Mitfahrgelegenheiten - Have Fun In HellViel Spaß in der Hölle

Es ist wieder so weit: Urlaubssaison. Die post-pubertären Studenten und Lebenskünstler der Hauptstadt bewegen sich uniform gen Heimat, sprich: aus der Blase der internationalen Alles-ist-möglich-Welt nach Restdeutschland, wo Kuckucksuhren noch…
Mitfahrgelegenheiten

Have Fun In HellViel SpaSS in der Hölle

Es ist wieder so weit: Urlaubssaison. Die post-pubertären Studenten und Lebenskünstler der Hauptstadt bewegen sich uniform gen Heimat, sprich: aus der Blase der internationalen Alles-ist-möglich-Welt nach Restdeutschland, wo Kuckucksuhren noch ohne Sub-Bass ticken und Raves noch genau das sind, was man sich darunter vorstellt, nämlich verstrahlte Schlaghosenträger und untanzbarer, niederländischer Tetristrance.

Manche packen ihre Sachen spontan, um dem Zombiemob zu entgehen, aber es ist unsere Zunft, die dabei gründlich verkackt hat: Spontan gibt“˜s nur, wenn man ein Auto hat. Haben wir alle aber nicht. Fliegen kann man sich trotz Kerosinsubventionen leider so kurzfristig auch nicht mehr leisten (150 Euro BLN-FFM, ja danke, ich laufe lieber). Und Bahnfahren? Die gute, alte, deutsche Bahn, wo man das plärrende Vieh anderer Menschen und einmal richtig kross durchbacken im Sommer gratis auf das 120 Euro Ticket dazu bekommt. Was für ein Service.

Ich krieg jedesmal einen halben Schlaganfall, wenn ich als arme (quasi) Studentin mal wieder die Preise abchecke. Unter 80 Euro ist da für eine einfache Fahrt nichts zu holen. Meine Standardreaktion ist hohles Gelächter. Der Laptopdeckel wird dann schnell zugeschlagen und auf die Tastatur getackert, damit sich der Anblick dieser Preise nie wieder in mein Blickfeld bahnt.

120 Euro? Wirklich? Das ist der Standardpreis. Für 120 Euro kann ich vier Wochen lang frisches Gemüse essen. Für das Geld kann ich acht bis zwölf Konzerte im Monat besuchen! 120 Euro, meine liebe Fangemeinde, das sind 5 Euro pro Kilometer. Ich glaub die haben ein bisschen zu viel Butter in der Birne.

(30 Euro Angebote? Utopie! Wer nicht sechseinhalb Jahre früher bucht oder eine eigens dafür angestellte Sekretärin beauftragt, wird niemals eines dieser berühmt-berüchtigten Angebote finden. NIEMALS!)

Aber in solchen Zeiten – die Eltern warten zu Hause mit versteckten Eiern und man will den Zwangsbesuch für dieses Quartal ja auch abarbeiten – muss man sich zu helfen wissen und so greift man als geiziger Mensch zur einzigen und letzten Alternative: die Mitfahrgelegenheit.

Wer bei dem Wort gerade ein bisschen Gänsehaut am Pimmel gespürt hat, dem schüttle ich in dieser Gemeinsamkeit die Hand. Mitfahrgelegenheit fahren ist das russische Roulette der Privattransporte. Ich sage es von Anfang an: Ich hatte auch gute Mitfahrgelegenheiten. Das sind diejenigen, an die ich mich nicht erinnern werde. Das sind die guten. Die anderen, das sind die, welche tiefe, eitrige Narben in meiner Haut hinterlassen. Ich sage mir jedes Mal, wenn die Entscheidung wieder bevorsteht: „Yo S, fahr lieber mit dem Fahrrad. Oder spare noch ein paar Monate für das Zugticket. Vielleicht haben sie bis dahin schon das Beamen erfunden. Aber bitte, bitte, tu uns das mit der MFG nicht noch mal an.. bitte.“

Drei Schnäpse später habe ich alle meine Vorsätze vergessen und bei Akram oder Svensson eine Fahrt in Süden gebucht. Los geht es zu einer unchristlichen Uhrzeit, abgeholt werde ich am Babystrich, es ist arschkalt und wir brettern am Rekordlimit über die Autobahn. Ich zähle mindestens acht Nahtode (Leitplanke, Leitplanke, Rechtsüberholen, Leitplanke, kurz telefoniert und von der Spur gegen einen LKW gekommen, Leitplanke, Ausfahrt verpasst und als Geisterfahrer umgedreht, Leitplanke).

Ich sitze zwischen drei anderen Leuten gequetscht auf der Rückbank und muss einen sabbernden Hund auf dem Schoß tragen, der mich hin und wieder anfletscht und gerade eine Magendarmgrippe verarbeitet. Der Jesuslatschentyp neben mir will mir eine philosophische Diskussion aufzwingen, der andere stinkt nach faulen Eiern und im Radio läuft ununterbrochen Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims Live In Concert. Wir halten eine Dreiviertelstunde an einem gottverlassenen Rasthof an, damit der Fahrer sich dort seine Brötchen schmieren kann. Wir halten noch mal an, um eine dubiose Taschenübergabe durchzuführen.

Wir kommen acht Stunden zu spät an und ich werde nicht am Frankfurter Hauptbahnhof rausgelassen, sondern um 3 Uhr morgens in Bad Hersfeld. INFO AN ALLE: BAD HERSFELD IST NICHT FRANKFURT. Übrigens sind Stadt Allendorf, Alzenau Hörstein und Seligenstadt auch nicht Frankfurt. Bad Hersfeld ist ziemlich weit weg von allem und hat keine nützlichen Nahverkehrsmittel. Ich stehe also mit einem tonnenschweren Rucksack da und habe null Empfang und muss mir wieder meinen Weg nach Hause erkämpfen. Danke, liebe Mitfahrgelegenheit!

Und das alles, nur damit mich meine Eltern glücklich und zufrieden zusammenscheissen können, wieso ich so spät nachts noch ankomme, ob das mit der Mitfahrgelegenheit nicht gefährlich ist und wieso ich nicht wie alle anderen Erwachsenen einfach Bahn fahren oder Fliegen kann, ES IST DOCH HEUTZUTAGE WIRKLICH BILLIG. Hach ja. Willkommen zu Hause. Und viel Spaß in der Hölle…

It’s that time again: holiday season. The post-pubertal students and survivors of the capital move uniform gene homeland, say, from the bladder of the international all-is-possible-world to the rest of Germany, where cuckoo clocks tick even without sub-bass and raves are precisely yet what one would including presenting, namely irradiated shock braces and undancable, Dutch Tetris trance.

Some pack their things spontaneously, to escape the zombie mob, but it is our guild, which has thoroughly screwed it here: there’s only spontaneous when you have a car. We haven’t. You unfortunately can fly in spite of kerosene subsidies, (150 € BLN FFM, thank you so, I prefer to walk). And train travel? The good old Deutsche Bahn, where to get the cattle of others, blatant, and once properly crispy and roasted in the summer for free on the 120 euro ticket to do so. What a service.

Every time I get half a stroke if I, being poor (or less) student again check up the prices. Under 80 € there’s nothing to get. My standard response is hollow laughter. The laptop lid is then struck quickly and tacked on the keyboard so that the sight of these prices never blazes in my view.

120 €? Really? This is the standard price. For 120 € I can eat fresh vegetables for four weeks. For the money I can go eight to twelve concerts per month! 120 euros, my dear fans, or 5 € per kilometer. I think they have a bit too much butter in the bulb.

(30 € offers? Utopia! Those who do not book six and a half years earlier or a specially commissioned salaried secretary, never one will find this infamous deals. Never!

But in such times – waiting for parents at home with hidden eggs and you want to visit the compulsion for that quarter even execute well – you have to know what to do and so does one person as stingy as the only and last alternative: the ride.

Who has the word just a little felt goosebumps on his dick, which I shake his hand in this community. Lift pass is the Russian roulette of private transport. I say it from the beginning: I had a good car-sharing. These are the ones to which I will not remember. They are good. The other, which are the ones deep, festering scars left in my skin. I tell myself every time before the decision is again: “Yo S, go by bike. Or save a few more months for the train ticket. Perhaps they have already been invented by then beaming. But please, please, don’t do car sharing again. Please!”

Three spirits later I’ve forgotten all my resolutions and booked by Svensson or Akram a ride into the south. We start at a non-Christian time, I got picked up the baby line, it’s freezing cold and we boarded the record limit on the highway. I count at least eight near-death (guard rail, right overtaking, guard rail, guard rail, short phone calls from the track and came to a truck crash barrier, missed exit and turned around as a ghost driver, guard rail).

I sit between the other three people squeezed in the back seat and wear a drooling dog on my lap, which hates me and processes a stomach flu. Jesus sits right next to me and impose a philosophical discussion, the other smells like rotten eggs and radio running continuously Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims Live In Concert. We hold a three-quarter hour in a godforsaken rest stop, so the driver can lubricate his living there. We stop at times to carry out a dubious case transfer.

We have eight hours too late and I will not let out at Frankfurt main station, but by 3 clock in the morning in Bad Hersfeld. INFO FOR ALL: BAD HERSFELD IS NOT FRANKFURT. Incidentally, Stadt Allendorf, Alzenau Hörstein and Seligenstadt are not Frankfurt. Bad Hersfeld is quite far away from everything and has no useful public transport means. I am standing there with a barrel-heavy backpack and have zero reception and I must fight my way back home. Thank you, dear ride!

And all this can only order me up shit my parents happy and satisfied, why I’m so late at night is immaterial whether or not the ride is dangerous, how come I can not like all the other adults simply drive train or flying, IT IS STILL TODAY REALLY CHEAP. Oh yes. Welcome home. And have fun in hell…

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43 Kommentare

  • Reinhardt

    ich suche eine mitfahr gelegenheit !

  • Reinhardt

    i love PIn!K

  • Tirolblogger

    Muss eine Hauptstadtkrankheit sein. Bei uns im Süden habe ich noch nie eine schlechte Erfahrung mit MFG gemacht…

  • Kunststurz

    Das spricht mir so aus der Seele. Heute geht es wieder los, Richtung Berlin, mit der Mitfahrgelegenheit. ;-)

  • KatrinH

    also was ich auf den Fahrten von münchen nach FFM erlebt habe, ist (fast) unbeschrieblich. eine hysterische Pharmareferentin, die zu spät für ein meeting dran war und ab würzburg schlicht und ergreifend ausrastete. “Ich weiß, was meine Chefin sagen wird, aber früh soll ich denn noch los fahren, überhaupt diese hin-und Herfahrerei…” schrie sie uns verdutzte Mitfahrer an. Dass ihre Kinder laut ihren Erzählungen ADHS haben, wunderte mich nach der Fahrt nicht und es war wieder ein Beleg dafür , dass statt den Kindern die Eltern behandelt gehören.
    Ein anderer Fahrer steckte wohl in einer häßlichen Scheidung udn stritt sich via Freisprechanlage mit seinem Anwalt – auch hübsch…
    Und von dem Typen, der bei 200 in der einen Hand einen Burger, in der anderen sein Telefon hatte und mit den Ellenbogen lankte, red ich jetzt gar nicht…

  • m.

    Gott, wenn das schon wieder lese.. Wie wärs denn dann, wenn die armen Hipster-Berlin-Studenten einfach in Berlin bleiben, anstatt sich im Web auf Blogs und bei Facebook über so einen Quatsch auszuheulen?

  • julia

    Augen aufmachen beim Suchen! Natürlich gibt es diese Angebote-auch und sogar vermehrt für Spätbucher. Ich bin der Beweis. Ich bin letzte Woche für 40€ mit der Bahn von München nach Frankfurt und für 30€ wieder zurück. Und wann habe ich gebucht? Zwei Tage vorher. Mache ich übrigens immer so und ich habe bisher für Hin-und Rückfahrt nie mehr als 90€ bezahlt für die Strecke von einem Kaff im Süden von München bis Frankfurt Flughafen inklusive S-Bahn nach Wiesbaden Hbf.
    Wenn man natürlich auf so einen Luxus wie ICE oder Privatlounge mit persönlicher Playlist oder ähnlichem nicht verzichten will, dann muss man eben mit mehr Geld rechnen. Aber für mich und einen großen Teil der Rest der Welt gibt es genügend Möglichkeiten unter 100€ von A nach B zu kommen. Weniger meckern und sich besser informieren!

    • sara

      Natürlich gibt es diese Angebote. Ich kann auch mit dem Wochenendticket für 35 Euro eine 9 Stunden Fahrt in der Bimmelbahn in Kauf nehmen, ich kann auch zwei Tage vorher wie eine Verrückte suchen und meine Zeit daran verschwenden — das ändert nichts daran dass ich trotzdem über die Preise, die NICHT gerechtfertigt sind, meckern würde.

  • .andi

    DANKE! Dieser Artikel ist ein toller Start in den Tag.

  • Ich habe mal einen Mitfahrer beim Frankfurter Flughafen abgeholt und musste mit Anlauf aus dem Parkhaus raus, weil mein erster Gang kaputt war und das Auto mit vier Personen zu schwer war, um bei der Steigung im zweiten angefahren zu werden. Die werden mich auch gehasst haben. (Mit Knien lenke ich auch. Allerdings nur, wenn ich allein im Auto sitze und auf leeren Landstraßen.)

    Wenn man Zeit genug hat, den gesamten Tag auf Schienen zu verbringen und eventuell noch einige Bekannte, die in die gleiche Richtung mitreisen, lohnt sich das Quer durchs Land-Ticket der DB: http://www.bahn.de/regional/view/regionen/freizeit/quer-durchs-land.shtml

    (Welche Mitfahrgelegenheit lässt dich denn ist Bad Hersfeld raus!? Das liegt doch östlich auf Höhe von Marburg und hat mit FFM so viel zu tun, wie Koblenz und Mannheim.

  • Christian

    Haha – guter Artikel.

    Wenn ich das so les, inkl. der dezenten Übertreibungen, bin ich doch recht froh, auf diesen MFG Kram bisher verzichtet zu haben.

    Hab grad bei DeinBus geschaut, aber zeitlich ist das keine wirkliche Alternative zur Bahn, aber: man kommt am Ziel an, nicht ~100km davon entfernt und muss nicht x-tausendmal Umsteigen.
    Also vielleicht ja doch eine Alternative ;)

  • danke, das du dafür sorgst, dass ich weiter für Bahntickets hungere <3

  • ÄNN

    liegt gleich neben an . Hässliches , altes Bad Hersfeld .

  • Jessy

    oh man ^^ so schlechte erfahrungen hatte ich zum glück noch nie dami, bin aber auch nur 2x da mitgefahren. das 1. mal hatte ich ganz normale leute, das 2. mal allerdigns waren mir ALLE in dem wagen sehr unheimlich, weswegen ich auch nich mehr da mitgefahren bin ^^ da versuch ich doch eher 2-4 monate vorher nen möglichst günstigen flug zu finden oder mit viel glück son 30€ bahnangebot. ein mal hab ich sogar so eins erwischt xD spontan is sowas allersdings echt nicht drin.. zum kotzen.

  • Rita

    so ein müll!
    MFG ist ne klasse sache! und die ausgedachte fahrt ist wohl das letzte! hättest vll noch dazu dichten können,dass ein verdächtig großer müllsack in den kofferaum geladen wurde,..echt schlimm.

  • julia

    wie gesagt – luxus kostet.
    und wenn man nichtmal bereit ist, den kleinen finger zu strecken, dann sollte man doch lieber einfach zuhause bleiben.

    • sara

      Moment, Bahn fahren ist Luxus? Was ist dann kein Luxus? Ein Auto besitzen? Im Flugzeug fliegen? Ist ja schön und gut dass es Menschen auf der Welt gibt, die bei 120 Euro ein bisschen lächeln müssen. Aber das gilt nicht für alle. Und Bahnfahren in der letzten möglichen Klasse mit allen Einschränkungen die man aufnehmen kann, ist mit Sicherheit KEIN Luxus.

      • julia

        Bahn fahren ist eben KEIN Luxus, sag ich ja. Denn Luxus bekommst du garantiert nicht für den Preis eines Bahntickets. Da musst du schon mehr als 120€ hinblättern.
        Mein Punkt ist, dass du wohl ein verkehrtes Weltbild hast, wenn du denkst, dass man für solche Preise mehr erwarten kann.

        • sara

          Meinst du das wirklich ernst? Wie sollen wir denn eine umweltfreundliche, nachhaltige Politik unterstützen, die dann aber gleichzeitig mit solchen Preisen die Autofahrerei (also höhere Spritpreise, Abgase, usw) subventioniert?

          Und geh mal aus deinem deutschen Denken ein bisschen heraus und überleg dir mal wie viel 120 Euro an Kaufkraft makroökonomisch besitzen. Das ist nicht nur einfaches Relationsgeschwafel, sondern wichtig, um bemessen zu können was uns das Leben und alle dazugehörigen Bequemlichkeitsfaktoren eigentlich wert ist.

          Zu schade, dass da manche Menschen scheinbar die Perspektive verlieren.

          • julia

            In dieser Hinsicht werden wir wohl keinen gemeinsamen Nenner finden. Mein Weltbild mag das Gegenteil von deinem sein-verloren hab ich die Perspektive deswegen noch lange nicht. Ich bin Realistin und habe den Glauben an eine bessere Welt schon lange in die Ecke gestellt.
            (Hier geht es dir doch ausserdem einen Scheißdreck um Umwelt und Politik, hier gehts um deine eigene Bequemlichkeit und -natürlich-ums eigene Geld. )

          • sara

            Das eine hängt mit dem anderen zusammen, und Bequemlichkeit kommt nicht automatisch, wenn es teurer wird.

  • Ich kann die Erfahrungen bei Mitfahrgelegenheiten nicht nachvollziehen. Ich habe bisher ausschliesslichen positive Erfahrungen gemacht. Das “negativste” sind diejenigen, die langweilige Gesprächspartner sind. Aber in der Regel lernt man tolle, interessante Menschen kennen, mit denen man sich gut unterhalten kann. Wenn ich längere Strecken fahre, inseriere ich sie auch immer als Mitfahrgelegenheit und bislang hat sich niemand beschwert. Und ich als höflicher Mensch erkundige mich auch immer nach dem Musikgeschmack meiner Mitfahrer.

  • Anja

    Herrlicher Artikel! *insertstandingovationshere* :)

  • “¦ schon mal mit dem Berlin Linienbus gefahren? Macht auch Spaß ;)

  • Jaaaaaaaaa! Ja Ja JA! So ist das. IMMER!
    Mein Beitrag: Der Hippie, der auf einer Autobahnraststätte mit einer Kippe im Mundwinkel das Benzin aus einem Reservekanister in den Tank füllt.
    But the truth is: Wir haben immer überlebt.

  • Herrlicher Text, von einem Ohr zum anderen grinsend, Realitäten anderer sind einfach super!
    Freue mich über eine Fortsetzung aus der Bahn:
    http://ps.bahn.de/preissuche/preissuche/psc_start.post?

    Etwas mehr als 3 Tage in voraus buchen bitte und vor dem Kauf auf die Uhrzeiten achten. Danke.

  • jespin

    ey, wenn du nich sonstwann vom babystrich abgeholt werden und nicht in arsch-der-welt-stadt abgesetzt werden magst, dann such dir einfach mal MFGs, die dich zentral abholen und absetzen. dazu noch welche, wo bei den freien plätzen nicht sowas wie “9” steht.

    mal ehrlich, ffm-b ist jetzt nicht so dünn befahren, dass sich da nix findet.

  • Tina

    Bin froh, dass ich nicht die einzige bin, die sich zweimal im Jahr ( Ostern und Weihnachten) mit fünf Personen in nen Twingo zwängen muss, nur damit der lästige Pflichtbesuch bei den Eltern nicht dafür sorgt, dass man den Rest des Monats Nudeln mit Ketchup essen muss!
    Erfrischend!

  • marcel

    “120 Euro, meine liebe Fangemeinde, das sind 5 Euro pro Kilometer. Ich glaub die haben ein bisschen zu viel Butter in der Birne.”

    die Rechnung stimmt nicht!

    Du musst die 120 Eur durch die 600 Km teilen um auf den Kilometerpreis zu kommen, dann sinds auch nur noch 0,20 Eur pro Km, statt deiner 5 Eur.

  • Coco

    Halten wir doch einfach mal fest: dies ist ein möglicher Verlauf.
    Es ist das Risiko mit man bei einer Mitfahrgelegenheit spielt, vor allem wenn Berlin Start oder Ziel der Reise ist ( ganz ehrlich auf diesen Strecken hab ich auch immer die irrsten Fahrer erlebt … inklusive einiger die nie ankamen und die ich vielleicht auch nicht kennenlernen wolllte)
    Jedoch im Schnitt hunderter Mitfahrten von und nach Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Dresden und was weiß ich nicht noch wo überall hin, hat der überwiegende Teil gut funktioniert. Ich erwarte keine perfekte Bespaßung auf einer solchen Fahrt. Ich will zügig ankommen und ich schlafe auch bei 200er Tiefflug über den Asphalt oder während man noch mit mir spricht, herzlich gut ein.
    Manchmal dauert es länger, meist landet man nicht direkt im Zentrum, manchmal denkt man sich hinterher: NIE WIEDER, VERDAMMT!
    Doch solange es die günstigste Möglichkeit des Reisens ist und das Festkrallen aus Angst vorm Tode oder der aufkochenden Wut über Phrasengedresche, welches sich Gespräch nennt noch nicht die Regel werden, erscheint es mir immernoch als gute Alternative.

    PS: Also wer mal eine der Haupttrassen der DB vor Feiertagen oder einfach nur an einem Freitag oder Sonntag gefahren ist, der kann über fünf Personen im Twingo nur müde lächeln. Und einen ersatzlosen Ausfall kann ich bei dem Verein auch genauso oft erleben wie bei einer MFG.

  • Anja

    Und das alles, nur damit mich meine Eltern glücklich und zufrieden zusammenscheissen können……DANKE, einfach herrlich dieser Artikel ;)

  • Sehr geil geschrieben! (Ich reise ja wenn ich mit der Bahn fahre grundsätzlich mit dem Wochenendticket, btw. Anstrengend, aber unterhaltsam.)

  • (Und ja, das ist sehr zehrend, aber wenn du selber schreibst, du kommst 8 Stunden zu spät irgendwo an, ich glaube, dann wäre die Reise mit dem WoE-Ticket nicht so langwierig gewesen. Mittlerweile stelle ich meine WoE-Ticket-Fahren auch als Mitfahrgelegenheit rein, und habe zwar bislang nicht viele, aber eigentlich nur gute Erfahrungen gesammelt.
    ICE fuhr ich in meinem gesamtem Leben erst 2 mal. Ich bin halt arm (Aber Sexy!1!))

  • kiki

    es gibt auch das dauerspezial von der bahn für 29€, mit dem man auch ice fahren darf. muss man sich halt bisschen informieren. übrigens weiß man ja, wann zb weihnachten und ostern oder irgendwelche geburtstage sind und muss das nicht kurz auf knapp machen. da kann man sich sowas ersparen. außer natürlich man will abenteuer. oder so.

  • marc

    mann mädel, dafür dass dir deine eltern dein tolles berliner-altbau-trendviertel-studenten-hippster leben finanzieren damit du nich aufem langweilige land leben musst solltest du die beiden ruhig öfter besuchen gehn…vergiss nich wo du herkommst.

    m

  • also bei mir wars ganz anders

    BLN->FFM 30 Euro. Vor der Haustür abgesetzt. Und 4 Leute in nem großen neuen Mietwagen.