Marie-Monique Robin - Poison In Our FoodUnser täglich Gift

Dass uns die Lebensmittelindustrie am laufenden Band verarscht, dürfte eigentlich kein großes Geheimnis mehr sein. Seit Jahrzehnten pumpen sie unser Essen mit Giften, Süßstoffen und Geschmacksverstärkern zu, stopfen den Müll…
Marie-Monique Robin

Poison In Our FoodUnser täglich Gift

Dass uns die Lebensmittelindustrie am laufenden Band verarscht, dürfte eigentlich kein großes Geheimnis mehr sein. Seit Jahrzehnten pumpen sie unser Essen mit Giften, Süßstoffen und Geschmacksverstärkern zu, stopfen den Müll in sexy bunte Verpackungen und wir konsumieren den Dreck wie die Mastschweine.

Weil schädliche Lebensmittel nur eines von vielen Problemen ist, um die wir uns eigentlich kümmern sollten und wir schon längst den Überblick verloren haben, gegen was wir als nächstes ankämpfen müssen. Und wer will schon ein uncooler Bio-Hippie sein, der dem urbanen Massenkonsum von McDonald’s, Maggi und Lieferservice abschwört und von jetzt an im Reformhaus lebt.

Doch womöglich wäre es langsam mal an der Zeit, die Chipstüte und die Cola-Flasche aus der Hand zu legen und kurz aufzuhorchen. Denn Arte zeigt am Dienstag den Film “Unser täglich Gift” der Investigativjournalistin Marie-Monique Robin, in dem sie mal ganz genau nachforscht, was in unseren Mahlzeiten so drin steckt. Und die Ergebnisse sind (wer hätte es gedacht) erschreckend.

So finden sich in vielen Mahlzeiten, im Obst, im Gemüse, ja selbst in den Getränken Stoffe, die eindeutig als Gifte klassifiziert sind. Pestizide, deren Restbestände noch krebserregend sind. Aspartam, der Pseudo-Zucker, der Süßstoff mit dem fancy Namen “NutraSweet”, der nur deshalb Teil unserer Nahrung wurde, weil sein Hersteller interne Studien zur Schädlichkeit des Stoffes gefälscht hatte. Und Bisphenol A, das in Plastikflaschen zu finden ist und euch in trächtige Monster verwandelt.

Man hat das ganze Zeug an Tieren getestet, die hatten kurz darauf Krebs, waren tot. Wenn man das auf den Menschen überträgt, weiß man erstens, wie es in den nächsten Jahrzehnten mit uns enden dürfte und zweitens, warum Krebserkrankungen in der westlichen Welt so ein großes Problem sind.

Den Beweis für diese Einschätzung liefert Marie-Monique gleich dazu. Sie reiste in den indischen Bundesstaat Orissa, wo die Bewohner die westliche Lebensart noch nicht übernommen haben und ihre eigenen Nahrungsmittel anbauen und ernten. Dort sind Krebs und Fettleibigkeit quasi unbekannt.

Vielleicht sollten wir uns einfach mal wieder ins Bewusstsein rufen, wie viel Müll wir uns am Tag so reinpfeifen und ob es nicht klüger wäre, der Lebensmittelindustrie den Finger zu zeigen. Glasflaschen, Bio-Obst, keine Fertigprodukte. Es gibt viele Möglichkeiten. Wir müssten sie nur nutzen.

We are pranked by the food industry all day long. But that’s no big secret. For decades they pump our food with toxins, sweeteners and flavor enhancers, stuff the junk in sexy colorful packaging and we consume the dirt like pigs.

Because harmful foods is just one of many problems about we should really worry and we have long ago lost track of what we have to fight next. And who wants to be an uncool hippie who’s against urban mass consumption of McDonald’s, Maggi and delivery services and now lives in health food stores.

But perhaps it would be time right now to put away chips bag and Coke bottle and listen up. Arte is going to air some movie called “Unser täglich Gift” by Marie-Monique Robin, in which she investigates what exactly is in our meals. And the results are (you guessed it) terrifying.

So, in many meals, in fruits, vegetables, and even in drinks are substances that are clearly classified as poisons. Pesticides, their remnants are still a carcinogen. Aspartame, the pseudo-sugar, the sweetener with the fancy name “NutraSweet”, which is just part of our meals because its manufacturer had falsified internal studies on the harmful substance. And bisphenol A, which is found in plastic bottles and turns you into a promising monsters.

They all have tested this stuff on animals that had cancer shortly thereafter and died. If you transfer this to humans, you know how we will end in the next few decades and why cancer is such a huge problem in the western world.

Marie-Monique provides also the proof for this assessment. She traveled in the Indian state of Orissa, where the inhabitants have not yet adopted the Western way of life and grow and harvest their own food. Cancer and obesity are quite unknown there.

Maybe we should just once again aware of how much garbage we eat day by day and whether it would be wiser to show the food industry the finger. Glass bottles, organic fruits, no junk food. There are many possibilities. We should just use them.

Mister Spex

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere faszinierende Neuigkeiten über Filme & Serien zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Superdry

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

11 Kommentare

  • Vielen Dank für diesen Hinweis. Recorder ist programmiert.

  • dopey

    dank auch von mir!

  • Linh

    Danke für den Hinweis. Das einzig gut an MC Donalds ist ,dass die Arbeitsplätze schaffen…

  • Karl

    Geil, dann ist MC Donalds ja wie Hitler!

    • Lot

      Der Kommentar war gut – doch ich bezweifle dass er Richtig verstanden wurde, denn nicht jeder trifft den Nagel so auf den Kopf! Viele unserer Artgenossen “Mensch” reagieren sehr Betroffen – wenn man zu deutlich wird!
      Zeigt aber auch, dass hier schon einen gewisse Kraknheit vorhanden ist wenn man sich ständig sebst und damit seine Umwelt belügt, aber im Grunde werden wir ja Unzählbare Mal am Tag mit Lügen bestraft!
      Ich wünsche mir mehr “Bewustsein und vor allem mehr Tatkräftigkeit in der Praxis” für jeden einzelnen – denn wir sitzen alle auf dem gleichen Planet!

  • sarah

    Bin ich voll dafür! Ich wusste zwar vieles schon vorher, aber habe mich ebend trotzdem erschrocken, dass ich 2 Produkte auch noch in unserem Haushalt wiederfinde, die wir desöfteren konsumieren.

    Meinen Eltern sei dank, haben mich schon vor vielen Giften bewahrt. Da wir durch die Bäckerei unser eigenes Brot backen und mein Vater immer drauf achtet, welche Zutaten er dafür benutzt, konnte ich wenigsten in diesem Bereich mich nicht “vergiften”. Die Leute belächeln meine Eltern heute noch, wenn wir unseren Kunden mitteilen, dass das meiste, was sie essen, nur irgendwelche Chemikalien sind. Zum Beispiel billiges Brot aus dem Supermarkt in dem man nur Geschmacksverstärker und ein Abführmittel findet, damit man den Scheiß überhaupt “verdauen” kann.

    Dadurch das ich nach Berlin gezogen bin, konnte ich nicht mehr nur Brot von unserer Bäckerei essen. Also hab ich verschiedene Brote aus Supermärkten und Bäckerein ausprobiert und musste feststellen, dass die alle zum kotzen schmecken. Keine Ahnung WAS die da reintun, aber wenn man normales Brot gewöhnt ist, denkt man sich nur “WTF WER ISST SOWAS?”. Aber wenn man nichts besseres gewohnt ist, hat man nicht den Vergleich. Und mir geht es da wahrscheinlich so mit anderen Lebensmitteln (Obst, Gemüse etc), wo man gar nicht weiß, wie sowas eigentlich ursprünglich mal geschmeckt hat.

    Wir dürfen wirklich nicht wegschauen und aktzeptieren, was die mit uns machen.

    • Lot

      Im Grunde kannst du fast nirgendwo “Essen” denn es ist alles derselbe Mist der Pharma Industrie die Profesionell alle Belügt um den Profit zu machen! Ich betone alle. Dazu zählt auch die Justiz und die Politik die uns immer wieder Belügt! Keiner Partei kannst du Vertrauen denn Sie werden alle Gelenkt und Lügen immer wieder aufs Neue in der Zeit in der Wir Arbeiten oder uns verngügen!
      Sie alle samt, haben uns schon längst zum Affen gemacht und stellen die Industrie – vor den Mensch – der, wenn du darüber Nachdenkst – gemessen an Geld – bezahlbar – und gekauft wird!
      Das Geht ganz einfach – Mulipliziere was ein Meschen Leben wert ist – und mit dem Profit der Industrie wird er Bezahlt!
      Wieviele Geier dann hier stehen um auch zu verdienen – ist wohl jedem KLAR!
      Demonstrierst Du gegen ein Gesetz – mit Sanfter Gewalt – machst du dich wiederum Strafbar – wenn du es Richtig machst. Ansonsten ist deine Demo für die Katz. Was dabei herraus kommt kannst du in Stuttgart 21 und vielen Beispielen der Vergangenheit seit den 60er Jahren sehen!

      Einzige Konsequenz daraus für die Ernährung! Nehme dir Zeit zum Einkaufen und gehe zu einem Bauer uf den Hof von dem du die Gewissheit hast – dass!

  • Knalleffekt

    jep, sehr interessanter artikel. und der film aufarte geht wie immer weiter als andere reportagen

  • dystopic

    Der Film zeigt auch nur eine subjektive Realität die man kritisch hinterfragen muss, der Artikel behandelt das. Die Autorin Marie-Monique Robin hat mit Sicherheit ein ganz bestimmtes Bild der Welt, das sie zu transportieren versucht, dieses Bild ist aus meiner Sicht aber wenig realistisch.
    Ich habe “unser täglich Gift” nicht gesehen, aber der Ausschnitt hier ist schon grob verzerrend bezüglich der realen Studien- und Faktenlage.

    Bestenfalls ist die Studienlage uneindeutig, ich persönlich würde dazu tendieren die Studien so zu deuten, dass Aspartam keine relevante Gefahr darstellt. Wenn die Effekte aber wirklich so gravierend wären wie im Beitrag getan wird, dann müsste man sie eindeutiger nachweisen können. Bezüglich der Ratten: Das Tiermodell ist eine Krücke weil wir oft nichts besseres haben, aber eine direkte Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen existiert nicht.

    Besonders groß kann zum Beispiel der Einfluss von Aspartam auf die Hirntumormortalität wahrscheinlich nicht sein:
    http://www.dkfz.de/de/krebsatlas/organe/191_graph.html
    Es gibt zwar einen Anstieg der Mortalität, im entsprechenden Zeitraum, aber der Beginnt deutlich vor der Zulassung und flacht trotz wahrscheinlicher Zunahme des Aspartamverbrauchs ab etwa 1995 deutlich ab und kehrt sich sogar um. Leider habe ich keine Daten zur Hirntumorinzidenz gefunden, denn es könnte natürlich auch sein, dass der abflachende Trend auf bessere Diagnostik und Therapie zurückzuführen ist und daher die Mortalität sinkt.

    Zum Thema Krebserkrankungen in der westlichen Welt als Problem:
    Trotz der behaupteten systematischen Vergiftung durch die Lebensmittelindustrie sind die Krebsraten deutlich rückläufig:
    http://www.dkfz.de/de/krebsatlas/gesamt/mort_1a.html

    Ich denke in der dritten Welt ist Krebs ein “kleineres Problem” weil die Lebenserwartung zu niedrig ist um Krebs zu bekommen:
    http://www.google.com/publicdata?ds=wb-wdi&met=sp_dyn_le00_in&idim=country:DEU&dl=de&hl=de&q=lebenserwartung#met=sp_dyn_le00_in&idim=country:DEU:ETH:BTN:HKG:YEM:TGO:SLE:USA
    denn Krebs ist eine Alterserkrankung:
    http://www.dkfz.de/de/krebsatlas/gesamt/mort_1b.html

    Bisphenol A ist in der Tat ein Problem und ich persönlich finde expositionsbegrenzende Maßnahmen wären angebracht. Andererseits werden in “Bio”-Produkten oft hohe Schimmel-Konzentrationen gefunden, Schimmelpilztoxine wie z.B. die Aflatoxine gehören aber zu den gefährlichsten Substanzen die wir kennen.

    Die Welt ist viel komplexer als der Film und der Artikel suggeriert und einfache Feindbilder sind fast immer falsch.

  • Lot

    Mein Kommentar zu dystopic…

    man könnte fast Annehmen, dass du ein Befürworter der Parma Industrie bist.
    Es Geht hier gerade um das Gesamt Bild… das uns Krank macht!

    Liegt es also nicht in unserer Verantwortung auch kommenden Generationen gegenüber darüber in der Tat zu Handeln dass wir solchen Gefahren allgemein nicht ausgesetzt sind?!

    Liegt es nicht an uns selbst uns alle Menschen zu Mobilisieren und Konsiquent zu Handeln?!

    Damit wir es uns nicht auf diesem Planeten nicht nur die Natur – sondern uns täglich selbst zerstören!

    Wer Glaubt, nicht ein Teil des Ganzen zu sein – der Irrt ganz gewaltig!

    Und Glaube mir, alles – hat seine Folgen! Auch wenn das von vielen Belächelt wird.

Farfetch