Das Ende eines Wir - Drifting ApartAuseinander gelebt

Der Moment trifft uns hart und unvorbereitet. Wir waren ein Team, ein Kollektiv, eine Einheit. Du und ich gegen den Rest der Welt. Nächtelang schmiegten wir uns aneinander, tranken billigen…
Das Ende eines Wir

Drifting ApartAuseinander gelebt

Der Moment trifft uns hart und unvorbereitet. Wir waren ein Team, ein Kollektiv, eine Einheit. Du und ich gegen den Rest der Welt. Nächtelang schmiegten wir uns aneinander, tranken billigen Rotwein, lachten, lebten, liebten. Die Stadt war unser, ach was rede ich, das Land, die Welt, die Ewigkeit. Ich sah in dein Gesicht und alles um mich herum war plötzlich besser als zuvor. Das schmerzhafte Ableben aller Sorgen hatte begonnen. Doch bevor wir den Plan zum Bau unserer neuen Utopie gänzlich in die Tat umsetzen konnten – da haben wir uns auseinander gelebt.

Es ist schwer für uns zu akzeptieren, dass alles ständig in Bewegung ist. Nichts bleibt wie es ist. Wir haben uns immer weniger zu sagen, die Blicke ändern sich, die Ansichten, du, ich. Das Gefühl der konstanten Verbindung zueinander weicht einer kränklichen Umgebung voller Irrtümer, Eifersucht und schließlich Gleichgültigkeit. Kaum zu glauben, dass wir einmal Herz und Seele geteilt haben, wo wir heute noch nicht einmal über das Wetter sprechen können, ohne uns angeekelt und allein vorzukommen.

Die Zeit ist gekommen, um auch die restlichen Nerven unserer einstigen Verbundenheit zu trennen. Dem Fortschritt nicht mehr im Wege zu stehen. Und obwohl mir bei jedem schmerzhaften Schnitt Tränen in die Augen schießen, Erinnerungen hervor brechen und sich die Gewissheit einer gescheiterten Zusammen­gehörigkeit manifestiert, kann es nicht mehr länger warten. Wir müssen uns einfach eingestehen, dass es nicht mehr wird, wie es einmal war.

Nun sitze ich allein in diesem Raum voller mit Mitleid gespickter Geister und wühle mich durch die restlichen Zeugen einer besseren Zeit. Fotos, Papiere, Reminiszenzen. Ich verabschiede mich leise aber mit Nachdruck von dir, verlasse das Zimmer, das zu einem Mausoleum der temporären Unvergänglichkeit verkommen ist, und hole tief Luft. Die Sonne kitzelt mich kurz im Gesicht und da wird mir bewusst, dass es gar nicht so schlimm ist, was da gerade geschehen ist. Und dass wir uns irgendwann einmal wieder sehen werden. In einer anderen Zeit, in einer anderen Realität. Ich mag dich, mach’s gut.

At this moment we are hit hard and unprepared. We were a team, a collective, a single unit. You and me against the rest of the world. Night after night we huddled us together and drank cheap red wine, laughed, lived, loved. The city was ours, oh what I am talking about the country, the world, eternity. I saw your face and everything around me was suddenly better than before. The painful death of all the worries had begun. But before we could implement a plan to build our new utopia of completely into action – as we’ve grown apart.

It is difficult to accept for us that everything is constantly in motion. Nothing is as it is. We have less and less to say, the looks are changing, the views, you, me. The feeling of constant connection to each other gives way to a sickly environment full of errors, jealousy and finally indifference. Hard to believe that we have shared one heart and soul, where we now can not even talk about the weather, without us disgusted and alone occur.

The time has come to separate the remaining nerves of our former relationship. To progress to being done. And even though I shoot every painful cut tears in his eyes, memories burst forth and the certainty of a failed togetherness manifests, it can not wait any longer. We must simply admit that it is no longer what it once was.

Now I am alone in this room full of ghosts larded with compassion and burrow my way through the remaining witnesses to a better time. Photos, papers, reminiscences. I leave quietly but emphatically by you, leave the room, which has turned into a mausoleum of temporary immortality, and take a deep breath. The sun tickles me and short on the face because I realize that it’s not so bad, what’s just happened. And that we will see you again someday. In another time, in another reality. I like you, take care.

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