Glee - Die singenden Verlierer

Debile und schizophrene Schüler, die unter Einflussnahme von mehr als nur einer bewusstseinserweiternden Droge jubelnd durch die Gegend hüpfen und dabei herzerwärmende Balladen durch die Pausenhalle schmettern – hatten wir…
Glee

Die singenden Verlierer

Debile und schizophrene Schüler, die unter Einflussnahme von mehr als nur einer bewusstseinserweiternden Droge jubelnd durch die Gegend hüpfen und dabei herzerwärmende Balladen durch die Pausenhalle schmettern – hatten wir dieses mutierte Filmgenre mit “High School Musical” und “Camp Rock” nicht schon lange hinter uns gebracht? Zu früh gefreut! Denn in US und A erfreut sich eine Fernsehserie, die genau auf diese bewährten Komponenten aufbaut, seit letztem Jahr großer Beliebtheit: “Glee“. Als Selbstexperiment habe ich mir, anstatt meinen Kopf in Lehrbücher und Vokabelkarten zu stecken, heute Nacht die komplette erste Staffel angeschaut. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt.

Eine Truppe bunt zusammen gewürfelter Pseudoteenager, darunter eine stotternde Asiatin, der im Rollstuhl sitzende Obernerd und die sexy Königin der Cheerleader, finden sich plötzlich in der Chorgruppe einer High School wieder und trällern sich daraufhin Folge für Folge durch eine abstruse Welt voller rappender Spanischlehrer, phobischer Rotschöpfe und herumfliegender Softdrinks. Natürlich inklusive allem, was man sich nach “O.C., California” von einer FOX-Serie sonst noch so erwartet: Heiße Liebe, kauziger Humor und durchschlagende Intrigen. Was will man mehr? Außer eine erhöhte Frequenz Sex womöglich.

Wer also darauf steht, dass schwitzende Sportlehrer plötzlich ihre innersten Gefühle durch einen Avril-Lavigne-Song auf dem heimischen Football-Feld zum Ausdruck bringen und sich für eine verwaschene Story meilenweit unter “Skins“, aber dafür mit jeder Menge liebenswerter Charaktere, nicht zu schade ist, dem kann ich “Glee” nur empfehlen – auch wenn ihr behaupten werdet sie wegen eurer kleinen Schwester anzuschauen. Allen anderen, die mit dem ganzen “High School Musical”-Revival-Scheiß nicht all zu viel anfangen können, denen wäre wohl mit “Castle”, “Sons of Tucson” und “Dollhouse” eher gedient. Hauptsache ihr verschwendet euer Leben dadurch, dass ihr euch so viele amerikanische Serien wie auch nur irgendwie möglich in die matschigen Hirne drückt. Cheerio!

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