Pokémon - Tierquälerei im Kinderzimmer

Egal ob wir ganz laut den PokéRap durch die Gegend geträllert, den Witzbold von gegenüber bis aufs Blut durch unsere Linkkabel hin bekämpft oder uns heimlich bei Mistys Auftritten selbst…
Pokémon

Tierquälerei im Kinderzimmer

Egal ob wir ganz laut den PokéRap durch die Gegend geträllert, den Witzbold von gegenüber bis aufs Blut durch unsere Linkkabel hin bekämpft oder uns heimlich bei Mistys Auftritten selbst angefasst haben: “Pokémon” war der Anfang vom Ende und unsere große Leidenschaft um die Jahrtausendwende herum. Die kleinen bunten Viecher lehrten uns, dass es in Ordnung war die Schule zu schwänzen, wenn Nintendo eine neue Version auf den Markt warf, wir jedes herumliegende Wesen (egal ob Katze, Hund oder toter Wellensittich) in einen kleinen Plastikball stecken und zur Selbstverteidigung missbrauchen durften und es nicht verkehrt war unser hart verdientes Taschengeld für jede Menge Plastik und Pappe auszugeben, auf denen auch nur irgendeine Art von japanischen Manga-Figuren gedruckt war.

Ihr kennt das Spiel. Man verkörpert einen kleinen Jungen, der von seiner Mutter verstoßen und von einem dubiosen Professor ins hohe Gras geworfen wird, latscht, schwimmt und fliegt jeden kleinen Winkel ab, um missmutige, nervige Viecher in seine Hosentasche zu stopfen und kämpft auf dem Weg gegen hirnlose Computergegner, reale Freunde und irgendwann gegen sich selbst. Der Witz an der Sache: Ohne Klassenkameraden mit Kugelschreibern zu bedrohen, das Spiel mit miesen Tricks zu cracken oder Paula um die Ecke 20 Mark für ihr blödes Mew hinzublättern, war es ein Ding der Unmöglichkeit an alle 151 Knallerbsen heranzukommen, zumal sich diese auch noch in Windeseile vermehrten – bis es dann um die 500 wurden. Da wurde es Zeit für uns ubercoole Kids auszusteigen.

Und irrelevant ob druffe Emos, sexy Geekgirls oder witzlose Buchhalter – alles hat seinen Ursprung bei dieser gelben Beutelratte Pikachu und Co. Und wie gern würde ich nur noch ein einziges Mal die Zeit um zehn Jahre zurück drehen, als sich unsere täglichen Sorgen nur darum drehten Mewtu keine Sonderbonbons ins Maul zu stopfen, Missingno. auch im Nintendo64 zum Laufen zu bringen und Lavados über Nacht auf Level 100 zu bringen, um am nächsten Morgen vor versammelter Mannschaft damit angeben zu können.

[audio:pokemon.mp3]

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