Endlose Leere - Wenn dein Herz schläft

Es gibt Augenblicke im Leben, in denen du nichts mehr fühlst. Rein gar nichts. Körperlich wie auch emotional befindet sich dein Ich im temporär undefinierbarem Winterschlaf. Deine Sensoren sind so…
Endlose Leere

Wenn dein Herz schläft

Es gibt Augenblicke im Leben, in denen du nichts mehr fühlst. Rein gar nichts. Körperlich wie auch emotional befindet sich dein Ich im temporär undefinierbarem Winterschlaf. Deine Sensoren sind so stumpf wie das Messer, mit dem du schon viel zu lange alles zermatscht, anstatt zu schneiden. Dein Gehirn ist der reinste Grießbrei. Nur ein Haufen geschmackloser Körnchen. Denken fühlt sich an wie das Verwenden einer viel zu alten Kreissäge. In deinem Kopf regnet es Blitze. Nur schlagen sie nicht ein, sondern fallen ins sinnlose Nichts.

Wenn du Musik hörst empfindest du Lärm, anstelle von der doch so gewohnten Leidenschaft. Bei dem Blick in den Spiegel siehst du jemand anderen. Eine fremde Hülse deiner selbst. Aus dem Körper aus dem Sinn. Auf einmal überkommt dich eine Welle der Tragik, schlucken fällt nur noch schwer. Du willst weinen, aber es geht nicht. Verloren in dir selbst gierst du nach Gefühlen. Wieso spüre ich mich nicht mehr? Was verdammt macht mich so taub? Zu viele Drogen, zu viele Reize, zu viel Oberflächlichkeit. Zu wenig Tiefe. Ich bin fertig. Ich brauche eine Pause von all dem, was mich noch vor Tagen durch die Decke hat gehen lassen. Übersättigt vom Leben. Übersäuert von dir selbst.

Jetzt eine Pause. Eine Auszeit. Keine Partys, keine Menschen, kein Bla Bla. Sich einfach mal komplett resozialisieren, indem man sich auf humane Art und Weise isoliert. Natürlich bleibt das Fenster offen, denn die Luft ist dieselbe. Atmen musst du so oder so. Nur setzt du ab jetzt den körperlichen Filter bewusster ein. Dreck, Lärm und nicht zu gebrauchende Antiinformationen wehrst du wie Mila Superstar ab. Natürlich mit einem noch viel impulsiveren “Ahhh”. Wenn man dich nicht hört, machst du eindeutig etwas falsch.

Zu deinen Freunden bist du ehrlich und sagst ohne großes Rumgeschwafel was Sache ist. Leute, nehmt mich mal kurz vom Schirm. Time Out, mein Hirn macht Ferien und mein Herz ist im Urlaub. Wenn es wirklich deine Freude sind, verstehen sie deine überzeugenden Beweggründe. Auf jeden Fall. Wenn nicht, sollten sie sich dir schleunigst anschließen und einen noch größeren Break einlegen.

Wer viel Zeit mit sich selbst verbringt muss ja irgendwann einmal auf seine abstrusen Gedanken hören oder ihnen einen Sinn zusprechen. Wer sich selbst versteht ist auf jeden Fall schon mal auf der Gewinnerseite. Reize sind wie asexuelle Bakterien, bunt und sympathisch kommen sie unverhofft um die Ecke, nur um dir Minuten später die Birne voll zu wichsen. Dein stets munteres Bewusstsein schluckt sie runter wie eine Tüte Smarties, dein Unterbewusstsein kotzt sie später aus wie einen alten Lappen der Verwesung. Und genau das macht dich müde, laugt dich aus und nimmt dir deine effektiven Energiereserven auf eine befremdlich beängstigende Art und Weise.

Außerdem fühlt sich der ganze Scheiß auch noch grotesk und uneffektiv an. Überall nur Müll, Müll und noch mehr Müll. Emotionale Nachhaltigkeit ist genauso schwer wie im Leben dem Motto “Du musst Scheiße fressen, um Geld zu kacken” gerecht zu werden. Also nehmt euch gefälligst eine Auszeit von dem komischen Ganzen da draußen. Denn wer zu lange auf ungewohnten Terrain spielt, findet irgendwann nicht mehr nach Hause. Und wer will das schon.

Jack & Jones

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