Tino Hanekamp - Sowas von da

Als ich mit meinem Kommilitonen auf dem Bockenheimer Campus in Frankfurt Plakate sah, auf denen zum Nachdenken anregende Sätze wie „Warum muss denn immer alles so ausarten?“ oder „Wie halten…
Tino Hanekamp

Sowas von da

Als ich mit meinem Kommilitonen auf dem Bockenheimer Campus in Frankfurt Plakate sah, auf denen zum Nachdenken anregende Sätze wie „Warum muss denn immer alles so ausarten?“ oder „Wie halten die Leute eigentlich ihr Leben aus?“ und „Mathilda, Du hast mir die Liebe versaut“ zu lesen waren, vermuteten wir als angehende Kunsthistoriker, unser Campus wurde zum Ausstellungsort von Street-Art umfunktioniert.

Wir hatten keine Ahnung, dass es sich dabei um Gedankensplitter aus einem rauchenden Kopf des passiven und leicht pessimistischen Protagonisten Oskar Wrobel handelt. In der Geschichte des Hamburger Journalisten Tino Hanekamp, der das bekannte Uebel & Gefährlich führt, stolpert der junge Clubbesitzer von einem Debakel ins Nächste.

Denn es ist Silvester und er steht vor seiner letzten großen Party, bevor er den Club an der Reeperbahn schließen muss. Kohle hat er sowieso keine, wie auch, wenn der chilenische Geschäftspartner Pablo ständig Bands bucht, die keiner sehen will und Miesen macht. Und zu allem Überfluss ist auch noch ein Ex-Zuhälter hinter ihm her, der 10.000 Euro will.

Doch nicht nur der hetzt ihn durch die Hafenstadt, die Liebe hetzt ihn auch. Mathilda. Von Gedanke zu Gedanke hüpft sie, aber ohne Liebe geht ja auch gar nichts, und das finde nicht nur ich, sondern vor allem die Künstlerin Nina, die in der Farbe Schwarz die Hingabe zum Leben sieht, und den Oskar begleitet. Zum restlichen Teil der Entourage gehört sein Kumpane Rocky, der Rockstar und der russische Türsteher Leo, der entweder schweigt oder alles und jedes noch so belanglose Ding zählt, sobald er mehr als eines davon zu sehen scheint.

In noch so hitzigen Situationen versucht sich der Protagonist aus Verzweiflung und perspektivloser Zukunft mühevoll zu Weisheiten zurück zu besinnen, die er gern mal sitzend auf der Klobrille aus Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“ entnimmt, gibt dazu einen Schuss Hamburger Humor und „das knallt dann gut los“, um es mal in Udo Lindenbergs Worten auszudrücken. „Der Sog wird dabei von Seite zu Seite stärker“, heißt es schon im Vorspann und solange es noch Bücher aus Papier gibt, darf man das bei Tino Hanekamps Roman mit verklebten Seiten und schwarzem Buchrand auch spüren und sehen.

Nächste Woche werde ich bei seiner Lesung in Darmstadt dabei sein und ein Interview mit dem Autor führen dürfen, um ihn hier auf AMY&PINK euch näher vorzustellen. Wer live auf den Geschmack der Worte des jungen Autors kommen möchte, kann das in einer Stadt in eurer Nähe machen. Denn Tino Hanekamp ist mit seinem Roman momentan auf großer Tournee.

When I was with my fellow students on the Bockenheimer campus in Frankfurt and saw posters that are filled with thought-provoking phrases such as “Why does everything always degenerate for this?” or “How do people actually keep their lives?” and “Mathilda, you’ve messed up my love” were to read, we suspected as art historians, our campus has been transformed into an exhibition of street art.

We had no idea that this aphorisms is from a smoking head of the passive and slightly pessimistic protagonist Oskar Wrobel. In the story of the Hamburg journalist Tino Hanekamp of the well-known Uebel & Gefährlich the young club owner stumbles from one disaster to the next.

Because it is New Year’s Eve and he stands in front of his last big party before the club on the Reeperbahn must close. He has no money anyway, as if the Chilean business partner Pablo constantly booked bands that no one wants to see and makes Miesen. And to make it worse, even an ex-pimp is after him, who wants 10,000 €.

But not only he is rushing him through the port city, love rushes him too. Mathilda. She jumps from thought to thought, but without love is indeed nothing, and I’m not alone with that opinion. Nina, who sees in black devotion to life, accompanies Oskar. The rest of the entourage includes his buddy Rocky, the rock star and the Russian doorman Leo, who’s either silent or counting everything he sees.

Even in the most heated situations, the protagonist of despair and devoid of prospects future painfully recollect to wisdom back, which he likes even sitting on the toilet seat from Marcus Aurelius takes “Meditations” is this a shot Hamburg humor and “the bangs then go well”, to use the words of in Udo Lindenberg. “The attraction will get stronger from side to side,” is already in the opening credits and as long as there are books made of paper, one may feel the novel by Tino Hanekamps with taped sides and black border also book and see.

Next week I will be with his reading in Darmstadt to be there and may do an interview with the author to make it here to introduce you closer AMY&PINK. Who wants to come live on the taste of the words of the young author can do that in a city near you. For Tino Hanekamp, “‹“‹with its novel currently on tour.

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