Alexandros Mastroyiannis - Der eifersüchtige Fotograf

Mein Name ist Alexandros Mastroyiannis. Aufgewachsen bin ich in Athen, Griechenland. Aber als ich ein wenig älter wurde zogen wir nach Swansea in Wales. Swansea ist ein wirklich schrecklicher Ort,…
Alexandros Mastroyiannis

Der eifersüchtige Fotograf

Mein Name ist Alexandros Mastroyiannis. Aufgewachsen bin ich in Athen, Griechenland. Aber als ich ein wenig älter wurde zogen wir nach Swansea in Wales. Swansea ist ein wirklich schrecklicher Ort, ich hasste es dort. Aber die Stadt versorgte mich mit genügend lustigen Anekdoten, die für ein ganzes Leben lang zu reichen scheinen. Erst kürzlich führte mich mein Weg dann nach Exeter in England, welches gleich viel hübscher anzusehen ist als Swansea, auch wenn es eine eher kleine Stadt ist. Ich liebe Athen, es ist eine wundervolle Metropole. Neunzehn Jahre alt bin ich jetzt und ich hoffe, dass ich niemals älter werde.

Erst vor vier Jahren habe ich damit angefangen Fotos zu schießen, gerade mal einen Tag bevor ich einen Schulkurs darin besuchte. Und der hat mir wirklich sehr geholfen. Alle dort waren sehr engagiert und standen mir immer zur Seite. Ein Kunstlehrer, den ich sehr mochte, sagte mir einst, dass er einige meiner Fotos außerordentlich schätzte, also machte ich einfach weiter damit. Die Fotografie war schon immer ein Teil meines Lebens. Meine Mutter zum Beispiel machte großartige Aufnahmen.

Ich habe noch kein richtiges Ziel vor Augen, obwohl ich weiß, dass es irgendetwas mit Fotografie zu tun haben wird. Und muss. Ich mag diese unbekümmerte Zeit, in der ich die Bilder noch des Spaßes wegen schieße. Meine Freunde sind glücklicherweise allesamt fotogen, weswegen ich sie gerne vor meine Kamera zerre, und es ist cool, wenn Leute meine Aufnahmen mögen und sie irgendwo vorstellen möchten. Das gibt mir den Kick.

Falls ich die Möglichkeit hätte, würde ich gerne einmal eine Ausstellung haben. Einige meiner Freunde sind Künstler auf der Universität, also wäre es geradezu großartig einmal eine Kooperation mit ihnen einzugehen. Ich würde nicht sagen, dass sich mein Leben dramatisch verändert hat, seitdem ich angefangen habe Fotos zu schießen, aber es gibt mir etwas um damit weiter zu machen. Ich kann nicht einmal aus dem Haus gehen, ohne eine Kamera bei mir zu haben. Ich bin ein kleiner Messie und kann nichts wegwerfen – und Fotografien sind ein Teil davon. Das Gefühl etwas zu besitzen, auf das man sich stützen kann, ist unbeschreiblich.

Die größte Veränderung in meinem Leben ist die Tatsache, dass man mich googlen kann. Das macht mich einerseits traurig, andererseits ist es irgendwie cool. Ich besitze viele Kameras, meistens Müll und unnützes Zeug, das ich bei eBay erstanden habe, aber meistens benutze ich eine Yashica T4, weil sie die zuverlässigste ist und auch die anständigsten Aufnahmen macht. Erst letztens habe ich diese alte Kamera, die mein Bruder und ich als wir klein waren benutzt haben, wieder entdeckt. Eine 110-Kamera, die kleine Ninja Turtles in die Ecken aller Fotos setzt. Ich kann es kaum erwarten den Film vollzubekommen.

Digitalkameras mag ich nicht so besonders. Ich habe einmal eine verwendet, aber die Fotos wirken einfach so falsch und platt. Analog ist einfach viel interessanter. Zum Beispiel habe ich ein Foto vom Fuß meiner Freundin Clare gemacht. Clare ist ein wirklich hübsches Mädchen, aber über ihre Füße machen sich unsere Freunde immer wieder lustig. Wie Schweinefüße sehen die aus. In der Nacht, in der ich die Aufnahme gemacht habe, schnitt sich Clare in einen ihrer Füße und blutete den ganzen Fußboden voll – es war wirklich widerlich. Ich liebe die Arbeiten von Dana Lauren Goldstein und kaufte mir im vergangenen Jahr ihr Magazin “Don’t Cry Tonight”. Ich kam einfach nicht darüber hinweg, wie sehr ich es mochte. Aber ich glaube das liegt größtenteils daran, dass ich eifersüchtig auf sie bin. Denn ihr Leben scheint so unglaublich interessanter zu sein als mein eigenes.

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