- One Night In Paris

Untergetaucht in der Stadt der Liebe, was kann es Schöneres geben. Die kleinen Gassen der Schwulen-, Juden- und Intellektuellenviertel rochen nach Leben, waren aufgewühlt von der Hitze und boten den…

One Night In Paris

Untergetaucht in der Stadt der Liebe, was kann es Schöneres geben. Die kleinen Gassen der Schwulen-, Juden- und Intellektuellenviertel rochen nach Leben, waren aufgewühlt von der Hitze und boten den neugierigen Sinnen eine wahre Flut an geheimnisvollen Machenschaften, Geschichten und künstlerischen Ergüssen.

Meine Studiengruppe bestand aus sympathischen Nerds, vermaledeiten Draufgängern und putzigen Rothaarigen und wir zogen aus, um uns eine Woche lang die Knochen in den Füßen mürbe zu treten. So eilten wir vorbei an prunkvollen Schlössern, modernen Kunstschulen und prallen Märkten, genossen die alkoholischen Liebeleien vor dem Eiffelturm und tauchten ein in die Welt der internationalen Literatur – in Läden, die aus einem anderen Zeitalter zu sein schienen und unter der Last ihrer Werke zu zerbersten drohten.

Ich war wie im Rausch, schloss dies und das in meine Arme. Eine japanische Originalausgabe von Richard Kerns “XxModels”, die signierte Version von James Frey’s “A Million Little Pieces” und eine uralte Fassung von Frances Hodgson Burnetts “The Secret Garden”. Doch weder die Mädchen noch die Läden, die Kunst oder die Sehenswürdigkeiten waren so anbetungswürdig wie das Hacksteak mit Pommes und Majo. Stunden-, ja tagelang könnte ich darüber philosophieren wie sehr mich diese fette Pampe aus blutigem Fleisch, goldbrauner Stengel und würziger Sauce tief berührt, mein Herz verstopft und mir die Tränen des Genusses in die mit Ringen untermalten Augen getrieben hat.

Noch heute wache ich nachts schweißgebadet auf und weine leise vor mich hin, weil ich niemals wieder so etwas Göttliches an meinem Gaumen vorbei schieben darf und all das, was meine Wampe in Zukunft nähren wird nur billige Ersatzdrogen sind – im Gegensatz zum Hacksteak des Glücks. Mit Pommes.

Aufheitern können mich nur die Erinnerungen an lechzende Krabben, die unaufhörlichen Jagden nach Pixelmonstern und der Genugtuung, dass ich pure Orte ganz für mich allein entdeckt habe, an die ich in naher Zukunft einmal wieder zurück kehren möchte.

Auf eine glamouröse Stadt, die mit ihren Geistern der vergangenen Tage große Bewunderung in mir ausgelöst hat und auf die die Franzosen mit Recht stolz sein können – nicht nur wegen der Vielzahl an hübschen Mädchen, die dort in altbewährter Modeblog-Manier herum hüpfen und jeden Fremden mit der Schönheit ihrer Sprache verzaubern.

Immersed in the city of love, what could be better. The small streets of the gay, Jewish and intellectual quarters smelled of life, were troubled by the heat and offered the curious senses a flood of mysterious machinations, stories and artistic effusions.

My study group consisted of sympathetic nerds, daredevils and damned cute redhead and we went forth to us a week to destroy the bones in our feets. So we hurried past the magnificent palaces, modern art and bounce markets, enjoyed the alcoholic love affairs in front of the Eiffel Tower and plunged into the world of international literature – in shops, which seemed to be from another era and to shatter under the weight of their works.

I was in a frenzy, clasped this and that in my arms. A Japanese original edition of Richard Kerns “XxModels, the signed version of James Frey’s”A Million Little Pieces” and an ancient version of Frances Hodgson Burnett’s “The Secret Garden”. But neither the girl nor the shops, the art or the sights were so adorable like the hamburger with fries and mayonnaise. I could philosophize for days about how much this fat mush of bloody meat, golden brown stems and a spicy sauce deep touched me, clogged my heart and my tears of pleasure into my eyes.

Even now I wake up at night sweating on and weep softly to myself because I will never ever taste something like that and everything I will feed my belly with in the future are just cheap replacement drugs – as opposed to the patties of happiness. With chips.

Only the memories of panting prawns, the incessant hunt for pixel monsters and the satisfaction that I have discovered pure place all to myself, which I would like to return in the near future once back, can cheer me up

Let’s hear it for a glamorous city that raised their spirits of the past few days great admiration in me and to the French to be proud of it – and not only because of the multitude of pretty girls who seems to jump out of fashion blogs all the time and enchanted every stranger with the beauty of their language.

Mister Spex

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