Zum Tod von Betty Ford - The Woman Who Created New PeopleDie Frau, die neue Menschen machte

Die berühmt berüchtigte Witwe des ehemaligen US-Präsidenten Gerald Ford, die dem Drogen- und Alkoholkonsum regelmäßig den Mittelfinger entgegen streckte, ist am vergangenen Freitag im Alter von 93 Jahren in die…
Zum Tod von Betty Ford

The Woman Who Created New PeopleDie Frau, die neue Menschen machte

Die berühmt berüchtigte Witwe des ehemaligen US-Präsidenten Gerald Ford, die dem Drogen- und Alkoholkonsum regelmäßig den Mittelfinger entgegen streckte, ist am vergangenen Freitag im Alter von 93 Jahren in die Geschichtsbücher der Suchtmittel eingegangen. Trotz oder eher gerade wegen ihrer Tabletten- und Trinkersünden beschloss sie 1982 mit einigen anderen Anhängern die Betty-Ford-Klinik zu begründen und löste damit eine riesige Mainstream-Welle unter der Rich-People-Fraktion der „schönen neuen Welt“ in den Staaten aus, um diese mit einem gesellschaftsumgreifenden Karma in die Spirale der Besserungsanstalt aufzunehmen. Diese Frau hätte vielleicht auch mir helfen können. Ob ich mir einen Entzug jedoch als studentisch Versicherte hätte leisten können, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt.

Mehr als 90.000 Menschen haben Zuflucht bei Betty Ford gesucht und partiell sogar gefunden. Unter anderem Verwirrte wie Lindsay Lohan, Verwahrloste wie Ozzy Osbourne und Verfluchte wie Charlie Sheen, die ihr Leben kurzzeitig mit Sodawasser in die rechte Bahn gerenkt und dieses mit der Entlassung gleich wieder in Whiskey-Duschen und Koksbergen realitätsnah zelebriert haben. Zehn Tage clean zu sein entspricht im modern kulturell geprägten Begriff etwa einem: „Clean for life“. Yeah!

Da fragt man sich, wohin kann Drogen- und Alkoholkonsum führen und wo ist die Grenze von jenem? Oder viel mehr noch: Was ist das Endprodukt dieses ganzen Tumults? Da gäbe es zum einen die schlichtweg simple Lösung des Black-Outs. Name ist Programm: Schwarz. Weg. Vorbei. Nicht geschehen. Jedoch ist dieser Black-Out ein kleiner Fuchs, der sich wie ein Detektiv in oder an deinem Körper auf die Suche nach Beweisen macht und ja, natürlich, welche finden wird. Ein Detektiv ist ja nicht umsonst für seine Klugscheißerei bekannt.

Ich habe hundert Leute befragt und die wohl meist gefundenen Beweise zeichnen sich durch blaue Flecken, Hämatome im Gesicht, gebrochene Arme, oder viel schlimmer noch, destruktive Narben aus. Das physische Endprodukt greift also durchaus, stattdessen erscheint das psychische als „Freifahrtschein ins andere Ich“. Dabei ergibt meine Statistik, bei der die Befragung auf Ereignisse der letzten, vage in Erinnerung verbliebenen, Nacht zielte: Freund verlassen, wieder zusammengekommen, im Bett gelandet. Mit ihm oder auch irgendwem anders. Das sind Probleme eines Normalsterblichen. Wie mag es dann den armen Sternchen am Gossip-Himmel gehen, wo ein Woody Allen seine 19-jährige Freundin mit der eigenen Adoptivtochter betrügt?

Um solche Strapazen zu vermeiden oder vermeintlich in den Griff zu bekommen, sei nun die Betty-Ford-Klinik als sukzessive Wohnanstalt empfohlen. Das gestaltet sich in etwa so: Man greift zum Telefonhörer, wählt die Nummer des nächstbesten Klinikums (mittlerweile gibt's Betty Ford in nahezu jeder Stadt in Deutschland) und weist sich oder einen Bekannten schnurstracks ein. Ohne großes Gejammer, sonst bringt das alles sowieso nichts.

Es werden Sachen für einen präventiven Zeitraum von vier Wochen in Form eines Carepakets zusammengeschnürt. Zahnbürste, Duschkram und Klamotten. Letzteres ist wahrscheinlich gar nicht nötig, da man an einem solchen Ort doch eher den smarten Casual Look präferiert – das schlichte Unschuldsweiß. Du reihst dich brav in die „Stay-Classy-Gesellschaft“ ein, denn hier sind alle gleich, nur die Geschmäcker unter den herben Tropfen werden sich wohlmöglich voneinander unterscheiden. Wobei du nur hoffen kannst, dass das nicht zu Streit mit deinem Bettnachbarn führt, wenn dieser dann nur seinen ach so tollen Rum statt deines fabelhaften Wodkas im Flachmann vorweisen mag.

Die Therapie per se beginnt meist mit Gesprächen, wir sind ja schließlich nicht im „Boot Camp“ und wollen eine Grundausbildung im „Harte-Stiefel-tragen“, sondern eher im „Camp David“ und wollen einen Ort der kommunikativen Läuterung schaffen. So sitzt man nun Tag ein Tag aus mit seinen neuen epileptischen Freunden in der Runde und unterhält sich lapidar über sein verschissenes Leben. Und es hilft! Reden hilft tatsächlich. Du gibst erstmalig dein Inneres frei, lässt Menschen in dich hineinkriechen und mit blauen Latexfingern in deinem Gehirn herumwühlen. „Blau ist eine schöne Farbe“, denkst du dir dabei und fühlst dich geliebt und befreit von der Welt.

Weil das „Doctor Hollywood“-Kurgebiet aber seinem astronomischem Preis noch nicht ganz gerecht wird, darfst du dich desweiteren in einem exklusiven Beauty-Schlammbad verwöhnen lassen, eine neue Sprache oder erneut die eigene Muttersprache, die auf dem Weg ins Klinikum abhanden gekommen ist, erlernen als auch einen Yoga-Kurs aufnehmen, der dich meditativ bis nach Indien bringt. Womit dann auch das Urlaubsthema geklärt sei. Final und mit ganz viel Glück wird eine akutstationäre Entgiftung bei dir durchgeführt, die dich von A bis Z leer pumpt und dann kommt schon der Tag, an dem du gehen darfst.

Mit dem Verlassen der Besserungsanstalt wirst du auf grünen Wiesen neben deiner Aufsichtsperson herumtänzeln, wild Gänseblümchen pflücken und mit einem verliebten Blick immer nur diese drei Wörter vor dir her säuseln: “Ach, Betty Ford…” Du bist ein neuer Mensch. Keiner wird dich wieder erkennen. Du könntest dir eine neue Identität zulegen wie in etwa Love Nowar oder Noa Nuse und niemand würde es merken.

Ein antrainierter Hippie-Optimismus führt dich von nun an durch die Grauzonen einer gespaltenen Gesellschaft, die du mit einem Augenzwinkern in der S-Bahn belächelst. Deine Aufsichtsperson sieht wie erstaunlich gut es dir geht und überlässt dich deinem neuen Schicksal. Mutter Natur kann dich mal, denn du kannst einiges.

Du kommst in deiner Messie-Wohnung an, stolperst über Bierkästen und übel riechende Zurückgebliebene, greifst ein durstlöschendes Getränk aus dem Eisfach und kannst den kristallklaren Inhalt der Wodka-Flasche immer noch auf Ex vertilgen. Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft. Betty Ford wird dich freudestrahlend im Himmel begrüßen. „You never know what you can do until you have to do it.”

The notorious widow of former U.S. President Gerald Ford, the drugs and alcohol regularly held out the middle finger, received last Friday at the age of 93 years in the history of the drug.“¬ “ªDespite, or rather precisely because of their tablets and drinking sins they decided in 1982 with some other supporters of the Betty Ford Clinic to justify and released with a huge mainstream shaft under the Rich-People-Group of the “brave new world” in the States to include those with a karma in the cycle of reform school.“¬ “ªThis woman might be able to help me.“¬ “ªWhether a withdrawal, but as I insured student could afford, at this point was once an open question. “¬

“ªMore than 90,000 people have sought refuge at Betty Ford and in some cases as found.“¬ “ªAmong other things, like Lindsay Lohan Confused, Neglected as Ozzy Osbourne and cursed like Charlie Sheen, their lives briefly with soda water onto the right path and that the dismissal be back in whiskey and showers have celebrated “¬coca mountains“ª realistically.“¬ “ªClean for ten days to be equivalent in modern culture as a coined term: “Clean for life”.“¬ “ªYeah! “¬

“ªMakes you wonder, where can cause drug and alcohol use, and where is the limit of that?“¬ “ªOr even more so: What is the end product of all this turmoil?“¬ “ªSince there was one for the simple solution is simply the Black-outs.“¬ “ªName says it all: black.“¬ “ªPath“¬ “ªPast.“¬ “ªNot happen.“¬ “ªHowever, this is black-out a small fox, who makes like a detective in or on your body in search for evidence, and yes, of course, find out what will.“¬ “ªA detective is not for nothing is known for its “¬smart ass“ª. “¬

“ªI’ve interviewed hundreds of people and probably the most evidence found characterized by bruising, bruising on the face, broken arms, or even worse, destructive scars.“¬ “ªThe physical end product does so well, instead, the psychic will appear as “free ticket to another self.”“¬ “ªThis is my statistics where the survey on the events of the last remaining vague memory, aimed night: leaving friends come together again, ended up in bed.“¬ “ªWith him or anyone else.“¬ “ªThe problems are a normal mortals.“¬ “ªWhatever may be the low asterisk at the gossip go sky where a Woody Allen his 19-year-old girlfriend cheating with his own adopted daughter? “¬

“ªTo avoid such hardships or supposedly to get a grip, then the Betty Ford Clinic is recommended as the successive residential institution.“¬ “ªIt turns out like this: You picked up the telephone handset, dials the number of nearest hospital (now there’s Betty Ford in almost every town in Germany) and has a friend, or straight one.“¬ “ªWithout much whining, bringing everything else that anyway. “¬

“ªThere are things tied together for a period of four weeks in preventive form of a care package.“¬ “ªToothbrush, clothes and “¬shower stuff“ª.“¬ “ªThe latter is probably not necessary, since you prefer in such a place but rather the smart casual look – the simple innocence of white.“¬ “ªYou behaved yourself into the series’ Stay-Classy-society “, because here are all the same, only the bitter taste among the drops are probably differ from one another possible.“¬ “ªWhere you can only hope that this is not to fight with your neighbors leads bed when this show might just be his oh-so-great rum instead of vodka in your fabulous flask. “¬

“ªThe therapy commencing in itself usually begins with discussions, we are ultimately not in the “Boot Camp” and want a basic training in “hard-wear-boots”, but rather at “Camp David” and want to create a place of communication refinement.“¬ “ªThen you sit, day after day out with his new friends in the round and epileptic talks succinctly about his shitty life.“¬ “ªAnd it helps!“¬ “ªTalking helps actually.“¬ “ªYou give your interior free for the first time, people can crawl inside you and rummage around with blue latex fingers in your brain.“¬ “ª”Blue is a beautiful color,” are you thinking, and feel loved and freed from the world. “¬

“ªBecause the “Doctor Hollywood” but its astronomical price is not quite fair, you must treat yourself besides an exclusive Beauty Mud, a new language, or again their native language, which has been lost on the way to the hospital, learn as well as take a yoga class that takes you to India meditative.“¬ “ªWhat then the holiday theme is clarified.“¬ “ªFinal and best of luck with an acute in-patient detoxification is carried out at you, take you from A to Z and then pumped empty already, the day comes where you must go. “¬

“ªBy leaving the reformatory you’ll nance around on green lawns next to your supervisor, picking daisies and wild with an amorous eye, only these three words out before you whisper: “Oh, Betty Ford ..”“¬Â  “ªYou’re a new person.“¬ “ªNo one will recognize you again.“¬ “ªYou could build your new identity as about Love and Noa Nowar Nuse and nobody would notice. “¬

“ªA trained hippie optimism leads you from now through the gray zones of a divided society, you “¬smile“ª with a wink in the S-Bahn.“¬ “ªYour supervisor will look like you’re doing amazingly well and leaves you to your new destiny.“¬ “ªMother Nature can take you time, because you lot. “¬

“ªYou arrive in your apartment compulsive hoarding, stumble on cases of beer and smelly retarded, attack a thirst-quenching drink made from the freezer and can use the crystal-clear content of the vodka bottle still to destroy hazardous.“¬ “ªCongratulations, you made it.“¬ “ªBetty Ford will happily greet you in heaven.“¬ “ª”You never know what you can do until you have to do it.”

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