Suits - Schon wieder eine Anwaltsserie

Brauchen wir wirklich noch eine Anwaltsserie? Nach “Boston Legal”, “The Practice”, “Ally McBeal” und diesem überdimensionierten “Law & Order”-Komplex, nur um mal einige wenige zu nennen. USA Network und TNT…
Suits

Schon wieder eine Anwaltsserie

Brauchen wir wirklich noch eine Anwaltsserie? Nach “Boston Legal”, “The Practice”, “Ally McBeal” und diesem überdimensionierten “Law & Order”-Komplex, nur um mal einige wenige zu nennen. USA Network und TNT zufolge offenbar schon, denn mit “Suits” und “Franklin & Bash” gingen im Juni gleich zwei neue Exemplare auf Sendung. Und nach nur zwei Episoden “Suits” war ich auch ziemlich froh darüber. Mittlerweile liefen insgesamt sechs Folgen und so viel sei vorab verraten: Es lohnt sich, diese gesehen zu haben.

Mike Ross hat ein fotografisches Gedächtnis, wodurch es ihm möglich war ein Juraexamen abzulegen, ohne jemals die Law School besucht zu haben. Sein Gedächtnis hat es ihm allerdings auch ermöglicht, sein Geld damit zu verdienen, für andere Studenten Prüfungen zu bestehen. Dadurch hat er sein Stipendium verloren und flog von der Universität. Dass sein bester Freund Trevor ein Drogendealer ist, hat sich auf seinen weiteren Lebensweg dann auch nicht sonderlich positiv ausgewirkt.

Als er für Trevor einen Deal abwickeln soll, merkt er, dass er in eine Falle gelockt wurde. Um dieser zu entgehen flieht er in eine Anwaltskanzlei im selben Gebäude, in der gerade Bewerbungsgespräche stattfinden. Harvey Specter wurde soeben zum Seniorpartner von Pearson Hardman ernannt, einer Top-Kanzlei in Manhattan, und ist auf der Suche nach einem Assistenten. Als Mike zum Bewerbungsgespräch sein Büro betritt fällt sein Aktenkoffer herunter, der bis oben mit Weed gefüllt ist.

Anstatt ihn sofort vor die Tür zu setzen, ist Harvey beeindruckt davon, wie Mike die Falle durchschaut hat. Er erfährt von Mikes Wunsch Anwalt zu werden und von seiner Vergangenheit an der Universität, sowie nach einigen Tests von seinem fotografischen Gedächtnis. Nach einem kurzen Blick auf die unzähligen weiteren Bewerber vor seinem Büro stellt er Mike ein. Allerdings engagiert die Kanzlei nur Absolventen der Harvard Law School, also ist der Job an bestimmte Bedingungen gekoppelt. Mike muss aufhören zu kiffen, soll jeglichen Kontakt zu Trevor abbrechen, alles über die Harvard Law School lernen, den Aktenkoffer loswerden und sich vor allem neue Suits zulegen.

Wo das alles hinführt kann man sich ja denken. Die beiden müssen in erster Linie ihr Geheimnis beschützen, da sonst nicht nur Mike, sondern auch Harvey seinen Job verliert. Bereits im 90-minütigen Piloten deutet sich an, dass das nicht so leicht wird, da Louis Litt, Harveys Rivale in der Kanzlei und ein fieses kleines Wiesel, Mike gegenüber ziemlich skeptisch ist.

Zugegeben, ich war noch nie in einer erfolgreichen New Yorker Kanzlei angestellt und kenne auch niemanden der das ist. Ich kann kaum bewerten wie realitätsnah Mike und Harvey ihre Fälle lösen. Was mir aber besonders gefällt ist die Tatsache, dass diese Anwaltsserie nicht zu 90% in Gerichtssälen stattfindet. Auch die Dynamik zwischen Mike, der hofft sein Leben wieder in den Griff zu kriegen, und Harvey, einem arroganten Sack – der wie jeder arrogante Sack in Serien ein ziemlich sympathischer arroganter Sack ist – mit einer pro bono-Allergie und einem Ego zu groß für den europäischen Kontinent, ist großartig. Das liegt nicht zuletzt am gelungenen Cast.

Die Rolle des Mike übernimmt Patrick J. Adams, den man „irgendwo schon mal gesehen hat“, ich zuletzt in “FlashForward” und “Pretty Little Liars”. Harvey Specter wird gespielt von Gabriel Macht, der den meisten als The Spirit in Frank Millers gleichnamiger Verfilmung bekannt sein wird. Sehr schön ist auch Rick Hoffman in der Rolle des Louis. Ich meine, der Mann sieht ja schon aus wie ein Frettchen.

Wir sollten also alle gespannt sein. Bisher wurde eine aus zwölf Folgen bestehende erste Staffel bestellt und ich halte eine zweite Staffel in Anbetracht der guten Kritiken für ziemlich wahrscheinlich. Das dachte ich allerdings auch bei “My Name Is Earl”. Außerdem habe ich mich in Harvey Specter verliebt. Dibs.

ASOS

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6 Kommentare

  • Naja irgendwas muss ja “The Defenders” ersetzen :D

  • Jenny

    Hmm..verwechselt du nicht Juraexamen mit dem Test zu Beginn der Law School? Hätte er das Examen wäre ja der Witz weg…

  • Thor

    netter Artikel, allerings mit kleinen Schwächen!

    wie Jenny schon gesagt hat, Mike hat keinen Abschluss, er hat lediglich für andere Bewerber die LSAT´s (Law School Admission Test), also die notwendigen Test zur Bewerbung an der Law School absolviert! Bin mir nichtmal sicher ob er selber, also unter seinem Namen an einem teilgenommen hat.

    Auch finden die Bewerbungsgespräche in einem Hotel statt und nicht in der Anwaltskanzlei oder hast du schonmal von jemandem gehört der einen Drogendeal in einer Anwaltskanzlei über die Bühne gehen lässt…wobei das genauer betrachtet gar keine so schlechte Idee wäre.

    Zudem ist im Zusammenhang mit der Serie unter dem Begriff “Suits” wohl weniger der Anzug, als die Klage gemeint ;) Barney Stinson steckt nicht in jedem obwohl Harvey durchaus sehr auf ein gefplegtes Äußeres achet.

    Der Grund warum so wenige Fälle vor Gericht stattfinden liegt darin, das Harvey sich überwiegend um größere Firmen kümmert die Klienten der Kanzlei sind und er die Interessen der Firmen bei Geschäftsübernahmen (siehe Episode 7) oder ähnlichem vertritt.

    Vertrete allerdings deine These das Harveys Ego größer als der europäische Kontinent ist!

  • Das klingt vielversprechend. Ich bin gespannt.

  • cb

    suits ist wieder mal eine gelungende anwaltsserie
    franklin and bash ist die erste staffel ja leider schon wieder rum. hoffentlich kriegt die zweite volle 22 episoden.

    wobei mir zu aktuelle anwaltsserien gerade noch the good wife einfällt, was auch jeder schauen sollte :D

Superdry