Wurstfingernazis - Pranked By The FutureVon der Zukunft verarscht

Wieder einmal hat mich Gott um die Pole Position des Lebens betrogen. Und wieder einmal passierte das im schleichenden Prozess. So schleichend, dass ich nicht mitbekam, wie der Heiligste der…
Wurstfingernazis

Pranked By The FutureVon der Zukunft verarscht

Wieder einmal hat mich Gott um die Pole Position des Lebens betrogen. Und wieder einmal passierte das im schleichenden Prozess. So schleichend, dass ich nicht mitbekam, wie der Heiligste der Heiligen mich fett trollte. Zuerst badete er mich in buttriger Sicherheit, nur um dann wiehernd und weinend vor Freude zuzusehen, wie ich einen schmierigen Riesenberg Scheisse herunterrutsche.

Okay. Mag sein, dass das jetzt ein bisschen übertrieben dargestellt ist, aber es ändert nichts an meinem Empfinden gen der Ungerechtigkeiten, die das Leben so im Alltag mit sich bringt. Wie etwa: Ich war früher diejenige, die am schnellsten und intuitivsten mit elektronischen Geräten klargekommen ist. Ich tippe mit 10 Fingern schneller als der durchschnittliche Vierzehnjährige sich einen runterwedeln kann, mein Videorekorder war immer korrekt programmiert, und bis ins Jahr 2010, als solche nervigen Sachen wie Liebe und Erwachsenwerden wichtiger wurden, kannte ich mich noch perfekt mit allen Fernseh-, Computer-, Konsolen- und Gadgetmarken aus.

Sicherlich kam das zu einem verhängnisvollen Preis: Ich war fett und hässlich und wenn man mich aus dem Keller holen wollte, musste man mir erst einen Ganzkörperschutzanzug überziehen und einen Kran mieten. Aber seht ihr, ich dachte, das hält an. Ich hielt mich für THE KID, das Gehirn, das mit dem ganzen Future-Scheiss aufwächst und eines Tages wie die aufgeweckten Druffi-Jugendlichen in “Hackers” einfach allen anderen (vor allem den alten Erwachsenen) überlegen sein würde.

Aber ich wurde vom Leben, wie bereits erwähnt, betrogen. Alles fing damit an, dass ich mich dazu entschied, auf eine Reise zu gehen, anstatt mir einen neuen Computer, ein iPad und ein Smartphone zuzulegen. Ein Jahr später sind kleine 12-Jährige in der U-Bahn, die mich angucken, als käme ich aus dem Mittelalter, wenn ich mein verstaubtes Nokia aus der Tasche wuchte (mein Nokia, so einfach in der elektronischen Bedienung es auch sein mag, kann immerhin vielfach verwertet werden: als Verankerung für die Aida, als Ziegelstein für die Randalen am 1. Mai und notfalls auch als Betonklotz zum Versenken unliebsamer Feinde). Natürlich ließ ich mir so etwas nicht gefallen und machte nach ewigem Hin- und Her der wirtschaftlichen Überlegungen den Schritt in die Zukunft: Ich kaufte mir ein HTC Desire.

Ich sag mal so: Wenn das die Zukunft ist, dann werden wir hier eindeutig von Wurstfingernazis regiert. Die Hausfrau in mir kriegt einen Herzschlag, wenn sie die Schmierflecken auf dem Riesenbildschirm sieht. Es kann alles. Wirklich alles. Es kann den Empfang verlieren, es kann abstürzen, es kann mich unglaublich wütend machen und es kann mich davon abhalten, in betrunkenem Zustand meinen Ex anzurufen.

Dieses Telefon ist wunderschön, und ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich mir eine Brille aufsetze und die Anleitung rauskrame, dann werde auch ich damit glücklich und zufrieden sein. Aber es ist zu intelligent für mich. Oder vielleicht bin ich einfach nur zu alt dafür. Und vielleicht, nur ganz vielleicht, nervt es mich, dass ich nicht mal mehr mit so unwichtigen Dingen wie Telefonen einfach nur zufrieden sein kann. Und sagt nichts: mit dem iPhone erging es mir genauso. Und mit dem Ovi-Nokia-Zeug auch.

Eine Million 12-Jährige Supernerds, die mittlerweile gesellschaftlich aktzeptiert werden (und wer dankt mal den Vorreitern? Uns fetten, hässlichen Kindern, die sich sozial abschotten mussten, um einen Nerd-Pfad der Coolness zu ergründen? WER DANKT UNS?!) können sich ja nicht irren.

Aber für mich ist die Lernkurve zu steil. Wenn ich heute in den Spiegel gucke, sehe ich nur meine Mutter, und wünsche mir nichts sehnlicher als eigene Kinder, die ich dann fragen kann, ob sie mal das Handy für mich programmieren können. Ich will ja den Anruf heute nicht verpassen.

Once again, God has betrayed me for pole position in life. Once again this was a slow process. So insidious that I got trolled by the holiest of the holy ones. First, he bathed me in buttery security, only to whinny and crying for joy to watch as I slide down a giant mountain greasy shit.

All right, all right! It may be a bit exaggerated, but it does not change my perception of the gene injustices that life has to offer. How about: I used to be the one that is clearly been the fastest and most intuitive in electronic devices. I type with 10 fingers faster than the average fourteen-year-old can wank, my VCR was always programmed correctly, and until 2010, when those pesky things like love and growing up were important, I knew I still perfectly with all TV, computer, consoles and gadget brands.

Surely this was a disastrous price: I was fat and ugly and if you wanted to get out of the basement, you had me until a full-body protective suit coat and rent a crane. But you see, I thought, this will stop. I thought I was THE KID, the brain with all the futures shit and one day as the bright young junkies in “Hackers” is simply all the others (especially the old adults) would be superior.

But I was out of life, as mentioned already cheated. It all started that I decided to go on a journey, rather than give me a new computer, in increasing an iPad and a smartphone. A year later, little 12-year-olds in the subway, look at me as if I came from the Middle Ages, when I heave my dusty Nokia out of the bag (my Nokia, so easy in the electronic service, it may be, may after all, be recycled many times: as an anchor for Aida, a brick for the riots on May 1, and if necessary, as a concrete block for the embedding of unwanted enemies). Of course I did no such thing like me, and made for eternal back-and-forth of economic considerations, the step in the future: I bought a HTC Desire.

I say it this way: If this is the future, we are here clearly governed by stubby fingers Nazis. The housewife in me gets a heart attack when she sees the grease stains on the giant screen. It can be anything. Everything. It could lose the receipt, it can crash, it can make me incredibly angry and it can prevent me from my drunken ex to call.

This phone is beautiful, and I’m pretty sure that if I wear glasses and sit up rauskrame the manual, then I will be so happy and satisfied. But it’s too smart for me. Or maybe I’m just too old. And maybe, just maybe, it annoys me that I can not even be satisfied only with such minor issues such as phones easy. And says nothing to the iPhone, it just happened to me. And even with the Nokia Ovi stuff.

One million 12-year-old Supernerd, which are now don’t accept socially (and who would like to thank once the pioneers? Us fat, ugly children, had to cut themselves off socially, to find out about a nerd-path of cool? ABOUT U.S. THANKS!) can not be wrong, yes.

But for me the learning curve is too steep. When I look in the mirror today, I see only my mother, and would like nothing more than to their own children, who can I ask them whether they can even program the phone for me. I will not even miss the call today.

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