Den Ausgleich finden - Wenn alles fließt

Seit ein paar Tagen scheint sich die Welt noch einen Tick schneller zu drehen. Sei es wegen dem vielen Koffein, das mein Herz wie eine Turbine durch meine Adern pumpt…
Den Ausgleich finden

Wenn alles fließt

Seit ein paar Tagen scheint sich die Welt noch einen Tick schneller zu drehen. Sei es wegen dem vielen Koffein, das mein Herz wie eine Turbine durch meine Adern pumpt oder wegen dem Stress, der meine Gedanken seit Tagen wie eine irländische Rugbymannschaft innerlich zerfetzt. Die Prüfungszeit in der Uni belastet mich sowieso immer ungemein. Die Arbeit für andere Projekte bildet Türmchen. Meine Oma und mein Opa brauchen meine mit Liebe dargebotene Hilfe derzeit besonders oft und meine ToDo-Liste wird jeden Abend länger. Ich brauche einen Break. Etwas, das mir meinen engen Kragen etwas aufschnürt. Mich denken lässt, Abstand verschafft. Ich klappe meine Bücher zu und schalte zunächst zweifelnd meinen Computer aus.

Eine Stunde später springe ich ohne Zuschauer in 3750 Kubikmeter geballtes Wasser. Ich ziehe meine Bahnen. Zunächst zähle ich die Fliesen. Der Boden macht nach längerer Beobachtung den Anschein durch das auf der Wasseroberfläche gebrochene Licht wie ein riesiger gekreppter Batikteppich in Free Jazz Rhythmik zu zittern.

Das Wasser schirmt mich wie eine Fruchtblase von der Außenwelt ab. Es ist still. Nach einer Weile vergesse ich die Anstrengung. Ohne sie genau greifen zu können schweben gefühlte 1000 Gedanken in meinem Kopf herum. Alles fließt. Plötzlich fokussiere ich einen Gedanken stärker. Greife und zerlege ihn. Spinne ihn weiter und springe auf einen anderen über. Die Zeit vergeht nun rasend schnell. Nach einer Weile erhasche ich einen flüchtigen Blick auf die große analoge Uhr. Es ist bereits über eine Stunde vergangen. Ich entschließe mich auszusteigen und nach Hause zu gehen.

Die einst matte Scheibe vor meinen Gedankengängen erscheint nun wieder glasklar. Mein Gehirn erklärt mir, alles erreichen zu können, vollgepumpt mit Glücksgefühlen und den Kragen so weit offen wie ein südländischer Gigolo setze ich mich an meinen Schreibtisch und schalte mein Notebook an.

Puma

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