Odd Future - The Gang in BerlinPogen, Grölen, Tanzen

Im Sommer vergangenen Jahres begann der erste Rummel um das junge Künstlerkollektiv aus Los Angeles. Blogs und (Online-)Magazine haben die Jungs und Syd entweder in der Luft verrissen oder zu…
Odd Future

The Gang in BerlinPogen, Grölen, Tanzen

Im Sommer vergangenen Jahres begann der erste Rummel um das junge Künstlerkollektiv aus Los Angeles. Blogs und (Online-)Magazine haben die Jungs und Syd entweder in der Luft verrissen oder zu den neuen Helden im Rapbiz gemacht. Bei solchen Hypes nehme ich immer erst dezent Abstand, weil das oft ein Abturner ist. Trotzdem wollte ich wissen, was an dem Ganzen dran ist und habe mir ‘ne Menge Alben runtergeladen, die kostenlos und legal über die Website von Odd Future zum Abfeiern zur Verfügung gestellt wird.

Da ziehe ich mir die ersten paar Songs und Videos rein und bin erst einmal enttäuscht. Hat mich überhaupt nicht umgehauen. Ein paar Jungs, die ein wenig Krawall machen und fluchen, nichts Besonderes. Zu dem Zeitpunkt war ich der Wolf Gang Macht einfach nicht gewachsen.

Anfang des Jahres habe ich mich noch mal dran gewagt, zunächst an Tylers “Bastard” und das Ding hat mir plötzlich die Birne weggeflasht. Die ungewohnten Rhythmen, Tylers sexy tiefe Stimme und der passende Flow, die Themen der Songs.

Obwohl die Texte oft gewaltverherrlichend und frauenfeindlich sind, habe ich meinen Spaß daran, den gan­zen Scheiß mitzurappen. Als Frau. Denn wie der Tyler ein einem Interview mal gesagt hat, geht’s hier um die Kunst und den Spaß an der Musik und am Leben – man solle seine Worte nicht auf eine Goldwaage legen.

Gerade das finde ich so spannend und mittlerweile fühle ich mich, als wäre ich einer Sekte beigetreten, feiere jede Veröffentlichung von Tyler, Mellowhype, Earl, Mike G, Domo, usw. und bin total ausgeflippt, als ich hörte, dass die Gang nach Europa kommt und auch am 6. Mai Halt in Berlin macht.

„Ich muss verdammt noch mal auf das Konzert – egal was komme!“ Also Flug gebucht, und Freitag Mittag in den Flieger von Stuttgart gen Berlin. Ich war die letzten zwei Wochen total aufgeregt, konnte keine Nacht mehr richtig durchschlafen, Tyler verfolgte mich mittlerweile in meinen Träumen. Und wenn ich an das Konzert dachte, kribbelte es in meinem Bauch, als würde jemand darin sitzen und mich kitzeln. Das erste Mal in die Hauptstadt. Und dann nur wegen ein paar Skaterjungs aus Kalifornien. Verrückt, ich weiß.

Und auch nach mehr als 48 Stunden kann ich mich noch immer schwer in Worte fassen, wie das Odd-Future-Konzert war, werde aber trotzdem versuchen, euch das Geschehene und den Vibe zu vermitteln. Am Freitag so gegen neun füllte sich langsam das Cassiopeia, ein kleiner Hip-Hop Schuppen mit anliegender Skatehalle, was perfekt zu der durchgeknallten Gruppe aus Compton passte.

Nachdem ein paar lokale DJs uns heiß machen wollte, hat dies erst Syd mit ihrem Warm-Up geschafft. Zu Waka Flocka und Mike Jones kochte es schon ordentlich und alle im Club schrien nach der Wolf Gang. Man konnte die Aufregung im Cassio förmlich in der Luft zerschneiden, schließlich warteten wir auf unseren Sektenanführer.

Als Syd Sandwitches auflegte, sprangen Left Brain, Hodgy und Tyler auf die Bühne und die Show konnte nun beginnen. Neunzig Minuten lang gab“˜s ordentlich Radau, die Luft brannte und die Stimmung war bereits nach wenigen Sekunden auf dem absoluten Höhepunkt.

Es wurde die wildeste Sau rausgelassen und wir alle pogten, grölten, tanzten zusammen mit der Gang zu Radicals, French, Splatter, Fuck The Police und weiteren Tracks aus ihrem großen Katalog und feierten die Veröffentlichung von „Goblin“.

Ich ließ mich während des Konzerts komplett fallen, flippte zu jedem Track aus und donnerte mit, auch wenn meine Stimme kurz vor dem Konzert nur für Gekrächze ausgereicht hatte. Das war auf jeden Fall das monumentalste Konzert, das ich bisher erlebt habe. Der kurze Ausflug nach Berlin hat sich ausbezahlt.

Last year the first hype began because of the young artists’ collective from Los Angeles. Blogs and (online) magazines have savaged the boys and Syd either in the air or made them into new heroes in rapbiz.

With such hype, I always take decent distance, because this is often a turn-off. Still, I wanted to know what is on the whole turn and I’ve ‘downloaded a lot of albums that are available for free and legal on the web site of Odd Future.

As I listened to the first couple of songs and videos I’m disappointed. I wasn’t blown away at all. A couple of guys who make a little ruckus, and curse, nothing special. At the time I was n’t able to get the power of Wolf Gang.

Earlier this year I have again ventured turn, first at Tyler’s “Bastard” and the thing I was amazing. The unusual rhythms, Tyler’s sexy deep voice and the right flow, the topics of the songs.

Although the texts are often glorify violence and are misogyny, I had fun listening to it. As a woman. Because like Tyler once said in an interview it’s about the art and the joy of music and in life – we should not put his words on a gold scale.

Just that I find so exciting and now I feel like I was joined a sect, celebrate each release of Tyler, Mellow Hype, Earl, Mike G, Domo, etc. and I freaked out when I heard that the transition comes to Europe and also on May 6th makes a stop in Berlin.

“I must be there, no matter what comes!” So I booked the flight, and Friday noon I was in the plane from Stuttgart to Berlin. I was the last two weeks, so excited, could not sleep through the night, more properly, Tyler pursued me in my dreams. And when I thought of the concert, it tingled in my stomach as if someone sitting in it and tickle me. The first time in the capital. And then only because a few skater boys from California. Crazy, I know.

And even after more than 48 hours I can be still put into words how the odd-Future concert was, but I will still try to convey to you what happened, and the vibe. On Friday so slowly against nine completed the Cassiopeia, a little hip-hop shed with adjoining Skating rink, which tied in perfectly with the crazy group from Compton.

After a few local DJs would make us hot, this has only managed to Syd with her warm-up. At Waka Flocka and Mike Jones is already cooked properly and all the club shouted after the Wolf Gang. You could cut the excitement in Cassio literally in the air, after all, we waited for our sparkling wine leader.

As Syd hung up sandwiches, Left Brain, Hodgy and Tyler jumped on stage and the show could begin. Ninety minutes there was neat wheel, the air was burning and the atmosphere was after a few seconds on the peak.

It was let out the wild sow and we all pogten, bawling, danced along with the transition to Radicals, French, splatter, Fuck The Police, and other tracks from their large catalog and celebrated the release of “Goblin”.

I allowed myself to fall during the concert completely freaked out about each track and thundered, even if my voice had been enough just before the concert only for croaking. That was certainly the most monumental concert I’ve ever seen. The short trip to Berlin has paid off.

Guess

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6 Kommentare

  • Carrie Merry

    ohhhh maaaann da wär ich gern dabei gewesen!!!!

  • icke

    1. bekommt ihr irgendwie geld von denen oder warum hypt ihr die auch so argh … ?
    2. dit cassiopeia is nun nich wirklich n hiphop schuppen …
    3. war earl nich dabei oder haste den beim aufzählen vergessen ? …

  • freezyyo

    @icke earl ist noch in gefangenschaft

    ja nice. glaube GOLF WANG!!!! drückt aus wie ich zu denen stehe. I stab on every gay motherfucking hipster with a pitch fork

  • Tyler the Creator & OFWGKTA live at Camden Crawl

    […] Cassiopeia war bereits nach wenigen Stunden ausverkauft und laut den nachhallenden Stimmen aus der Blogosphäre wohl […]

  • Tyler, The Creator • Goblin (Review) | random.thoughts

    […] Fazit? Gewalt, Beats & Flow. Grundlegend gibts ein sehr breites Themengebiet, das hier abgegrast wird. Düster ist aber irgendwie alles auf ‘Goblin’ und man muss sich verdammt noch mal darauf einlassen. Das ist nix für mal eben zwischendurch und schon gar nichts für einen fröhlichen Partyabend, wobei die Konzerte der Jungs, die bereits mit dem Wu-Tang Clan verglichen werden, mächtig nach vorne gehen sollen! Muss man dann vieleicht mal dabeigewesen sein! […]

  • Jamal

    Also mal abgesehen das die Jungs aus LADERA kommen und nicht aus COMPTON und Fuck the Police von BLACKANDWHITE is und nicht von GOBLIN fand ich den Artikel ganz geil.
    Wäre auch gern auf dem Konzert gewesen war da aber leider im Urlaub..
    Schade

Guess