Twitter - Who Do You Want To Be Today?Wer willst du heute sein?

Annegret hat gerade einen Igel überfahren. Sie weint. Und teilt das ihren Lesern auf Twitter mit. Ganz aufgebracht fängt sie erst einmal eine Diskussion mit Lisa und Hannes darüber an,…
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Who Do You Want To Be Today?Wer willst du heute sein?

Annegret hat gerade einen Igel überfahren. Sie weint. Und teilt das ihren Lesern auf Twitter mit. Ganz aufgebracht fängt sie erst einmal eine Diskussion mit Lisa und Hannes darüber an, was sie denn jetzt machen soll. Ob sie die Geburtstagsparty ihres besten Freundes unter diesen emotionalen Bedingungen noch besuchen kann und was sie sich gleich bei Starbucks zur Stärkung ihres Seelenheils bestellen wird. Und alle lesen mit. Heißer Kakao oder doch lieber Milchkaffee?

Der Micro-Blogging-Dienst aus den USA wird auf so viele Arten und Weisen verwendet, wie es Menschen gibt. Die einen versuchen aus den zur Verfügung stehenden 140 Zeichen Wortkunst erster Güte zu pressen, andere teilen generell nur Informationen und Nachrichten mit und wer es nicht ganz so eng sieht, der brabbelt in das blinkende Kästchen hinein, was er vom Bahnhof zum Freibad so alles erlebt hat. Schwimmflügel verloren, Kondome gefunden – egal, irgendwen wird es schon interessieren.

Auch wir bei AMY&PINK twittern. Oder besser gesagt: Ich mache das. Und habe ich früher ebenfalls mit persönlichen Einzelheiten nicht hinterm Berg gehalten, so fällt mir das heutzutage immer schwerer. Weil ich den Account langsam nicht mehr als persönliche Quatschbox ansehe, sondern als offizielles Sprachrohr eines Internet-Magazins. Deren Follower sich keineswegs darum kümmern, welchen Pizzabelag ich für lecker erachte und was für Mädchen bei mir ein- und ausgehen. Und Zeuge eines ausgedehnten Chats mit Paulchen und Angela über die Brüste ihrer besten Freundin möchte wohl auch keiner werden.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob es bei der Verwendung von Twitter überhaupt einen richtigen Weg gibt. Wie hat er auszusehen, der perfekte Zwitscherer? Was soll er schreiben, wann und in welchen Zeitabständen? Persönlich, distanziert oder mit massenhaft Replys und Retweets hinein ins behütete Nest? Oder hängt die Antwort womöglich vom angehängten Medium an sich ab… Firma, Magazin oder Privatperson? Und was erwartet ihr vom Twitter-Account von AMY&PINK? Wie persönlich sollte der sein oder verlangt ihr eigentlich nur heiße Links und neue Artikel und der Mensch dahinter ist euch egal?

Womöglich sollte man es auch vermeiden, aus jedem neuen Medium eine Wissenschaft zu machen. Nichts ist schlimmer als Menschen, die sich als Profis in einem Mikrokosmos aufspielen, dessen Reichweite nicht weiter als bis zur nächsten Twitterwall geht. Und wenn man es so sieht, hat es womöglich gar keine apokalyptischen Auswirkungen, wenn man hin und wieder auch über den favorisierten Pizzabelag schreibt, solange man interessant, lesenswert oder sexy bleibt. Und am besten alles zusammen.

Anne has just run over a hedgehog. She cries. And shares that with the readers on Twitter. Applied she starts a discussion with Lisa and Hannah about what she is supposed to do now. Whether she can attend the birthday party for her best friend under these emotional conditions and what she will order at Starbucks to strengthen her salvation. And everyone can read it. Hot cocoa or coffee?

The micro-blogging service from the United States is used in so many ways as there are people. Some seek out the available 140 characters to press out first class word art, others share general information and news only and who is not quite as hard provides the babbling into the flashing box, which he witnessed from the train station to the swimming pool. Water wings lost, condoms found – no matter anyone will be interested in that stuff.

Also we of AMY&PINK are on Twitter. Or rather, I make this. And I also used to write everything down, what I experienced, but that is getting more difficult everyday. Because I slowly see the account no more than personal babble box, but as the official mouthpiece of an Internet magazine. Our followers do not care about which pizza topping I consider to be delicious and which girls go in and out at my flat. And probably no one wants to become a witness of an extended chat with Paulchen and Angela about the breasts of their best friend.

This naturally raises the question whether there is an right way use of Twitter. How do he look, the perfect Tweet? What to write, when and in what intervals? Personally, distant or mass replys and retweets? Perhaps the answer depends on the attached medium… Company, magazine or individual? And what do you expect from Twitter account by AMY&PINK? How personal should be the demands or do you really just care about hot links and new articles and not about the man behind?

Perhaps you should also avoid to turn every new medium into a science. Nothing is worse than people who set themselves up as professionals in a microcosm, which reach goes no further than the next Twitter Wall. And when we see it that way, it probably has no apocalyptic consequences if you write now and then about the favorite pizza topping, as long as you remain interesting to read or sexy. Or both.

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