i-Kosmos - Welcome To Trash CultureWillkommen in der Trashkultur

Vor einigen Tagen erst sah ich in der Frankfurter Fressgass eine etwas ungewöhnlich lange Schlange an einem zu sonnigen Märztag im kalten Deutschland. Erster Gedanke: Es gibt etwas kostenlos oder…
i-Kosmos

Welcome To Trash CultureWillkommen in der Trashkultur

Vor einigen Tagen erst sah ich in der Frankfurter Fressgass eine etwas ungewöhnlich lange Schlange an einem zu sonnigen Märztag im kalten Deutschland. Erster Gedanke: Es gibt etwas kostenlos oder Paris Hilton hat mal wieder nichts zu tun. Nicht ganz. Ziemlich schnell finde ich heraus, dass hier jeder viel Zeit und Geld mitgebracht hat, mit nur einem Ziel vor Augen: Der Tag endet nicht ohne das ultra neue iPad 2.

Man muss nicht an die Bilder aus Japan denken, um aus Reflex mit einem Kopfschütteln zu reagieren. Ab­gesehen von Zeit und Geld hat hier anscheinend jeder sehr viel mehr: Ein sorgenfreies Leben mit einer ganz anderen Art der Unbeschwertheit. Die von Männern dominierte Horde an Menschen scheint das Pen­dant zur weiblichen Beatles-Fangemeinde der 70er zu sein, die jeden Moment droht ohnmächtig zu werden.

Die bis zum 8. Mai laufende Ausstellung im Museum der Angewandten Kunst in Frankfurt zieht diese Parallele und erklärt die Produkte, die „den Fokus des Gebrauchs auf Begehrlichkeit zu verlagert“ zu haben scheinen, den sogenannten i-Kosmos in produktgeschichtlichem, soziologischem und psychologischem Kontext wahrlich gut.

Doch wie auch die Kuratoren selbst bewerten, hat die Ausstellung gar einen „archäologichen Charakter“ angenommen. Neben Dockingstations und Hüllen aus Filz und Holz gibt es nicht nur alle Apple-Produkte zu sehen, sondern sogar Gameboys und CDs, die bereits den Status der Schallplatten erreicht haben.

Die Ära, in der technologische Produkte zu Lifestyle-Objekten werden, hat in den 90ern begonnen und hält auch heute noch an. Und wir sind mittendrin. Ist es also nicht ein wenig zu früh für einen Flashback? Und was hat das überhaupt in einem Kunstmuseum zu suchen?

Wir leben in einer Gesellschaft, die geprägt ist von scheinbarer Designer-Ware zu lächerlich hohen Preisen. Für die Masse produziert, um sie dann ins Museum zu hängen. Mit einer Erklärung darf das dann neben Werke des Surrealismus zur modernen Kunst deklariert werden. Und was wird mit den Kult-Geräten angestellt? Ob sie kaputt gehen oder nicht, irgendwann liegen sie nun mal in der Ecke oder im Mülleimer. Denn eines ist sicher: Nach wenigen Monaten gibt es eh wieder etwas Neues.

A few days ago, I saw a somewhat unusually long queue on a sunny March day in the cold to Germany in the Frankfurt Fressgass. First thought: There is some free stuff or Paris Hilton has nothing to do again. Not quite. Fairly quickly I find that everybody brought each time and the money with only one goal in mind: The day doesn’t end without the ultra-new iPad.

You don’t have to think about the pictures from Japan to respond with a shake of the head of reflex. From time and money here seems everyone has a great deal more: a carefree life with a completely different type of light-heartedness. The male-dominated horde of humans, the pen-dant to the female fans of the Beatles-70s to be, at any moment threatens to faint.

The 8 to May current exhibition at the Museum of Applied Arts in Frankfurt draws these parallels and explains the products that “the desire to focus on the use shifted to “seem to have the so-called i-cosmos in produktgeschichtlichem, sociological and psychological context really good.

But, as the curators assess themselves, the issue has assumed even a “archäologichen character.” In addition to docking stations and shells made of felt and wood, it is not just all Apple products look, but even Game Boys and CDs that have already achieved the status of the record.

The era of technological products in lifestyle properties, has begun in the ’90s and even today maintains ongoing. And we are in the middle. Is not it a little early for a flashback? And what has ever looking at an art museum?

We live in a society marked by apparent designer goods at ridiculously high prices. For mass produced to them to hang in a museum. With a declaration which must then find works of surrealism to modern art to be declared. And what is done to the iconic device? If they break or not, at some point they are now once in the corner or in the trash. One thing is certain: After a few months, there is always something new.

Forever 21

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14 Kommentare

  • mh, solangsam geht mir bei Amy & Pink das gerede wegen irgendwelchen Pseudo-dramatischen Kram auf den Zeiger.

    Klar, Japan ist schlimm. Klar, es gibt überall auf der Welt Hungersnot und Klar, es gibt immer ein Drama. Aber warum werden irgendwelche Nerds verurteilt die sich an sowas stumpfen wie einem iPad erfreuen? Ich meine sollen wir jetzt alles Spenden wofür wir wirklich Hart arbeiten. Nicht jeder hat das Privileg von einem Blog leben zu können und grade Amy & Pink könnte ja mal alle Einnahmen einfach an Japan, wohl gemert kein(!) Drittes Welt land spenden.

    Ach komm, schalt mal ein Gang zurück.

    Demnächst fangt ihr an mir das Brötchen vom Bäcker schlecht zu reden.

  • Begeisterung der Masse für die Technik ist doch eine feine Sache. Wirtschaftlich. Und das aus Technik dann Lifestyle wird, ist mit Sicherheit nichts Neues, wenn man 60 Jahre zurück an Telefon und Fernseher denkt. Lächerlich hoch finde ich die Preise übrigens auch nicht. Überleg mal, was man vor 30 Jahren noch für Computer gezahlt hat. Apple hat damals für die Lisa auf heutige Zeit gerechnet etwa 25000 Euro genommen. Ich finde die Ware jetzt teilweise beängstigend billig.

  • Marci Marcel Rich

    alle die sich so einen schrott kaufen, habe selber schuld

  • It was easy to follow tech stuff when i was younger. few cell phone brands, slow computers etc… and it was fun to read about it. but i can’t follow them anymore. dozens of brands..omg……
    by the way is it ok to write in turkish here??? you know turkish.. right????

  • itsme

    in einem museum werden bedeutsame gegenstände einer zeit ausgestellt und ob es einem passt oder nicht apple hat seine bedeutung in der gesellschaft

  • KOnrad

    Und so versaut man sich den Einstand bei AmyPink

  • Ronny

    In welcher Welt lebst du eigentlich? Lächerlicher Artikel, 2011 haben wir jetzt und die Leute bestimmen selbst wie sie Leben oder Leben wollen.

    @KOnrad-> genau getroffen, so versaut man sich den Einstand.

  • Viel schlimmer finde ich die falsche Referenz zu den Beatles. Die waren in den 60ern. 1970 hat sich die Band aufgelöst.

  • Deine Mutter

    Mann, dieser Artikel ist mal echt Bullshit hoch 3. Die ganze Pseudoapplehipster, also die Leute, die sich nur als Statusobjekt kaufen, wissen doch gar nicht so schnell, dass es ein neues iPad gibt oder sind zu doofnsich eins vorzubestellen.
    Und die ganzen Leute, die sagen, dass die ganzen Applefanboys dumm und willenlos sind, sind doch nur Businessfutzies von der Konkurenz, die zu doof ist ähnlich gut durchdachte und mit Liebe gemachte Produkte zumachen und lieber Plastikschrott verramscht.
    So ist das.
    Übrigens geschrieben auf einem iPad 2.

  • Meltem

    Selam Hakan, if it is easier for you, don´t hesitate to comment in Turkish! I guess, I´m going to understand either ;)

    Danke Fleischgeist! Du hast natürlich Recht, die Beatles hatten ihren Durchbruch in den 60ern.

  • hi. its good to hear that you know turkish. but i will keep on english anyways. be good :)

  • Milena

    Laecherlich. Sorry Marcel, aber deine Beitraege fangen an peinlich zu werden.

  • Autorin Meltem

    Ich spiele selbst mit dem Gedanken, mir ein Ipad2 zu kaufen ;)
    Vielmehr kritisiere ich den Hype, der um ein Produkt gemacht wird und im Zeitgeschehen in ein Museum der ANGEWANDTEN KUNST neben vielsagenden Werken der modernen Kunst ausgestellt wird.

    Enjoy!
    http://www.youtube.com/watch?v=HR74CTylyIM

  • irgendwer

    find ich gut! gutes thema, mach weiter!

Farfetch