Die Schamgrenzen der Liebe - Too small, too crooked, too wonkyZu klein, zu krumm, zu schief

Als sich Dieter schwerfällig von Sandra herunter rollt und erschöpft neben ihr liegen bleibt, da ist sie den Tränen nahe. Monatelang hatte sie ihn umgarnt, gereizt, geliebt – für sich…
Die Schamgrenzen der Liebe

Too small, too crooked, too wonkyZu klein, zu krumm, zu schief

Als sich Dieter schwerfällig von Sandra herunter rollt und erschöpft neben ihr liegen bleibt, da ist sie den Tränen nahe. Monatelang hatte sie ihn umgarnt, gereizt, geliebt – für sich ganz allein gewonnen. Sie träumte von romantischen Ausflügen an den Strand, einer groß angelegten Hochzeit mit allen Freunden und Bekannten und an kleine Ebenbilder, die schon bald im zurecht gestutzten Vorgarten herumtollen sollten. Doch nun liegt Sandra starr und mit weit aufgerissenen Augen da und blickt schockiert zur Decke. “Und wie war ich, Schatz?”, stöhnt Dieter mit letzter Kraft herüber. “Klein.”

Unsere Partner werden von uns nicht nur wegen des Aussehens geliebt. Wir vergöttern sie aufgrund ihrer Persönlichkeit, den Erinnerungen, der Zukunft. Tiefe Verbundenheit, die so schnell niemand zerstören kann, ein dickes Band des Vertrauens. Zusammen sind wir stark. Zwei Menschen gemeinsam gegen den Rest der Welt. Aber oft können bereits kleine Dinge eben dieses Band zum Reißen bringen. Sehr kleine. Oder schlaffe. Oder gekrümmte. Oder seltsam riechende.

Wenn wir unsere Eroberung zum ersten Mal wie ein Weihnachtsgeschenk auspacken und voller Vorfreude an ihren Körpern entlang fahren, dann wollen wir keinesfalls Zeuge davon werden, dass dem lieben Gott so manches seiner uns angeschraubten Körperteile entartet ist. Dein Penis ist entartete Kunst. Viel zu klein und krumm und schief. Deine Brüste sind entartete Kunst. Viel zu lasch und flach und unförmig. Deine Vagina ist entartete Kunst. Viel zu weit und geruchsintensiv, mit diesen Fetzen als Schamlippen.

Wie reagieren wir, wenn wir unter dem warmen Schutz der Kleider und der Illusion von Erwartung Dinge ans Tageslicht bringen, die die Grenzen unserer sexuellen Zuversicht bei weitem sprengen? Können wir mit einem Menschen noch intim werden, wenn uns schon beim Gedanken an seine Scham ein kalter Schauer über den Rücken jagt? Der Geruch, die Form, das Gefühl – wie eklig.

Oder sollten diese Ästhetikfehler bei der Wahl des zukünftigen Partners nur eine untergeordnete Rolle spielen, da wir uns doch schließlich präferenziell den inneren Werten eines Menschen hingezogen fühlen? Womöglich verlieben wir uns am Ende sogar in die kreativen Macken der gegenüberliegenden Organe und würden ihre Abwesenheit beizeiten sogar vermissen. Kleine Schwänze sind nämlich für Analsex gemacht – das weiß doch jeder.

Sandra hat ihren Schreck erst einmal überwunden und freundete sich mit Dieters Mini-Wini so gut es ging an. Schließlich hört man doch von allen Seiten, dass es nicht auf die Größe, sondern die Technik ankommt. Liebe überwindet nun einmal alle Grenzen. Und sei es nur die physische Begrenztheit von inkompatiblen Geschlechtsteilen.

When Dieter rolls down exhausted from Sandra and is lying next to her, she is close to tears. For months she had ensnared him, irritated loved – he was the only thing for her. She dreamed of romantic trips to the beach, a large-scale wedding with all the friends and acquaintances and small counterparts, who were soon jump around the trimmed front yard. But now Sandra is rigid and looks shocked with wide eyes open at the ceiling. “And how was I, honey?” Dieter groans over with his last strength. “Small.”

Our partners are loved by us not only because of the appearance. We idolize them because of their personality, the memories, the future. A deep connection, that can no one destroy that quickly, a thick ribbon of confidence. Together we are strong. Two people against the rest of the world. But often can already small things make this ribbon to break. Very small. Or limp. Or curved. Or strange odor.

If we unpack our conquest for the first time like a Christmas gift and go along full of anticipation on their bodies, we don’t wanna witness to the fact that God has screwed up some of our body parts. Your penis is degenerate. Much too small and crooked. Your breasts are degenerate. Far too lax and flat and shapeless. Your pussy is degenerate. Too wide and smelly, with these scraps of labia.

How do we react when we get under the warm protection of the clothes and the illusion of expectation things to light, which break the boundaries of our sexual confidence by far? Can we be intimate with a human even if we are already hate the thought about his genitals? The smell, shape, feel – how disgusting.

Or should these aesthetic errors from our partner play a minor role, as we are, after all preferentially attracted to the intrinsic values of a person? Maybe we fall in love at the end even in the creative quirks from the other side and would even miss their absence in time. Small cocks are in fact made for anal sex – everyone knows that.

Sandra has overcome her fear and made friends with Dieter’s Mini Wini as good as she could. Finally, you hear from all sides that size is not relevant, but the technique is. Love conquers all borders after all. Also if it’s only the physical limitations of incompatible genitals.

s.Oliver

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25 Kommentare

  • Jens

    Umgekehrt, wer verliebt sich schon in den “Bier Ranzen” oder den fetten “A….h”.
    Habt Ihr eigentlich nichts besseres zu tun, als so komische Fragen zu stellen !? Ich muss den ganzen Tag RTL und so schauen, keine zeit für so Zeugs.

    Frohe Ostern !

  • Die Themenauswahl von Amy&pink ist super. Dieses ist z.B. das einzige Sex-Thema, das noch nicht in einer Soap thematisiert wurde. Die gecasteten Laienschauspieler haben vielleicht schlechten Sex, aber krumme Penisse sind nichts fürs Vorabendprogramm.

    (Meta-Comment, weil sonst nichts Produktives beizutragen :D)

  • Thomas

    Nun wissen wir ja, warum viele Frauen erst auf das 100ste Date warten, bis es zur Sache geht. Man kauft eben doch die Katze im Sack :/

  • Entartete Kunst. at FuckShitStack

    […] Text über entartete Kunst bei Amy&Pink, unbedingt […]

  • Wenke

    Immer diese autobiografischen Reflektionen aus Marci’s Vergangenheit.

  • Wenke

    ähhh Gegenwart.

  • Superthema! Ich z.B. mag keine langen Schamlippen. Wäre der totale Abtörner für mich. Schrecklich wenn man sich dann schon verliebt hat. Interessant in diesem Zusammenhang wäre vielleicht eine Untersuchung ala lange Nase = langer Penis, gibt es da Erfahrungen?

  • Ich will Kekse

    An der Nase eines Mannes erkennt man sein Johannes.
    @ Bernd: Bei meinem Freund stimmts. haha Längere Nase = super P.

    Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei jedem stimmt.

    Übrigends.. Mich nervt es ja sonst auch mit Sex hier, Sex da, Sex überall. Aber das Thema hier ist wirklich interessant. Mal was Intimes: Mein Freund meinte nach dem ersten Mal, dass er glücklich ist über meine “Bilderbuchmuschi” (der Begriff haha) und über meinen hübschen Bauchnabel. Ihn törnen schlabber – nach – außen – hängende – Muschis total ab und auch nach außen gewölbte Bauchnabel. Ich denke schon, dass das irgendwie ne wichtige Rolle spielt. Ich hatte mal einen Freund, der hatte nen total schmalen Penis und vor dem hatte ich nen totalen Ekel. Die Beziehung hielt nurn Monat. Ging irgendwie gar nicht. Haben zwar auch vom Charakter nicht zusammen gepasst, aber ich wollte ihn echt nicht mehr anfassen. Ich hatte bei meinem Freund erst total schiss dass er eventuell auch so ein Penis hätte. Gott sei dank nicht. Ich weiß, dass das total oberflächlich klingt, aber.. keine Ahnung. ES IST EINFACH SO! ^^

  • Dieter Zurwehme

    Servus Zusammen, ich finde die Diskussion sehr menschenverachten. Jeder sollte des anderen Glied oder MuMu akzeptieren. Niemand außer Allah kann etwas dafür.

    MfG Dieter

  • “An der Nase eines Mannes erkennt man sein Johannes.” Das stimmt so leider nicht, auch Nasenbären können kleine Glieder haben. Da sollte man sich nicht an der Nase herum führen lassen ; )

  • Qba

    Ich find das Thema super, weils sich jeder denkt aber keiner ausspricht. Was ist denn wenn man die liebe seines Lebens findet, und der Mann so ein kleines Ding hat das die frau nicht drauf klar kommt oder der Mann in hängenden scharmlippen wühlt? Hä, ja was macht ihr dann? Wobei gesagt werden sollte das lange scharmlippen keines falls ein abturner sein müssen. Aber Geschlechtsteile die dem gegenüber nicht passen sind bestimmt ganz oft beziehungskiller. Nur sagen wird nie einer “Hey dein Penis ist mir zu schmal…ciao”

  • Robby

    Deswegen: Sex vor Commitment – oder eine gute “Diagnostik” vorher. Oder Offenheit, Verständnis und Akzeptanz. Am besten alles.

    Abgesehen davon: Sex ist mehr als der Akt an sich. Wozu hat man Hände, Finger, eine Zunge und – nicht zuletzt – Intelligenz und Vorstellungskraft. Wer die Qualität des Sex an der Größe von Penissen, Brüsten oder Vaginas fest macht (die sicherlich alle einen Einfluss haben, ohne Frage), trennt sich vermutlich auch, wenn er eine mit größeren Brüsten kennenlernt.

    Nun ja, dankenswerterweise habe ich solche Probleme nicht. I’m awesome. (Zumindest kommt mir das so vor, wenn ich solche Geschichten hier lese.)

  • @Robby: Danke. Hätts nich so gut ausdrücken können.

  • Ich dachte hier wir gefühlsvoll ausgetauscht. Der Artikel ist brilliant und zeigt die Gedanken eines Menschens der sich mit jemanden binden will oder schon genunden hatt und dann den Partner mit anderen Augen sieht. Die Alternative? Partnerwechsel bis zum Tot. Für mich ist dies keine Alternative, obwohl neue Mumus attraktiv sind, aber dass wird auch irgendwann langweilig.

  • marco

    Tja. Wer so oberflächlich ist und seine ganzen Träume mit einem neu eroberten Partner wegen eines kleinen Penisses in Frage stellt- hat rein gar nichts vom Leben gelernt. Ich musste mich zuerst von den Dingen freidenken um die richtige Partnerin zu finden- den eins ist ganz klar- ein grosser Penis oder ne perfekte Mumu alleine reicht nicht um glücklich zu werden. Es sind andere Dinge die zählen, die die Qualitat einer Beziehung ausmachen. Wenn man einen Menschen lieben lernt- dann sind körperliche Eigenschaften die uns die Gesellschaft aufzwingt nicht mehr primär- sondern es sind genau die Sachen die einen Menschen eben liebenswert und einzigartig machen.

    Zu guter letzt sollte man noch festhalten dass es eigentlich absolut pervers ist dass man einen Menschen nach seinen physischen Eigenschaften bewertet- vor allem bei einer Diskussion über einen Penis den man halt nun mal so bekommt und nichts daran ändern kann. Klar hat die plastische Chirurgie zumindest bei der Frau einiges im Petto- doch will ich wirklich einen Partner der mich liebt weil ich ne doppel D in Silikon habe oder einen Partner der mich auch noch liebt wenn ich morgen einen Unfall habe und mein Körper entstellt ist???

    In dem Sinne…

  • Magda

    Unterste Schublade. Schlechter, unkreativer und langweiliger Artikel. Da kann ich auch BILD lesen.

  • Susanne

    Ist dem Autor eigentlich bewusst, womit der Begriff “entartete Kunst” besetzt ist und was für eine Analogie er damit herstellt?

  • Frarie

    könnte kotzen von diesem runterreduzierten text

Forever 21