Proteste in Libyen - Gaddafi’s Bloody RevengeGaddafis blutige Rache

Proteste in Libyen

Gaddafi’s Bloody RevengeGaddafis blutige Rache


Alles klar. Nachdem die Demonstrationen in Tunesien und Ägypten positiv für das Volk ausgegangen sind, brodelt es nun in der arabischen Welt. Die Menschen in Jordanien, Bahrain und im Jemen haben ebenfalls angefangen, im größeren Stil ihren Unmut auf den Straßen ihrer Heimatstädte kundzutun und die Augen der Welt sind in diesem Moment auf Libyen gerichtet. Denn dort sieht der amtierende Staatschef Muammar al-Gaddafi keineswegs ein, dass ein paar dahergelaufene Protestierende seine nun über 40 Jahre währende Macht in Frage stellen. Deshalb hetzt er seinen Mitbürgern in diesen Tagen ein Großaufgebot von Soldaten, Söldnern und Schlägertrupps auf den Hals, die bereits über 200 Menschen getötet haben sollen.

Gaddafis Sohn Khamis führt derweil eine mordende Eliteeinheit an, während Hub­schrauber am Himmel kreisen und auf die demonstrierende Menge schießen. “Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie ein Panzer auf ein Auto zugefahren ist, in dem zwei Menschen saßen. Er hat die beiden einfach zerquetscht, dabei haben sie niemandem etwas getan”, beschreibt der Geistliche Abellah al-Warfali seine Eindrücke. Wie üblich wurden auch bei diesem Versuch einer Revolution die Telefon­leitungen gekappt. Das Internet funktioniert nicht, Handys sind tot. Libyen selbst macht ausländische Vereinigungen für die Aufstände verantwortlich. Tunesien, Israel, der Sudan. Die stecken doch alle unter einer Decke. Wegen der blockierten Kommunikation dringen nur sehr wenige Informationen nach außen.

Aber ein paar Städte und Gebiete sollen bereits in der Hand der Rebellen sein, verwackelte Amateurvideos der Opposition des Landes geben Chancen auf Hoffnung. Es ist eine geschichtliche Sensation, die sich im Nahen und Mittleren Osten momentan abspielt und wir können stolz darauf sein, dies miterleben zu dürfen – auch wenn wir nicht direkt eingreifen können. Was wir aber sehr wohl machen können: Den Mut und die Kraft der Menschen anzuerkennen, die für Frieden und Demokratie protestieren und dabei ihr Leben aufs Spiel setzen und dies durch das Netz weltweit verbreiten. Denn eines ist sicher: Die Möglichkeit auf eine bessere Welt wird sich nicht noch mal so oft auftun.

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