Die Musik und ihre Meister - Wunderkinder

Der österreichische Klassiker Mozart ist allseits bekannt und wurde schon zu seiner Zeit als Wunderkind tituliert. Ganze Werke gingen bereits in Kindesalter auf sein Konto. In heutiger Zeit ist es…
Die Musik und ihre Meister

Wunderkinder

Der österreichische Klassiker Mozart ist allseits bekannt und wurde schon zu seiner Zeit als Wunderkind tituliert. Ganze Werke gingen bereits in Kindesalter auf sein Konto. In heutiger Zeit ist es für Musiker nicht nur Standard mehr als ein Instrument beherrschen zu können, viel mehr gehört es zum guten Ton des Showbizz. Was ist mit jenen, die sich von der Masse abheben, und im Alleingang ganze Alben produzieren? Man könnte meinen der kreative Wahnsinn schlägt um sich. Aber nein, es ist weniger Wahnsinn, dafür um so mehr Talent. Die Rede ist von Musikern, die das gesamte Lebenswerk anderer Bands durch eine einzige Platte banal aussehen lassen. Gerade dann, wenn sie diese alleine komponiert, geschrieben und aufgenommen haben.

Allen voran der Mitgründer der Band Nirvana Dave Grohl. Nach dem leider unvermeidlichen Ende der Grunge-Legende wollte er mehr. Sich erst Bandkollegen zu suchen, um an einem Projekt zu arbeiten war ihm anscheinend zu langweilig. Im Alleingang schrieb er die Lieder und nahm die erste Platte “Foo Fighters” auf. Erst danach suchte er sich die passenden Musiker.

Aus der Fülle seiner Ideen entwickelten sich mehrere Platten. Der Einfluss der anderen Kollegen wuchs mit den Veröffentlichungen weiterer fünf Meisterwerke. Bei der letzten Kreation „Echoes, Silence, Patience & Grace“ arbeitete Mr. Grohl doch noch in gewöhnlicher Bandmanier mit seinen Kollegen zusammen. Noch dieses Jahr, soll ein weiteres Hörspektakel folgen.

Als vorübergehendes Mitglied der Stoner-Rockband Queens of the Stone Age spielte er das Schlagzeug der fulminanten Platte „Songs for the Deaf“ ein. Um an dieser Stellte nur die bekanntesten zu nennen, arbeitete er mit Interpreten wie den Nine Inch Nails, David Bowie, Tenacious D, Eagles of Death Metal, Killing Joke und Garbage zusammen. Von seinem neusten, in der Fachpresse auch als Supergroup betitelten Projekt „Them Crooked Vultures“ sollte sich am besten jeder selbst ein Bild machen.

Faszinierend an diesem Menschen ist, dass er trotz seiner vielen Veröffentlichungen, musikalisch ständig einen innovativen Schritt nach vorne macht. Ihm ist es egal, was Presse und Co. von ihm halten. Grohl achtet nicht auf Trends, er setzt Sie. Indem er einfach das macht, wonach ihm der Kopf steht. Verstanden wird er erst danach. Letztendlich motiviert ihn seine unbändige Neugier, Inspiration findet er im Drang immer weiter machen zu müssen um sich dann am Ende neue Ziele stecken zu können.

Dieser Balanceakt zwischen Wahnsinn und Genie welcher hier an den Tag gelegt wird, ist aber nicht nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten anzutreffen. Man wird auch in der Heimat fündig. Konstantin Gropper, inzwischen allseits bekannt durch seine Band „Get Well Soon“, ist das neueste deutsche Gegenstück zu us-amerikanischem Können.
Der musikalische Alleskönner und Songschreiber spielte sein Debutalbum „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“ in seinem Schlafzimmer ein.

Auf seinem neuesten Wurf “Vaxations” ist er nicht mehr ausschließlich alleine vertreten. Ein ganzes Orchester hat er sich ins Boot geholt und so lange an der Akustik gefeilt bis alles “richtig” klang. Ein Perfektionist mit Hang zum Stoizismus. Diesem zollt das überlange Konzeptalbum dann auch seinen Tribut. Falls ich je Zweifel an Groppers Können hegte, wurden diese nun zerstäubt. Nur ein Lied dieser CD zu hören, wäre eine Beleidigung und würde diesem Werk nicht gerecht werden. Konstantin Gropper braucht keine Bühne, keinen Vorhang, und keine Marionetten. Kein inszeniertes Theater, das von Makeln ablenkt. Es gibt nämlich keine. Er erschafft Epos auf Plastik, Leidenschaft auf Platte.

Die pure Faszination machte sich in mir breit als ich von diesen, mehr als talentierten Freigeistern erfuhr. Die Anzahl der Menschen, welche im Alleingang solch wunderbare Werke erschaffen und die Messlatte damit für die nacheifernde Generation immer höher setzen ist stark begrenzt. Gute und teils miserable Versuche diesen Künstlern nachzueifern sollten hier außer Acht gelassen werden. Wunder gibt es bekanntlich immer wieder. Somit darf man gespannt sein, welche musikalischen Glanzleistungen in den nächsten Jahren auf uns zukommen werden. Letztendlich sind es Kreationen von Menschen, deren musikalisches und lyrisches Können einfach umwerfend ist.

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