Loveparade 2010 in Duisburg - Death Came With MusicMit der Musik kam der Tod

Menschen sterben täglich. Ob nun bereit, überrascht oder gar freiwillig. Plötzlich sind sie fort, kehren nie wieder zurück und hinterlassen nichts weiter als Tränen, Schmerz und Verzweiflung. Das Schockierende an…
Loveparade 2010 in Duisburg

Death Came With MusicMit der Musik kam der Tod

Menschen sterben täglich. Ob nun bereit, überrascht oder gar freiwillig. Plötzlich sind sie fort, kehren nie wieder zurück und hinterlassen nichts weiter als Tränen, Schmerz und Verzweiflung. Das Schockierende an dem tragischen Vorfall auf der diesjährigen Loveparade in Duisburg, bei dem 19 Menschen den Tod fanden und über 100 teils schwer verletzt wurden, ist nicht das Ableben selbst, sondern das junge Alter der Opfer, das Ziel der Veranstaltung und die Tatsache, dass es verhindert werden hätte können. Denn schließlich ging es den Besuchern des Musikfestes um Freude, Liebe und Freiheit. Doch was sie fanden war der Schrecken eines unausweichlichen Dramas.

“Neben mir ist ein Mädchen gestorben”, sagt der 17-jährige Dustin der Presse und gibt damit nur einen kleinen Anblick in eine Nacht, die so viele Jugendliche nicht mehr erleben durften. Weil Verantwortliche sie in Massen durch einen viel zu engen Tunnel geschickt haben, in dem sie zerquetscht, erdrückt und im Stich gelassen wurden. Und das alles nur, weil sie dem Ruf der Musik gefolgt und erleben, tanzen und Spaß haben wollten. Wer dachte da schon ans Sterben. Ein Mädchen berichtet: “Überall lagen Menschen mit blauen Gesichtern. Mein Freund hat mich dann über die Leichen gezogen, ansonsten wären wir darin umgekommen. Wie soll ich jemals diese Gesichter vergessen? Die Gesichter der toten Menschen.”

Logisches Denken hätte viele Familien vor dem Verlust ihrer Kinder bewahren und den Freunden, Organisatoren und Rettern jede Menge Leid ersparen können. Große Veranstaltungen bringen eben große Verantwortung mit sich. Und wenn wir unsere Leben schon in die Hände anderer legen, dann verlangen wir auch ein gewisses Pflichtgefühl und die konsequente Sicherheit dafür.

Das Leid dieser Nacht ist nicht mehr zu lindern und die Seelen der Opfer sind längst in einer anderen Welt. Doch auch aus den schlimmsten Fehlern kann ein Nutzen gezogen werden. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und dieses grausame Ereignis dazu dient, bei zukünftigen Veranstaltungen in dieser Größenordnung wieder sorgfältiger und gewissenhafter nach Lösungen zu suchen. Damit sich solch ein Drama nicht wiederholen kann. Unser Beileid gilt den Angehörigen und Freunden der von uns gegangenen Musikfans.

People die every day. Whether willing, surprised or even voluntary. Suddenly they are gone and never turn back. Their death leaves nothing but tears, pain and despair. The shocking thing of tragic incident at this year’s Love Parade in Duisburg, in which 19 people were killed and over 100 were seriously injured, is not the death itself, but the young age of the victim, the goal of the event and the fact that it could have been prevented. Because finally, visitors to the Music Festival were about joy, love and freedom. But what they found was the terror of a inevitable drama.

“Next to me a girl died,” says the 17-year-old Dustin to the press and gives only a little sight in one night, where so many young people were not allowed to survive. Because they were crushed and suffocated in a much too narrow tunnel. And all because they followed the call of music and wanted to dance, experience, and have fun. Who thought they would already die.

Logical thinking would have many families bewared from losing their children and friends, organizers and rescuers would have saved a lot of suffering. Big events bring very large responsibility. And when we leave our lives into the hands of others, then we also demand a certain sense of duty and the consequent assurance.

The suffering of this night is no longer to ease, and the souls of the victims have already gone into another world. But we can capitalized even from the worst mistakes. We hope that those responsible are held accountable and that this cruel event serves on subsequent events in this size again after a careful and conscientious search for solutions. Prevent the recurrence of such a drama. Our condolences goes to the families and friends of all the music fans, who left us tonight forever.

Farfetch

Abonniert unseren Newsletter!

Drückt hier, um weitere aktuelle Neuigkeiten über das Leben zu lesen und drückt hier, um eigene Artikel und Fotos einzureichen. Oder folgt uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr und Pinterest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Topman

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

6 Kommentare

  • Traurig aber wahr.
    Mein Beileid an die betroffenen Familien, und freunde.

  • holger

    müsst ihr zu jedem thema euren senf dazugeben. gerade bei sowas könnte man auch mal still sein und nicht einfach nur ein paar plattitüden aneinanderreihen. das bringt einen wirklich nicht weiter, dieses konsiderat aus floskeln. logisches denken als hätte die familien davor bewahren können, ihre kinder zu verlieren, die Seelen der Opfer sind längst in einer anderen Welt. auch aus den schlimmsten Fehlern kann ein Nutzen gezogen werden. gehts noch? echt…

  • Kevin Gimbel

    Ich finde es hätte den Veranstaltern klar sein müssen das so etwas oder ähnliches passiert! Man kann kein Festival mit 1,4 Millionen Menschen auf einem Platz feiern der für 350.000 Menschen ausgelegt ist – das ist einfach Idiotisch und Verantwortungslos!
    Ich hoffe das der/die Verantwortlichen ihre gerechte Strafe bekommen – auch wenn das nun nichts mehr ändert!

    Angeblich soll die nächste Loveparade ja in Gelsenkirchen sein, ich denke, dass ist eine ziemlich schlechte Idee – Berlin ist der optimale Platz für eine Veranstaltung dieser Größenordnung.

    cheers,
    -Kevin

  • Juri

    Ich war bei der Loveparade in Dortmund dabei, und schon damals habe ich ca. 5 Stunden warten müssen bis ich überhaupt einen Zug nach Köln bekommen konnte und musste irgendwie über Düsseldorf fahren. Der Dortmunder Bahnhof wurde zeitweise evakuiert und nur ein paar Leute reingelassen. Ich verstehe nicht, warum man solche Veranstaltungen an Städte vergibt, die nichtmal halb so viele Einwohner haben, wie Gäste kommen. Das ist verantwortungslos.

  • nata.

    selten hat mich etwas so berührt, wie der tod dieser 19 menschen, die doch noch so jung waren. es ist furchtbar, und ich finde es völlig angemessen dass auf amy&pink auch platz für so etwas ist, und wenn man völlig verstört oder traurig oder was auch immer ist, dann kann man auch mal einfach ein paar floskeln aneinander reihen, denn vielleicht ist man dann auch einfach nicht auf höhe seiner schriftstellerischen fähigkeiten, aber das ist okay.
    es nimmt einen einfach so mit, wie ist es erst für die leute die es live miterlebten oder jemanden verloren haben? mein grenzenloses mit-und beileid.
    ohje.

  • Das schlimmste ist ja das die sinnlos gestorben sind!

Superdry