In & Out - Dein Besserleben-Guide

Der Schnee schmilzt und der olle Dreck schwimmt mir fast ins Zimmer. Verdrängte Silvesterabstürze offenbaren sich kaltherzig und bahnen sich den Weg zurück ins Gedächtnis. Berlin wird mehr und mehr…
In & Out

Dein Besserleben-Guide

Der Schnee schmilzt und der olle Dreck schwimmt mir fast ins Zimmer. Verdrängte Silvesterabstürze offenbaren sich kaltherzig und bahnen sich den Weg zurück ins Gedächtnis. Berlin wird mehr und mehr zu meinem Mülleimer in Groß. Aber etwas Gutes hat der Schmutztiegel trotz alledem, es passieren magische fast schon nach Vincent Raven schreiende Phänomene. Man geht zum Beispiel mit weißen Schuhen aus dem Haus und kommt mit Schwarzen wieder, konservierte Scheißehaufen tauen auf und zeigen einem die faszinierende Viefalt an Brauntönen oder man entwickelt einfach mal den nie zuvor dagewesenden Drang mit einer 80-Liter Tüte rausgehen zu müssen, um Müllmann der Nation zuspielen. Nach drei Stunden Aggro-Krübbeln und 7,5 mal aus dem Fenster gucken, entschied ich mich die Tüte anstelle mit Müll doch lieber mit ein paar In & Outs zu füllen. So, jetzt schütte ich den Kram aber mal aus.

In: Biowein, Selbstgespräche führen, neuer AMY&PINK-Autor sein, sich selbst Bier in den Ausschnitt kippen, sich auf “Alice im Wunderland” freuen, verbales Battlen bis der Hausarzt kommt, literweise Tee trinken, Janelle Monáe, alte Tapes hören, baden, selbstständige Futterzubereitung, Pflanzen Namen geben, Nachbarn grundlos den Stinkefinger zeigen, Wodka-Sprite, “How to make it in America”-Soundtrack, sich mit Tagträumen ablenken, Sorgen einfach wegtanzen, neue Schimpfwörter erfinden, The XX Remix von “You’ve got the Love”, den ultimativen Rundumschlag planen, Kater-Spaghettis, sich liebhaben, Aufmachen wenn’s klingelt, Pommes, ein Stubenhocker sein, Mashups, zu sich selbst romantisch sein, Kurzfilme, einfach mal nicht schlafen gehen.

Out: Der Nachbar, abgelaufende Kondome, ständig nörgeln aber nichts ändern, Kacke am Schuh, sämiger Speichel, Dieter Bohlens vergockelte Gedächtnis-Krater-Visage, rutschen statt laufen, bei Trinkspielen zu schnell abkacken, kalter Kaffee, ein Körpergulli sein, auf sich selbst hängenbleiben, Ausreden, zu große Penisse in zu engen Hosen (impotenzfördernd), konjunktives Denken, putzen müssen, Farmville, bei Horrorfilmen weggucken, Familienstreit, Sperma rumliegen lassen, “Big Brother”, permanenter Pessimismus, Bauchgrummeln, mit Scheebällen (von Türken-Kids) beworfen werden und nichts dagegen unternehmen, Dreck, desillusioniertes Rumgeschwafel, Freunde warten lassen, Absage der “The XX”-Tour, unkreative Charaktere, volle Staubsaugerbeutel.

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Tally Weijl

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Mister Spex