Der Frühling ist da - Flowers, Bees And Dog ShitKnospen, Bienchen, Hundescheisse

Hurra. Der Frühling ist da. Endlich wird’s draussen wieder wärmer. Die ersten Knospen spriessen, Bienchen summen. Wir können unsere Lieblingsaktivitäten wie Saufen, Vögeln und Kotzen nach draussen verlegen. Spielende Kinder…
Der Frühling ist da

Flowers, Bees And Dog ShitKnospen, Bienchen, Hundescheisse

Hurra. Der Frühling ist da. Endlich wird’s draussen wieder wärmer. Die ersten Knospen spriessen, Bienchen summen. Wir können unsere Lieblingsaktivitäten wie Saufen, Vögeln und Kotzen nach draussen verlegen. Spielende Kinder schreien überall herum, prollige Vollspastis in Feinrippunterhemden fahren in dicken BMW Cabrios ihre kleinen Pimmel spazieren und Mädchen in einem Alter am Rande der Legalität tragen ihre, für die Stufe ihrer körperlichen Entwicklung eigentlich viel zu grossen Brüste in viel zu kleinen, trägerlosen Tops spazieren. Auf das, was einem beim Anblick von letzterem teilweise durch den Kopf geht, steht in manchen Ländern normalerweise die Todesstrafe. Aber das wollen wir jetzt nicht vertiefen.

Viel lieber wollen wir uns daran erfreuen, dass nach diesem langen und harten Winter endlich wieder Leben und Trubel auf die Strassen zurückkehrt. An Ampelkreuzungen müssen wir wegen heruntergelassenen Fenstern und aufgeklappten Cabrios einen Musikmix aus sieben verschiedenen Genres in 130 Dezibel ertragen, die nur noch von der eigenen Freundin übertönt werden, die während ihrer Ausführungen über die neuen, giftgrünen FlipFlops bei New Yorker auf dem Beifahrersitz ganz nervös hin und her rutscht und kurz vor einem Nervenkollaps steht. Aber das macht nichts. Denn die Sommersprossen in ihrem Gesicht passen ganz wunderbar zu ihrem Teint und der Wind spielt während der Fahrt neckisch mit ihrem luftig kurzen Kleid.

In öffentlichen Parkanlagen, auf handgestickten Decken mit einer Flasche Rotwein, geniessen wir die romantische Zweisamkeit mit unserem Partner. Wir stören uns nicht an dem Geruch der Hundescheisse, direkt unter der Decke. Auch die stark alkoholisierten Jugendlichen, nur ein paar Meter weiter, die bereits mehrfach rülpsend über unsere Decke in Richtung Gebüsch getorkelt sind, um dort entweder zu pinkeln oder zu kotzen, können uns die gute Laune nicht verderben.

Die romantische Fahrt mit dem Bummelzug über Land, gemeinsam zusammengepfercht mit schwitzenden Bundeswehrsoldaten auf der Heimfahrt, in einem nicht klimatisierten Abteil, verliert auch dann nichts von ihrem Zauber, wenn 15-jährige Mütter ihre Kinder auf dem Gang wickeln, während sie am Handy mit Maurice darüber streiten, wessen Mutter am Wochenende das Kind nimmt, damit man sich mal wieder richtig besaufen kann.

Und mit nichts kann man den Feierabend nach einem langen Tag im Büro besser ausklingen lassen, als mit einem kühlen Gerstensaft im Biergarten und einem gemütlichen Gespräch unter Kollegen. Während die Gruppe Neonazis am Nachbartisch der südeuropäischen Kellnerin Bierdeckel an Kopf wirft und in die mundgeblasenen Teelichthalter rotzt, versucht man, das bedrohliche Knurren und Zähnefletschen des Pittbuls unter dem Tisch zu ignorieren.

Wenn wir dann einen Anruf von Mutter bekommen, die uns schluchzend erklärt, dass Opa den plötzlichen Wetterwechsel nicht vertragen, und kurzerhand nach einem Schwächeanfall den Löffel abgegeben hat, als er allein in der Dusche während einer Kneipp-Eigentherapie das Bewusstsein verlor und mit dem Hinterkopf gegen den Villeroy-&-Boch-Waschtisch geknallt ist, dann lassen wir uns diesen schönen Frühlingstag trotzdem nicht vermiesen. Denn es ist immer noch so warm, dass wir im Schutze der Dunkelheit nackt auf unserem Balkon im 2. Stock onanieren und dank begünstigter Windverhältnisse auf das Stoffverdeck vom BMW Cabrio des prolligen Nachbarsohns abspritzen können.

Und während wir am nächsten Morgen von Vogelgezwitscher und der aufgehenden Sonne geweckt werden, die uns das Gesicht wärmt, wird Opa im Zinnsarg aus dem Haus getragen und wir überlegen uns, wie wir der Freundin am besten klar machen können, das sie ihre neuen FlipFlops nicht bei der Beerdigung tragen können wird.

Yeah. Spring is here. Finally it gets warmer outside again. The first buds sprout, bees hum. We can do our favorite activities like drinking, puking and fucking outside. Playing children scream all over the place, jerks in rib vests drive in their little cocks in big BMWs around and young girls walk their much too large breasts in much too small strapless tops. Your thoughts when seeing them can be punished with death penalty in some countries. But we don’t deepen that now.

Much rather let us rejoice that after this long and hard winter finally returns life and bustle on the streets. At traffic lights, we must endure because of lowered windows and its open convertibles a music mix of seven different genres in 130 decibels, which are drowned out only by your girlfriend who, during her remarks on the new, bright green flip-flops bought at New Yorker in the passenger seat all nervously and her slides and is close to a nervous collapse. But that’s OK. For the freckles on her face fit quite nicely with her complexion and the wind plays while driving teasingly airy with her short dress.

In public parks, on hand-embroidered blankets with a bottle of red wine, we enjoy a little togetherness with our partners. We do not interfere in the smell of dog shit, just below the ceiling. Also on the drunken teenagers, a few meters, which are already staggering repeatedly burping on our cover in the direction of the bushes, there to either pee or puke, we can not dampen their spirits.

The romantic train ride across country, together crammed with sweaty army soldiers on the way home, in a non air-conditioned compartment, loses then none of its magic when 15-year-old mothers wrap their children in the hall, while on the phone with Maurice argue about whose mother takes the child on weekends, so that one can get drunk again properly.

And with no way to finish off your evening after a long day at the office better than with a cool beer in the beer garden and a cozy conversation among colleagues. While the neo-Nazi group at the next table the southern waitress throws beer mats on the head and spits into the mouth-blown tealight holder, is attempting to ignore the menacing growl and snarl of Pittbuls under the table.

If we get a call from mother who explains to us, sobbing that Grumpy the sudden change of weather is not tolerated, and released abruptly after a dizzy spell the spoon, when he alone in the shower during a Kneipp own therapy lost consciousness and the mind is against the Villeroy & Boch-popped sink, then we let this beautiful spring day still does not spoil. For there is still so warm that we under cover of darkness naked on our balcony in second Stock masturbate and thanks favored wind conditions on the soft top from the BMW convertible can cum proll the term neighbor’s son.

And while we are awakened the next morning by the chirping of birds and the rising sun warming our faces, is Grandpa in Zinnsarg carried out of the house and we consider how we can make friend’s best made clear that it its new flip flops are not can contribute to the funeral is.

Vero Moda

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere aktuelle Neuigkeiten über das Leben zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Superdry

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

30 Kommentare

  • sehr geil!!! toller schreibstil – toller inhalt. mehr davon…

  • David

    Musste zwischendurch kurz Pause machen, weil ich zu laut lachen musste im Büro.

  • Pat

    Einfach nur GÖTTLICH – mehr davon !

  • vorx

    Well done! Perfekter Tag.

  • skeeve55

    also ich bin ja sicherlich kein rechtschreibkönig, aber selbst mir ist bewusst, dass das “ß” sich in wörtern wie “Straße” oder “genießen” sehr wohl fühlt und dort auch durchaus hingehört.

    Fick-und-Kotz-Humor ist leider auch nicht so meine Welt, kann diesem Text also nur entnehmen, dass es wärmer wird und kleine Mädchen zu große Brüste haben. Wobei ich dem nicht widersprechen kann.

    • Bastard

      Für Texte mit mehr Tiefe und allgemein anerkannter, deutscher Rechtschreibung rufen Sie bitte bei der FAZ an (Tel.: 0180 2 344 677), abonnieren Sie deren Printmedium und lesen Sie dort regelmässig den Feuilleton. Da gibt’s zwar keinen Kommentarbereich, aber für 6 Cent pro Anruf aus dem dt. Festnetz hören die sich dort gerne ihre Meinung an.

      • “Fick-und-Kotz-Humor ist leider auch nicht so meine Welt, kann diesem Text also nur entnehmen, dass es wärmer wird und kleine Mädchen zu große Brüste haben.”

        /signed. Und das hat auch nichts mit Texte für mehr Tiefe zu tun – auch Texte “ohne jeglichen Sinn” kann man ästhetischer verpacken. Ich weiß nicht, was die Welt momentan an diesen pseudo-coolen Vulgär-Texten findet, die weitaus nicht jedem stehen.

        • Bastard

          In der Leserbriefsparte der Apothekenumschau soll es ja gelegentlich auch ganz schön heiss her gehen, munkelt man.

        • Bastard

          Im übrigen scheint dir der kritische Blick auf vermeintlich schöne Dinge des Frühlings entgangen zu sein, die nicht durch mich oder meine Ausdruckswahl ihren Glanz verlieren, sondern durch Beobachtungen, wie man sie in Alltagssituationen vorfindet, die einem im ersten Moment ganz wunderbar bilderbuchartig vorkommen mögen, deren klischeebehaftete Atmosphäre dann aber leider viel zu schnell durch die kaputte, und mit Vollspasten zugepflasterte Welt in der wir leben, zerstört wird. Mag sein, dass ein junger Mensch, der sich abends in seine My-Little-Pony Bettwäsche legt und Twilight-Romane liest und dessen noch nicht zugemüllter Geist voller Hoffnungen und Träume vom Weltfrieden und gratis Hello-Kitty Rucksäcken für alle träumt, mit der Realität des Lebens vielleicht noch nicht so ganz umgehen kann. Aber das ist okay. Es ist eine harte und raue Welt da draussen, aber wenn du erstmal im menstruationsfähigen Alter bist, wirst du das bestimmt auch irgendwann mal mitbekommen.

          • Entnehme meinem Zitat nur den ersten Teil, der Rest sollte ursprünglich gar nicht von mir bewertet werden – was jetzt wahrscheinlich zum Missverständnis geführt hat. Es geht mir um die Sprache, nicht den Inhalt. Mag sein, dass das Zweideutige – oder: die “klischeebehaftete Atmosphäre dann aber leider viel zu schnell durch die kaputte, und mit Vollspasten zugepflasterte Welt in der wir leben” durch dieses “Vulgäre” mehr zum Ausdruck kommt, und dieses Mittel ist okay. Ich steh nicht drauf. Das ist alles.
            Ich werde mir Deinen letzten Satz jedenfalls in mein rosa Tagebuch notieren und die Seite mit Blümchen verzieren, damit ich auch mal weiß, dass das Böse draußen überall lauert – auch in den vermeintlich schönen Dingen.

          • Wen dir so ein Stil so gar nicht zusagt frag ich mich aber wieso du dann auf Amy&Pink unterwegs bist? Oo

          • Bin seit Jahren Stammleser.

  • Eric

    gut , dass mein bmw kein cabrio ist :)

  • Der Autor muss ein richtiger Bastard sein um solche Worte in den Mund zu nehmen (get it?)
    Gekonnt umschriebener vulgarischer Humor mit explizitem Akzent!
    Brunnen getan!

  • Am besten finde ich es, wenn man ganz lange und verschachtelte Sätze benutzt, um dem Leser gar keine Pause zu gönnen, weil man so viele Informationen in so wenig Sätze packen will, aber das ist voll in Ordnung solang der Inhalt stimmt und weil dieser eben lustig, ist alles dufte.

  • franzi

    lustig

    .. zum winter möchte ich dann aber auch eine version.. den der ist viel schlimmer… was schlimmer.. nein ich meinte doch viel viel schööönner

  • Eléna

    warst du mal Slammer? Hat so was… slammiges

  • Tati

    passt wie die faust aufs auge zu amy&pink….mehr auf die fresse geht einfach nicht….find ich gut !

  • Irgendwann ist es allerdings auch langweilig, wenn jeder dritte Text, hingepisst, hingekotzt und hingevögelt wird.

  • @ Mac: das war auch mein erster Gedanke!

  • Wunderbar, wunderbar und auch so wunderschön wahr.
    Ist nun mal so. Und deshalb schön verpackt ;)

  • Jana

    Man kann richtig intelligent sarkastisch sein. Eigene Beobachtungen so gekonnt und außergewöhnlich formulieren, dass alle denken “Stimmt genau!” und sich vor Lachen den Bauch halten.
    Oder man schreibt wie Jochen.

Mister Spex