Das Ende von Sex - You’ve Got Something In Your FaceSchatz, du hast da was im Gesicht

Kathi und Nils leben den Traum eines frisch verliebten Paares. Er hatte sie im Büro dazu aufgefordert, doch mit ihm einen durchaus unvergesslichen Abend zu bestreiten. Ganz sympathisch und etwas…
Das Ende von Sex

You’ve Got Something In Your FaceSchatz, du hast da was im Gesicht

Kathi und Nils leben den Traum eines frisch verliebten Paares. Er hatte sie im Büro dazu aufgefordert, doch mit ihm einen durchaus unvergesslichen Abend zu bestreiten. Ganz sympathisch und etwas frech natürlich. Wie gute Männer das halt so machen. Verzaubert vom neuen Sofia-Coppola-Film tänzelten sie beschwipst zum italienischen Restaurant der aktuellen Stunde, um vom Mondlicht begleitet und eng umschlungen die Isar entlang zu spazieren. Vor ihrer Haustür folgte die obligatorische Frage zum Kaffee, der mittelmäßige Sex war noch in vollem Gange, da reißt Nils seine Angebetete herum und spritzt ihr mit lautem Gebrüll ins Gesicht. Stöhnend sackt er neben ihr zusammen. Stille. Das Ende eines Aktes.

Zur neuen Sexualität gehören Cumshots genauso dazu wie Vibratoren in Entenform und Windel-Fetische. Das glorreiche Finale eines Porno-Kapitels hat sich in den Verstand jedes pubertierenden Hosenscheißers unwiderruflich eingebrannt. Kirchen, Gesundheitsämter oder Feministinnen – niemand kann einem zitternden Testosteron-Helden den Spaß an Gesichtsbesamungen verbieten. Doch wozu die Mühe?

Was macht den Reiz aus einem Mädchen seinen Eiersalat direkt ins frisch geschminkte Antlitz zu schleudern, anstatt ihn naturgemäß in die dazu bereit gestellten körperlichen Behälter zu entleeren? Ist dieser Akt etwa die Krönung des maskulinen Drangs nach weiblicher Unterdrückung? Wurde normaler Sex schon so oft betrieben, dass man sich ständig neue Wege des Orgasmus einfallen lassen muss? Oder machen Männer einfach nur gerne aus jeglicher Arbeit eine riesige Sauerei – und die Frauen stehen drauf?

Kathi scheint jedenfalls auf die spontane Schaumparty vorbereitet gewesen zu sein, stand erstens neben ihrem Bett eine Packung mit nach Zitrone duftenden Hygienetüchern und feiern die beiden zweitens nächste Woche doch bereits das dritte Jubiläum ihrer gediegenen Partnerschaft. Und wir gehen davon aus, dass Nils nicht nur einmal den Satz von sich geben musste: “Schatz, du hast da was im Gesicht.”

Katy and Jack live the dream of a newly in love couple. He had prompted her at the office, to dispute a very memorable evening with him. Very nice and a bit cheeky of course. How good men do it. Enchanted from the new Sofia Coppola film they dance to an Italian restaurant and the moonlight accompanied them on the long walk along the river. On her doorstep there was the obligatory question for coffee, mediocre sex was still in full swing, as Jack tears his beloved girl around and injected with a loud roar into the face. Groaning, he collapses beside her. Silence. The end of an act.

Cumshots belong to new sex just as much as vibrators in duck form and diaper fetishes. The glorious finale of a porn chapter has irrevocably burned itself in the minds of every pubescent scaredy-pants. Churches, health departments or feminists – no one can prohibit a trembling testosterone heroes from the fun of sperm facials. But why bother?

What is the attraction to throw your egg salad directly into the freshly painted face of a girl, instead of using the naturally made physical containers for that? Is this act the culmination of the masculine urge for female oppression? Has normal sex became so boring that there have to be new ways of orgasms? Or do men just like to make a huge mess out of any work – and girls like that?

Katy certainly seemed to ready for the spontaneous foam party, because next to her bed there has been a box of lemon-scented hygiene towels and next week they already celebrate the third anniversary of their dignified partnership. And we believe that Jack has not only once to say: “Honey, you’ve got something in your face.”

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