Tokyo Freeters - Rebellion Of Japanese YouthRebellion der japanischen Jugend

Keine andere Nation der Welt hat die Tugenden und Pflichten einer hart arbeitenden Gesellschaft so sehr verinnerlicht wie Japan. Die Generation des Babybooms, die vor einigen Jahrzehnten auszog, um aus…
Tokyo Freeters

Rebellion Of Japanese YouthRebellion der japanischen Jugend

Keine andere Nation der Welt hat die Tugenden und Pflichten einer hart arbeitenden Gesellschaft so sehr verinnerlicht wie Japan. Die Generation des Babybooms, die vor einigen Jahrzehnten auszog, um aus eigener Kraft etwas zu erschaffen, brachte dem Land Reichtum, wirtschaftliche Größe und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Sie tauschten Individualität und Freiheit gegen feste Arbeitsstrukturen und seelische Selbstaufgabe, Konzerne wurden zu Familien, Kollegen zu Brüdern und Schwestern.

Wer nicht arbeitet, der ist quasi nicht existent. Karriere ist alles, die Firma ist alles, Konsum ist alles. Doch mit der heute heranreifenden Jugend hat das Land der aufgehenden Sonne immer größere Probleme, diese ihrer Meinung nach falschen Werte aufrecht zu erhalten. Sie rebellieren gegen das veraltete System der tadellosen Eingliederung und grenzen sich von ihren positionsgierigen Mitbürgern ab.

Dieser Antikultur folgend haben sich drei verschiedene Arten von Menschen gebildet, deren scheinbarer Wert pro Klasse rapide absteigt und deren Position nach unten hin proportional mit der Chance auf Selbstmord ist. Während diejenigen an der Spitze stehen, die es durch Konkurrenzdenken und gute Noten geschafft haben, sich einen festen Platz in Firmen und Konzernen zu sichern, sind viele anders denkende Bürger gezwungen, ihr Dasein als “Freeter” oder gar “NEET” zu fristen.

Vom Rest der Gesellschaft verstoßen, halten sich Freeters mit Zeitarbeit und Gelegenheitsjobs über Wasser – NEETs verweigern sich einer Anstellung völlig. Mit ihnen hat sich eine wachsende Unter­grund­bewegung gegründet. Weil die jungen Aussteiger fast kein Geld zum Leben haben, hausen sie als Net Refugees in rund um die Uhr geöffneten Internet-Cafés, geben sich der Kunst hin, schreiben Bücher.

“Ich war selbst einmal ein Freeter”, erzählt uns Karin Amamiya, ehemalige Sängerin der Punk-Rock-Band The Revolutionary Truth und Gesicht der neuen japanischen Arbeiterära. “Diese Zeit war für mich emotional sehr belastend. Ich war eine Wegwerfangestellte und jederzeit ersetzbar. Ich hatte kein Geld und war psy­chisch instabil.” Im Alter von 25 Jahren veröffentlicht sie ihr erstes Buch: Einen Bericht über Selbstmord.

“Ich hatte miterlebt, dass sich viele umbrachten. Dabei handelt es sich nicht um ein individuelles Problem, sondern um eines der japanischen Gesellschaft.” Karin setzt sich zusammen mit der Vereinigung der Freeters dafür ein, dass das Schwarz-Weiß-Denken der Öffentlichkeit ein Ende findet und psychischer Karrieredruck, exzessiver Konsumrausch und Arbeit bis zum Umfallen bald der Vergangenheit angehören.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis maßlose Globalisierung und wirtschaftliche Unterdrückung zu einer Gegenbewegung der Jugend führte und ein System, das sich ganz der wirtschaftlichen Aufopferung widmete, ins wanken brachte. Interessant daran ist auch, ob sich solch eine Rebellion gegen festgefahrene Formen der Ökonomie auch in Deutschland ereignen könnte oder ob der Jugend in unserem Land einfach die Mentalität und der Mut dafür fehlen. Wir schätzen eher letzteres.

No other nation in the world has the virtues and duties of a hard-working society more internalizes than Japan. The generation of the baby boom that took off a few decades ago to create something on their own, brought the country wealth, economic size and confidence in their abilities. They exchanged individuality and freedom against a permanent job structures and moral self-sacrifice, corporations became to family, colleagues to brothers and sisters.

Who doesn’t work, is almost non-existent. Career is everything, the company’s everything, consumption is everything. But with today’s maturing youth, the country of the rising sun gets more and more problems to ieve these incorrect values. They rebel against the old system of the perfect integration and distance themselves from their greedy citizens.

This anti-culture have been formed following three different types of people whose apparent value of each class and their position rapidly descends downward toward proportional to the chance of suicide. While those are at the top, who have managed by rivalry and good grades to secure a permanent place in companies and corporations, many dissenting citizens are forced to their existence as “Freeters” or even “Neet”.

Notices from the community, Freeters are in time work and odd jobs – Neets refuse jobs completely. They have a growing sub-set basic movement. Because the young drop-outs have almost no money to live, they live as net refugees in around the clock open Internet cafes, make art, write books.

“I myself was once a Freeter”, explains Karin Amamiya, the former singer of the punk rock band The Revolutionary Truth and face of the new Japanese work era.. “This time was emotionally very distressing for me. I was a disposable employee and replaceable at any time. I had no money and was psychologically unstable.” At the age of 25 she published her first book: a report about suicide.

“I knew many people who killed themselves.” This is not an individual problem, but one of the Japanese society.” Karin and the Association of Freeters try to ensure that the black-white thinking of the nation comes to an end and psychic career pressure, excessive consumerism and working until you drop soon belongs to the past.

It was just a matter of time before excessive globalization and economic oppression led to a movement of the youth and got a system that was devoted entirely to the economic sacrifice, almost tottering. The interesting thing is, if such a rebellion against frozen forms of economy can be also work in Germany or whether the youth in our country is simply lack the mindset and the courage for it. We estimate the second thought.

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NA-KD

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