Die große Budgetlüge - Blogger ficken leicht gemacht

Es läuft doch so ab. PR-Agenturen aus der ganzen Welt stopfen uns tagtäglich mit mehr oder minder interessanten Werbemails zu. Darin erklären sie uns dann in kilometerlangen warmen Worten, warum…
Die groSSe Budgetlüge

Blogger ficken leicht gemacht

Es läuft doch so ab. PR-Agenturen aus der ganzen Welt stopfen uns tagtäglich mit mehr oder minder interessanten Werbemails zu. Darin erklären sie uns dann in kilometerlangen warmen Worten, warum diese Band oder diese Neueröffnung oder dieses Produkt oder dieser Künstler oder dieses Video oder diese Kinderpornoseite das absolut Beste sein soll, was der Welt jemals passiert ist. Und wir es uns nicht nur ansehen, sondern sofort per Vorstellung, Zwischenmeldung und Nachbericht auf AMY&PINK veröffentlichen sollen.

Natürlich ist das meiste purer Müll und die armen Menschen, die den Scheiß mit ihrem vor Metaphern triefenden Werbejargon ins rechte Licht rücken müssen, können einem fast schon leid tun. Irgendwelche pubertierenden VIVA-Bands. Oder dubiose Online-Shops. Oder Elektroschrott, den kein normaler Mensch je braucht. Da finde ich es manchmal fast schade, dass Emails kostenlos verschickt werden dürfen.

Was nicht sofort auf Knopfdruck im ewigen Digitalnirvana landet, wird genauer betrachtet. Event-Einladungen zum Beispiel. Kreative Dinge. Zeugs, das uns Spaß macht und euch umso mehr. Den richtig geilen Scheiß, der uns beim Durchlesen oder Ansehen die Harnröhre kitzeln lässt, den hauen wir gerne raus. Auch kostenlos. Wenn uns junge Künstler ein atemberaubend gutes Portfolio oder frische Bands herausragendes Material zusenden, dann geht das on air. So schnell wie möglich. Weil’s wirklich gut ist.

Für Stuff, hinter dem eine fette PR-Agentur steckt und dahinter womöglich noch ein noch fetterer Konzern hängt, verlangen wir Geld. Logisch. Schließlich ist das meist pseudovirale Werbung und für die können die gerne mal was springen lassen. Die haben’s ja. Dabei passen wir natürlich auch auf, was wir euch hier als gesponserte Artikel um die Ohren jagen. Nur Partner, die überraschend optimal in die kleine Welt von AMY&PINK passen, haben eine Chance – alles andere würde weder euch noch uns noch denen was bringen.

Also schreiben wir den netten Menschen Mails zurück, in denen wir ihnen ein angemessenes Preisangebot unterbreiten. Für den und den Betrag schreiben wir ihnen einen geradezu grandiosen Artikel, der vor Wortwitz und Sympathie und Geilheit nur so strotzt und Werbung in Liebe verwandelt. Viele unserer bisherigen Kunden wie MTV, Nokia oder Telekom waren begeistert und setzen auch immer wieder gerne auf uns.

Andere Agenturen und Firmen sind aber anscheinend entweder noch nicht im Internet angekommen oder sie denken, sie könnten uns verarschen. Wer uns nicht gerade beinahe entsetzte Antworten mit Unverständnis schickt, wie wir für einen Artikel auch noch etwas verlangen und doch froh sein sollen, dass wir ihren Namen verwenden dürfen, versuchen uns andere wiederum mit Wertlosigkeiten einzulullen. Von Gutscheinen über billige Kooperationen bis hin zu Linktausch ist alles dabei, was uns zum Kotzen bringt. Budget, welches Budget?

Die bezaubernde Maria von Stylekingdom hat sich darüber bereits genauso verständlich aufgeregt wie Ashe von Independent Fashion Bloggers oder Mary von Stil in Berlin. Es ist die gleiche Frage, die sich auch Fernsehsender, oder Printmagazine stellen würden, wenn sie denn nicht bereits etabliert wären: Warum sollen wir für jemanden Werbung machen und ihnen so zu erhöhten Gewinnen verhelfen, wenn wir von denjenigen unangemessen bis gar nicht dafür bezahlt werden?

Onlinemagazine wie AMY&PINK oder andere Blogs finanzieren sich eben nicht von Luft und Liebe. Noch nicht. Server, Miete, Chicken-Döner, Fahrtkosten, MDMA, Verträge, Puffbesuche, Zeit… Das alles kostet uns jede Menge Geld, das wir nur wieder herein bekommen, wenn wir einen kleinen Teil unserer Veröffentlichungen Firmen zur Verfügung stellen, die die Reichweite unserer Arbeit nutzen möchten und gleichzeitig zu unserem Erhalt beitragen. Denn eines sei mal gesagt: Ohne Werbung würde es uns in dieser Form nicht geben. Das verstehen sogar Steine.

Doch daran sind auch die Blogger selbst schuld. Wenn riesige Konzerne Massenmails verschicken, um ahnungslose Seiten dazu zu überreden, jede Woche ein paar “exklusive” Werbevideos zu posten, nur um eine geringe Aussicht auf irgendeine Reise zu irgendeiner Veranstaltung zu haben, dann ist das einfach dumm. Diese Firmen und die daran hängenden Agenturen verdienen sich durch euer Können eine goldene Nase und ihr lasst das auch noch zu, ohne einen Cent davon zu sehen. Freiwillige Sklavenarbeit in Zeiten der digitalen Revolutionen.

Also noch einmal für Idioten. Blogger: Lasst euch nicht verarschen. Firmen: Bezahlt gefälligst angemessen für gute Werbung. Es ist großartig, welche ungeahnten Möglichkeiten das Internet uns allen bietet. Also lasst uns diese fair und gekonnt nutzen und nicht das gerade aufbauende Vertrauen damit zunichte machen, dass Menschen ohne Ahnung eklige Vorteile aus dem Schaffen anderer schlagen möchten. Das würde garantiert nicht lange gutgehen und zum Schluss sind wir alle pleite. Aber dann würde es wenigstens keine nervigen Werbemails mehr geben…

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70 Kommentare

  • Ey Heiko, das wollte ich schreiben! Dann eben: AMEN.

  • Nicole

    Grandios geschrieben! In Korea ist es genauso.
    Ich bekomme nun langsam auch Video-Aufträge und irgendwie komme ich mir dabei leicht verarscht vor… Ich soll alles schön filmen und schneiden, denen das schicken bevor ich es überhaupt veröffentliche, und dann darf ich es auf meinen Kanälen veröffentlichen, ach ja und bezahlen wollen die nur wenn sie das Video geil finden. Schließlich tun sie mir einen Gefallen damit, also soll ich mich nicht so anstellen.. also echt.

  • Ben

    herrlich und nichts als die wahrheit:-)

  • katja

    alles ganz richtig. bei dieser swatch sache mache ich gerade eigentlich nur mit weil ich den content von denen gut finde und mir klicks erhoffe. die reise is mir ziemlich egal.
    was ich auch immer absurd finde, ist wenn pr-agenturen so tun als ginge es bei der vergütung nur um die arbeitszeit beim posten und nicht um den blog als plattform den man für werbung verkauft. da komme ich mir immer seeehr verarscht vor.

    • Marcel

      Ja genau die Swatch-Aktion hatte ich dabei im Hinterkopf. Es wäre einfach nur fair, wenn sie die Videoplätze kaufen, aber viele Blogger machen das eben für lau: Warum sollen die also andere dafür bezahlen? Und genau das ist das große Problem: Solange Blogger nichts dafür verlangen, werden Firmen auch nur selten etwas dafür blechen. In der restlichen Medienwelt wäre niemand so dumm.

  • CACANITO

    ein toller Artikel! Voll auf die Zwölf! Hoffe jeder hat es nun endgültig geschnallt!
    Es gibt so penetrante Agenturen die einen immer wieder mit Spam bombardieren!
    Das Beste sind aber die Onlineshops!
    Immer wieder wird man genötigt Werbung auf den Blog zu schalten für lau versteht sich, profitieren tun die Shops —> Werbung for free und es gibt tatsächlich Blogger die das noch machen.
    Bei Forderungen werden die meisten auch noch unverschämt und reden einen klein und man solle doch froh sein überhaupt mit ihnen arbeiten zu dürfen…. bla bla bla…

    Wer seinen Wert nicht erkennt, bleibt auch wertlos!

    • Marcel

      Ja genau das passiert uns auch des öfteren. Wir schreiben den Firmen ein Angebot und zurück kommt nur eine patzige, fast schon vorwurfsvolle Antwort, was wir uns dabei nur denken. Mal schauen, wann das große Umdenken kommt.

  • Kitty Katze

    wo sind bloss die posts mit dem mdma und den puffbesuchen von euch… kann sie nicht finden… ach ganz vergessen- dass ihr nur obskure scheisse von euch gebt

  • *zustimmend nick*

  • Magda

    Hmmm … Verzeihung, aber Ihr veranstaltet doch auch einen Textwettbewerb. Klar, dabei geht’s nicht um Werbung für die Penispumpe und die Gewinner bekommen Aufmerksamkeit. Aber zahlen tut Ihr denen auch nix, oder? Viel mehr spart Ihr Euch Arbeit und Geld (wenigstens seid Ihr da ehrlich).

    Insgesamt nervt mich aber auch die dauernde Diskussion um Kohle mit dem Argument ‘da draußen sind Leute, die machen’s für umme’. Denn das Schlimme ist: Das stimmt auch noch!

  • Irre… ihr habt mir direkt aus der Seele gekotzt.
    Wobei ich es oft auch sehr schwer finde kleine Privatpersonen von großen PR-Nutten zu unterscheiden.
    Hatte erst letztens so eine Mail von einem Stor Opening die von einem Besucher gekommen ist aber es klang wie so eine PR Mail!

    Gruß aus Halle!

    • Marcel

      Ja das stimmt. PR-Agenturen gegenüber bin ich gleich ganz anders eingestellt als kleinen frischen Künstlern oder Labels. Umso schlimmer, wenn ich die beiden dann verwechsle.

  • Jimmi Jo

    -/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/

    häh- wasn jetzt los????????

    wer nutzt hier ein open source wordpress system (für lau) mit dem er mal über sinnlose gedanken schreiben wollte (frei von kapitalismus und dem anderen dreck)?

    DIE EINZIGE WAHRHEIT ist doch: mit diesem Text – SEid IHr offiziell SPIESSER.

    -/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/-/

  • jup, so isset.
    habe mich letztens auch sehr gefreut, als mir jemand ganze 19€ für einen beitrag bot ;-)

  • Schön in die Fresse! Gut so. Werde den Artikel mal als Autoresponder auf: “Bei Recherchen im Netz sind wir auf Ihre Seite gestoßen” einrichten ;)

  • Eamon

    Generell stimme ich zu!
    Den Geldhaien gehoert mal so richtig der Marsch geblasen dem kleinen Denker auf Kuenstlerischer Basis das aus der Tasche zu klauen was Sie selbre nicht besitzen da Ihre Leitlinien viel zu engstirnig sind und fuer Kreativitaet keinen Freiraum lassen. Diese zu Untieren mutierten Anhaengsel die sich selber als Mogule betrachten obwohl alles doch von unten aus der Gosse kommt sie es aber als Ihr Werk verkaufen! Die muessen bezahlen melkt Sie bis sie trockener sind als meine nicht vorhandene V.!

  • > Firmen: Bezahlt gefälligst angemessen für gute Werbung.

    FALSCH.

    Verzichtet endlich auf die beschissenen Zwischenstellen der Marketing-Agenturen.
    Die fressen nur die Haare vom Kopf, aber leisten meist 0. :-)

    • Marcel

      Wir haben ja nicht ausgeschlossen, direkt mit den Firmen zusammen zu arbeiten. Das ist uns sogar lieber. Aber oft arbeiten diese eben nur mit Agenturen zusammen. Leider.

  • Thorsten

    Hm, irgendwie versteh ich das nicht, und ich kann auch in die allgemeine Begeisterung nicht einfallen…

    Vielleicht gehe ich von falschen Voraussetzungen aus, aber bisher dachte ich, Blogger sehen sich als Journalisten und wollen auch als solche behandelt werden. Dies vorausgesetzt sollte man doch auch journalistische Grundsätze anlegen und auch eine entsprechende Behandlung erwarten… Was ich sagen will: Im Journalismus gibt es eine klare Trennung zwischen Anzeigen und Redaktion. Dass das bei einem Blog meist ein und dieselbe Person ist ändert ja erst mal nix an der Tatsache. D.h. die Vermischung von Redaktion und Werbung – in dem von Dir geschilderten Fall in Form eines als Anzeige gekennzeichneten Blogeintrags – finde ich ziemlich bedenklich.

    Sollte es in einer rosaroten Idealwelt nicht so sein, dass es zwei Fälle gibt? A – Eine Firma ruft an und fragt, ob sie eine Anzeige schalten kann. Du nennst den Preis für einen Banner oder von mir aus einem “Advertorial” (ähöm), und gut. B – Eine PR-Agentur ruft an und hat ein Produkt/eine Band/ein XY anzubieten und schickt Dir entsprechendes Infomaterial. Findest Du es gut, schreibst Du darüber, findest Du es scheiße, ignorierst Du es.

    Aber Du sagst, die sollen gefälligst dafür zahlen, dass Du drüber schreibst? Wie gesagt, die von Dir vorgenommene Vermischung von Werbung und Redaktion finde ich sehr bedenklich. Wir haben da bei unserem kleinen Blog ein gänzlich andere Einstellung, aber wir werden auch relativ selten von PR-Agenturen bedrängt. Vielleicht würde ich es sonst anders sehen…

    • Marcel

      Zum ersten Teil: Der einzige Unterschied zwischen der etablierten Werbung und einem gesponserten Artikel ist einzig und allein, dass er nicht von einem Werbetexter, sondern von uns verfasst wird. Er wird als Werbung gekennzeichnet, also ist er Werbung. Nur in unserer Tonalität. Denn warum sollen wir uns nur auf veraltete Werbebanner als Einnahmequelle verlassen, wenn wir doch auch noch Posts, Facebook, Twitter und vieles mehr haben?

      Einen tollen Artikel hat dazu übrigens Robert verfasst: http://www.robertbasic.de/2011/06/blogs-die-sache-mit-der-werbung/

      Zum zweiten Teil: Wir möchten Geld verdienen. Das ist klar und das steht auch ziemlich weit oben auf unserer Prioritätenliste. Nicht an oberster Stelle, aber weit oben. Um das zu bewerkstelligen, haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder wir verlassen uns auf die passive Variante und warten immer ab, ob sich eine Firma oder Agentur bei uns meldet, um Werbung zu schalten.

      Oder aber wir sind so klug und versuchen aktiv tätig zu werden. Indem wir Firmen auf uns aufmerksam machen, PR-Mails mit der Möglichkeit beantworten, dass sie es gegen Bezahlung in unser Magazin schaffen und eben auf Events auftreten und uns dort mit Vertretern der Branchen austauschen. Eben.

      Also merke: Passiv = dumm, aktiv = klug. Wie bei allem im Leben.

  • Was Thorsten sagt.

  • Bezahlen bitte! | pocra's blog

    […] Marcel von AMY&PINK hat einen netten Artikel veröffentlicht… Das kaufen von Blogbeiträgen. […]

  • Thorsten

    Klar, jeder wie er will, da hat Robert schon recht. Ich bin der Letzte, der verschiedene Blogs über einen Kamm scheren oder gar allgemein gültige Regeln aufstellen will. Aber ich komm halt aus diesem komischen altmodischen Journalisten-Ding, und da wurde man früher noch gesteinigt, wenn redaktioneller Beitrag und Anzeige vom gleichen Kunden im selben Heft erschienen. Ich empfehle dazu die ausführliche Recherche von Sebastian Heiser für die taz:

    http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/04/01/die-schleichwerbe-recherche/

    Wenn Du jetzt aber den PR-Agenturen ernsthaft den Vorwurf machst, sie wären so dreist zu erwarten, dass Du ohne Bezahlung über ein Thema schreibst – ok. Dann ist wirklich alles Werbung. Aber für mich heißt das: lieber passiv und dumm.

    • Marcel

      Ich glaube da ist einfach ein gesundes Augenmaß wichtig. PR-Agenturen werden dazu beauftragt, ihre Sachen unters Bloggervolk zu bringen. Wir denken halt: Dann können sie uns von dem Budget wenigstens etwas abgeben, wenn wir ihnen schon dabei im großen Stil helfen. Aber man sollte das auch nicht zu verbissen sehen: Diese PR-Sachen machen ja nur einen geringen Teil unserer und aller Veröffentlichungen aus. Das meiste kommt immer noch von Herzen.

  • Monsieur Croche

    Haha offenbar ist mein Blog zu wenig cool in den Augen der PR-Fuzzis – jedenfalls belästigen die mich nie mit sowas! Wahrscheinlich fürchten sie sich davor, dass ich sie gnadenlos durch die Scheisse ziehen würde har har har!!

  • Immanuel Spiess

    Ich muss sagen ich stand Werbung in Blogs eher Skeptisch gegenüber. Und mir wurde es bei euch eine zeitlang auch ein bisschen viel aber ich merke auch das ihr jetzt wesentlich mehr und vorallem Bessere Texte veröffentlicht und dann finde ich es durchaus legitim wenn bei dem vielen guten auch mehr Werbung dabei ist… also weiter so…
    P.s ein paar mehr Möpse würde aber auch nicht schaden…

  • kinichich

    phah- ihr seid doch bestimmt die ersten gewesen, die sich über den sascha lobo vodafone hack aufgeregt haben.
    ihr wollt ein boheme sein- also benehmt euch auch so. ekelhaft.

    studier journalismus und schreib nochmal son text. danke.

  • Blogs: Die Sache mit der Werbung, Teil 2 | basic

    […] als Blogger um die Aufbereitung der Werbung. An dieser Stelle möchte ich gerne auf den jüngsten Artikel von Amy&Pink verweisen. Für Stuff, hinter dem eine fette PR-Agentur steckt und dahinter womöglich noch ein noch […]

  • Dein Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Insbesondere die Linktausch-Geschichte scheint (bei mir zumindest) momentan ein wahres Revival zu erfahren. Sehr ärgerlich ist ausserdem, dass sich manche Promoter nicht über das Blog und dessen Zielpublikum informieren. Eine Zeitverschwendung für beide Seiten.

    Fairerweise muss aber auch gesagt sein, dass die spannenden Anfragen und ernstgemeinten Angebote auch in die Mailbox trudeln.

    • Marcel

      Was ich oft schade finde, ist die Tatsache, dass sich viele PR-Agenturen gar nicht um den Blog an sich und was er zu sagen hat kümmern, sondern sie nur Besucherzahlen und Impressions sehen. Der Inhalt ist da oft schon drittranging und genau so seelenlos verschicken sie auch ihre Mails.

  • Etwas Ähnliches würde ich gerne über Werbeagenturen sagen, die vollausgebildete “Praktikanten” mit mehreren Jahren Berufserfahrung suchen, die dann 6 Monate oder mehr in der “entspannten Agentur Atmosphäre” alles geben sollen.

  • Blogger und Steine mögen das verstehen, nur die Leser verstehen das mit der Werbung nicht.

    • Tja, da ist halt auch ein wenig Aufklärung nötig. Kostenlose Pendlerzeitungen werden doch auch zu Hauf gelesen, auch wenn die Hälfte der Fläche irgendwie vermietet wurde. Wenn Monetarisierung gut integriert daherkommt, dann bin ich überzeugt, dass bei den meisten Lesern eine Akzeptanz vorhanden ist.

      • Marcel

        Wahrscheinlich kommt es immer auf das jeweilige Medium an. Ist es ein privater Blog oder nicht, ist die Werbung passend oder nicht, ist sie gekennzeichnet oder nicht… Außer Frage steht allerdings, dass Werbung längst in den Blogs angekommen ist, die Diskussion dazu hat nun bereits einige Jahre auf dem Buckel.

  • “Also schreiben wir den netten Menschen Mails zurück, in denen wir ihnen ein angemessenes Preisangebot unterbreiten. Für den und den Betrag schreiben wir ihnen einen geradezu grandiosen Artikel, der vor Wortwitz und Sympathie und Geilheit nur so strotzt und Werbung in Liebe verwandelt. Viele unserer bisherigen Kunden wie MTV, Nokia oder Telekom waren begeistert und setzen auch immer wieder gerne auf uns.”

    Da koennen mir lustige Firmen auch noch so viel bieten, Blogpostings werden nicht verkauft. In diesem Moment hat das fuer mich nichts mehr mit ehrlicher und transparenter Bloggerei zu tun, sondern mit Springer-Verlag mit WordPress-Backend!

  • Fabian Soethof » Eine ausgebuffte Social-Media-Strategie

    […] zum leidigen Dauerthema bei Amy & Pink (die mit dem Marcel vom verschiedenen Vipdip.de) oder in einem Blog Ihrer Wahl. […]

  • Thorsten

    Auch zum Thema Springer empfehle ich die taz-Recherche – Springer bzw. Bild ist wohl neben Spiegel mit am striktesten was die Trennung von Redaktion und Anzeigen angeht. Hätte ich so jetzt auch nicht erwartet…

  • Paula

    Wie ist das denn jetzt eigentlich jetzt bei euch? Werden die neuen Autoren bezahlt? Wegen Blogger ficken leicht gemacht und so ;) oder wohin gehen die Werbeeinnahmen?

  • Paula

    Ach kanikel, ich glaub nicht dass da noch eine Antwort kommt. Und warum? Weil sie sehr wahrschenlich nichts bekommen und das bei den großen Kunden MTV & Co? Entweder zeugt das von sehr schlechter betriebswirtschaft oder auch von Ausbeuterei obwohl man sich im Artikel drüber lustig macht. Blogger ficken leicht gemacht? Amy u. Pink macht es vor

  • Kanikel

    @Paula: bist du etwa ein gastautor- der noch auf kohle wartet oder wenigstens auf anerkennung? o_0

    hier werden die artikel so schnell rausgehauen, dass eine wirklich intensive auseinandersetzung zu einem post nicht machbar ist- oder doch?

    ach ja und ausserdem heisst es amy&fick um dem niveau gerecht zu werden.

  • Kanikel

    +++
    ES INTERESSIERT mich in dem Zusammenhang jetzt aber auch, was ihr für die ganzen Bilder immer an die Fotografen zahlt- oder gehen die etwa leer aus?

    Frei nach dem Zitat von etwas weiter oben von Marcel:
    “Seit wann ist man ein Spießer, wenn man für seine Arbeit ehrlich belohnt werden möchte? Alles andere wäre einfach nur dumm.”
    +++

  • Paula

    ;) haha nein, dann würde ich das anders machen. Du etwa doch nicht, oder doch?

    Ja die vielen Texte. Ist Geschmackssache.

  • Paula

    @ was kanikel sagt

  • Kanikel

    ach Paula ich mag dich irgendwie- bist du weiblich?

    um nicht vom thema abzulenken: antworten will ich hier trotzdem haben.

  • Paula

    Ja klar bin ich weiblich :D sonst hätte ich einen hass auf meine Eltern ;) also wegen dem Namen

  • pr-nutte

    hallo. hier spricht eine pr-nutte.
    es ist doch so – natürlich versuchen die bösen, großen pr-agenturen ihre kunden so gut und so kostengünstig es geht zu verkaufen. weil sie – genau wie jedes andere wirtschaftlich agierende unternehmen auch – ihre leistung so günstig wie möglich einkaufen und entsprechend teuer wie nur geht verkaufen. aber mein gott. macht ihr nicht genau das gleiche?

    es ist natürlich angemessen, für fremdleistungen, die die agenturen einkaufen, zu zahlen. und jede seriöse, halbwegs online-affine agentur kann gute von schlechten blogs unterscheiden und wird diese auch entsprechend entlohnen. wenn es sich für den kunden lohnt, legen die agenturen dafür auch gerne geld hin. und die, die dies nicht tun, werden langfristig am markt nicht überleben.

    im übrigen kotzt mich dieses von oben herab-getue gerade echt an. ihr seid ja so underground, amy & pink!
    herzlichen glückwunsch an dieser stelle.

  • Kanikel

    @Paula: Mutti ist und bleibt die Beste. hach paula ich glaub ich hab mich in dich verknallt. aber bist bestimmt vergeben mit deinem selbstbewussten auftreten

    @pr-nutte: was du sagst, hat hand und fuss. um mal auf dem teppich zu bleiben, so werben doch auch amy&fick mit ihren impressions um werbeplätze zu vermieten. dadurch unterscheiden sie sich kein bischen von anderen. es wird eine quantitative zahl als grundlage genommen. und was soll fliessen? – das geld.

    sich hier hinzustellen und dubiose onlineshops (welche meint ihr?) runter zu machen, ist wirklich dreist hoch 10. auch diese shops haben ein recht, ein recht auf online! bloss weil die nicht nur solche möchtegern-drogendurchtrieften inhalte haben, sind diese noch lange nicht schlechter als amy&fick.

    Ich meine: amy&fick versucht doch selber hier ein überaus loyales und sehr tolerantes bild abzuliefern und stellt sich aber über die dinge und macht erstmal alles schlecht, was eventuell auch gut ist. anstatt ein vernünftiges statemanet abzuliefern, an die nächten auftrag-fragesteller, wird erstmal alles schlecht gemacht und gemeckert. selbst amy&fick will ja geld verdienen und das wollen alle anderen auch.

    zum Zitat: “Viele unserer bisherigen Kunden wie MTV, Nokia oder Telekom waren begeistert und setzen auch immer wieder gerne auf uns.” -> genau das zeigt, dass ihr nur den hals nicht voll bekommt- erstmal schöööööhn 3 große marken nennen, damit diese auch schön brav wiederkommen, weil diese wahrscheinlich für wenig hirnloses auch ne menge geld zahlen. Oder wurde genau von diesen 3 marken etwa dieser text bezahlt?

    das wird auch nicht allen lesern gefallen- glaubt mir.

    @amy&pink:
    1. wie werden nun eure gastautoren entlohnt?
    2. wie verhält es sich nun mit den tausenden fotos an denen ihr euch bedient? werden die fotografen entlohnt (wären ja sonst schön dumm- nich wahr)?

  • Kanikel

    hey Paula?????

    dies we sputnik spring break?

  • Jens

    ich habe mir jetzt nicht alle kommentare durchgelesen.

    aber ich bin da echt konservativ: redaktion und inhalt sollten streng voneinander getrennt sein, advitorials gekennzeichnet sein.

    • Jens

      redaktion und werbung sollten voneinander getrennt sein – meinte ich.

      ich finde das bei den ganzen großen lifestyle blogs noch problematischer als bei lifestyle-magazinen: man weiß einfach nicht mehr, was werbung und was inhalt ist.

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  • In der Lage will ich auch mal sein, einfach einen Blog über Menschen schreiben zu können, die auf meinem Blog Werbung machen wollen. Heute werb ich selber noch genügend für meinen. ^^