Hurricane Festival 2011 - Rockers, Rain And RiotsRocker, Regen und Randale

Wir waren also das ganze Wochenende auf diesem Hurricane Festival. Vier Stages mit alternativer Rockmusik in Dauerbeschallung, jeder Menge Suff und Menschen und Dreck und dem ein oder anderen ganz…
Hurricane Festival 2011

Rockers, Rain And RiotsRocker, Regen und Randale

Wir waren also das ganze Wochenende auf diesem Hurricane Festival. Vier Stages mit alternativer Rockmusik in Dauerbeschallung, jeder Menge Suff und Menschen und Dreck und dem ein oder anderen ganz unvorhersehbaren Highlight – abseits des ganzen Rummels. Mit knickfesten Presseausweisen bewaffnet warfen sich Sara, Isa, Thang, Flo, Alex, Christoph, Thomas und unsere Schrumpfköpfe hinein in das illustre Getümmel und durften drei Tage lang das Leben von Hardcore-Festival-Gängern am eigenen Leib erfahren – im Pussy-Light-Modus.

Denn anstatt bei Wind und Wetter auf einem Zeltplatz mitsamt Alkohol und Schlafsack abzusaufen, wurden wir in einer idyllischen Pension untergebracht. Mitsamt kalorienreichem Frühstück, lustigen Kettcars und einem nahegelegenen Wäldchen, in den man um vier Uhr morgens gerne mal eine halbe Stunde dumm hinein starren konnte, um konsequent über die Schönheit der Stille zu philosophieren.

Wenn es der Wetterrüdiger mal wieder allzu gut mit der Bewässerung seiner Erdbewohner meinte, hielten Wenke und ich uns ausschließlich im furztrockenen Pressezelt und dessen Sanitäranlagen auf, in dem es statt Wasser Beck’s Lime regnete und die Konzerte live auf einem Flachbildschirm übertragen wurden. Draußen my ass. Wenn uns das wiederum zu langweilig wurde, schmuggelten wir uns dank sexy Fotografinnen in das ein oder andere Hinterstübchen einiger Sponsoren oder genossen die wenigen Sonnenstrahlen im Gras und glotzten ein wenig neidisch auf die manchmal durchaus gestählten Körper der Jungs und Mädels, wenn sie entblößt aus den herumstehenden AXE-Duschen purzelten.

Natürlich verrieten wir keinem der fleißigen Ticketkäufer, dass wir die absoluten Festival-Muschis sind. Logisch. Sonst hätten die uns wohl noch dank ihres erhöhten Alkoholpegels und dem Wetterfrust in einem der Dixi-Klos abgefackelt. Dafür stürmten wir mit gestresstem Blick und einem goldenen Bändchen am Arm an den Sicherheitskräften vorbei und riefen dabei lautstark irgendwas von “Zu spät!” und “Alle gefeuert!”, um auch ja überall hineinzukommen. Dass wir dennoch Lykke Li verpassten, die eigentlich der einzige Grund war, warum ich mein freies Wochenende verkaufte, ist eine andere Geschichte und darf nie wieder Erwähnung finden. Danke.

Die Qualitätsbandbreite der gespielten Musik durfte dann auch getrost von Gott bis “War-das-‘ne-Band-oder-der-Probe-Gitarrist?” gewertet werden. Hercules and Love Affair machten Feuer unter’m Arsch, Glasvegas waren unglaublich schlecht. Blood Red Shoes gaben alles, William Fitzsimmons war ermüdend. Aber gut. Und witzig. Und abseits der korrekten Atmosphäre. Flogging Molly waren überraschend stimmungsvoll, My Chemical Romance abgedroschen. Und alt. Der Rest war Fansache. Versteht sich von selbst.

Und so nehmen wir Abschied vom Hurricane-Festival und erinnern uns nur zu gern an angekotzte Teenager und druffe Hüpfburgen und sich drehende Deckenpunkte und eklige Tankstellen-Burger und gescheiterte Polizeikontrollen und nicht funktionierende W-Lans und aufgepumpte Penisse und dekadente Tourbusse und kleine Sockengeheimnisse. Nie wieder werden wir das vergessen, schließlich gibt es jede Menge Fotos. Die in Farbe und Ausschnitt und Motiv herausragenden Arbeiten stammen natürlich von Katja Hentschel. Von wem sonst.

So we were all weekend on this Hurricane Festival. Four stages with continuous reinforcement of alternative rock music, booze and lots of people and debris, and one or the other quite unexpected highlight – apart from the whole hustle. With buckling press passes armed himself threw Sara, Isa, Thang, Christopher, Thomas and our shrunken heads into the illustrious crowd and were allowed three days to know long life of hardcore festival-goers the hard way – in the extreme-light mode.

Because instead of drowning in wind and rain on a tent and sleeping bag along with alcohol, we were housed in an idyllic guesthouse. Along with calorie-rich breakfast, fun karts and a nearby forest, the stupid one of four clock in the morning like a half hour could stare into it to consistently to philosophize about the beauty of silence.

If the weather is once again too good Ruediger said with the irrigation of his earthling, Wenke and I were exclusively at the press tent and its sanitation, in which it rained water instead of Beck’s Lime and the concerts were broadcasted live on a flat screen. Outside, my ass. Unless we got bored again, we smuggled our thanks to sexy female photographers in one or the other back room of some sponsors and enjoyed the few rays of sunshine in the grass and stared a little jealous of the sometimes quite steeled bodies of boys and girls, when they stripped from the standing around AXE showers.

Of course, we betrayed none of the hard-working ticket buyers that we are the absolute festival pussies. Of course. Otherwise we probably would have burned the still elevated due to their alcohol level and the weather in a frustration of Dixi-Klos. We rushed, stressed with a view and a gold ribbon on the arm over the security forces, shouting loudly something about “Too late!” and “All Fired!” to even get inside everywhere. That we still missed Lykke Li, who was actually the only reason why I sold my free weekend is another story and may never again be mentioned. Thanks.

The quality of the music being played bandwidth could then confidently of God to “Is-this-a-band-or-the-test-guitarist?” be considered. Hercules and Love Affair were great, Glasvegas were incredibly bad. Blood Red Shoes gave everything, William Fitzsimmons was tiring. But good. And funny. And off the correct atmosphere. Flogging Molly were surprisingly moody, My Chemical Romance trite. And old. The rest was fan stuff.

And so we say goodbye to the Hurricane Festival, and remember only too happy to be throwing up teenagers and druff bouncy castles and a rotating ceiling points and nasty gas stations burgers and failed police controls and non-functioning wireless Lans and inflated penises and decadent tour buses and small socks secrets. Never again will we forget this, finally, there are lots of photos. The outstanding color and detail and design works are of course by Katja Hentschel. From whom else.

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