Sex und Blut - My Life As A Brave PirateMein Leben als tapferer Pirat

Das war folgendermaßen: Ich traf dieses Mädchen. Luxuskörper, etwas dunkel, keine Kinder. Sie liebte meinen Humor. Und wie ich Charlie Harper zitierte. Wir standen beide auf Nora Tschirner, philosophierten darüber,…
Sex und Blut

My Life As A Brave PirateMein Leben als tapferer Pirat

Das war folgendermaßen: Ich traf dieses Mädchen. Luxuskörper, etwas dunkel, keine Kinder. Sie liebte meinen Humor. Und wie ich Charlie Harper zitierte. Wir standen beide auf Nora Tschirner, philosophierten darüber, wie sie wohl im Bett ist. Lachen, zieren, rummachen – das übliche Programm halt. Sie hieß Lena und wollte zu mir. Oder Lara. Clara? Nennen wir sie Mädchen. Glück gehabt, dass ich meine Sammlung gefüllter Mülltüten entsorgt und sich das dreckige Geschirr vor lauter Qual selbst in die Luft gejagt hatte.

Mein fetter Kopf war angefüllt mit eiweißhaltigen Gedanken; einzig und allein aus Höflichkeit spritzte ich ihr nicht schon im Treppenhaus ins Gesicht. Und wegen Frau Böhmer aus dem dritten Stock, die etwas langsam im Kopf und in den Beinen ist und uns ein fröhliches Weihnachten ’39 wünschte. Chuck Norris persönlich hätte meine Wohnungstür nicht stilvoller öffnen können, wir werfen uns aufs Bett, ich tauche ab und finde mich plötzlich in einem klebrigen See aus Blut wieder. Chucky, Mörderpuppe, Lebensende.

Okay okay, alles klar. Periode, Menstruation, Erdbeerwoche. Kenne ich, bin ja nicht mehr 12. Mir egal, ich bin gerade geil. Schock überwunden, weiter geht’s. Zunge angesetzt, von den Brüsten runter bis zum Bauchnabel, temporärer Halt, Mädchen schmeißt mich vom Bett. Ich komme unsanft auf meinen zur Zierde blöd herum stehenden Hanteln auf. Als hätte ich die jemals benutzt. “Scheiße, was machst du?”

“Wir können nicht ficken, ich habe meine Tage.” Danke für die Info, Süße. Da kannst du mir ja auch gleich die Lottozahlen vom letzten Mittwoch mitteilen. Langsam. Und mit Spannung in den Augen. “Mädchen, jetzt pass mal auf”, bedächtig knie ich mich neben sie. “Ich bin da nicht so. Du weißt doch wie es heißt: Ein tapferer Pirat sticht auch ins rote Meer. Hey ho, let’s go!” Womöglich hätte ich die fulminante Aufforderung der Ramones nicht laut aussprechen sollen.

Mädchen zieht sich die Hose hoch, küsst mich auf die Stirn, ruft sich ein Taxi, verschwindet im Dunkeln der Nacht, RTL wiederholt noch nicht mal “Mitten im Leben!”, so früh ist das. Bin ich irgendwie ein Monster, weil ich mir von Blutficks den Spaß an der körperlichen Liebe nicht verderben lasse? Krank, barbarisch, macht das sonst keiner? Eine Woche Pause, jeden Monat, Loch geschlossen? Und warum ist das fleisch­gewordene Leck überhaupt mit zu mir gekommen? Was dachte sie denn, was wir machen? Skispringen?

Selbst meine illegalen Seepferdchenpornos können mich jetzt nicht mehr aufheitern. Ich lege mich auf mein blutbespritztes Bett, drücke meinen Kopf in die Kissen und mein Gemächt in die Matratze. Nimmerland ist an diesem Abend rot. Meere aus Lebenssaft, Super Meat Boy, Brocken, Tampons, Feuerhimmel, Lavapalast. Und mittendrin stehe ich. Mit einer Latte und ohne Mädchen. Und der Frage, ob ich der einzige tapfere Pirat in diesem Land bin.

It was like that: I met this girl. Luxury body, a bit dark, no children. She loved my humor. And how I quoted Charlie Harper. We were both into Nora Tschirner, philosophized about how she’s probably in bed. Laugh, hesitate, make out – the usual program. Her name was Lena and wanted to go to my place. Or Lara. Clara? Let’s call her girl. Lucky that I disposed my collection of stuffed garbage bags and the dirty dishes blew up themselves.

My fat head was filled with protein-rich thoughts, only out of courtesy, I have not splashed into her face on the stairs. And because of Mrs. Bohmer from the third floor, who was a bit slow in the head and legs and wished us a Merry Christmas ’39. Chuck Norris personally would not be able to open my door that stylish, we throw us on the bed, I suddenly find myself plunging into a sticky sea of blood. Chuckie, Child's Play, end of life.

Okay okay, all right. Period, menstruation, strawberry week. I know, I’m not 12. I don’t care, I’m just hot. Shock overcome, let’s go on. Tongue set, from the breasts down to the navel, temporary stop, girl throw me off the bed. I’m roughly landing on my stupid around standing dumb bells for decoration. I would have never used them. “Fuck, what are you doing?”

“We can’t fuck, I have my period.” Thanks for the info, honey. You can tell me the lottery numbers from last Wednesday. Slowly. And with tension in the eyes. “Girl, listen” slowly I kneel down beside her. “I don’t care. You know how it is: A brave pirate puts also into the red sea. Hey ho, let’s go!” Maybe I shouldn’t have said the brilliant lyrics from the Ramones loudly.

Girl pulls up her pants, kisses me on the forehead, calls a taxi, disappears in the dark of night. Am I a kind of monster, because I’m don’t care about blood fucks? Sick, barbaric, nobody else does that? A week off every month, hole closed? And why is the meat of leakage at all coming to my place? What was she thinking what we were doing? Ski jumping?

Even my illegal seahorses porn can’t cheer me up. I lie down on my blood-spattered bed, head into the pillow and cock into the mattress. Neverland is red this evening. Seas of life juice, Super Meat Boy, chunks, tampons, fire, sky, lava palast. And in the middle am I. With a boner and no girl. And the question of whether I am the only one brave pirate in this country.

Guess

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