The American - An Acted Still LifeEin gespieltes Stillleben

Schweden. Ein Paar genießt die traute Zweisamkeit in der endlosen Schneelandschaft, als sie jäh aus ihren Träumen gerissen werden. Seine Vergangenheit hat den Mann eingeholt. Und er weiß, dass er…
The American

An Acted Still LifeEin gespieltes Stillleben

Schweden. Ein Paar genießt die traute Zweisamkeit in der endlosen Schneelandschaft, als sie jäh aus ihren Träumen gerissen werden. Seine Vergangenheit hat den Mann eingeholt. Und er weiß, dass er sie abstreifen muss, wenn er das, was vom Leben noch übrig ist, genießen möchte…

George Clooney spielt den Killer in „The American“ und er will alles zurücklassen. Sein altes Leben, seinen alten Job und die Leichen, die seinen Weg pflasterten. Ein letztes Mal nimmt er einen Job an, es soll sein Abschied sein, doch schon bald wird nicht nur für ihn klar, dass der Weg raus so steinig ist, wie die steilen Straßen des italienischen Dorfes, in das er sich zurückgezogen hat. Auf dem Weg ins Dorf fährt er durch einen langen Tunnel, der lange Zeit ausweglos scheint, bis am Ende tatsächlich ein Licht auftaucht, das jedoch genauso trügerisch dünkt wie die wenigen zwischenmenschlichen Beziehungen, die der einsame Killer hat.

Anton Corbijn, der mit „Control“ ein zeitloses Meisterwerk schuf, ist Fotograf. Man merkt es in jeder Einstellung, in jeder Szene seines neuen Films „The American“, der diese Woche ins Kino kommt. Da ist diese Szene im ersten Drittel des Films, die so sinnbildlich anmutet. George Clooney tritt vor die Tür seiner vorübergehenden Bleibe und blickt auf die in den Berghang gebauten Häuser des kleinen italienischen Dorfes hinab. Es ist nicht sein prüfender Blick, der fesselt, sondern sein bronzener Teint und seine silbernen Haare, die sich im Grau und Braun der alten Steine zu spiegeln scheinen. Der Film ist ein gespieltes Stillleben und eine tiefe Verneigung vor „Spiel mir das Lied vom Tod“. Worte werden kaum gewechselt. Schüsse noch weniger. „The American“ ist kein Action-Film, er ist ein Film über das Loslassen. Das Loslassen eines Lebens und das Beginnen eines neuen. „Es geht um Schönheit, Tod und einige fundamentale Fragen des Lebens“, sagt Anton Corbijn in der Berliner Zeitung. Und um das zarte Festhalten an einer verblichenen Jugend eines Mannes an der Schwelle zum Alter. Niemand könnte diese Figur besser spielen, als George Clooney.

Es ist nahezu bizarr, dass ein so stiller, leiser, poetischer Film wie „The American“ das splatterhafte Krawallepos „Machete“ von Robert Rodriguez, das bereits im Red-Band-Trailer mit Abseilaktionen an Därmen blutrot glänzte, am Startwochenende in den USA auf den zweiten Platz verwies. Wenn man die obligatorischen patriotischen Dumpfbacken, die allein aufgrund des Titels in den Film gingen, abzieht, hatte der Film immer noch genügend Anziehungskraft auf ein erstaunlich großes Mainstreampublikum. Man kann es diesem wunderbaren Film und seinem Regisseur nur gönnen. „Diesen Erfolg hätte ich nie für möglich gehalten“, sagt Anton Corbijn selbst im Interview mit der Berliner Zeitung. „Ich neige mein Haupt in Demut.“ Wir verneigen uns vor einem großartigen Regisseur.

Sweden. A couple enjoys the cozy intimacy in the endless landscape of snow, as they are suddenly torn from their dreams. His past has caught up with the man. And he knows that he must strip off if he wants to enjoy what is left of life…

George Clooney plays the killer in “The American” and he wants to leave everything behind. His old life, his old job and the bodies that paved his way. One last time he accepts a job, it will be his farewell, but it soon becomes clear not only for him, that the way out so rocky, like the steep streets of the Italian village in which he has withdrawn. On the way to the village, he goes through a long tunnel, long time seems hopeless until the end actually turns up a light which, however, seems just as deceptive as the few interpersonal relationships that has the lone assassin.

Anton Corbijn, the “Control” is a timeless masterpiece created, is a photographer. You can tell in every setting in every scene of his new film “The American”, which comes this week to the movies. There is this scene in the first third of the film that seems so emblematic. George Clooney comes to the door of his temporary abode, looking down at the houses built in the hillside of the small Italian village. It is not his searching look that is engaging, but appear to be bronze complexion, his silver hair, a gray and brown to mirror the old stones. The film is a still life and played a deep bow to “play me the song of death.” Words are hardly changed. Even fewer shots. “The American” is not an action movie, he is a film about letting go. Letting go of a life and starting a new one. “It’s about beauty, death, and some fundamental questions of life,” says Anton Corbijn in the Berliner Zeitung. And at the tender clinging to a faded youth of a man at the dawn of the age. No one could play this character better than George Clooney.

It is almost bizarre, that such a quiet, quiet, poetic film like “The American” the splatter-like riot epic “Machete” by Robert Rodriguez, which shone red as blood already in the Red Band trailer with abseiling of intestines opening weekend in the U.S. the second referred. When the obligatory patriotic Hercule et Sherlock, who went just because of the song in the movie, subtracted, the film still had enough appeal to a surprisingly large mainstream audience. You can treat it this wonderful film and its director only. “This success, I would have never thought possible,” Anton Corbijn himself says in an interview with the Berliner Zeitung. “I bow my head in humility.” We bow before a great director.

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