer in der trauerphase.

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