Eine Fernsehgeschichte - Episodes Of Our GenerationDie Serien unserer Generation

Ich war ein absolutes Fernsehkind. Der Kasten hat mich aufgezogen, mir das Sprechen ohne bayerischen Akzent beigebracht und mir Werte fürs Leben mitgegeben. Jede halbe Stunde war ich Mitglied in…
Eine Fernsehgeschichte

Episodes Of Our GenerationDie Serien unserer Generation

Ich war ein absolutes Fernsehkind. Der Kasten hat mich aufgezogen, mir das Sprechen ohne bayerischen Akzent beigebracht und mir Werte fürs Leben mitgegeben. Jede halbe Stunde war ich Mitglied in einer anderen Familie, Clique oder Geheimorganisation und irgendwann war mir klar, dass Liebe immer über das Böse siegen wird, Geld nicht alles im Leben ist und wahre Freunde das Wichtigste überhaupt sind. Selbst wenn man eines Tages einfach abgesetzt wird.

Als ich noch jünger war, gab es weder Torrents noch dubiose Stream-Plattformen. Wir mussten noch die Fernsehzeitung auswendig lernen, um zu wissen, wann die Serien liefen, die uns im Leben und Bewusstsein weiter brachten, als alle Pädagogen, Verwandten und Beziehungen zusammen. Wenn um 19:00 Uhr “Friends” auf ProSieben oder ORF1 lief, dann versammelte man sich mitsamt seiner Truppe an ebenso Aussätzigen vor dem Flimmerkasten und hörte bedächtig zu, was Joey, Ross und die heiße Rachel so von sich gaben.

Durch “Scrubs” lernten wir mit Skalpell und Gedankenblasen umzugehen, bei “Full House” verknallte sich Männlein wie Weiblein in Jesse und in “Der Prinz von Bel-Air” jagte Will Smith noch keine Zombie-Vampire oder Außerirdische, sondern hübsche Frauen oder seinen bekloppten Cousin. “O.C., California”, “Alle unter einem Dach”, “Eine schrecklich nette Familie”. Damals war die Welt noch in Ordnung. Feste Fernsehzeiten, sympathische Werbeblöcke, die Liebsten um die Flimmerkiste versammelt.

Die meisten unserer Serien gibt es schon lange nicht mehr und was davon noch übrig ist, gehört zu einer ausgelutschten, mehr toten als lebendigen Art. Anstatt einen gemütlichen Fernsehabend mit der Familie zu zelebrieren, ziehen wir uns staffelweise die Folgen der aktuellen Hits aus dem Netz und konsumieren sie spät Abends im Zeitraffer auf den flachen Bildschirmen unserer Computer. Nicht nur weil wir’s können, sondern besonders weil ständig weiterer Nachschub aus Hollywood kommt. “Gossip Girl”, “The Big Bang Theory”, “How I Met Your Mother”… Die Flut an vermeintlich guten Programmen ist kaum zu stoppen.

Aber was sind denn nun die Serien unserer verwaltungstechnisch einst so einwandfreien Generation? Welche Figuren, Schauplätze und Szenen möchtet ihr unbedingt wie wieder sehen und waren die Shows vor dem Millenium wirklich alle besser? Nehmen wir uns einfach mal etwas Zeit, um den Steve Urkels, Ryan Atwoods und Al Bundys unserer Jugend Tribut zu zollen und Revue passieren zu lassen, welche Serien wir mehr vermissen, als all unsere Expartner zusammen und mit welchem Schund wir heutzutage unsere Augen und Ohren verhöhnen.

I used to be an absolute television child. The box has raised me, taught me to speak without a Bavarian accent and gave me my values for life. Every half an hour I was a member of another family, gang or secret organization, and knew at some point that love will always triumph over evil, money is not everything in life and true friends are the most important thing at all. Even if you are dropped someday.

When I was younger, there were no torrents nor dubious stream platforms. We had to learn by heart the TV guide and had to know when the shows, which brought us more awareness than all the teachers, family and relationships together, were broadcasted. When “Friends” started at 19 o’clock, then we were assembled together with our friends and families and listened carefully, what Joey, Ross and sexy Rachel had to tell us.

Because of “Scrubs” we learned to handle a scalpel and thought bubbles, at the “Full House” both men and women had a crash at Jesse, and in “The Fresh Prince of Bel-Air” Will Smith hunted no zombie vampires or aliens, but pretty women or his nutty cousin. “The OC”, “Family Matters”, “Married with Children”… At that time the world was in order. Fixed TV times, sympathetic commercials, the whole family sat around that box.

The majority of our shows is long gone and what it is left belongs to a swallowed more dead than the living kind of memory. Instead of a cozy TV dinner with the family, we download the whole season of the current hits from the net and consume them late at night in a rush on the flat screens of our computers. Not only because we can, but especially because Hollywood delivers so much hot shit everyday. “Gossip Girl,” “The Big Bang Theory,” “How I Met Your Mother” … The flood of supposedly good programs is hard to stop.

But which one are now the biggest shows from our generation? Which characters, locations and scenes you want to see again fro sure and were the shows better before the Millenium? Let’s take some time and look again at all the Steve Urkels, Ryan Atwoods and Al Bundys in our memory and pay tribute to our youth. Which shows do we miss more than all our former partner together and with what kind of shit delectate we ourselves today?

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