Ägyptens Medienrevolution - Fuck Yeah, Fox News!

In Ägypten gehen weiterhin zehntausende aufgebrachte Menschen auf die Straße, um gegen Präsident Mubarak und sein freiheitshassendes Regime zu protestieren. Und die ganze Welt sieht zu – so gut sie…
Ägyptens Medienrevolution

Fuck Yeah, Fox News!

In Ägypten gehen weiterhin zehntausende aufgebrachte Menschen auf die Straße, um gegen Präsident Mubarak und sein freiheitshassendes Regime zu protestieren. Und die ganze Welt sieht zu – so gut sie eben kann. Denn dank der modernen Medienlandschaft ist es heutzutage gar nicht mehr so einfach, ein objektives und gut recherchiertes Bild der Gesamtsituation zu bekommen, besonders im Fernsehen.

Während deutsche Nachrichtensender wie n-tv und N24 lieber Dokumentationen über Schaufelbagger, Dschungelcamp und den Mississippi senden, als über eine Revolution zu berichten, bei der Menschen sterben und deren positiver oder negativer Ausgang über den Wandel der Welt entscheiden könnte, merken selbst die amerikanische Zuschauer so langsam, dass es hinter Fox News, MSNBC und CNN noch ein höheres Level des qualitativen Journalismus zu geben scheint.

Der Schlüsselsender der Revolte ist ohne jeden Zweifel das arabische Netzwerk Al Jazeera, dessen Büro in Kairo gestern gewaltsam geräumt wurde. Seine Mitarbeiter schaffen es auch unter den härtesten Bedingungen direkt und informativ von den Geschehnissen zu berichten – wenn es sein muss per Webcam und Telefon. Der orangene Live-Stream des Senders konnte ein Ansteigen der Aufrufe um 2500% verzeichnen – 60% der Zuseher stammen aus den Vereinigten Staaten.

“Es ist traurig zu sehen, dass sich auch die amerikanischen Nachrichtenkanäle so sehr von Zuschauerquoten abhängig gemacht haben”, meint Tyler Durden. “Aber wenn sich mehr Menschen für Lindsay Lohan in Therapie, als für die wichtigen Ereignisse auf der Welt interessieren, dann sind daran eben nicht nur die Medien schuld, sondern ganz besonders die Konsumenten.” Kein Wunder also, dass sich viele Amerikaner den freien Empfang von Alternativen wie Al Jazeera, BBC und CNN International auch in ihrem Land wünschen. “Wir sind gespannt, wie alt die etablierten Sender aussehen, wenn sie plötzlich mit richtigen Journalisten konkurrieren müssen.”

Die Revolution der Ägypter ist also nicht nur eine arabische Insurrektion gegen Unterdrückung und Repression, sondern könnte auch zum Umbruch der internationalen Medienlandschaft führen. Denn wenn Fox News nicht einmal weiß, wo Ägypten überhaupt liegt, ist es kein Wunder, dass selbst US-Präsident Barack Obama seine Informationen lieber von Al Jazeera bezieht.

Doch nicht nur für die Medien in Übersee sind diese Wochen eine Reifeprüfung, sondern eben ganz besonders auch für einheimische Sender wie n-tv und N24. Dank der zeitlichen sowie qualitativen Berichterstattung, die weit unter dem IQ einer Sarah Dingens zu liegen scheint, haben die Ableger von RTL und ProSiebenSat.1 ihren Titel als Nachrichtensender Stück für Stück verspielt.

Wer es aus finanziellen oder eigenpolitischen Gründen nicht schafft, weltbewegende Geschehnisse kompetent und fachkundig abzudecken und sein Land mit den Informationen zu versorgen, die es für eine fundierte Meinung benötigt, der sollte es am besten gleich sein lassen. Uns wird auf dem Weg der Ägypter zu einer freieren Nation also weiterhin Al Jazeera begleiten und während dort Menschen um ihre Freiheit und Zukunft kämpfen, dürfen sich westliche Medien getrost in die Ecke stellen und schämen.

In Egypt still tens of thousands of people go out to the streets to protest against President Mubarak and his freedom-hating regime. And the whole world watches. But thanks to the modern media landscape, it’s not so easy to get an objective and well researched picture of the overall situation, especially on television.

While German news channels such as n-tv and N24 rather send documentaries about shovel dredgers, jungle camps and the Mississippi, than to report of a revolution where people die and a positive or negative end could change the world, even the American audience remembers slowly that there seems to be yet another level of quality journalism behind Fox News, MSNBC and CNN.

The key transmitter of the revolt is without a doubt the Arabic network Al Jazeera, whose office in Cairo was forcibly evicted yesterday. Its staff is even reporting under the toughest conditions about the ongoing events. Directly and informative – if there’s need also via webcam or telephone. The orange live stream of the channel get an increase in watchings by 2500% – 60% of viewers are from the United States.

“It’s sad to see that the American news channels have been so dependent on viewing figures,” says Egypt is, it’s no wonder that even U.S. President Barack Obama gets his information from Al Jazeera.

However, these weeks a not only a hard time for the media overseas, but especially for German stations such as n-tv and N24. Thanks to the temporal and qualitative reporting, which seems to lie far below the IQ of a Sarah Knappig, the channels by RTL and ProSiebenSat.1 fall into a deep hole.

Who, for financial or political reasons, isn’t able to cover world-shaking events competently and professionally and to provide his country with the information it needs for an informed opinion, should just let it go. So Al Jazeera will support us on the way of the Egyptians to a freer nation and while people fight for their freedom and the future, the Western media should go into the corner and be ashamed.

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Topman

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