Die Alben des Jahres 2009 - Glitter auf den Ohren

Das Jahr brachte uns zumindest in musikalischer Hinsicht viele neue Liebschaften, ließ uns frische Künstler ins Leben stürzen und uns alte Bekannte neu entdecken. Schon bald puderten sie unsere Gehörgänge…
Die Alben des Jahres 2009

Glitter auf den Ohren

Das Jahr brachte uns zumindest in musikalischer Hinsicht viele neue Liebschaften, ließ uns frische Künstler ins Leben stürzen und uns alte Bekannte neu entdecken. Schon bald puderten sie unsere Gehörgänge mit leidenschaftlichen Songs, mutigen Texten und grellen Performances und hinterließen uns die ein oder andere Hymne auf Lebenszeit. Lasst uns also das nahende Ende von 2009 zum Anlass nehmen, die besten zehn Alben der vergangenen 365 Tage zu küren, auf dass ihr all diejenigen, die ihr noch nicht in eurer Plattensammlung iTunes-Bibliothek habt, ganz schnell noch kaufen geht, damit ihr 2010 soundtechnisch nicht ganz mit herunter gelassenen Hosen da steht. Musik ab.

The View

The View – Which Bitch?

Eine vollkommen zu Unrecht viel zu wenig beachtete Band sind die fünf Jungs Kyle, Kieren, Pete, Steven und Darren von The View aus Schottland, die Anfang des Jahres mit “Which Bitch?” einer der besten Indie-Rock-Platten des Frühlings auf den Markt geworfen haben, die leider Gottes in Grund und Boden ignoriert wurde. Ein großer Fehler, den die Musiker hoffentlich bald mit einem musikalischen Anschlag vergelten werden.

[audio:givebackthesun.mp3] Regina Spektor

Regina Spektor – Far

Wenn es um die Worte Depression, Hoffnung und Klavier geht, dann ist Regina Spektor der gemeinsame Nenner. Mit ihren klugen und durchdachten Balladen reißt die gebürtige Russin den Hörer mit auf eine Reise voller sympathischer Geschichten, kleiner Anekdoten und herzzerreissender Liebesgeschichten und beweist mit “Far”, dass dies auch ganz ohne Kitsch, Schnulz und Fremdschämen geht. Absolut großartig.

[audio:eet.mp3] Peter Doherty

Peter Doherty – Grace/Wastelands

Egal wie aufgedunsen, besoffen und dauerdruff unser Pete(r) Doherty doch ist, er bleibt ohne Zweifel einer der großartigsten Textschreiber unserer Zeit. Mit “Grace/Wastelands” steigt der Exstecher von Kate Moss mit uns tief hinab in die dunkelsten Gänge seines Herzens und er lässt uns erleben und manchmal sogar verstehen, wieso er so ist wie er ist. Mitsamt den Drogen, dem Alkohol und dem Nikotin. Traurig aber stark.

[audio:newlove.mp3] Little Boots

Little Boots – Hands

Die Engländerin Little Boots wird sogar von Epic Troll Kanye West in Grund und Boden gelobt und brachte mit ihrem Debutalbum “Hands” zwar kein Monumentalalbum der fulminanten Philosophie in die analogen und digitalen Plattenläden dieser Erde, aber dennoch ist es ein sympathisches Stückchen Musik und zeigt, dass es auch mal etwas leichter und lockerer Electro-Pop sein darf. Warum auch nicht.

[audio:newintown.mp3] Lily Allen

Lily Allen – It’s Not Me, It’s You

Von vielen geliebt, von vielen gehasst, von vielen verspottet, müssen doch alle zugeben, dass Lily Allen das Jahr 2009 doch ziemlich durcheinander gewürfelt hat. Angefangen bei ihren Nacktfotos für das i-D Magazine, ihrem bombastischen und nicht so ganz ernst gemeinten Abgang aus dem Musikbusiness bis hin zum letzten Album “It’s Not Me, It’s You” schlitterte die depressive Frohnatur durch die internationale Presse und zauberte dabei regelmäßig einen Ohrwurm nach dem anderen aus dem Hut. Wir lieben sie.

[audio:icouldsay.mp3] La Roux

La Roux – La Roux

Eleanor Jackson kam, sah und siegte. Zusammen mit Ben Langmaid und ihrer gemeinsamen Band La Roux stürmte der rothaarige Pseudojüngling die Indie-Charts dieser Erde und ratterte mit “Quicksand”, “In For The Kill” und “Bulletproof” einen Hit nach dem anderen in die jubelnde Menge. Wir finden’s großartig und hoffen, dass die beiden nicht auch genau so schnell wieder von der Bildfläche verschwinden.

[audio:quicksand.mp3] Amanda Blank

Amanda Blank – I Love You

Die Amerikanerin Amanda Blank ist der momentane Inbegriff der unkonformen Geilheit, bricht sie doch mit dem Album “I Love You”, den dazugehörigen Videos und bei allen Live-Auftritten eine Lanze für Sex auf der Bühne und wackelt mit ihrem pornografisch guten Po vor der geifernden und hüpfenden Partymenge umher. Und die Musik ist auch gut. Besonders zusammen mit Lykke Li.

[audio:makeittakeit.mp3] Bat for Lashes

Bat For Lashes – Two Suns

Bei Natasha Khan lassen sich bestimmte Begriffe der Superlative nur schwer vermeiden, so bezaubernd, mystisch und ganz und gar mindblowing ist sie als Bat For Lashes und ihrem neuen Album “Two Suns” gerade unterwegs. Uns hat die Amerikanerin jedenfalls voll und ganz in ihren Bann gezogen und wenn sie erst einmal eine Sekte eröffnet – wir sind die Ersten, die sich dort einschreiben.

[audio:daniel.mp3] Yeah Yeah Yeahs

Yeah Yeah Yeahs – It’s Blitz!

Die amerikanischen Yeah Yeah Yeahs schlichen sich ganz und gar heimlich in die Liste der zehn besten Alben des Jahres, aber die Tracks auf “It’s Blitz!” sind einfach so universal und immer wieder hörbar, dass sie seit der Veröffentlichung immer und immer wieder gespielt wurden. Und was sonst macht ein Album denn bitteschön unsterblich, wenn nicht die Anzahl des Anhörens.

[audio:headswillroll.mp3] Marina And The Diamonds

Marina And The Diamonds – The Crown Jewels

Das Süßeste was die Popwelt momentan zu bieten hat und unser persönlicher Favorit ist momentan die mit griechischen Wurzeln gesegnete Marina And The Diamonds, die mit ihrer EP “The Crown Jewels”, dem Happy Charisma und einem unglaublich tollen musikalischen Talent die Herzen vieler Fans erobert hat. Nächstes Jahr erscheint dann ihr erstes richtiges Album und wir werden die ersten sein, die dafür die digitalen Moneten zücken werden.

[audio:seventeen.mp3]
s.Oliver

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