Istanbul - Attempt Of An HomageDer Versuch einer Hommage

Istanbul war das Flakon, und der Duft, den ich auf meinen Nacken sprühen wollte, bestand aus der Süße des Meeres und den Gerüchen der Gewürze des Orients. Jedes Mal, wenn…
Istanbul

Attempt Of An HomageDer Versuch einer Hommage

Istanbul war das Flakon, und der Duft, den ich auf meinen Nacken sprühen wollte, bestand aus der Süße des Meeres und den Gerüchen der Gewürze des Orients. Jedes Mal, wenn wir auf der Bosporus-Brücke von der anatolischen Seite zur Europäischen fuhren, drückte ich meine Nase ans Fenster. Wenn wir auf dem Schiff das Meer überquerten, beugte ich mich immer so sehr nach vorne, dass ich fast ins weite Meer fiel und ganz manchmal wagte ich mich an Klippen, nur um dir nah zu sein, deinem Herzen.

Moscheen prägten dein Profil wie Nasen das der Menschen. Während ich diese wie Museen betrat, besuchten Gläubige diese als Gebetsstätte. Es musste die Ironie des Lebens sein. Während verschleierte Frauen von Neid erfüllt auf mein offenes langes Haar schielten, begann ich an diesem Ort meinen gottlosen Glauben in Frage zu stellen. Ich war bereits aufgeklärt, es gab kein Zurück mehr. Doch es musste ein gutes Gefühl sein, in dem festen Glauben zu sein, Allah der Große vermerke diesen Besuch im Lebenslauf eines guten Moslems.

Jeden Abend liefen wir durch die Innstand von Zeytinburnu. Nachts wurde es in dem Apartment, das mein Großvater seiner Frau und seinen Kindern vererbt hatte, viel zu heiß. Ich erinnere mich sehr gut daran, wie ich in der einen Hand die meines Vaters fest hielt und der anderen das Eis, und dabei die hell beleuchteten Schaufenster beobachtete. Mein Vater konnte ein heiterer Mensch sein, humorvoll und glücklich, wenn er wollte. Und wenn er Leid auf Straßen sah, so lief er niemals unbekümmert daran vorbei, ohne sein Glück mit dem zu teilen, dem es in diesem Moment verwehrt blieb. So stieg er auf eine Waage, lachend, seine Wangen ballten sich dabei zu roten Luftballons. Man konnte fast sogar sagen, dass sie in die Luft stiegen, denn er hob jedes Mal sein Gesicht Richtung Himmel, wenn er anfing, so stark und laut zu lachen.

So brachte er mit dieser Heiterkeit und dem was er erzählte, jeden Straßenjungen zum Lachen. Er schaffte es tatsächlich, dass sie ihr Schicksal für einen Abend vergessen konnten. Anders als ich, war mein Vater kein Mensch, der sich für Kleidung interessierte. Sauber musste sie sein und Löcher durfte sie nicht haben, das war alles. Genau das sagten ihm die Lehrer zu seinen Zeiten und genau das versuchte er mir beizubringen, seitdem ich denken kann. Und so schien ich gelernt zu haben, wann es zählte, eine Waage zu besuchen. Was aus diesen Kindern geworden ist, wusste keiner, und was aus diesen Kindern heute werden wird, auch nicht.

An jedem einzelnen heißen Sommertag ihrer Ferien standen sie in der Frühe auf. Bewaffnet mit einer Flasche Wasser und der viereckigen Waage, die uns das Gewicht anzeigen sollte. Für manche glich jeder Tag dem anderen, denn statt ordentlichen Schulen wurden mit Menschen überfüllte Straßen zu ihrer zweiten Heimat.

Keiner zahlte diesen traurigen Gesichtern genau den Preis aus, den sie auf den Boden blickend, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, flüsternd verrieten, nachdem man sich auf ihre Waage stellte. Nur wenige von ihnen rannten wie andere Kinder ihres Alters mit dem eben verdienten Kleingeld zum Eismann. Es waren kleine Gestalten, für die der süßliche Geschmack des billigen Maras-Eis die Welt bedeutete, während Erwachsene sich über ihr Gewicht beschwerten.

Gerade mal vier oder fünf Jahre war er, saß da, ganz allein, ganz einsam, den Kopf aufgestützt. Nachdenklich, sehr nachdenklich sah er aus. Wie nachdenklich konnte man in diesem Alter überhaupt schon sein? Wer um 17 Uhr an kalten Wintertagen in der Dunkelheit auf einer Treppe Taschentücher zu verkaufen hatte, konnte nur nachdenklich sein. Als man ihm einen türkischen Lira in die Hand drückte, blickte er leicht verwundert nach oben. Kein Lächeln. Dieses traurige Gesicht war wie festgefroren.

Er sah aus, als könne ihm kein Geld der Welt ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Und als auch schon der zweite Passant, mitzerrissen vom Anblick der Realität, ihm das ganze Kleingeld, das er noch im Portemonnaie hatte, gab, so griff er schnell zu einem der Packungen, die neben ihm lagen und hielt ihn der Frau hin, die für ihn nur eine reiche Kundin war. Ich sah viele Kinder, die Taschentücher verkauften, anstatt zur Schule zu gehen. Doch niemals sah ich jemanden so blicken wie ihn.

Istanbul was the vial and the smell, which I spray on my neck, consisted of the sweetness of the sea and the smells of the spices of the Orient. Every time we on the Bosphorus Bridge on the Anatolian side to the European went, I pressed my nose to the window. When we crossed the sea on the ship, I always leaned forward so much that I almost fell into the open sea and very often I ventured to cliffs, just to be close to you, your heart.

Mosques influenced your profile to the nose of the people. As I walked into this, such as museums, visited these believers for worship. It had to be the irony of life. While disguised envy of women met to open my long hair, squinted, I started in this place my godless faith into question. I was already informed, there was no turning back. But it had a good feeling to be in the firm belief to be, Allah the Great entries this visit in the life of a good Muslim.

Every evening we walked through the Innstand of Zeytinburnu. At night, it was in the apartment, which had inherited my grandfather, his wife and children, far too hot. I remember it very well, as I found in one hand and that of my father and the other held the ice, while watching the brightly lit shop windows. My father could be a cheerful man, humorous and happy, if he wanted. And when he saw suffering in the streets, he never ran untroubled by it, without sharing his happiness with the person to whom it was denied at that moment. So he climbed on the scales, laughing, his cheeks clenched while red balloons. One could almost say that they even rose into the air, because every time he lifted his face toward heaven when he started to laugh so strong and loud.

So he brought this happiness and what he told every street boys laugh. He really did, they could forget their fate for an evening. Unlike me, my father was not a person who was interested in clothes. She had to be clean and she must not have holes, that was all. Exactly what he said the teacher in his day, and that’s what he tried to teach me since I can remember. And I seemed to have learned when it counted, going to a scale. What has become of these children knew no one, and what are now these children will not.

Just four or five years, he was sitting there, all alone, all alone, propped his head. Thoughtfully, he looked very thoughtful. How thoughtful of this age could ever be? Who was required to sell by 17 clock on cold winter days in the dark on a staircase tissues could only be thought. When he pressed a Turkish lira in his hand, he looked slightly confused to the top. No smile. This sad face was frozen like.

He looked as if he could no amount of money to put a smile on the lips. And as even the second passer mitzerrissen the sight of the reality that gave him all the small money he had in the wallet, so he quickly grabbed one of the packs, which lay next to him and kept him out of the woman for it was just a rich client. I saw many children, sold the handkerchiefs instead of going to school. But I never saw a look like him. And why, Istanbul, you let these kids down for years?

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4 Kommentare

  • Jodolod

    Ich liebe deinen Schreibstiel, er trägt den Blog ein bisschen in die Seriosität zurück. Sehr schön.

  • strudeldesvergessensdergedankenvonnichtsundquatsch

    ich finde dein schreibstil wirkt etwas aufgesetzt, so als wolltest du jemanden nachahmen…kafka vieleicht ?! ich stelle mir vor dass du kafka magst… .
    wie auch immer ; deine art dich auszudrücken lässt den inhalt, den du zu vermitteln versuchst befremdlich wirken, nicht real…eben wie in einer erfundenen erzählung. das ist meine meinung… .
    da du mich nicht kennst, wird es dir auch nicht nahe gehen. du könntest jedoch an dir arbeiten um, ein paar “schreibschwächen” auszumerzen !
    trotzdem recht nette erzählung ! weiter machen…

  • Monsieur Croche

    Kennst du “Istanbul” von Orhan Pamuk? Ist ein wunderschönes Buch, in dem er die Stadt in all ihren Facetten schildert. Ich las es wirklich sehr gerne!