Wie persönlich ist unser Netz? - The Freedom Of WritingDie Freiheit des Schreibens

Früher war alles besser. Als wir noch auf unseren Tripod-Seiten herum gegurkt und mit Word Webseiten gebastelt haben, da war das Internet noch kein Haifischbecken voller Datenschutz-Junkies, Kinderporno-Wichsern und Pseudo-Millionären,…
Wie persönlich ist unser Netz?

The Freedom Of WritingDie Freiheit des Schreibens

Früher war alles besser. Als wir noch auf unseren Tripod-Seiten herum gegurkt und mit Word Webseiten gebastelt haben, da war das Internet noch kein Haifischbecken voller Datenschutz-Junkies, Kinderporno-Wichsern und Pseudo-Millionären, sondern ein digitales Plätzchen, an dem man einfach sein wollte. Eine unbekannte neue Welt mitsamt ihrer Tücken und Freuden. Und das Beste daran war: Wir konnten noch schreiben, was auch immer uns auf dem Herzen lag.

Das Pressen von freien Gedanken in persönliche Texte, war für uns noch vor dem Millenium der einzige Grund mit dem öffentlichen Schreiben anzufangen. Man hatte seinen eigenen kleinen Webspace, auf dem man sich über seine Erlebnisse, den Liebeskummer, die Freunde, die Feinde, das Hier und das Jetzt auslassen konnte. Und zwar ohne Angst haben zu müssen, wer einen da liest. Denn die verwurstelte Domain voller Buchstaben und Zahlen kannten nur ausgewählte Personen.

Heutzutage wird es immer schwerer, sich mentale Erleichterung im Netz zu verschaffen. Der Kopf platzt voller Freude, Hass, Trauer oder Liebe und dennoch fällt es uns zunehmend schwerer, die Gefühle auf digitales Papier zu bannen. Der Chef liest mit, die Datenkrake keucht, das Publikum lacht. Die Pädophilen lechzen, die Eltern versinken, die Freunde pochen. Wo ist nur unsere Freiheit hin?

Immer mehr Blogger schließen ihre kleine Welt, aus Angst gelesen zu werden. Von den falschen Leuten. Denn die Panikmachen, Aufklärungs-Kampagnen und injizierte Furcht zeigt Wirkung. Es ist traurig zu sehen, wie sich das Netz verändert hat und wie vermeintlich selbstzerstörend es sein kann, hier ein freier Mensch mit Gefühlen, Hoffnungen und Verletzungen zu sein. Denn irgendwann, so heißt es, kann alles gegen euch verwendet werden.

Wie offen und frei lebt ihr noch im Netz und auf euren Blogs? Wie persönlich gebt ihr euch in euren Texten und auf Fotos? Und findet ihr es schlimm, dass sich immer mehr Menschen ins Schweigen zurück ziehen, anstatt sich durch leidenschaftliche, einnehmende und womöglich verletzende Werke den Schmerz und die Liebe von der Seele schreiben? Der Mut zur eigenen Persönlichkeit ist in Gefahr, die Frage ist nur: Wird ihn überhaupt jemand vermissen?

At one time it was different. As we lived on out Tripod pages and tinkered our own web pages with Word, the Internet was not a shark tank full privacy junkies, child pornography and pseudo-millionaires, but a digital spot where we just wanted to be. An unknown new world together with its problems and joys. And the best part was: we could write forward to the heart.

The pressing of free thoughts in personal lyrics before the millennium was the only reason for us to start writing in public. You had your own little web space on which you could write about your experiences, your heartbreaks, your friends, your enemies, the here and the now. And indeed to had to have no fear, who reads you there. Only selected persons knew the domain full of letters and counts.

Nowadays it is increasingly difficult to obtain mental relief in the net. The head is bursting with joy, hate, sadness or love, and yet we find it increasingly difficult to capture your feelings on digital paper. The boss is reading, that data octopus pants, the audience laughs. The pedophiles crave, the parents sink, the friends insist. Where has your freedom gone?

More and more bloggers close their small world because of the fear to be read. By the wrong people. The scaremongering, education campaigns and injected fear are working. It is sad to see how the net has changed and how seemingly self-destructive it may be to be a free man with feelings, hopes and injuries here. Because in the near future, it is said, everything can be used against you.

How open and free are you on the Internet and in your blogs? How personal do you give yourself in your lyrics and photos? And do you find it bad that more and more people are moving back into silence, instead of writing passionate, engaging, and possibly hurtful works about the pain and the love of the soul? The courage of our own personality is in danger, the only question is: Will anyone miss it?

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