Melt! Festival 2011 - Nothing But Being AwakeTanzen, Keuchen, nur kein Schlaf

Wenn man zwei Tage vor dem Melt! gefragt wird, ob man seine Ärsche nicht auch in die Stadt aus Eisen schleifen möchte, sagt man natürlich erst for sure, aber dann…
Melt! Festival 2011

Nothing But Being AwakeTanzen, Keuchen, nur kein Schlaf

Wenn man zwei Tage vor dem Melt! gefragt wird, ob man seine Ärsche nicht auch in die Stadt aus Eisen schleifen möchte, sagt man natürlich erst for sure, aber dann auch wirklich for real. Wetter abgecheckt, Marci aus seinem bayrischen Kabuff rausgepfiffen und mit den Mädels von der Vice ab Richtung Gräfenhainichen. Ausgerüstet mit uneffektiv gepackten Beuteln der Lust und einer Menge Freude auf das Unerwartete betraten wir Freitag Abend also den Ort, an dem wir drei Tage Superman spielen durften und Mutti nicht mal Bescheid wusste.

Das machte alles irgendwie noch aufregender. Dank den ollen Energiebüffeln von Red Bull wurden wir zwei Rabauken auf dem VIP-Zeltplatz untergebracht. Die Leute wissen, wie man uns vor dem gefährlichen Partyvolk fern hält. Wenn schlechter Einfluss auf super schlechten Einfluss trifft wird ja alles immer unkontrollierbar. Vor Freude fast platzend suchten wir uns unseren 2×2 Meter Melt-Kiez und ich stellte mit meiner jahrelangen Zelt-Aufbau-Erfahrung alles um uns herum nicht Anwesende leger in den Schatten.

Freizeit-Druffi Marci hielt brav die Taschenlampe und auch zum Glück mal kurz sein Maul. Den Alpha-Plan es rechtzeitig zu Robyn zu schaffen, hielten wir im Butter-bei-die-Fische-Style vorbildlich ein und stürmten wie die ersten Menschen über sich selbst Bier schüttend auf das Gelände. Nach minutenlangem Applaus, Händeabklatschen und schon fast nervig vielen Autogrammen geben erreichten wir endlich die Main-Stage und sabberten der wundervollen Robyn zur Begrüßung in die Ferse. Sie fand’s irgendwie gut und antwortete uns mit dem besten Move ever.

Nachdem ich Marci minutenlang das Wohlstandsgebüsch unter den Armen wegumarmte, tanzten wir zufriedener als die Glücksbärchis auf Honig. Die platinblonde Powerschwedin füllte unsere Herzen mit süßsauren Euphoriebonbons und ließ uns sogar kurz so hoch springen, dass unsere Scheitel die Sterne berührten. Alles war gut. So gut, dass wir wahrscheinlich auch ohne Weinen einfach wieder nach Hause gefahren wären. Ne, wer macht denn so was? Natürlich blieben wir. Schon alleine um zu bleiben.

Heiter ging es weiter, nicht lange verschnaufen, denn Stammgast Pauli trat in Robyns drei Meter tiefe Fußstapfen. Ihm gefiel es da drin wohl ziemlich gut, denn Kalki antwortete auf das Zeigen unserer Ghettofaust mit “Azure” und wir liebten die ganze Welt für einen kleinen Moment noch ein bisschen mehr. Den Sinn, die Anwendung und den Nutzen zugleich zeigte uns kurz davor übrigens Kiss FM Atzenbraut Ines. Die Alte weiß halt wie das Spiel “Wie mache ich mir schnell Freunde” läuft. Props.

Wie könnten wir dieses kurze Intermezzo der Beglückung nur steigern? Genau wir machten uns erst einmal zügig auf den Weg zum VIP-Zelt, denn die polierten mit Spucke abgeleckten Kackhäuschen erwarteten selbstverständlich unseren berühmt berüchtigten Arschstempel. Sie bekamen ihn, allerdings mit der Zurückgezogenen. Platz nach oben war da allemal. Der Beutel war nun leer und wir waren wieder bereit um auf gekämmten Kleinstadtponys Richtung Horizont zu reiten. Bums, auf einmal war es hell und wir waren immer noch dort.

Mit den verrückten Kanadiern von Azari & III brachten wir den Freitag funky groovy zu Ende und steuerten zufrieden wie Bolle Richtung Melt!-Kiez. Wären da nicht noch diese Schweizer gewesen. Entweder man ist auf solchen Nachhausewegen stumm wie der rotzende Harry oder man hat so Richtung Bock auf After-Adventure. Zweiteres war der Fall und wir kamen nicht umher mit Marcel 2 und Rolli einen drauf zu machen. Dummerweise war das Zelt von dem Team Neutral auf einem völlig anderen Kontinent und wir kamen mit zwei Hauttönen dunkler an.

Entspanntes Entspannen war erstmal angesagt, doch das hielt überraschenderweise nicht lange an. Denn Raufbold-Rolli hatte die dreimalkluge Idee seine gartenhausgroßen Verstärker aus dem Wohnwagen zu hieven, um ordentlich Krawall zu machen und den anderen Pennern mal zu zeigen warum Willy eigentlich sein Schamhaar glatt trägt. Wir wurden nicht enttäuscht. Rolli gab alles und dreht die Mukke synchron zur morgendlichen verflucht heißen Arschwärme auf volle Pulle. Kurz fanden wir es gut, dann nicht mehr, dann wurde uns bewusst, dass Rolli da Klassik spielte. Beethoven oder Mozart, vielleicht war es auch ein Mix. Ja gut, vielleicht waren wir auch einfach drauf. Pennbär Marci zwinkerte mir mit geschlossenen Augen den “Ich will gehen, sonst singe ich”-Move und wir verschwanden im Staub der Sonne.

Bereit zum Schlafen rollten wir wie die Opfer vom Dienst in unsere kleine Mini-Hood. Doch keuchend, schwitzend und hässlich stöhnend wurden wir eines besseren belehrt. Gott tauschte Sonne mit überdimensional heißer Rotlichtlampe of Hell. 56 Grad Innentemperatur, wir starben. Ungeduldig wie ich nun einmal bin, gab ich es nach ewigen fünf Minuten aggro transpirieren auf und verließ das Zelt mürrisch. Scheiß drauf, dann lassen wir das halt mit dem Pennen, das machen doch sowieso nur Penner.

In der Hoffnung bei kochendem Sauerstoff entspannt schlummern zu können, probierte der Ausdauer Pennbär neben mir natürlich noch länger als erlaubt das Unmögliche und scheiterte trotzdem kläglich. Erst einmal Zähneputzen, um dem verdammten Rhythmus des Lebens den Fickfinger zu zeigen und trotzdem zu den privilegierten Semihygienefanatikern zu gehören. Ein bisschen Ordnung muss sein.

Der Samstag sollte also uns gehören. Brav warteten wir Köpfe aus dem Zelt hängend in der Brut des Schreckens. Ja Leute, der fucking VIP-Zeltplatz machte da auch keine Sonderbehandlung und überraschte uns mit selbstgebastelten Schattenbäumen. Wir blieben stark und trotzten der Hitze mit Wodka, Martini, Energy Drinks und Alkohol. Schwups, plötzlich war es kurz vor drei. Klar wussten wir was zu tun ist, einfach mal total krass sein und schon wieder aufs Gelände gehen. Macht ja sonst keiner.

Wie zu erwarten war, schleppten wir uns mal wieder in die Katakomben der Pseudowichtigkeit und ließen unsere Körper neben Wuschelkopf Isa und ihrer energiegeladenen Eroberung Sara zartbitter brutzeln. Das taten wir lange, denn irgendwie war irgendwas irgendwo schon wieder am Laufen. Von der Stage am Beach tönte auf einmal extrem wohltuende Musik, niemand anderes als Sizarr Soundsytem, die wir übrigens gar nicht kannten, befriedigte unsere Ohren im tonalen Hörorgasmus.

Unser selten bis oft verwendetes “Leck mich am Arsch”-Grinsen fand mal wieder Verwendung und der heimliche High Five in Gedanken ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem kurzen Abstecher zum Zeltplatz, um mal gepflegt das Showkotzen einzuläuten, kehrten wir pünktlich zu Rusko zurück und gaben uns dem ohrenbetäubenden Powersound romantisch mit Wind im Rücken auf dem schönsten Stein aller Zeiten.

Erste Schwächeanfälle machten sich bemerkbar, doch wir sind doch die Guten, wir müssen durchhalten. Und das taten wir auch. Zurück auf der Main-Stage platzierten wir unsere schlappen Seelen pünktlich zu The Streets neben den Wackeljungs Thang the Bang und Hippie David. Verdammt, seid ihr ein süßes Paar. Überraschenderweise erwies sich Skinner Mike als ziemlich bühnentauglich. Er sprang und sprang und sprang. Das taten wir dann auch bei dem Auftritt von den Berliner Kiez Homies von K.I.Z., zumindest in Gedanken, denn die Luft war rar und das Aggressionspotenzial leider schon verbraucht. Kai, Steven und Torben-Pascal sorgten dafür ordentlich für den Mallorca-Proll-Flavour.

Vielleicht hätten wir zum Zelt gehen sollen, vielleicht hätten wir ein bisschen ruhen sollen, aber nein wir entschieden uns mal wieder für das vernünftig Unvernünftige und konsumierten einfach mehr Melt-Content. Busy P sorgte für ausreichend Körperwärme und verwandelte die Gemini Stage in eine Hölle der Freude. Wir fanden es gut und verschwanden. Einfach so.

Wieder war es hell, wieder war es ja eigentlich schon wieder ein neuer Tag und wieder waren irgendwie in einer seltsam irren Verfassung des puren Wahnsinns. Ich überhäufte Marci mit unzählig vielen guten zukunftsorientierten und umweltfreundlichen Gründen, doch einfach weiter wach zu bleiben. Schlafen hätte sich doch zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr gelohnt. Also setzten wir meine überraschend progressive Idee um und gammelten uns im Ethanolkostüm in den Nachmittag. Alleine um einmal Katy B zu sehen und ehrlich gesagt endlich heraus zu finden, wie groß ihr Arsch jetzt wirklich ist, befanden wir einstimmig unseren Plan für mehr als umsetzbar.

Zwar ähnelte der Himmel einer schwarzen Decke und es sah minütlich mehr nach einem tragischen Weltuntergang aus, aber einmal Superhero, immer Superhero. Und Katy war gut, irgendwie süß brachte sie simultan zum strömenden Regen alles und jeden zum tanzen und beben. Das Wasser tropfte uns von der Nasenspitze und glitt uns süß wie Sirup in den Mund. Genau so schmeckten die letzten drei Tage. Melt! du bist wunderbar und das jedes mal aufs Neue. Immer neu, immer anders schön. Ghettofaust drauf, dass wir nächstes Mal wieder mit dabei sein werden. Und vielleicht bringen wir uns dann ja sogar ein bisschen Valium mit. Auch wenn das Schmu wäre. Aber Superheros dürfen alles.

Fotos: Youneak, DragstripGirl, Christine Neder

If you get asked two days before the Melt! if you want to grind his ass is not even in the city of iron, of course, only one says for sure, but then really for real Weather checked, Marci whistled out of his cubbyhole and Bavaria with the girls from the Vice towards Gräfenhainichen. Armed with bags packed ineffective a lot of pleasure and joy at the unexpected Friday night so we entered the place where we were allowed three days to play Superman and Mom did not even notice.

Somehow that made things even more exciting. Thanks to that old energy of buffalo Red Bull we were housed two bullies in the VIP tent. People know how to keep us away from the dangerous party people. If bad influence meets super bad influence everything is always uncontrollable. Almost bursting with joy, we looked for our 2×2 meter Melt neighborhood and I put my years of tent-building experience everything around us is not casual People in the shade.

Leisure junkie Marci held the flashlight and also good luck to his mouth in short times. The alpha-plan it in time to create Robyn, we stopped at the butter-on-the-fish-style as one model and stormed the first people about themselves beer onto the grounds. After several minutes of applause, hands fives and give almost annoying many autographs we finally reached the Main Stage and the drooling wonderful to welcome Robyn to the heel. They thought it was kinda good, and answered us with the best move ever.

After several minutes I Marci the wealth among the poor bushes, satisfied we were dancing on the Bears as honey. The platinum blonde Powerschwedin filled our hearts with sweet and sour candies euphoria and even let us briefly jump so high that our apex touched the stars. Everything was good. So well that we probably would not even cry just went home again. Ne who would do that? Of course we stayed. Already own to stay.

Serene it went, not long breath, as a regular guest Pauli joined Robyns three meters deep footsteps. He liked it in there pretty good probably because Kalki replied to the show with our own ghetto “Azure” and we loved the whole world for a moment a little bit more. The meaning, application and benefits at the same time showed us the way, Kiss FM verge Ines . The old man knows just how the game is “How do I make my friends quickly” runs. Props.

How could we improve this brief interlude of happiness only? Exactly once we started quickly on their way to the VIP tent, because the polished with spit licked Kackhäuschen expected of course our infamous ass temple. You got him, but with the retracted. Room at the Top was there forever. The bag was now empty and we were ready again to be on the horizon combed town pony ride. Bums, suddenly it was light and we were still there.

With the crazy Canadians by Azari & III we brought the funky groovy Friday to end and headed towards satisfaction as Bolle Melt! Neighborhood. Were it not still those Swiss. Either one is silent on such routes as the homecoming Harry or direction has been so fixed on after-adventure game. The second was the case and we arrived around 2 and not with Marcel Rolli make some fun. Unfortunately, the tent was the team of neutral on an entirely different continent and we arrived with two darker skin tones.

Relaxed Relax was first announced, but that did not last long, surprisingly. Because the wheelchair-bully his three wise idea to house large garden Verstäker had to heave out of the trailer in order to make proper riot and demonstrate to the other bums times why Willy actually wears his pubic hair smooth. We were not disappointed. Rolli gave everything and turns the cursed music synchronously during the morning heat on full blast hot ass. Shortly, we found it good, then no more, then we became aware that classical music played wheelchair since. Beethoven or Mozart, maybe it was a mix. Yeah, well, maybe we were too good in that. Marci winked at me with eyes closed, “I will go, otherwise I sing” Move, and we disappeared into the dust of the sun.

Ready to sleep as we rolled the victim from the service in our little mini-Hood. However, panting, sweating and groaning ugly, we were taught otherwise. God replaced with oversized sun hot red light of Hell. 56 degrees internal temperature, we died. Impatient as I am now again, I gave it five minutes after eternal aggro to transpire, and left the tent grumpy. Fuck it, then we can stop with the bum, but do it anyway just bums.

Relaxed in the hope to be able to sleep at boiling oxygen, tried the endurance next to me, of course, much longer than allowed the impossible and yet failed miserably. First brush your teeth, to show the damn fuck finger the rhythm of life and still be among the privileged semi hygiene fanatics. Some order must be.

The Saturday so we should include. We waited obediently heads hanging from the tent in the breeding of terror. Yes folks, the fucking VIP tent was doing no special treatment and surprised us with homemade shade trees. We stayed strong and braved the heat with vodka, martini, energy drinks and alcohol. Yeah, suddenly it was just before three. Sure, we knew what to do, just be totally crass and sometimes even go back on the road. Nobody else makes.

As you’d expect, we dragged ourselves once again in the catacombs of the pseudo-importance and let our bodies next to curly-head Isa and their energetic conquest < a href = "http://www.dragstripgirl.de/ruhestorung/melt-festival-2011/"> Sara sizzle bittersweet. We did that a long time, because somehow something was going somewhere again. From the Stage at the beach sounded at once extremely soothing music, none other than Sizarr Soundsystem, which we did not know the way , satisfied in our ears tonal ear orgasm.

Our rare and often used “Kiss my ass”-grin was again used and the high five was in secret thoughts are not far behind. After a brief detour to the campsite, once maintained by ushering the show sucks, we went back in time for Rusko and gave us the deafening sound romantic with Wind Power on the most beautiful stone in the back of all time.

Getting dizzy spells were manifest, but we’re the good guys, we must persevere. And we did. Back on the main stage, we placed our slippers souls time to The Streets next to the loose boys the Bang Thang and hippie David. Damn, are you a cute couple. Surprisingly, Mike Skinner proved to be quite suitable for the stage. He jumped and jumped and jumped. That’s what we did at the concert by the Berlin neighborhood of homies KIZ, at least in thought, because the air was scarce and the potential for aggression, unfortunately already consumed. Kai, Steven and Torben Pascal ensured a proper manner Mallorca flavor.

Maybe we should have gone to the tent, maybe we should rest a bit, but no, we decided once again for the reasonable and unreasonable consumed more easily melt content. Busy P caused a sufficient body heat and transformed into the Gemini Stage a hell of joy. We found it well and disappeared. Just like that.

Again it was light again, it has pretty much a new day and again were somehow wrong in a strange constitution of pure insanity. I showered with innumerable Marci good future-oriented and environmentally friendly reasons, but just continue to stay awake. Sleep would have been worthwhile at this time anyway. So we went to my surprisingly progressive idea and bums around us in the ethanol costume in the afternoon. If only to see once Katy B and quite frankly at last to find out how big her ass is now really, we were unanimously of our plan for more than feasible.

Although the sky looked like a black blanket and it looked every minute more like a tragic doom, but once a superhero, superhero ever. And Katy was good, kinda cute they brought to the dance simultaneously with the pouring rain and shake everything and everyone. The water dripped from our tip of the nose and slipped us sweet as syrup into his mouth. Tasted just as the last three days. Melt! you are wonderful and each time anew. Always new, always different beautiful. Ghetto fist on it, next time again that we will be there. And we perhaps bring us even then with a bit of Valium. Even if the jiggery-pokery would. But everything must super heroes.