Anakin Skywalker - Die dunkle Macht der Liebe

Die Liebe frisst sich von meinem Herz, durch meine Nerven, in mein Gehirn und von dort durch meine Augen, wo sie einen blutroten Schleier hinterlässt. Denn mit Liebe kommt Angst,…
Anakin Skywalker

Die dunkle Macht der Liebe

Die Liebe frisst sich von meinem Herz, durch meine Nerven, in mein Gehirn und von dort durch meine Augen, wo sie einen blutroten Schleier hinterlässt. Denn mit Liebe kommt Angst, und mit Angst kommt Hass. Ich bin verliebt. Ich bin Anakin Skywalker, unfähig, damit umzugehen, unfähig, diese Freiheit der emotionalen Explosion zu genießen. Ich spüre die Küsse und die Zärtlichkeiten, aber ich höre nur Zweifel aus den Stimmen, die mir die Irrungen meiner Wege ins Ohr flüstern.

Du wirst fallen. Du wirst Schmerz empfinden. Du wirst elendig im Graben liegen und für immer in einer einseitigen Abhängigkeit existieren. Willst du das wirklich? In diesen panischen, paranoiden Momenten möchte ich meine Sachen packen und so schnell davonlaufen, wie meine Beine nur können. Ich möchte meine eisige Fassade hochziehen und für immer hinter dieser Wand leben, die mich vor den warmen Berührungen und den süßen Gerüchen bewahrt, die mich zu einem Leben in Risiko und Lust verführen.

Ich kämpfe dagegen an, glaubt mir. Ich bewaffne mich mit den dümmsten Sprüchen, um meinem Feind entgegen zu treten, doch im entscheidenden Moment bringt meine Zunge nur noch Sweet Talk und Komplimente hin. Und wenn ich mich nicht melden möchte, starre ich gebannt, wie hypnotisiert auf meinen Screen und warte darauf, dass etwas kommt, eine kleine Bestätigung, bis ich in Wahnsinn und Ungeduld mir selbst meinen Fix abhole, vorbeifahre, wild rumknutsche, Besitz ergreife, in Eifersucht abbrenne, hin und wieder mit meinem dicken Schädel eine riesige Delle in die Wand hämmere. Und wehe, die Reaktion ist nicht genauso überschwänglich und euphorisch wie meine Gefühle.

Denn jeglicher Mangel an exorbitanter Zuneigung resultiert in meinem Ego-Zusammenbruch, in seelischen Narben. Ich werde nicht gerecht. Ich bin nicht genug. Ich bin eine Last. Ich werde nicht genauso geliebt, wie ich liebe. Wut und Verachtung bauen sich auf, pulsieren unter meiner Haut wie streuender Krebs, aber ich weiß nicht auf wen ich diesen Zorn lenken soll. Auf meine eigene Schwäche, oder auf die unsichtbaren Hände, die mich mit ihren Reizen locken, nur um mich dann wieder wegzuschieben.

Ich bin nur noch der Schatten der Person, die ich einst war. Meine Angst schnürt mir die Kehle zu. Ich sage die falschen Dinge, sehe die falschen Tatsachen. Hinter jedem Wort liegt Rattengift, das mich umbringen soll. Meine Liebe, sie wird mit jedem Tag, an dem ich mich in ihr suhle, hässlicher und abstoßender, denn ich bin hässlich und abstoßend. Oder? Das denkt ihr, das denken sie.

Diese Offenbarung aller in mir kreisenden Gedanken und der Sprung beim Ruf meines Namens stellt mich nackt bloß. Die ganze Welt hält still, um mich auszulachen. Was passiert hier mit mir, der so starken Frau, die jeglicher Versuchung standhält, die sonst selbst den Finger warnend hebt und sagt: „Pass bloß auf, dass du nicht in dieses Gefühlschaos eingesogen wirst, welches dich nur noch tot ausspuckt.“

Mit jedem Moment, an dem ich nicht bei meiner Liebe sein kann, überhäufen mich die Zweifel bis sie mich lähmen. Mit jeder Sekunde werde ich mir meiner Unsicherheit sicherer. Mit jedem Atemzug erscheint mir das „Für Immer“ so weit weg wie andere Galaxien. Meine Obsession wird nicht erwidert. Ich muss diese Liebe töten. Ich werde alleine und einsam sterben.

Denn ich habe am eigenen Leib und in prunkvoller Schönheit erfahren, was ich für immer vermissen werde, sobald ich es verliere. Ich kann nicht mit ihr, denn der Gedanke daran, sie nicht mehr zu haben, macht mich wahnsinnig, doch ich kann nicht von ihr lassen, vor Angst, für immer in der dunklen Gasse aller bösen Mächte und Depressionen gefangen zu sein. Ich werde für immer auf den Zusammenbruch warten. Ich habe schon verloren.

Asics

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12 Kommentare

  • Michael

    Wie alt bist Du?! Ego-Scheiß! Jammerlappen!

  • Friederike Mettjes

    absolute wahrheit!

  • Danke Sara, du sprichst mir aus der Seele. Ich glaube schon länger, dass ich eigentlich ein dunkler Jedi bin :(

  • Nur das Risiko! …bringt uns nach vorne.

  • Nikita

    direkt ins herz geschaut…

  • So isses

    @ Michael: dito

    Solche Gefühle erlebt natürlich jeder einmal.

    Aber in der wahren Liebe, geht es niemals um einen selbst.
    Es geht nur darum, dass man möchte, das der Mensch glücklich ist, den man liebt.
    Dabei spielen die eigenen Gefühle keine Rolle.

    Und ich bin echt froh, dass ich diese Probleme nicht mehr habe und mir einen Menschen als Partner ausgesucht habe, der die Dinge ernst nimmt und noch Werte ganz groß schreibt. Das ist nämlich das Problem in unser Gesellschaft: Dieses scheiß Egal Verhalten und die Abneigung gegenüber alter Werte. Das merkt man im Internet am besten. Zwar stimme ich Michael zu, aber er sagt das wieder in so einer unhöflichen Art und Weise, die einfach wieder nur beleidigend/provozierend ist. Sowas ist soo unnötig. Und so verläuft es sich auch im Job, in Beziehungen.. etc etc

  • Maith

    Die neuen Star-Wars-Filme haben den Namen Anakin Skywalker schon in den Dreck gezogen, aber das hier ist nochmal die Perversion davon..

    you either nut up or shut up…

    UND MISSBRAUCHT NICHT EINEN DER MÄCHTIGSTEN SITH-LORDS FÜR EURE GEFÜHLSDUSELEI!!

  • Liebe Anakin,

    wir alle wünschen und halten es doch für undenkbar, dass die Liebe unseres Lebens etwas Leichtes, etwas Gewichtsloses sein könnte; wir stellen uns vor, dass Liebe ist, was sie sein muss; dass ohne sie unser Leben nicht unser Leben wäre. Die Angst vor Einsamkeit; die Angst, dass wenn wir uns allzu oft verlieben und wieder entlieben, es schwerer wird, überhaupt zu lieben. Die Angst, das Liebe nur bis zu einem gewissen Punkt Bedeutung hat und man darüber hinaus über alles verhandeln könne. …

    Doch ist es mehr. Liebe bricht herein, sie fragt nicht, sie klopft nicht an. Sie ist unvernünftig und macht doch glücklich. Sie zeigt den Menschen wiederkehrend, dass es keine Abkürzungen gibt, weder im Leben, noch in der Liebe selbst. Dieses Glück, dieser Schmerz darf und muss empfunden werden. Alternativen gibt es nicht.

    Liebe macht uns zu etwas Besonderem. Sie schenkt uns Schönheit und verleiht Würde. Sie lässt träumen, sie gibt uns ein Ziel. Doch gibt sie vor allem eins, Hoffnung. Neben der Flut von Emotion, empfinden die Menschen Hoffnung. Ein Zustand aus Agonie, Optimismus und Gebet für ein Leben voller Energie, Gefühl und ja, Liebe.

    Sie zeigt das wir Leben Sara. Und das, ist das wichtigste.

    XN

  • Weißt du wie selten es passiert, dass wir jemanden kennenlernen den wir wirklich mögen und dem wir nahe sein wollen? Und das dann wegen ner vollen Hose einfach zu knicken? Never ever! Das Großartige wiegt das eventuelle Leid sowas von auf. Darauf willst du doch nicht ernsthaft verzichten. Und wenn man immer gleich die Flinte ins Korn wirft weil nicht alles genau so läuft wie man sich das in seinem Kopf zusammengebastelt hat verpasst man die besten Sachen des Lebens, der Welt, des gesamten verdammten Universums!

  • Aranso

    „Wer richtig liebt, der findet sich selbst.
    Die Meisten aber lieben, um sich zu verlieren.“

    Hermann Hesse

  • anna alpha

    Einatmen.
    Die Luft. Und alles.
    Selbst wenn sie stinkt
    und es einem schlecht wird.

    Gehen.
    Den ganzen Weg. Und alles.
    Selbst wenn man jede zwei Meter in Scheiße tritt
    und fast ausrutscht.

    Lieben.
    Die Versuchung. Und alles.
    Selbst wenn man gefickt wird
    sobald man ihr erliegt.

    Kämpfen.
    Die ganze Zeit. Und alles.
    Selbst wenn einem die Faust immer wieder in die Fresse fliegt
    und fast zu Boden wirft.

    Ich lebe.

    wir wissen doch alle, dass es immer endet. auch wenn wir uns nichts mehr wünschen als die ewigkeit.

  • Bernd Lauert

    Menschen die soetwas noch nie erlebt haben(mein beileid oder auch Glückwunsch), können soetwas nicht verstehen, daher auch Meinungen wie von Michael!
    Der Text ist verdamt gut!!!
    Danke!

Superdry