Bang Bang Club - The Pain Of LifeDer Schmerz des Lebens

Mein Vater hatte während meiner Kindheit das amerikanische Time Magazine abonniert. Ich blätterte immer durch die Zeitschrift und schaute mir die Bilder an. Eines Tages blieb ich an einem Foto…
Bang Bang Club

The Pain Of LifeDer Schmerz des Lebens

Mein Vater hatte während meiner Kindheit das amerikanische Time Magazine abonniert. Ich blätterte immer durch die Zeitschrift und schaute mir die Bilder an. Eines Tages blieb ich an einem Foto hängen. Und vergaß es nie. Das Bild eines verhungernden sudanesischen Mädchens, hinter dem bereits ein Geier lauert, brannte sich in meine Netzhaut ein und ist wohl neben der Benetton-Werbung mit der blutigen Uniform das prägendste Bild meiner frühen Jugend.

Kevin Carter wurde auf tragische Weise über Nacht zum Popstar. Sein Bild des kleinen sudanesischen Mädchens ging um die Welt und bescherte ihm nicht nur einen ungewollten, zweifelhaften Ruhm, sondern auch viel Kritik. Kevin Carter war Mitglied des Bang Bang Clubs, einer Gruppe von Fotografen, die in den frühen 90ern dahin ging, wo es weh tat und das Leid dieser Welt dokumentierte. Bekannt wurden sie vor allem durch ihre Reportagen aus den Townships während der Apartheid. Wie gefährlich diese Aufträge waren verdeutlicht das Schicksal von Ken Oosterbroek: Während einer dieser Reportagereisen wurde Kevin Carters Kollege unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen.

2010 erscheint nun die Verfilmung der spannenden Geschichte des Bang Bang Clubs. Ein Kinobesuch dürfte für alle Fotografie-Interessierten Pflicht sein, für mich sowieso, und nicht nur wegen der göttlichen Malin Akerman. Das Ende kann verraten werden. Kevin Carter verkraftete sein Leben nicht und bereitete ihm ein Ende, nur zwei Monate nachdem er für sein umstrittenes Foto mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden war. Seine Abschiedsworte fassen sein so kurzes wie spektakuläres aber eben auch sehr tragisches Leben erschütternd zusammen:

„Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert. “¦ [Bin] deprimiert “¦ ohne Telefon “¦ Geld für Miete “¦ Geld für Unterhaltszahlungen “¦ Geld für Schulden “¦ Geld!!! “¦ Ich werde verfolgt von Erinnerungen an das Morden, an die Leichen, an die Wut, an den Schmerz, “¦ an verhungernde und verwundete Kinder, an schießwütige Irre “” oft Polizisten, an Exekutierer von Killern “¦ Ich bin gegangen, um “” wenn ich Glück habe “” bei Ken zu sein.“

My father had subscribed to the American Time Magazine during my childhood. I leafed through the magazine and always looked at the pictures. One day I was hanging on a photo. And I will never forget it. The image of a starving Sudanese girl, which lurks a vulture behind already burned itself into my retina and is probably next to the Benetton advertisement with the bloody uniform, the dominant image of my early youth.

Kevin Carter became a pop star in a tragical way overnight. His picture of the little Sudanese girl went around the world and gave him not only an unwanted, dubious fame, but also much criticism. Kevin Carter was a member of the Bang Bang Club, a group of photographers who went into the early ’90s to where it hurts and to document the suffering of this world. They became known above all for their reporting from the townships during apartheid. How dangerous these contracts were, illustrates the fate of Ken Oosterbroek: During his reporting trips Kevin Carter’s colleague was shot under still mysterious circumstances.

2010 the film version of the exciting history of the Bang Bang Club will be shown to the world.. A cinema visit would be a requirement for all those interested in photography, for me anyway, and not only because of the great Malin Akerman. The end may be betrayed. Kevin Carter did not handle his life and gave him an end, only two months after he was honored for his controversial photo with the Pulitzer Prize. His parting words tell his short as spectacular but also very tragic life:

“The pain of life overrides the joy to the point that joy does not exist. I am depressed … without phone … money for rent … money for child support … money for debts … money!!! … I am haunted by the vivid memories of killings and corpses and anger and pain … of starving or wounded children, of trigger-happy madmen, often police, of killer executioners…I have gone to join Ken if I am that lucky.”

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