re:publica 2011 - Orgy Of IrrelevanceOrgie der Bedeutungslosigkeit

Stellt euch vor, ihr entführt aus jeder Klasse der deutschen gymnasialen Oberstufe die beiden Nerds, mit denen sich nicht einmal mehr die Lehrer unterhalten möchten, drückt jedem von ihnen ein…
re:publica 2011

Orgy Of IrrelevanceOrgie der Bedeutungslosigkeit

Stellt euch vor, ihr entführt aus jeder Klasse der deutschen gymnasialen Oberstufe die beiden Nerds, mit denen sich nicht einmal mehr die Lehrer unterhalten möchten, drückt jedem von ihnen ein iPhone und ein iPad in die Hand und sperrt sie drei Tage lang mit Bier und Club Mate in eine große Halle ein. In einem einzigen Satz wäre damit die gesamte re:publica 2011 kurz und bündig beschrieben. Und abgehakt.

Tatsächlich verbirgt sich in dieser holprig formulierten Analyse auch das große Problem der hiesigen Netzgemeinde und der Drang danach, sich aus eben dieser abzumelden. Wenn es denn nur irgendwie möglich wäre. Denn während anderswo die Kreativität und die potentielle Vielfalt des kulturellen und politisch freien Internets nicht nur gepredigt, sondern auch in die Tat umgesetzt wird, bildet sich die selbsternannte Elite aus größtenteils verklemmten Weltfremden.

Die kann sich dann zwar zwei Stunden lang über uralte StudiVZ-Gruppen in Tweetform und Partys, die eher an die vom Kirchenverein Brunsbüttel veranstalteten Jugendnächte mit DJ Vollgas erinnern, amüsieren, aber inspirieren, mitreißen, Wissen interessant weitergeben, das überlassen sie lieber anderen. Längst durchgekaute Themen verbinden sich mit überaufgeregten Referenten zu einer spröden Orgie der Bedeutungslosigkeit – außer Sascha Lobo konnten einzig und allein die internationalen Gäste mit ihren Geschichten und Erfahrungen vollends überzeugen.

Stets werden lieber die Instrumente an sich bejubelt, als das, was sich mit ihnen anstellen lässt. Wenn prüde Kellerlieseln peinlich ernst genommene Flirttweets auf einer großen Leinwand präsentieren (von denen jeder im Grunde nur unglaublich laut “Bitte fick mich!” kreischt) oder sich bebrillte Asthmatiker in Thesen über die neuesten Facebook-Funktionen verlieren, dann möchte man am liebsten zu jedem von ihnen hinrennen, sie schütteln, ohrfeigen und rufen: “Schluss mit dem Softwareinzest, geht mal raus und verändert verdammt noch mal die Welt!” Außer Tessa, die ist großartig.

Der Spaß endet allerdings an einem gewissen Punkt: An dem sich idealistische und verschämte Lebensopfer das Recht heraus nehmen, das Sprachrohr einer ganzen Gemeinschaft zu verkörpern. Ohne, dass sie irgendwer darum gebeten hätte. Ich möchte nicht von Menschen dirigiert werden, die sich lieber altkluge Weisheiten zum Weltgeschehen aus Reddit klauen und dann erigiert auf Twitter zum Besten geben. Um anschließend Favstar im Sekundentakt zu aktualisieren.

Ich möchte nicht, dass gescheiterte Persönlichkeiten, die nur noch durch ihr kopiertes Image im Internet Aufmerksamkeit ihrer eigenen Art erhaschen können, das Ansehen des Internets für die breite Öf­fentlich­keit prägen. Denn es ist kein Wunder, dass viele Deutsche Angst vor dem Netz haben, wenn aus­schließ­lich Charakterschatten, die sonst kein anderes Hobby gefunden haben, in der Presse zu Wort kommen.

Glaubt uns: Die augenscheinliche Elite des nationalen Webs ist nicht die unsere, ist nicht die der Mehrheit. Während sie sich der kleinbürgerlichen Ernsthaftigkeit verschrieben hat und längst nicht mehr über den Tellerrand hinaus schauen kann, bereist der Großteil von uns die Möglichkeiten der vernetzten Welt mit so viel mehr Elan, Neugier, Flow und ausgewählter Reflexion.

Dieser unglaubliche Chancenreichtum und die Wahl, sein Leben durch das Internet enorm zu bereichern – diese Betrachtung gilt es den Menschen, die noch nicht wirklich online sind, zu vermitteln. Und nicht das Bild einer Handvoll wichtigtuerischer Nerds, die auf einigen wenigen Webdiensten hängen geblieben sind und ihr tristes Dasein über Likes und Retweets definieren.

Imagine you kidnap the two nerds out of every school class, with which not even teachers want to talk anymore, give both of them an iPhone and iPad and put them with some beer and Club Mate into a large hall for three days. In a single sentence, that’s the entire description for the whole re:publica 2011. And ticked off.

In fact, hidden in this rough analysis, is the big problem of the local Internet community and why I would like to unsubscribe from it. If it would be possible in some way. While elsewhere the creativity and the potential diversity of cultural and political free Internet not only preached, but also implemented in practice, the self-appointed elite is made up of mostly uptight world strangers.

They may then indeed enjoy two hours of ancient funny sentences in Tweets and parties, which are more like some Church organized youth nights with DJ Hyperfun, but inspire, carry away, pass on knowledge of interest, they rather leave to the others. Old topics connect with over excited speakers on a brittle orgy of irrelevance – except Sascha Lobo only the international guests were fully able to with their convince stories and experiences.

They always prefer to applaud to the instruments, than what to do with them. If prudish girls show embarrassing seriously taken flirt tweets on a large screen (of which each basically just scream: “Please fuck me!”) or lost bespectacled asthmatic boys talk about the latest Facebook functions, then you just want to run to them, shake, slap and call: “Stop the software incest, go out and change the damn world!” Except Tessa, who is adorable.

However the fun ends, at some point at which idealism and bashful life victims take the chance to embody the voice of a whole community. And nobody asked them to do so. I don’t want to be conducted by people who would rather steal the precocious wisdom on world events from Reddit and then tweet them out. Erected. And then reload Favstar every few seconds.

I don’t want that failed personalities who just have their copied image on the internet to get attention of their own kind, are known for the German internet elite. Because it’s no wonder that many Germans are afraid of the net when just character shadows, who haven’t found another hobby, speak to the media.

Believe us: The apparent elite of the national web is not ours, is not the majority. While acknowledging the seriousness of petty bourgeois has prescribed and can no longer look outside the box, travels the majority of us the opportunities of the networked world with so much more enthusiasm, curiosity, flow and selected reflection.

This incredible chances and the opportunity to choose and to enrich your life with the Internet – this consideration should be given to the people who aren’t online yet. And not the image of a handful of pompous nerds who are stuck on a few web services and define their miserable existence over likes and retweets.

s.Oliver

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere coole Neuigkeiten über Games zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Etsy

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

42 Kommentare

  • Leo

    ich kann nur sagen, dass ich über den livestream einen sehr interessanten vortrag zu thema umbruch in der arabischen welt und die rolle des internets gehört habe.

    über die kleinkariertheit in den anderen hallen weiß ich nix, kann ich nichts zu sagen, aber auf der großen bühne erschienen meines eindrucks nach vorträge mit reeller relevanz.
    das über einen kamm zu scheren und das berliner publikum zur messlatte des politischen einflusses der sog. netzwelt zu stilisieren schien mir nicht angemessen.

    wie weit schlagen die wellen der re:publika? ist das ne punktuelle veranstaltung, die morgen wieder vergessen ist?
    ich habe was gewonnen, zumal wir z.zt. das thema umbruch i.d. arab. welt in der schule beackern.
    bin ich da der einzige?

    lg. leo :)

  • JMP

    Ich persönlich kann auch nur betonen, dass ich nicht finde, dass man so pauschalisieren kann. Es ist nicht wirklich sinnvoll alle re:publica Teilnehmer und/oder Redner als Nerds abzustempeln und so polemisch darzustellen.
    Es gab viele Interessante Beiträge und auch kritische gegenüber der Netzwelt (das mit den Flirttweets sollte man nicht zu ernst nehmen, ein sehr ironischer Grundton war ja erkennbar), die Digitale Gesellschaft ist auch übrigens auch genau der Versuch etwas nach draußen zu bringen, an die Menschen die nicht so Internet affin sind.
    Inwiefern sich die Teilnehmer jetzt als “Elite” oder “Avantgarde des Internets” dargestellt haben kann und will ich auch gar nicht beurteilen.

  • Felix Vetter

    Zitat: “Denn es ist kein Wunder, dass viele Deutsche Angst vor dem Netz haben, wenn aus schließ­lich Charakterschatten, die sonst kein anderes Hobby gefunden haben, in der Presse zu Wort kommen”

  • Felix Vetter

    Kann ich nur zustimmen. ‘German angst’ in Sachen internet findet sicher auch in dieser tatsache ihren ursprung

  • da hast du mich jetzt irgendwie zum lachen gebracht, marcello.

  • Fritz

    ich war auch da und hab für meine redaktion ein paar interviews gesammelt. amy und pinks fazit ist absolut korrekt und mit nem dicken edding auf jedem computermonitor, iphone und ipad zu unterschreiben!

  • Hannah

    Dieser Beitrag war meine Meinung nach auch sehr sehens und hörenswert. ( Mal abgesehen von den ersten Minuten). Deswegen am besten die ersten 10 Minuten aushalten.

    http://derwebarchitekt.de/republica-das-internet-als-gesellschaftsbetriebssystem/

  • Verdammt, da habe ich in den letzten 3 Tagen irgendwie eine andere Veranstaltung erlebt. Gibt es etwa ein paralleles Event, die de:publica sozusagen und wenn ja, wo und wie kann ich mir den Beitrag von Marcel zu diesem Treffen anschauen, denn immerhin hat er ja eine ganze Menge beizutragen und liebt die pauschale Kritik! Warum also nicht auf den Brettern die die vermeintliche deutsche Netzwelt bedeuten?

    • vorx

      Man weiß es nicht, Herr Pallenberg. Aber Sie könnten dieses geheime Parallelevent enthüllen und damit einen erneuten Erdrutsch in der Bloggerwelt auslösen…

      • Marcel

        Ich mag die re:publica. Ich fand sie nur letztens Jahr einfach besser. Womöglich sollte man das nächste Mal auch Menschen als Referenten einsetzen, die sich nicht nur Gedanken um einen guten Panel-Titel machen, sondern den dann auch mitreißend umsetzen. Mehr frische Ideen, weniger Netzinzest. Oder widersprichst du mir da etwa?

        • Es gab massenhaft beschissene Panels von irgendwelchen Schnarchnasen, die ohne ganz viel Club-Mate (oder Redbull)nicht auszuhalten gewesen. Ebenfalls geht mit die alljaehrliche Feminismus-Debatte auf den Senkel von irgendwelchen Kampflesben und Rentierpullover-Girls, die geistig noch in den spaeten 70ern unterwegs sind….

          Nur das muss man verbalisieren und thematisieren, dann kann sich auch was veraendern. Pauschale Kritik bringt einfach nichts und laesst das gute Dutzend ausgezeichneter Sessions und Panels ziemlich schlecht aussehen. Das haben diese Referenten einfach nicht verdient!

          • Marcel

            Da gebe ich dir vollkommen Recht, aber so kam mir eben der Großteil der Veranstaltung vor. Natürlich konnte ich auch nicht alle Panels sehen. Womöglich hast du bessere erwischt, aber das ist der Eindruck eines ganz normalen Besuchers. Schließlich konnte niemand alle Panels sehen – oder nur die guten. Aber na klar: Mitmachen und es besser hinbekommen ist besser als alles zu pauschalisieren und mies darzustellen. Neues Jahr, neue Chance.

  • marie

    ach wie schön marcel, beschreibst du dich gerade selbst?

  • re:publica 2011 – Das war nichts! #rp11

    […] re:publica 2011 Johan: re:move “” oder der Versuch einer re:publica-Perspektive AmyPink: RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit Kreativbüro: re:sümee XI BisCulmCom: Re:publica 2011 – Im Norden nichts […]

  • carolinn

    Ich bin begeistert. Der Autor scheint die Fähigkeit der Zeitreise zu besitzen und hat jeden einzelnen Vortrag gesehen. Anders kann ich mir eine derart pauschale Kritik nicht erklären.

  • Michael

    Bashen ist auch ein funktionierendes Mittel der Reichweitensteigerung. Gell?

  • Veranstaltung nicht verstanden und damit nicht klargekommen. Nächstes Mal bitte gleich zu Hause bleiben, ist sicher besser für Deinen Magensäurespiegel.

  • Aber geil finden, als re:publica-Role-Model für´s ZDF abgefilmt zu werden. Nuff said, little boy.

  • Marcel. Wir zwei müssen mal ein Bier trinken gehen, dann erkläre ich Dir den ganzen Scheiß einfach mal.

  • LAG Netzpolitik Berlin » Re:tro zur Re:publica – eine Linksammlung

    […] re:publica 2011 Johan: re:move “” oder der Versuch einer re:publica-Perspektive AmyPink: RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit Kreativbüro: re:sümee XI BisCulmCom: Re:publica 2011 – Im Norden nichts Neu re:publica 2011 – […]

  • MisterBrightside

    Es ist so viel einfacher, diesen Text als reines Gebashe abzutun. Manche buhen Marcel aus, weil er Marcel von AMY&PINK ist. Machen wir uns da nichts vor. Augenscheinlich „seriösere“ Medien und Blogs (vulgo: Websites ohne Möpse), die genau die hier angesprochene Thematik behandeln, werden wohlwollend erfasst. Die Form der Polemik, die AMY&PINK anwendet, provoziert.

    Das ist vollkommen angemessen und notwendig. Da hinterfragt endlich jemand, welches Menschenbild auf der re:publica beworben wurde (wohlgemerkt, es geht eigentlich nicht um die Veranstaltung an sich) – und dann findet kein anständiger Diskurs statt. Eine Schande ist das, und es zeigt, wie eitel so mancher ist. Vielleicht, weil er sich angesprochen fühlt Ich muss zugeben, dass es bei mir der Fall war, obwohl ich weitgehend zurückgezogen agiere. Und, nun ja, ich bin ein bebrillter Asthmatiker.

    Es ist nicht so, dass ich Marcel in allen Punkten recht gebe. (Sascha Lobo war ganz erfrischend, aber ich denke gar nicht daran, wie er als repräsentativer Blogger in allen Talkshows auftreten zu wollen. Nein, er sollte in seiner Funktion abgeschafft werden, weil es „den deutschen Blogger“ schlichtweg nicht gibt.) Darum geht es mir jedoch nicht.

    Ich habe früher aktiver gebloggt und dann eine Pause genommen. Ich bewahre mir also eine gewisse Distanz zu der „Blogosphäre“. Und was Marcel da schreibt, hat Hand und Fuß und sollte nicht als dummes Gewäsch abgestempelt werden. Chapeau. (Hätte ich mehr street cred, würde ich „Respekt, Alla!“ sagen.) Ich wünschte, du würdest immer dein Ding durchziehen (sprich: unter anderem das verhasste Design, das ich als Hommage an das Blond-Magazin verstanden habe, online lassen).

    • Marcel

      Sohiel, bitte hol deinen Blog wieder aus der Versenkung – du würdest der Welt damit einen mehr als großen Gefallen tun. Und danke für etwas Konstruktivität in den Zeiten, in denen die meisten unter “Schreibt uns eure Meinung” leider “Hier klicken zum Beleidigungswettbewerb” lesen. Aber wir sind’s gewohnt ;)

  • Oh, dann hab ich ja doch nix verpasst, und selbst ein EarlyBird-Ticket wäre wohl zuviel des Geldes gewesen. Habe heute schon von jemand anderem gehört, es sei jetzt nicht so spannend/interessant gewesen. Wenn mir jetzt noch ein Dritter das bestätigt, glaube ich es vollkommen.

    Nebenbei: die Kritik, die hier geübt wird, hätte man durchaus auch bereits letztes Jahr anbringen können.

    Nein, ich will nicht durch eine selbsternannte Elite vertreten werden, mit der ich mich nicht (mehr?) identifizieren kann.

    Also dann auf zur re:ferentiella 2012!

    (Ich mochte die #rp eh lieber, als sie nur in der Kalkscheune zuhause war, da war wohl auch der Druck auf die Veranstalter nicht so groß wie heutzutage.)

  • Navigator42

    immer wieder interessant andere Perspektiven von Veranstaltungen zu lesen an denen man selbst teil genommen hat. Aber wenn der Autor sich von 3 Tagen gerade mal nur auf einen Ausschnitt des Unterhaltungsteils konzentriert und wiederkäut entsteht doch ein etwas perspektivisch beschränkter Eindruck.

  • KatrinH

    Völlig unrecht hat Marcel nicht. Mich haben immer schon die Diskussionen um Social Media Theorien genervt. Da wird zu viel gelabert und zuwenig wirklich umgesetzt, zu viel Kreativität von anderen gefordert und zu wenig selbst geliefert. Das ist aber ein Problem der Social Media Szene im Allgemeinen, nicht nur auf der re:publica. Alles wird zu Tode analysiert.
    Und ja, diese Art der Diskussionen können Leute davon abhalten, einfach mal was auszuprobieren, ohne immer gleich auf den Nutzwert udn die möglichen Fanzahlen zu schielen.

  • Twitterlesung re:publica 2011 [video] | Flausenkopf

    […] Meinungen zur diesjährigen re:publica gehen ein wenig auseinander, weshalb ich glaube, zurecht 80€ gespart zu […]

  • Best Of Sexyness der letzten Woche – Drew Barrymore, London Marathon | Pimpettes

    […] letzte Woche hat uns ganz weit vom Computer ferngehalten und darum ist es heute an der Zeit, all die kleinen Highlights gebündelt ohne viel Wort zu […]

  • bastian koch | keksbox

    […] AmyPink: RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit […]

  • “Show your fucking face” oder die re:publica 11 | palisadesberlin

    […] AmyPink: RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit […]

  • schuehsch

    Charakterschatten ist ein cooles Wort, dass ich noch nicht kannte. Danke dafür. Ansonsten: Unnötig, so persönlich zu werden. Egal, was man denkt.

  • Rückblick re:publica XI und ein Ausblick | Fakeblog

    […] oder? Jeder hat die Möglichkeit als “Speaker” dabei zu sein. Wer also von einer “Orgie der Bedeutungslosigkeit” spricht hat zwar nicht ganz unrecht, lässt jedoch die anderen Aspekte komplett weg. Welche? […]

  • Die Woche im Rückspiegel – KW 16-2011 | kadekmedien's Blog

    […] re:publica 2011 » Orgie der Bedeutungslosigkeit » Nerdstuff » AMY&PINK […]

  • Native Sparks

    Sascha Lobo (den man ja da und dort treffen kann, also lieber in Ruhe lassen) hübsch herausgenommen, alles mögliche, vor allem Geradlinige als blöd verschrien und putzig schnell sich selbst zur Stilikone erklärt – das ist so wunderbar. Für Klons der Klons aus einer kopierten Welt, die sich für ganz Kreative halten und gaanz ganz viel verstehen, ist es geradezu originell, sich so aus dem Fenster zu lehnen.

    Nicht mit euerer Kritik an der Republica meine ich – mit einer langweiligen Veranstaltung mehr oder weniger kann man leben. Aber mit dieser beileidigten Art, nicht so richtig unterhalten worden zu sein. Noch origineller: Mit schönen kleinen, kränklichen Beleidigungen, die ihr den Vortragenden dort angedeihen lässt. So als Trendsetter und quasi-Counterparts zu bestimmt Behinderten anderen.

    Das bisschen Erfolg macht euch schon billig? Mein Gott, ihr seid ja peinlich. Da war doch nur eine Veranstaltung, die sich selbst als trendig beschreibt.

    Das tut ihr doch auch: Eurer Selbstbeschreibung nach international agierend und Marken erlebend, “denen man sich zugehörig fühlt”, revolutinär seid ihr angeblich auch noch. Für alle, denen ein paar Muschis und Titten extren fehlen, die kriegt ihr auch noch eingepackt, ganz bestimmt als Trendsetter der sexuellen Befreiung.

    Im Vergleich kommt der Amy&Pink-Kongress vielleicht greller daher. Aktueller für die Marken,
    an denen man ganz nah dran ist. In Wirklichkeit ist er auch nur ein Egotrip an, diesmal nicht den so gescholtenen Nerds, sondern kleinen Krämern, die mit Aktuellem handlen: Ablenkung in Bunt.

    Ein bisschen Backstage bei MTV, ein paar Zeitungsartikel mit Arschpudern oben drauf und schon ist euer persönlicher Bedarf an Revolution gedeckt.

    Was zum Teufel erwartet ihr also von der Republica?
    Mehr Fotos?

    Freue mich schon auf den ersten Kanzler aus euren Reihen!
    Markengerechtigkeit für alle!