Apple wird sozial - Suddenly There Was A PingEs hat Ping gemacht

Wenn Steve Jobs auf die Bühne tritt, Fanboys ihre Brieftaschen zücken und Groupies die Münder ganz weit aufreißen, um alles zu schlucken, was ihnen der untergewichtige Herr mit der farbenfrohen…
Apple wird sozial

Suddenly There Was A PingEs hat Ping gemacht

Wenn Steve Jobs auf die Bühne tritt, Fanboys ihre Brieftaschen zücken und Groupies die Münder ganz weit aufreißen, um alles zu schlucken, was ihnen der untergewichtige Herr mit der farbenfrohen Vergangenheit da auftischt, dann war es wohl mal wieder Zeit für einen Apple-Gottesdienst in Cupertino. Und neben druffen Updates für Mobiltelefone, Verhässlichungen von tragbaren Musikabspielgeräten und einem rundum erneuerten Fernsehkasten für den Fernsehkasten hat die Firma mit dem angeknabberten Obst drauf ein gar neues Social Network für Musik präsentiert, das den direkten Konkurrenten MySpace und Last.fm mächtig Feuer unterm Hinter machen dürfte.

Ping nennt sich das schnieke Schmuckstück, ist nur über iTunes oder seine mobilen Technikzombies zu erreichen und soll den Nutzern die Möglichkeit bieten, zusammen über Lieblings-Tracks zu philosophieren, sich gegenseitig dabei zu beobachten, welche Tracks sie wann und wo kaufen und sich ganz nah mit ihren persönlichen Stars verbunden zu fühlen. Man kann sich gegenseitig folgen, Musik empfehlen und natürlich scheiße viel Musik kaufen. Und darum geht es ja eigentlich.

Was früher “Yu-Gi-Oh!” war, um bunt bedruckte Pappe unter kleine Spacken zu bringen, ist heute ein scheinbares Pseudo-Netzwerk für euch und eure Liebenden, das euch dazu verleiten soll, endlich mal wieder mehr Kohle in die fauligen Fressen der angeschlagenen Musikindustrie zu drücken. Die können euer Taschengeld schließlich mehr als dringend gebrauchen.

Und genau das ist das Problem bei Ping: Wenn ihr keine Musik über iTunes kauft und trotzdem ständig die frischesten Tracks eurer Lieblingsbands parat habt und auf dem Apple-Laufsteg zur Schau stellt, dann werden euch irgendwann nicht nur eure Freunde und die Vertriebshändler von Universal dumm ansehen, sondern womöglich auch gleich noch unsere netten grünen Freunde vor der Tür stehen, um einmal zu gucken, ob da auch alles mit rechten Mitteln zugeht. Egal wo ihr die Mucke nun her habt.

Ping ist also eher was für Leute, die noch legal Musik kaufen. Solltet ihr trotzdem die Finger nicht davon lassen können, dann passt gefälligst auf, wer euch folgen darf und wem ihr erlaubt eure Einkaufslisten zu durchforsten. Nicht, dass euch plötzlich das Sondereinsatzkommando vor der Tür steht. Und auf die Frage hin, ob wir noch ein Social Network brauchen, können wir euch nur sagen: Mal gucken. Dass es Apple nur darum geht, euch die Knete aus der Tasche zu ziehen, macht die Sache zwar nicht unbedingt sympathischer, aber schließlich ist das erstens nichts Neues und zweitens hauen die euch so lange weiße Kopfhörer um die Ohren, bis ihr ihre Ideen quasi anbetet. Heil Steve.

When Steve Jobs occurs on stage, Fanboys pull out their wallets and the mouths of groupies tear very wide to swallow everything the underweight gentleman with the colorful past serves them there, then it was probably again time for an Apple keynote in Cupertino. And besides wasted updates for mobile phones, uglification of portable music devices and a completely renewed TV box for the TV box, the company with the nibbled fruit on it presents an even new social network for music, which lights a fire under the butts of their direct competitors MySpace and Last.fm.

The snazzy piece of jewelry is called Ping and it’s only accessible only via iTunes or its mobile technology zombies where the users have the possibility to philosophize together about their favorite tracks, watch each other, which tracks they buy when and where and to feel connected very closely with their personal stars. You can follow each other, recommend music and of course buy lots of music shit. And that’s what it’s really all about.

As before “Yu-Gi-Oh!” was all about to bring colorful printed cardboard to small children, it’s now an apparent pseudo-network for you and your family, you shall tempt finally press again more coal into the foul mouth of the ailing music industry. They can use your pocket money after all more than urgent.

And that is precisely the problem with Ping: When you don’t buy music over iTunes, but yet have got always the freshest tracks of your favorite bands and present them on the Apple catwalk, then you will eventually not only avoided by your friends and distributors of Universal, but then may also stay some friendly green people in front of your door, to look again, if everything’s okay with you and your purchase. No matter where you bought the music from.

Ping is therefore probably something for people who still buy music legally. And if you can’t resist to try it, then be careful, who may follow you and whom you allow to sift through your shopping list. Not that suddenly the Special Operations Command is at the door. And on the question whether we still need a new social network, we can only tell you: We’ll see. The fact that Apple is just about to pull you to the dough from the bag, does the thing not appear necessarily sympathetic, but first this is nothing new and second, Apple hits you as long as the white headphones around your ears until you worship their ideas virtually. Heil Steve.

Forever 21

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21 Kommentare

  • Nun, ich kaufe CDs. Leidenschaftlich gerne. Und immer die Originalen. Diese spiele ich dann bei iTunes ein. Ihr wisst schon. Aber auf so ne kacke, nee, da hab ich dann keinen Bock…

  • lui

    Hab mal reingeschaut und gerade meinen Account deaktiviert.

  • Darauf hat kein Mensch gewartet.

  • Ich mag Last.FM und werde Ping eh nie nutzen… Und jetzt such ich noch den DEAKTIVIEREN Button…

  • ist eher uncool. Wäre iTunes mittlerweile 64 Bit und in Cocoa geschrieben, dann hätte es Applaus gegeben, aber so. Nein. last.fm ist um Längen besser, ping brauch kein mensch.

  • Jespin

    ich raff auch nicht ganz was der consumer benefit davon ist.

    okay, ich ‘folge’ meinen bands und hab deren updates, sowie die von meinen freunden – hätte ich mir denn die mühe gemacht, diese mal zu adden. aber sobald ich was interessantes sehe muss ich es mir erst kaufen ums mal vernünftig anzuhören? was soll das denn?! da sind mir irgendwie all die beschissen engebetteten youtubevideos auf facebook doch ein wenig lieber.

    oder eben spotify…

  • freak4zoid

    Und genau das ist nicht das Problem bei Ping, sondern das Problem bei Apple.

  • Ich bin auch Fan von last.fm und nutze es seit fast 5 Jahren. Ping brauch ich nun wirklich nicht und die Info hier ist doch schonmal sehr gut.
    Ich sehe auch irgendwie kein Nutzen in Ping, da es die ganzen Features schon auf anderen Plattformen gibt und in besser. Letzten Endes ist es doch nur für die Fanboys von Apple ne tolle Spielerei.

    Und ab welcher Version von iTunes ist Ping dabei?

  • Marcel

    @Stephen: Ab Version 10, die seit heute zum Download zur Verfügung steht.

  • @Marcel Winatschek:Sehr gut. Denn behalt ich den Installer der alten Version. Sowas kommt mir erst gar nicht auf meinen Rechner.

  • Paul

    Ich halte den Artikel für etwas sehr paranoid. Für so etwas hat Apple nicht die Rechte, wenn Apple bei der KriPo anklingeln sollte wird die das herzlich wenig interessieren was die Apfelbeißer so alles vermuten. Es gibt so viele andere Musikplattformen wie bsp. Amazon. Da wäre allein die Annahme das man Musik illegal geladen hat nur weil sie nicht von iTunes ist, ziemlicher Schwachsinn.

    Nicht desto trotz ist Apple nen ziemlich mieser Konzern, dass will ich nicht bestreiten.

  • Paul

    btw. ihr müsst keine Angst haben Version 10 zu installiern. Habs grad selbst drauf gemacht, Ping muss erst aktiviert werden bevor iTunes da irgendwas hinsendet. Kann man machen, muss man aber nicht.

  • Marcel

    @Paul: Das war allerdings bei Last.fm schon gefährlich. Wenn du plötzlich Alben gescrobbelt hast, die noch nicht einmal veröffentlicht waren. Und neben der Liste dein Name mitsamt URL und Adresse steht. Da kannst du dich eigentlich gleich selbst anzeigen.

  • marc

    Ey Ihr Nasen,

    so mit Euren Blog Articles über Teeny Sex kennt Ihr Euch besser aus und da würd ich mal thematisch bleiben ….

    Alle selbst mit iPhone rumspringen und dann auf den bösen bösen Steve schimpfen ;-)

    Wenn Euch mal nix gescheites einfällt dann schreibt bitte besser nix, denn des ds oben St einfach nur Vollmüll – und natürlich ist des Ping a recht unnötiger Mist – aber so what ?!

  • Marcel

    @marc: Sie sollten das Projekt “Internet in Sonderschulen” schleunigst wieder einstellen.

  • trotzdem hat der gute marc da im ansatz recht.
    wie hier auch von paul schon gepostet wurde ist deine “angst” da doch recht unbegründet.so strafverfolgungsmäßig.was noch nicht ist, kann aber leider noch werden.
    ich lade mir dann mal ne analsex dvd, braucht jemand raubkopien?

  • Sonnenkicker

    Verfolgungswahn 2.0

    Lustiges Phänomen (hier aber auch woanders): Leute urteilen über Sachen die sie nicht kennen

  • Robert

    Ping hat keinen Daumen hoch verdient, aber so ein Artikel hier auch nicht, was ist das den für ein Niveau? Das ließt sich sich, als habe sich jemand seinen persönlichen Frust von der Seele geredet. Ich bin zwar Apple, aber kein Ping-Fan, trotzdem behalte ich mir eine objektive Meinung von solchen Dingen vor. So Schluss mit Dingen von der Seele reden.

    Ach ja, HEILT Steve fände ich angebrachter :-)
    greetz

    @lui traurigerweise glaube ich dir das irgendwie noch

  • Marcel

    @Robert: Wieso sollte ich jemanden ernst nehmen, der “liest” mit ß schreibt?

  • Jay

    Kommt mal wieder runter Leutchen, ich lese seit 2 Jahren hier immer mit und habe noch nie ein Kommentar geschrieben. Seit 10 Jahren bin ich Vollblut-Apple-User aber das ganze Sharing und “mir gefällt-wem noch” nimmt langsam komische Formen an. Apple war ja eigentlich immer für Innovation bekannt, aber ihre Politik mit solchen Sachen ist einfach nur noch Geldmacherei.

    Überall schießen sinnlose Netzwerke mit dem gleichen Käse aus dem Boden.
    Und gleich noch ein Ding, apple TV unterstützt weiterhin nur Video Inhalte die konvertiert wurden. Punkt und aus.

  • Solange es PING nur mit iTunes gibt, werde ich darauf verzichten. iTunes auf dem Rechner ist wie die Pest am Arsch, IMHO.

Strellson