In eigener Sache - What’s Happening Right NowWas hier gerade passiert

Ich habe sehr lange überlegt, ob ich diesen Eintrag verfassen soll. Weil es um verletzte Gefühle geht. Schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit. Meinungsverschiedenheiten. Weil eine verstörende Mischung aus diesen Zutaten…
In eigener Sache

What’s Happening Right NowWas hier gerade passiert

Ich habe sehr lange überlegt, ob ich diesen Eintrag verfassen soll. Weil es um verletzte Gefühle geht. Schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit. Meinungsverschiedenheiten. Weil eine verstörende Mischung aus diesen Zutaten unmöglich zu beschreiben oder gar zu bändigen ist. Und egal wie sehr man versucht, das Geschehene in Worte zu fassen, nur daran scheitern kann. Was ich mit diesem Text hier ohne jeden Zweifel tun werde.

Aber mich erreichen jede Menge Mails, Tweets und Kommentare von Menschen, die wissen wollen, warum sich unser Team so rapide so schnell dezimiert hat. Wo Ines und Mischa hin sind. Und warum besonders Hannah nach über fünf Jahren an meiner Seite eben nicht länger dort ist. Die kurze Erklärung wäre: Weil dies das Leben ist. Weil sich Menschen verändern. Weil nichts für immer ist. Aber ich weiß, dass ihr mehr Details wollt. Und auch das Recht auf eben diese habt.

Jeder, der für AMY&PINK schreibt oder geschrieben hat, liebt diese Seite auf seine ganz eigene Art und Weise. Dieses Projekt. Und das, wofür diese bunten Buchstaben stehen. Wir haben immer auf Persönlichkeit und Charakter gesetzt. Typen, die man lieben kann. Oder hassen. Kein Wunder also, dass der Autorenwechsel so einschneidend ist.

Ines hatte schon immer wenig Zeit. Der Vollzeitjob, die Fernuni, der Alltag. Ich habe nie begriffen, wie sie dieses unglaubliche Paket auf ihren Schultern balancierte, aber bewunderte sie dafür. Als sie dann auch noch das Angebot bekam, an einem eigenen Buchprojekt zu arbeiten, war schnell klar: Jetzt müssen Prioritäten gesetzt werden.

Die Entscheidung fiel für das Buch und gegen uns. Was absolut in Ordnung war. An ihrer Stelle hätte ich wohl genauso gehandelt und ich bin voller Erwartung auf das Ergebnis. Aber es war der Anfang eines Bruchs, der so einfach nicht gedacht war.

Hannah verließ AMY&PINK einige Tage nach Ines. Freiwillig. Weil wir einen Streit hatten. Weil wir Menschen sind. Aber wir merkten beide: Irgendwie passt das nicht mehr zwischen uns. Es war einfach ein Konflikt zu viel. Also zog Hannah die Konsequenzen und stieg aus. Ich habe sie nicht gefeuert. Oder abgeschoben. Oder dazu überredet zu gehen.

Ganz im Gegenteil: Meine mehrfachen Versuche, sie an dieser Entscheidung zu hindern, blockte sie ab. Sie wolle gehen, das Ganze mache ihr so keinen Spaß mehr. Also akzeptierte ich das. Aber es bedeutete gleichzeitig auch, dass sie an allem, was jetzt mit AMY&PINK passiert, nicht mehr beteiligt ist. Logisch.

Danach ging alles ganz schnell. Das Gleichgewicht war dahin. Asumi machte der Stress in der Uni zu schaffen, hatte keine Zeit mehr. Mischa war viel auf Poetry Slams und Lesungen unterwegs, Raphaela fiel es nicht leicht ihren Platz zu finden. Was meine Schuld war. Die abzuarbeitende Liste wurde länger und länger und der Umbruch fand hinter mir statt. Ich entschied mich dazu, AMY&PINK von nun an erst einmal mit Sara alleine weiter zu führen, um endlich wieder klar denken und durchatmen zu können.

Ich liebte meine Truppe. Sehr. Es sind großartige Menschen mit Hingabe, Tiefe und Sympathie. Alle. Und viele der Probleme, die sich in dieser Geschichte ereignet haben, finden ihren Ursprung in mir. Weil ich oft nicht die Zeit fand, jedem von ihnen die Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, die er zweifelsohne verdient hätte. Weil AMY&PINK eben viel Zeit kostet. Jeden Tag. Und jede Chance, jeder Kontakt, jede Entscheidung abgewogen werden muss.

Themen sichten, Texte schreiben, Agenturen kontaktieren. Werbebudgets aushandeln, technische Probleme lösen, Design-Anpassungen vornehmen. Social-Media-Kanäle füllen, Artikel übersetzen, Bilder recherchieren. Dass mir dabei Fehler passieren, und das oft, ist kaum zu vermeiden. Aber so ist mein Job. Und jeder Stressfaktor, der mir in dieser Hinsicht erspart bleibt, ist mir ein lieber.

Gerade deshalb finde ich es sehr schade, wenn nun damit begonnen wird, persönliche Details öffentlich zu diskutieren. Und das einseitig. Wenn verletzte Gefühle und zerbrochene Freundschaften zum Anlass genommen werden, andere aufzuhetzen. Gegen AMY&PINK, gegen Sara, gegen mich. Nur weil man sich in einer manifestierten Opferrolle verirrt hat. Vieles davon hat einfach nichts vor einem breiten Publikum zu suchen und ist oft weder relevant noch richtig, sondern einfach nur Blödsinn.

Ich plädiere deshalb vehement dafür, dass Privates privat bleibt. Dass wir aus dem, was wir hier geschaffen haben, keinen brennenden Kindergarten machen. Und dass Hannah und ich es irgendwie meistern, den ganzen Fuck intern zu lösen. Ohne gleich mit einem Anwalt zu drohen. Schließlich haben wir in den letzten fünf Jahren so viel mehr geteilt als nur AMY&PINK. Und ich fände es einfach nur schade, wenn wir diese Freundschaft wegen solch einer Scheiße wegwerfen würden.

I’ve been thinking for a long time whether I should write this entry. Because it’s about hurt feelings. Dirty laundry in public. Differences. Because it’s quite impossible to describe or that disturbing mixture with those ingredients. And no matter how hard you try to put into words what happened, you can only fail. What’s I’m going to do with this text. Without a doubt.

But I get lots of emails, tweets and comments from people who want to know why our team has so rapidly depleted. Where Ines and Mischa are. And why especially Hannah is gone after over five years by my side. The short explanation is: Because this is life. Because people change. Because nothing is forever. But I know you want more details. And you’ve got also the right to know these.

Anyone who writes or has wrote for AMY&PINK loves this page in his own way. This project. And what these pink letters stand for. We’ve always relied on personality and character. Types that you can love. Or hate. So it’s no wonder then that this change is so drastic.

Ines always had little time. The full-time job, study, everyday life. I’ve never understood how she balanced this incredible package on her shoulders, but I admired her. So when she also received an offer to work on her own book project it became quite clear that she had to set priorities.

The decision was made for the book and against us. What was absolutely fine. I would have acted the same way in her place and I’m full of anticipation for the result. But it was the beginning of a break that was so not just thought.

Hannah left AMY&PINK a few days after Ines. Voluntary. Because we had a fight. Because we are human. But we both noticed: It doesn’t fit somehow between us anymore. It was simply one conflict too much. So Hannah took the consequences and got out. I have not fired her. Or deported her. Or persuaded her to leave.

Quite the contrary, she blocked my repeated attempts to prevent her from this decision. She wanted to go, it wasn’t fun anymore for her. So I accepted this. But it also meant that she’s no longer involved in anything what happens with AMY&PINK now. Of course.

Then everything happened very quickly. The balance was gone. Asumi was had no more time because of the study and stress. Mischa had a lot of poetry slams and readings on the road, Raphaela wasn’t able to find her place. What was my fault. The list was getting longer and longer and the transition took place behind me. I decided to run AMY&PINK from now on only just with Sara to be able to breathe again.

I loved my guys. Very much. They are great people with passion, depth and sympathy. Everyone of them. And many of the problems that have occurred in this story, have their origin in me. Because I often couldn’t find the time to pay everybody the attention they deserved. Because AMY&PINK just takes time. Every day. And any chance, every contact, every decision must be weighed.

Search for topics, write lyrics, contact agencies. Negotiate advertising budgets, solve technical problems, make design changes. Fill social media channels, translate articles, search for images. It’s hard to prevent errors. But that’s my job. And I love any stress factor that is spared.

Precisely for this reason I find it very unfortunate if it’s now started to discuss personal details publicly. And that one-sided. If hurt feelings and broken friendships provide an opportunity to incite others. Against AMY&PINK, against Sara, against me. Just because you get yourself lost in a manifest victim role. Much of it has simply nothing to do in front of a large audience and is often neither relevant nor true, but just nonsense.

I therefore advocate strongly that private remains private. That we shouldn’t turn everything we created into a burning kindergarten. And that Hannah and I somehow manage to solve the whole fuck internally. Without threaten with a lawyer. Because we’ve shared so much more than just AMY&PINK in the last five years. And I think it would just be a shame if we would throw this friendship away because such a shit.

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Superdry

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