Wir fliegen... oder auch nicht“¦ oder doch?! - Das war London

Ich habe eine Mission. Ich will die Weltherrschaft. Mehr als Hannah. Mehr als Marcel. Und mehr als ihr alle zusammen. Doch das ist mir nicht genug. Ich will mehr. Ich…
Wir fliegen... oder auch nicht“¦ oder doch?!

Das war London

Ich habe eine Mission. Ich will die Weltherrschaft. Mehr als Hannah. Mehr als Marcel. Und mehr als ihr alle zusammen. Doch das ist mir nicht genug. Ich will mehr. Ich will alles. Ich will in den Modeolymp. Jetzt. Sofort. Ohne Umwege. Und wie schafft man das? Keine Ahnung…?! Aber wer’s weiß, bitte eMail an mich. Ein Anfang ist es zumindest, in der Welt mal nach dem Rechten zu sehen. Und weil ich William und Harry nur zu gerne mal die knappen Boxershorts bis zu den Ohren straff ziehen möchte, ging’s ab in das Vereinigte Königreich. Um allerdings nach meinem kleinen Orientierungsdisaster nicht versehentlich über Polen zu fliegen, habe ich weibliche Unterstützung in Form von zwei mehr als attraktiven Blondis mit ins Handgepäck geschleust. The incredible Hannäh Banäna und Ruth – the beautifulliest Motz-Gnom in the whole wide world – Knuth.

Alles war perfekt geplant. Nicht. Wir haben es jedoch noch vor dem Abflug gebacken bekommen uns ein Dach über dem Kopf zu beschaffen. Ein kleiner Schritt für die Menschheit – ein großer Schritt für die London Görlz! Wir waren nach wochenlanger Unbekümmertheit stolz auf uns. Ich auf Hannah. Ruth auf mich. Hannah auf Ruth und alle auf jeden. Samstag Morgen: Flug 5283.

Wir waren voller Vorfreude. Und hätte Frau Verpeilo a.k.a. me, myself and I nicht vor lauter Vorfreude die Buchungsnummer zu Hause unaufgeschrieben liegen lassen, hätten die Glückshormone sicher auch noch bis zum Flughafen ausgereicht. Doch hier lag der entscheidende Knackpunkt: eMails noch einmal schnell gecheckt: Flug 5283 (wohl auf Grund eines toooootal überschätzten Die-Welt-geht-unter-wir-müssen-alle-noch-ganz-viel-Tiefkühlpizza-und-Kerzen-bunkern-Schneechaos) annulliert. Ganz große Klasse. Egal. Ab zum Franz- Josef- Strauß und kucken was geht. Hannahs Motivation war mittlerweile geringer als überhaupt möglich und Ruth versuchte jegliche Art von Wahrnehmung gekonnt zu unterdrücken. Verdrängung war das allgegenwärtige Stichwort. Wir werden fliegen – egal wann. Und zur Not auch egal wohin.

Das war London

Nach dem drei bis sieben kilometerlangen Marathon zum Easy-Jet-Schalter unseres Vertrauens (nicht!) wurden wir jedoch jeglicher Hoffnung beraubt. Rien ne va plus. Sehr schön. Und jetzt? Trio-Besäufnis am Flughafen? Club-Hopping inklusive grandiosem Absturz in München? Oder schlicht und einfach weinen?! Und obwohl all diese Optionen relevant waren, sind wir geistesgegenwärtig und schnellen Schrittes zum nächsten Last-Minute-Schalter, um an diesem Tag überhaupt irgendwo noch zu landen.

Doch da keiner von uns aus Bill Gates Sperma gezeugt wurde, waren weder Kopenhagen, Stockholm oder Amsterdam finanzielle Optionen. Deshalb haben wir nochmals den kilometerlangen Fußmarsch auf uns genommen, um die Easy-Jet-Damen im adretten, unschönen, orangefarbenen Dress ein wenig zu stressen. Irgendwas muss gehen. Und wer hätte es gedacht, es ging um 11.30 Uhr ein (zu diesem Zeitpunkt) noch ausgebuchter Flug nach London. Namen auf die Warteliste und wie das Wort schon sagt: Warten.

Nach etwa 45 Minuten hörte ich (neben dem seltsamen Vogelgezwitscher in der Wartezone) ein lautes, filmreifes und auf jeden Fall befriedigendes „Hallelujah“ in meinen Ohren. Wir dürfen mitfliegen! Schneller als wir es überhaupt realisieren konnten ab zum Check-In und Tickets aushändigen lassen. In dem Moment, als wir noch etwas ungläubig, aber mit dem breitesten Grinsen, welches derzeit auf diesem Kontinent überhaupt möglich war, zur Sicherheitskontrolle hetzten, kamen wir noch in den Genuss, das zu spät kommende Oberhaupt einer dreiköpfigen, britischen Familie an unserem Check-In-Schalter fluchen zu sehen (und zu hören). Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben… Heißt es ja immer so schön. Wir sind so gut. Und genau deshalb haben wir dann auch noch unsere bezaubernden Hinterteile elegant an der unendlichen zur Sicherheitskontrolle führenden Warteschlange vorbei geschoben und gehasst wie eh und je ab zum Gate. Ohne meine Winterjacke- die lag noch im Auto.

Das war London

Nachdem wir schon mehrmals ausgerufen wurden (was heißt, dass wir wirklich WIRKLICH spät dran waren – und wir sowieso schon scheiße viel Glück hatten) plus die gesamten Passagiere in dem Bus schon vergeblich auf das Pommes-Ketchup-Majo-Trio warteten, waren Hannah und ich mittlerweile im Bus angekommen. Allerdings hatten wir beim Antritt dieses Kurztrips nicht bedacht, dass wir einen hochgradig abhängigen Koffein- und Nikotin-Junkie unter uns haben. Und da Kippen so verdammt teuer in der Weltmetropole sind, machte sich Ruth noch in einer Seelenruhe auf den Weg zum nächsten Travel-Store, während wir tödliche Blicke mit unserem unsichtbaren Rundum-Schutzschild abwehren mussten.

Als das dann vollbracht war saßen wir uns noch lockere 2 – 3 Stunden den Arsch im Flugzeug platt, um dann erst mal mit farblich zur Fluglinie passendem Gift (sicherlich mit Orangengeschmack) enteist zu werden. Mittlerweile hatte niemand mehr Bock auf London – außer mir! Was mir allerdings nicht viel brachte. Alleine freuen ist irgendwie nicht so wirklich bereichernd. Finde ich. Egal. Nach ca. 90 Minuten Flug und einem kurzen Augen zu, Augen auf mit viel Utz Utz in den Ohren, waren wir in London Stansted gelandet. Erleichtert. Zufrieden. Und voll im Sack. Fortsetzung folgt.

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