Ein Nachruf - Osama bin Laden

Der meistgesuchte, meistgehasste und vielleicht bösartigste Mann der Welt ist tot. Osama bin Laden wurde am Montag von einer Einheit der Navy Seals in seinem Versteck in Pakistan mit einem…
Ein Nachruf

Osama bin Laden

Der meistgesuchte, meistgehasste und vielleicht bösartigste Mann der Welt ist tot. Osama bin Laden wurde am Montag von einer Einheit der Navy Seals in seinem Versteck in Pakistan mit einem gezielten Kopfschuss getötet.

Die Welt atmet auf. Dennoch, so finde ich, bleibt trotz all der Euphorie ein fader Nachgeschmack. Wie mittlerweile bekannt wurde, handelte es sich bei dem Einsatz um eine klare Tötungsmission. Eine Gefangennahme bin Ladens war offensichtlich zu keinem Zeitpunkt geplant. Ich empfinde hier gemischte Gefühlte.

Selbstverständlich hatte Osama, der ganz offenkundig das Leben von vielen tausend Menschen auf seinem Gewissen hat, die härteste Strafe verdient. Aber ob eine Hinrichtung ohne Anklage oder Gerichtsprozess eine geeignete Justiz für eine demokratische Weltmacht darstellt, wage ich persönlich ein wenig zu bezweifeln. Hier und dort wird berichtet, die US-Soldaten hätten bin Laden die Möglichkeit gegeben, sich zu ergeben. Ich wage derartige Aussagen zu bezweifeln.

Andererseits, können wir uns aber auch nur zu gut vorstellen, wie Al-Quaida Mitglieder nach einer Gefangennahme ihres Anführers sämtliche Register ihres terroristischen Könnens unter Beweis gestellt hätten, um eine Freilassung von Osama bin Ladens zu erzwingen.

Welche Reaktionen jetzt und bald, nach dem schnellen Tod und der ebenso schnellen Beisetzung der Leiche im Meer, um das Entstehen einer Pilgerstädte für Extremistische Anhänger zu verhindern, aus den östlichen Ländern kommen, darüber kann nur spekuliert werden.

Die Zukunft ist jedenfalls ungewiss. Sicher ist nur eins: Der Tod von Osama bin Laden bedeutet nicht automatisch auch das Ende des Terrorismus. Dieser Mann hat dem Terror ein Gesicht gegeben, aber er war nicht allein der Terror. Die Liquidation einer einzelnen Person wirft das Terrornetzwerk möglicherweise um einiges zurück, aber es ist nicht lahmgelegt.

Anhänger gibt es noch immer zu Genüge und neue Anführer werden kommen, um Osamas Platz einzunehmen. Und die Rache für seinen Tod haben die Taliban bereits geschworen. Daher stellt dieser Tag zwar ohne Frage einen Grund zum Feiern da, dennoch sollte man die Augen und Ohren offen halten für das, was aus dem Osten jetzt kommen mag.

The most popular, most hated and perhaps most evil man in the world is dead Osama bin Laden was killed on Monday by a unit of Navy Seals in his hideout in Pakistan with a targeted head shot.

The world breathes. Still, I think, despite all the euphoria is a somewhat bad. As was known now, it was in the use of a clear killing mission. A capture of bin Laden’s plan was obviously not at any time. I find this mixed real feel.

Of course, had Osama, who obviously has the lives of many thousands of people on his conscience, deserves the harshest punishment. But whether an execution is without charge or trial an appropriate justice for a democratic world power, personally I dare a little doubtful. Here and there it is reported that U.S. troops had bin Laden given the opportunity to surrender. I venture to doubt such statements.

On the other hand, we can also imagine only too well how Al-Qaeda members had provided for an imprisonment of their leader all the stops its terrorist skills to the test, a release of Osama bin Laden’s force.

What kind of reaction now and soon to prevent the rapid death and the equally rapid burial of the corpse in the sea to the emergence of a pilgrim cities for extremist followers come from the East, there can only be speculated.

The future is certainly uncertain. Only one thing is: The death of Osama bin Laden does not automatically end terrorism. This man has given the terrorist a face, but he was not only the terror. The liquidation of a single person throws the terror network may return a lot, but it is not paralyzed.

Followers, there is always enough, and new leaders will come to take Osama’s place. And the revenge for his death, the Taliban have already sworn. Therefore, the current day without question as a reason for celebration, but you should keep your eyes and ears open for what may come from the East now.

Topshop

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere aktuelle Neuigkeiten über das Leben zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Mister Spex

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

27 Kommentare

  • Phil

    Spannende Details über den Einsatz… Es war ein EKIA – Enemy killed in action.

    http://nachrichten.t-online.de/obama-verfolgte-geronimos-letztes-gefecht-live/id_46153438/index

  • Grund zum Feiern? Die Knalltüten die sich jetzt in Jubelfeiern ergehen züchten doch schon die nächsten Extremisten heran, oder sind sogar selbst welche? Muss da leider dem Papst recht geben: Tötung ist kein Grund zum Feiern…

    • Bastard

      Sehe ich im Grunde genauso. Freuen sollten und dürfen sich jedoch alle die, die durch Osamas Dräthezieherei in der Vergangenheit Freunde und Verwandte verloren haben. Das aber ein ganzes Volk in höchster Verzückung ist, weil ein Mensch hingerichtet wurde und sich selbst unsere Kanzlerin öffentlich ins Fäustchen lacht, finde ich persönlich auch eher gruselig. Wie schon oben erwähnt, empfinde ich diese Art der Problemlösung für ein demokratisches und christliches Land wie Amerika doch recht fragwürdig.

  • Roy Orbit

    Durchfall 3000: “Daher stellt der heutige Tag zwar ohne Frage einen Grund zum Feiern da, dennoch sollte man die Augen und Ohren offen halten für das, was aus dem Osten jetzt kommen mag.”

  • Monsieur Croche

    Meistgehasste? Ich mochte ihn eigentlich immer. Mit ihm konnte man gut saufen und Weiber aufreissen gehn!

  • Paul

    …super Bart auf dem Foto, kann ich ihre Tel.Nr. haben?

  • Die Bedrohung im Osten sind doch eher Neonazis, was haben die denn mit Osama Bin Laden zu tun ?

  • Armin Dila Kurtovic

    Ich würde sagen nope! Terror gab es vor ihm und wird es nach ihm geben…

  • Ich glaub denen kein Wort. Nicht nur, dass es nichtmal bewiesen ist, dass er an 9/11 beteiligt geschweige denn Schuld war… einfach alles daran stinkt gewaltig. Und ich finde es unfassbar, wie man den Tod eines Menschen so feiern kann. Und sich dann als Christen bezeichnen, na Prost Mahlzeit. Amerika ist sehr seltsam.

  • Eigen

    Was für ein einfältiger und flacher Beitrag. Das mit der Politik solltet ihr lieber lassen hier…
    Ich zitiere: “Die Zukunft ist jedenfalls ungewiss.” Aha! Na dann Prost!

    • Jana

      Komm schon, der Artikel ist jawohl mindestens und damit immerhin Stammtischparolen- und Allerweltspolitikwissen-Niveau!
      Ich als großer DerBastard-Fan (niiiiiicht!) bin ja schon ganz froh, dass er diesmal Titten und Exkremente aus’m Spiel gelassen hat.

  • sorry, aber der artikel klingt echt wie ein schulaufsatz.
    ein grund zum feiern ist das für mich wirklich nicht.

  • gerd

    man sollte also die augen und ohren offen halten, für das was aus dem osten kommen mag. super. das mach ich. weil ihr das in einer großartigen intellektuellen leistung so gnadenlos überraschend und absolut überzeugend analysiert habt. danke! für politische analysen ab jetzt nur noch: amy und pink!

  • Bastard

    Hallo anonyme Vollidioten, der Artikel ist keine politische Analyse, sondern lediglich eine kurze Momentaufnahme meiner eigenen Meinung zur Situation. Und noch während ich tippe, frage ich mich, warum ich mir überhaupt die Mühe mache, euch schmalzgewichsten Besserwissern das erklären zu wollen. Da geh ich doch lieber wieder spielen.

    • Polygon

      Naja, das ist ein Blog und der Blogger kann auch einfach ein paar Gedanken äußern. Da muss nicht immer intellektueller Mist rauskommen. Ich persönlich bin auch kein Fan von diesen Artikeln hier, aber ich lese mir gerne die Kommentare dazu durch. Wenn jemand Probleme mit den Ansichten hat, kann er oder sie einfach mal sachlich diskutieren, aber direkt beleidigend zu werden, geht auch dem härtesten Schreiberling auf den Keks.

  • ein witz: Osama bin Laden ruft Barack Obama an: “Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Zunächst die gute: Ich bin bald tot!“ Obama fragt zurück: “Und was ist die schlechte?“ Bin Laden: “Ich komme mit dem nächsten Flieger “¦“

  • Ivan

    Als ob der tot ist …

  • luckybusted

    Ich fress nen Besen wenn tatsächlich eindeutige Beweise für Osamas Tod vorgelegt werden. Der chillt noch in Texas. Die haben Nur wieder nen Grund gebraucht um an den Ölpreisen zu schrauben.

  • Sarah

    Ich schließe mich Johanna an ^^ Die Medien erzählen auch jedesmal was anderes <3 Es war es 1 Kopfschuss. Dann 2 Kopfschüsse. Dann ein Feuergefecht. Nun kam raus, dass er gar nicht bewaffnet war und somit schließt sich wieder das Feuergefecht aus. Traurig finde ich nur, dass sie die Frau hinter der sich Osama versteckt hat mit erschossen haben. Wenn sie wirklich unbewaffnet waren, war das definitiv eine unnötige Aktio gewesen sie zu erschießen.

    Und an Eigen… Wo behauptet denn AmyPink von sich, dass sie die super Politik Diskutierer sind? Es ist doch gut, dass sie das Thema kurz ansprechen. Es vollkommen zu ignorieren oder nur dumme Witze darüber zureißen wäre dämlich. Aber das hier nicht. Das is nun mal seine Ansicht und die Autoren können hier doch labern was sie wollen ^^

    Und ich find's angenehm, dass man hier "lockerer" darüber diskutieren kann als in irgendwelche Politikforen, wo eh alle dermaßen kleinkariert sind, dass ihnen eh nur ihre eigene Meinung interessiert.

  • Max

    Es wird nicht mehr lange dauern und alles ist voller Verschwörungstheorien. Schön, wie der Westen seine moralische Überlegenheit zeigt, in dem er einen unbewaffneten Gegner nicht überwältigen kann…

  • Mario

    Ich weiss, Amypink ist ein relativ freies Medium, und dieser sogenannte “Nachruf” soll kein politisches Statement im eigentlichen Sinne darstellen. Trotzdem scheint er mir äusserst dürftig und dünn. Der Artikel rezitiert das, was der politisch tatsächlich nur wenig belesene Zeitzeuge mit erhobenem Zeigfinger am Samstagabend von sich gibt, wenn er seine Berlin Mitte Freunde warnen und damit anzeigen will, dass er doch schon ein recht differenzierter Typ ist. Der fade Nachgeschmack, die gemischten Gefühle, die Tötungsmission (total humanistisch, das zu hinterfragen, dochdoch) – klingt alles extrem nach einer Fighting for Peace Demo, so zirka 2003 und knapp vor der Volljährigkeit (da ging man noch mit, weil man dafür von der Schule frei kriegte). Mit der Erwähnung von dem, was eh total offensichtlich ist (z.B. dass auch ohne Osama die antiwestliche Bewegung keineswegs schwächer wird), gestaltet man keinen Nachruf – dafür ist das Thema nun tatsächlich zu komplex und nicht in zehn Sätzen fassbar. Von Leuten, die heir schreiben, erwarten wir als Leser mehr. Oder dann lieber gar nichts dazu.

  • mario

    Nachtrag: ‘Freuen sollten und dürfen sich jedoch alle die, die durch Osamas Dräthezieherei in der Vergangenheit Freunde und Verwandte verloren haben.’ Sag mal, was ist das denn für ein Satz?!???

    • Bastard

      Der Artikel ist ein schnelles, und kurzes Statement. Zeitnah nach Bekanntwerden von Bin Ladens Tod geschrieben. Teilweise noch unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehend. Ausserdem war ich während des Schreibens gerade dabei, den Weltrekord im Dauerachterbahnfahren im Europa Park zu brechen. Ich bitte eventuelle Defizite im Text, die dein Blut in Wallung brachten, zu entschuldigen.

Topman