The Nine Lives of Chloe King - Katzen, Dramen, Nazischeiße

Wenn ABC Family eine neue Fantasy-Drama-Serie veröffentlicht, lasse ich mich ja nicht lumpen. Wenn es dann so ein Rotz wie „The Nine Lives of Chloe King“ ist, kann ich das…
The Nine Lives of Chloe King

Katzen, Dramen, Nazischeiße

Wenn ABC Family eine neue Fantasy-Drama-Serie veröffentlicht, lasse ich mich ja nicht lumpen. Wenn es dann so ein Rotz wie „The Nine Lives of Chloe King“ ist, kann ich das aber nicht kommentarlos über mich ergehen lassen. Nachdem die erste Staffel diese Woche nach zehn Folgen ihr klägliches Ende fand, fühle ich mich ausreichend qualifiziert der Welt mitzuteilen, warum dieses Machwerk so ein großer Mist ist.

Alles dreht sich um das junge Mädchen Chloe, die in der Pilotfolge bereits stirbt. Von mir aus hätte man das Ding dann auch gleich absetzen können, aber nein. Denn Chloe hat schließlich neun Leben. Sie ist nämlich gar kein echter Mensch, sondern eine Mai, Nachfahren einer ägyptischen Gottheit. Die Mai waren über Jahrhunderte hinweg die Beschützer der menschlichen Rasse, angefangen als die Leibgarde der Pharaos, bis es zu einer unerlaubten Liebschaft zwischen einem Mai und einer Menschenfrau im 16. Jahrhundert kam, was die beiden Rassen in einen bis heute andauernden Krieg trieb.

Durch ihre Auferstehung alarmiert, wird Chloe von anderen Mais kontaktiert. Unter anderem von zwei Schulfreunden, die im Verlauf der Serie zu ihren Aufpassern werden. Sie erklären dem Mädchen alles über ihre neuen Kräfte: Ihre Schnelligkeit und Flexibilität, ihr gutes Gehör, die Nachtsicht und natürlich ihre ausfahrbaren Klauen. Katzenskills auf 5. Allerdings ist sie nicht irgendeine Mai, sondern der „Uniter“. Nur er kann die Gefühle von anderen Rassen spüren und nur er hat neun Leben. Seine Aufgabe ist es, den Krieg zwischen Menschen und Mai zu beenden.

Die unzähligen Probleme, die Chloe im Laufe der Serie zu bewältigen hat, kann man sich bereits nach den paar Zeilen denken. Da wären ihre Menschenfreunde und die neuen Maifreunde und deren Eifersüchteleien untereinander. Sie muss geheim halten, dass sie eine Mai ist, unter anderem vor ihrer Adoptivmutter. Damit das Ganze ein bisschen spannender wird, hat sie natürlich auch gleich zwei Verehrer, einer Mensch, einer Mai. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass jeder Mensch stirbt, wenn er von Mais geküsst wird. Und als hätte das arme Ding nicht schon genug Probleme, hat man aus ihr auch noch einen treudoofen naiven Gutmenschen gemacht. Gutmai. Ihr wisst schon.

So flache Charaktere wie in dieser Serie, durfte ich schon lange nicht mehr bewundern. Zuletzt wahrscheinlich in “Accidentally on Purpose” und “Germany’s Next Topmodel”. Auch an Story ist hier in etwa alles gesagt. Über die zehn Folgen hinweg fühlt es sich an, als würde man sich einen unendlich langen Piloten anschauen. Die Handlung entfaltet sich schlichtweg nicht. Und wenn man einer durch und durch faden Geschichte ein bisschen Tiefe geben möchte, kommt einem Rassenhass ja ziemlich gelegen.

So gibt es da auch noch die Organisation „The Order“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Mai auszurotten. Abgesehen davon, dass grob der Ursprung dieses Hasses erwähnt wurde, gibt es keinerlei Erklärung dafür, warum die Mai überhaupt alle sterben sollen. Und da das auch noch nicht genügend Nazischeiße ist, hassen die Mai wiederum die Nachfahren des Gottes Anubis, die Jackals. Hallo, Glashaus?

Am Rande wird erwähnt, dass jede alte Gottheit auch Nachfahren hat, Verwirrung pur, irgendwann schaltet das Gehirn einfach ab. Zugegeben, ich habe die Bücher von Liz Braswell nicht gelesen, auf denen diese Serie basiert, aber Katzen? Wenn ich Bock auf Katzen habe, fahre ich nach Süditalien und kaufe mir eine. Mit Rosmarin und Kartoffeln.

Forever 21

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere spannende Neuigkeiten über Filme & Serien zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Farfetch

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

4 Kommentare